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This Author: Annik Rubens

Slow German Podcast by Annik Rubens

Slow German Podcast

by Annik Rubens

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Weekly

Description

German podcaster Annik Rubens from Munich tells stories about Germany and reads them slowly to her listeners. Topics range from the Oktoberfest to food and beverages or religious holidays. You can read the transcript in the ID3-Tags or on the internet-page www.slowgerman.com. More of Annik can be heard here: www.schlaflosinmuenchen.com.


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 Podcast Website:
http://www.slowgerman.com

Slow German zieht um / Slow German is moving


Tue, Jan 19, 2016


Slow German, der Podcast, zieht um. Bitte abonniert den neuen Feed: www.slowgerman.com/feed/podcast.

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SG #114: Til Schweiger


Fri, Jan 08, 2016


Deutschland redet momentan ?ber Til Schweiger. Til Schweiger ist ein Schauspieler. Er wurde 1963 in Freiburg geboren, also im S?den Deutschlands.

Er wurde bekannt, als er in den 90er-Jahren in der Fernsehserie „Lindenstra?e“ mitspielte und im Kinofilm „Manta, Manta“. Viele machten sich ?ber ihn lustig – er nuschelt sehr, das hei?t er spricht sehr undeutlich, und seine Stimme klingt nasal, also als w?re seine Nase zu.

Es folgten weitere Filme wie die Kom?die „Der bewegte Mann“ oder „Knocking on Heaven's Door“. Er machte auch Ausfl?ge nach Hollywood und spielte mit Keira Knightley und Angelina Jolie. Auch in „Inglorious Basterds“ war er zu sehen.

Soweit, so gut. Das klingt alles nach einem normalen, erfolgreichen Schauspieler-Lebenslauf. Aber es ging weiter. Til Schweiger machte den Film „Keinohrhasen“, eine harmlose kleine Kom?die, die im Kino lief. Er schrieb das Drehbuch, f?hrte Regie, spielte selber mit und seine vier Kinder waren ebenfalls mit dabei. Und er war der Produzent. Also eine One-Man-Show. Fast 6,3 Millionen Deutsche sahen den Film. Die Fortsetzung „Zweiohrk?ken“ funktionierte genauso – 4,2 Millionen Menschen sahen ihn im Kino.

Das Erfolgsrezept war gefunden – Til Schweiger machte weiter. 2011 brachte er eine weitere Kom?die ins Kino, „Kokow??h“. Wieder 4,3 Millionen Zuschauer. Auch hier gab es wieder eine Fortsetzung. 2015 war sein neuer Film im Kino, „Honig im Kopf“. Darin geht es um einen alten, dementen Mann (gespielt von Dieter Hallervorden, einem beliebten deutschen Komiker) und ein kleines M?dchen. Der Film lockte 7,19 Mio. Menschen ins Kino und ist damit auf Platz 6 der erfolgreichsten deutschen Filme seit 1968.

Ist Til Schweiger in Deutschland beliebt? Schwer zu sagen. Die Menschen sehen gerne seine Filme, aber viele m?gen ihn als Person nicht. Seine Filme sind Familienfilme mit viel Gef?hl, nicht sehr kompliziert, massentauglich k?nnte man auch sagen. Er selbst scheint ein Problem mit Kritik zu haben – da Journalisten seine Filme oft nicht m?gen, d?rfen sie die Filme vor Kinostart nicht mehr sehen.

Einen Coup landete Til Schweiger, als er Tatort-Kommissar wurde. Der Tatort ist die ?lteste Krimi-Reihe in Deutschland, die jeden Sonntagabend im Fernsehen l?uft. Til Schweigers Tatort-F?lle sind anders als andere. Sie sind brutaler. Der erste Fall knackte Rekorde – 12 Millionen Menschen schalteten den Fernseher ein, um ihn zu sehen. Gerade liefen zwei weitere Folgen im Fernsehen – allerdings nicht sehr erfolgreich. Und am n?chsten Tag machte Til Schweiger Schlagzeilen, weil er bei Facebook einen Post absetzte, der viele verwunderte. Darin beschimpfte er Kritiker und andere Tatort-Kommissare. Nicht sehr professionell und kollegial. Hatte er Alkohol getrunken? Wei? man nicht. Ich finde, es klingt so. Til Schweiger macht gerne derartige Schlagzeilen – vor einiger Zeit ohrfeigte er einen anderen erfolgreichen deutschen Schauspieler in der ?ffentlichkeit...

Bildet Euch selbst Eure Meinung – alle vier Tatort-Folgen sind derzeit in der Mediathek zu sehen – das gilt aber leider nur im Januar 2015. Den Link seht Ihr auf www.slowgerman.com.
http://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/tatort/videos/index.html



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SG #113: Kochen und Backen


Tue, Dec 22, 2015


Die Weihnachtszeit ist immer auch eine Zeit des Kochens und Backens. Denn gutes Essen verk?rzt den langen Winter und macht einfach Spa?!
Im Advent, also in den vier Wochen vor Weihnachten, backen viele Deutsche Pl?tzchen. Das sind kleine Kekse, die es nur in der Vorweihnachtszeit gibt. Ich habe Euch schon davon erz?hlt – wir backen Vanillekipferl, Zimtsterne, Engelsaugen und ?hnliches. Um die Rezepte zu verstehen, muss man einiges lernen. Wir messen unsere Zutaten auf einer K?chenwaage ab. Wir brauchen also 200 Gramm Mehl oder 150 Gramm Zucker. Die Zutaten werden in einer Sch?ssel vermischt. Dann muss man beispielsweise noch ein Ei trennen – es also aufteilen zwischen Eiwei? und Eigelb. Oder das Eiwei? zu Eischnee schlagen. Also so lange mit dem R?hrger?t r?hren, bis das Eiwei? fest wird. Und diesen Eischnee dann unterheben – also vorsichtig unter die anderen Zutaten r?hren.
Andere Ma?einheiten sind f?r uns noch Essl?ffel und Teel?ffel. Das sind also die kleinen und gro?en L?ffel, mit denen wir auch essen – normales Besteck. Und es gibt noch die Prise – eine Prise Salz ist zum Beispiel genau das, was zwischen Daumen und Zeigefinger passt. Fl?ssigkeiten messen wir mit einem Messbecher ab, und zwar in Millilitern. Wenn der Teig fertig ist, schieben wir den Kuchen in den Backofen und backen ihn, bis er fertig ist.
Beim Kochen verwenden wir die gleichen Ma?einheiten. Also Gramm, Essl?ffel und Teel?ffel oder Prise. Wir stellen einen Topf auf den Herd, oder eine Pfanne. In einem Topf wird eher gekocht, in einer Pfanne gebraten. Wir braten also in etwas ?l Fleisch in einer Pfanne an und kochen im Topf eine Suppe. Dann brauchen wir etwas, damit das Essen auch schmeckt. Dazu nehmen wir entweder Gew?rze wie Curry und Paprika oder Kr?uter wie Oregano und Basilikum.
Wir salzen und pfeffern unser Essen, r?hren mit dem Kochl?ffel um und m?ssen die Sauce am Ende vielleicht noch aufkochen, also kochen bis sie Blasen wirft. Am Ende k?nnen wir unser Essen noch mit K?se ?berbacken – zum Beispiel wenn wir Nudeln gekocht haben. Dann streuen wir geriebenen K?se ?ber die Nudeln, die in einer Auflaufform sind. Die Auflaufform stellen wir dann noch einige Minuten in den Backofen, damit der K?se schmilzt.
Bevor wir das Essen servieren k?nnen, m?ssen wir den Tisch decken. Wir stellen Teller auf den Esstisch, legen Besteck dazu und eine Serviette. Gl?ser d?rfen auch nicht fehlen und Getr?nke. Manche stellen einfach die T?pfe auf den Tisch, damit sich jeder bedienen kann. Andere richten sch?ne Portionen in der K?che an und servieren die fertigen Teller mit dem Essen am Tisch.
Gerade an Feiertagen wie an Weihnachten gibt es mehrere G?nge, also eine Vorspeise, eine Hauptspeise und eine Nachspeise. Und bevor wir anfangen zu essen w?nschen wir uns einen guten Appetit!
Danach m?ssen wir noch den Tisch abr?umen, das Geschirr sp?len oder in die Sp?lmaschine einr?umen und die Reste in den K?hlschrank stellen. Fertig.



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SG #112: Winter

Author: Annik Rubens
Wed, Dec 09, 2015


Es ist kaum zu glauben: Am Wochenende war es hier in M?nchen so warm, dass die Menschen drau?en in den Bierg?rten sa?en. Das ist f?r unsere Region hier sehr untypisch – normalerweise ist der Dezember sehr kalt. Oft schneit es schon Anfang November, und erst im April werden wir es wieder w?rmer haben. Ein halbes Jahr Winter – das ist normal in Deutschland. Aber wir haben uns an die vier Jahreszeiten gew?hnt und genie?en es – mal mehr und mal weniger. Nat?rlich nervt es manchmal, dass es immer kalt ist. Aber es hat auch seine sch?nen Seiten.
Wenn der Herbst langsam zu Ende geht m?ssen wir hier in S?ddeutschland erstmal in die Autowerkstatt: Reifen wechseln. Die Sommerreifen werden abmontiert, die Winterreifen aufgezogen. Ich mache das nicht in der Werkstatt, sondern mit meinem Papa zusammen. Das macht richtig Spa?, auch wenn es sehr anstrengend ist. Was nervt ist, dass man sein Auto morgens ausgraben muss, wenn ?ber Nacht Schnee gefallen ist. Die Scheibe muss freigekratzt werden, damit man wieder durchsehen kann. Das dauert ganz sch?n lange!
Im Winter werden die Kerzen aus dem Keller geholt und wir z?nden sie an. Vor Weihnachten stellen wir den Adventskranz aus Tannenzweigen mit seinen vier gro?en Kerzen auf den Tisch. Jede Woche z?nden wir eine neue Kerze an – bis Weihnachten ist. Am Ende brennen also alle vier Kerzen. Dann trinken wir Tee, Kaffee und essen dazu selbstgebackene Pl?tzchen. Pl?tzchen, so hei?en die kleinen Geb?ckst?cke hier im S?den – im Norden sagt man Kekse dazu. Es gibt viele Rezepte f?r Pl?tzchen – Kokosmakronen, Vanillekipferl, Zimtsterne oder Spitzbuben zum Beispiel. Und nat?rlich Lebkuchen. S??es geh?rt zur Vorweihnachtszeit dazu, genauso wie Gew?rze wie Zimt, Vanille oder Orangenduft.
Am sch?nsten ist es nat?rlich, wenn drau?en Schnee liegt und trotzdem die Sonne scheint. Dann k?nnen wir einen Spaziergang im Schnee machen. Wir k?nnen einen Schneemann bauen oder eine Schneeballschlacht machen – dazu bewerfen wir uns mit Kugeln aus Schnee. Wer selber ein Haus hat, der muss fr?h morgens den B?rgersteig freir?umen – hier darf kein Schnee mehr liegen, wenn die Leute zur Arbeit gehen. Das kann ganz sch?n anstrengend sein!
Nat?rlich k?nnen wir im Winter auch Skifahren oder mit dem Schlitten die H?gel hinuntersausen. F?r Kinder ein gro?er Spa? – und f?r die Erwachsenen nat?rlich auch. Viele gehen im Winter auch gerne Schlittschuhlaufen. Sie fahren mit ihren Schlittschuhen auf der Eisfl?che im Kreis.
Wichtig ist im Winter vor allem gute Kleidung. M?nner tragen dann lange Unterhosen, die sehen aus wie Leggings. Frauen und Kinder tragen eher Strumpfhosen. Dann am Besten Zwiebel-Look: Also viele verschiedene Lagen ?bereinander. Ein T-Shirt, dar?ber ein Hemd und noch ein Wollpulli. So bleibt einem sch?n warm und man kann trotzdem eine Schicht ausziehen, wenn man in ein Caf? geht. Und dann nat?rlich M?tze, Schal und Handschuhe! Und ein dicker Daunen-Anorak, also eine dicke Jacke, die mit Federn gef?llt ist. Das h?lt warm.
Vor Weihnachten gehen wir gerne auf den Christkindlmarkt – er hei?t im Norden Weihnachtsmarkt. Dort kann man an kleinen Buden Geschenke kaufen und Christbaumschmuck, aber auch und vor allem leckere Dinge essen und trinken. Hier trinken wir Gl?hwein oder Kinderpunsch – das ist die Variante ohne Alkohol. Das sind hei?e Getr?nke mit vielen weihnachtlichen Gew?rzen drin. Wir stehen zusammen in der K?lte und unterhalten uns. Ist das komisch f?r Euch? Wie sieht Euer Winter aus? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion!



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SG #111: Lufthansa

Author: Annik Rubens
Tue, Nov 24, 2015


Die Lufthansa ist eine der gr??ten Fluggesellschaften der Welt. Sie wurde 1926 gegr?ndet, als zwei Fluggesellschaften zusammengefasst wurden. 162 Flugzeuge hatte die Firma damals, viele davon waren Milit?rflugzeuge aus dem Ersten Weltkrieg. Die Heimat der Lufthansa war Berlin, genauer gesagt der Flughafen Tempelhof, der heute nicht mehr in Betrieb ist, aber den Berlinern als Park dient. Wenn Ihr Berlin besucht, k?nnt Ihr auf dem Rollfeld spazieren gehen!
Zu Beginn der Fliegerei flog man wenn m?glich nur bei Tageslicht und gutem Wetter – erst sp?ter lernten die Piloten etwas Neues: Den so genannten Instrumentenflug. Anstatt auf die eigenen Augen konnten sie sich nun auf die Instrumente im Cockpit verlassen – und somit auch im Dunkeln fliegen, oder bei schlechtem Wetter. Instrumente sind in diesem Fall nat?rlich keine Musikinstrumente, sondern Anzeigen ?ber die H?he oder Richtung des Fluges.
Die Lufthansa f?hrte sehr fr?h Linienfl?ge ein: Der erste startete 1926 von Berlin ?ber Halle, Erfurt und Stuttgart nach Z?rich. Die extra f?r Passagiere ausgestattete Maschine hatte ?brigens schon das weltber?hmte Logo auf der Heckflosse: Einen gelben Kranich auf blauem Grund. Ein Linienflug ist ein Flug, der nach einem bestimmten Flugplan verkehrt. Er fliegt beispielsweise immer am Montag um 15 Uhr von London nach M?nchen. Das Gegenteil sind Charterfl?ge – sie werden zum Beispiel extra vom Reiseveranstalter f?r Urlauber gebucht, die nach Mallorca fliegen m?chten.
Auch die Flug-Strecken wurden immer weiter – w?hrend die Lufthansa am Anfang noch von einer deutschen Stadt zur anderen flog, machte man sich nun auf den Weg nach S?damerika und in ?hnlich weit entfernte Regionen. Schon 1928 flog eine Maschine von Berlin nach Tokio.
Der Zweite Weltkrieg bedeutete nat?rlich auch f?r die Lufthansa gro?e Ver?nderungen. Adolf Hitler bekam im Wahlkampf ein Flugzeug zur Verf?gung gestellt – kostenlos. Dann wurden fast alle Lufthansa-Flugzeuge in die deutsche Luftwaffe integriert – die Lufthansa wurde zum Transportunternehmen. Sie besch?ftigte ?brigens auch Zwangsarbeiter – wie viele Firmen, die heute noch existieren. Nach Kriegsende wurde die Lufthansa von den Alliierten aufgel?st. Genauer gesagt war das damals die alte „Deutsche Lufthansa AG“.
1953 wurde dann die neue Lufthansa gegr?ndet – sie war zun?chst in staatlichem Besitz. 1966 konnte man dann Lufthansa-Aktien kaufen. 1997 wurde die Lufthansa privatisiert. Sie hat ihren Sitz in K?ln und hat weltweit fast 119.000 Mitarbeiter. 106 Millionen Menschen fliegen pro Jahr mit der Lufthansa und den Fluggesellschaften, die mittlerweile zu ihr geh?ren, wie beispielsweise Austrian Airlines oder Germanwings.
Die Lufthansa selbst hat 272 Passagiermaschinen im Einsatz, davon 14 Airbus A380, also die fliegenden Riesen. Ihre Tochtergesellschaften haben noch einmal 376 Flugzeuge. Die Maschinen der Lufthansa sind im Schnitt zehn Jahre alt – da kann man beruhigt einsteigen, oder? Neben dem Gesch?ft mit den Passagieren gibt es auch die Fracht – die Lufthansa transportiert verschiedenste G?ter von A nach B, soweit ich wei? sogar Rennpferde.
Leider hatte die Lufthansa schon einige Unf?lle – zum Gl?ck aber seit 1993 keinen mehr. Im Ged?chtnis sind dagegen noch die Entf?hrungen, die es vor allem in den 70er-Jahren gab: 1977 wurde beispielsweise die Lufthansa-Maschine „Landshut“ auf dem Weg von Palma de Mallorca nach Frankfurt entf?hrt, der Pilot wurde ermordet. Es gibt bedr?ckende Spielfilme, die diesen Vorfall thematisieren. Im neuen Jahrtausend gab es zum Gl?ck noch keine Lufthansa-Entf?hrungen – hoffen wir, dass es so bleibt. Allerdings machte Germanwings traurige Schlagzeilen, als ein Pilot mitsamt der Maschine und allen Menschen an Bord Selbstmord beging. Das war erst vor wenigen Monaten. Die Lufthansa sagte daraufhin ihre Jubil?umsfeier ab – aus R?cksicht auf die Hinterbliebenen der Opfer.
Somit nimmt diese Folge ?ber die Lufthansa ein trauriges Ende. Ich w?nsche Euch aber dennoch einen guten Flug!



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Going shopping. Absolute Beginner #07

Author: Annik Rubens
Mon, Nov 09, 2015


Welcome to Absolute Beginner Nr. 7. Let's go shopping today! First of all there's a difference. We use the word „shopping“ when it's buying something for fun, like clothes or DVDs. But we use the German word „Einkaufen“ if we want to go grocery shopping. Let's start with that. Imagine we are in a supermarket. You need a shopping cart for all the things you want to buy. You don't see them so you ask somebody: „Entschuldigung, wo sind die Einkaufswagen?“ If you want to buy only a few things, you don't need a shopping cart, but a small basket. You ask: „Entschuldigung, wo sind die Einkaufsk?rbe“?

Then you go and pick up the things you need. Let's say you can't find mustard. Then you ask: „Entschuldigung, wo finde ich den Senf?“ Or „Entschuldigung, wo ist der Senf?“. You see, all these questions start with „Entschuldigung“. It just means „excuse me“ and is a polite way to catch somebody's attention. „Entschuldigung“.

You then go to the „Kasse“ to pay. Maybe the cashier asks you: „Brauchen Sie eine T?te?“ If you want to have a bag to put your groceries in, you say: „Ja, bitte“. If not you say: „Nein, danke“. Usually these bags cost money in supermarkets, but not in clothing stores. If you want to pay cash, then please go ahead. If not, you say: „Ich m?chte bitte mit Karte zahlen“. Or shorter: „Mit Karte bitte“. Then you can pay with debit card, sometimes even with credit card, although they are not as common in Germany as in some other countries. Before you leave the store you can say „Auf Wiedersehen“ to the cashier.

Let's go shopping now, to a clothing store. You want to try on a pair of jeans, but can't find the dressing room. You ask somebody working there: „Entschuldigung, wo sind die Umkleiden?“ If you are in the dressing room, maybe somebody will ask you: „Passt alles?“ meaning something like: „Does it fit well?“ You can answer with: „Ja, danke“ or with: „Nein, die Hose ist zu klein“ or „Nein, die Hose ist zu gro?“ or „Nein, die Hose ist zu eng“ or „Nein, die Hose ist zu lang“. You see, there's many things that can be wrong with a pair of pants. „Klein“ means small, „gro?“ means big, „eng“ means tight and „lang“ means long. Oh, I almost forgot the pants can be too short, too. „Nein, die Hose ist zu kurz“. That never happens to me. ;-)

Maybe you see something but you can't decide whether to buy it or not. You want them to hold on to it for you until you make your decision. You say: „K?nnen Sie mir das bitte zur?cklegen?“ or „Kann ich das bitte zur?cklegen lassen?“

Or did you buy something and realized it was too small? Then take it back and say: „Ich m?chte das bitte umtauschen“, to exchange it for the right size.

Well, that's it for today. Viel Spa? beim Einkaufen! Have fun shopping!



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SG #110: Hofbr?uhaus

Author: Annik Rubens
Wed, Oct 28, 2015


Es gab einmal einen Herzog in Bayern, er hie? Wilhelm V. Ein Herzog ist ein hohes Mitglied des Adels, in England w?re das ein Duke. Dieser Herzog jedenfalls wollte am Wittelsbacher Hof, also dem Sitz seiner Familie, immer gen?gend Bier zur Verf?gung haben. Das Bier musste er von kleinen privaten Brauereien kaufen – oder sogar aus anderen Bundesl?ndern importieren. Das wollte er nicht mehr, weil es zu teuer war. Er wollte lieber, dass in M?nchen selber Bier gebraut wurde. Also gab er den Auftrag, ein Hofbr?uhaus zu bauen. Das war 1589. Und diese Geschichte ist kein M?rchen, sondern wahr.
Jetzt wisst Ihr also schon einmal, woher das Hofbr?uhaus seinen Namen hat: Hof, weil es den Hof beliefern sollte, also die Adeligen. Br?u weil hier Bier gebraut wurde – und Haus ist klar, oder?
Im Hofbr?uhaus wurde Braunbier gebraut. Etwas anderes durfte man hier nicht brauen, denn Wei?bier durfte nur eine Familie im Bayerischen Wald brauen. Als der letzte Nachkomme dieser Familie starb, sicherte sich der Sohn des Herzogs dieses Recht. Somit durfte im Hofbr?uhaus auch Wei?bier gebraut werden. Schnell wurde das Bier beliebt und das Hofbr?uhaus wurde zu klein, also musste ein Neubau her – am heutigen „Platzl“. Ab 1608 wurden hier Braunbier und Wei?bier gebraut. Ab 1610 durften auch Wirte und normale B?rger das Bier kaufen.
1828 erlaubte dann K?nig Ludwig I., dass im Hofbr?uhaus auch gleich getrunken werden durfte – vorher war es sozusagen nur die Fabrik f?r Bier. Bald kamen die ersten Touristen. Das Hofbr?uhaus wurde dann verlegt, und zwar in die Innere Wiener Stra?e – dort ist auch heute noch der Hofbr?ukeller ein beliebter Gasthof mit gro?em Biergarten. Hier wurde von nun an das Bier gebraut. Nach einigen Umbau- und Neubauarbeiten wurde das Hofbr?uhaus am Platzl 1897 zum Gasthof ohne Brauerei – so wie wir es heute kennen. Im Hofbr?uhaus wurde nicht nur Bier gemacht, sondern auch Politik: Hier wurde 1919 die M?nchner R?terepublik ausgerufen und die Brauerei geh?rte von nun an dem Staat. Noch etwas passierte hier – leider mit weitreichenden Folgen: 1920 wurde im Hofbr?uhaus die NSDAP gegr?ndet. 1945, also gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, wurde das Hofbr?uhaus zerst?rt – danach wieder aufgebaut. T?glich kommen nun bis zu 35.000 Besucher hierher.
Heute ist das Hofbr?uhaus eine gro?e Gastst?tte, die nat?rlich f?r Touristen weiterhin interessant ist. Aber auch viele Einheimische kommen regelm??ig hierher, es gibt Stammtische f?r die Stammg?ste, sie haben hier sogar ihre eigenen Bierkr?ge „geparkt“. Meistens gibt es zum Essen und dem Bier traditionelle bayerische Blasmusik. Und im Sommer kann man wunderbar im Innenhof im Biergarten sitzen. Insgesamt haben 3500 Menschen Platz im M?nchner Hofbr?uhaus.
Auf dem Oktoberfest gibt es ein Hofbr?u-Festzelt – es geh?rt zu den gr??ten Zelten auf der Wiesn. Hier k?nnen 10.000 Menschen gleichzeitig feiern! Seit 1987 wird nicht mehr in der Innenstadt das Bier gebraut, sondern am Stadtrand, in M?nchen-Riem. Hier im Osten der Stadt ist auch die Messe M?nchen angesiedelt.
Wenn Ihr in den USA lebt, k?nnt Ihr ?brigens auch in ein echtes Hofbr?uhaus gehen: Es wurde 2004 in Las Vegas er?ffnet. Auch in Tokio steht eines, in Dubai und in Seoul. Hofbr?u ist zum Franchise-System geworden. In diesem Sinne: Prost!



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SG #109: FKK

Author: Annik Rubens
Tue, Oct 13, 2015


Wisst Ihr, was FKK ist? Die Abk?rzung steht f?r Freik?rperkultur. Ihr kennt das vielleicht als Nudismus. Es geht kurz und knapp um nackte Menschen. 1898 gab es in Essen den ersten FKK-Verein. W?hrend man fr?her oft nackt gebadet hatte, wurde das immer mehr ein Tabu. Man zeigte sich nicht mehr nackt in der ?ffentlichkeit, das galt als unmoralisch. Die FKK-Vereine wollten aber wieder zur?ck zur Natur. F?r sie war Nacktheit nichts unmoralisches oder verwerfliches, sondern etwas ganz nat?rliches.
Vor allem in der DDR setzte sich die Freik?rperkultur durch. An vielen Badeseen und am Meer gab es eigene FKK-Bereiche. Nacktheit wurde von vielen B?rgern toleriert.
Es gibt sogar eine Studie, die besagt, dass Deutschland weltweit die gr??te Akzeptanz von Nacktheit hat – angeblich waren ein Drittel der befragten Deutschen schon einmal nackt in der ?ffentlichkeit unterwegs. Die meisten von ihnen haben wahrscheinlich nackt in einem See gebadet.
Verboten ist es jedenfalls nicht, in Deutschland an einem See oder am Meer nackt zu sein. Hier in M?nchen ist es sogar eine touristische Attraktion: An einem bestimmten Ort in M?nchen sieht man n?mlich bei sch?nem Wetter immer nackte Menschen. Im Englischen Garten, dem gr??ten Park M?nchens, gibt es einen kleinen Bach, der mitten durch das Gel?nde verl?uft. An diesem Bach liegen im Sommer viele Menschen, und in einem bestimmten Bereich eben auch nackte Menschen. Die M?nchner nennen sie „die Nackerten“. Es wirkt irgendwie ganz normal und nat?rlich, wenn die Menschen sich dort nicht anziehen, sondern so wie sie sind herumliegen. Man sagt dazu ?brigens auch „so wie Gott sie schuf“. Also unbekleidet. Komisch ist es immer nur, wenn man selbst dort vollst?ndig bekleidet spazieren geht – das wirkt immer, als w?re man ein Spanner. Ein Spanner ist ein Mensch, der nackte Menschen anglotzt, und zwar mit eindeutigem sexuellem Hintergrund.
Und nur um das noch einmal klarzustellen: FKK hat nichts mit Sexualit?t zu tun, es bedeutet nicht, dass hier Orgien stattfinden oder dass die M?nner hier sofort ?ber jede Frau herfallen. Nackt sind hier alte Menschen genau wie junge, Senioren wie Kinder, M?nner und Frauen. Und es st?rt niemanden.
Wie ist das in Eurem Land? Darf man sich nackt in der ?ffentlichkeit aufhalten? Wie steht Ihr dazu? Ich freue mich ?ber Eure Kommentare!
Die schneller gesprochene Version dieser Folge findet Ihr ?brigens wie immer im Premium Podcast. Ebenso Lernmaterial.
N?heres dazu auf www.slowgerman.com.



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SG #108: M?nchen


Tue, Sep 29, 2015


Die Sommerpause ist vorbei – jetzt geht es endlich weiter! Danke f?r Eure Geduld.
Das kann doch gar nicht wahr sein, dass ich noch keine Episode ?ber meine Heimatstadt M?nchen gemacht habe! Ich lebe hier schon fast mein ganzes Leben lang und ich liebe diese Stadt. Es ist nicht einfach, eine Stadt in f?nf Minuten zu beschreiben, aber ich werde es versuchen. Ich m?chte Euch jetzt einfach alles erz?hlen, was mir spontan dazu einf?llt, ok?
M?nchen ist bekannt als „gro?es Dorf“. Es f?hlt sich nicht an wie eine Stadt, sondern alles ist eher klein und gem?tlich. Das hat mehrere Gr?nde. Zum einen ist M?nchen wirklich eine eher kleine Stadt – 1,4 Millionen Menschen leben hier. Zum anderen gibt es eine Regel, nach der in M?nchen keine Hochh?user gebaut werden d?rfen – nichts darf in der Innenstadt h?her sein als die Frauenkirche, das Wahrzeichen M?nchens. Die Frauenkirche ist eine gro?e Kirche in der N?he des Marienplatzes, mitten im Zentrum von M?nchen. Sie hat zwei T?rme.
Wenn ich an M?nchen denke, denke ich an die Isar. Die Isar ist ein recht kleiner Fluss, der durch die Stadt flie?t. Hier fahren keine Schiffe, aber es gibt ein breites, steiniges Ufer. Hier gehen viele Menschen im Sommer gerne spazieren oder sie legen sich ans Wasser – oder sie grillen. An einer Stelle kann man in M?nchen ?brigens sogar surfen – es gibt einen kleinen Bach, den Eisbach in der N?he des Haus der Kunst, der eine k?nstliche Welle hat. Und hier sieht man bei jedem Wetter M?nner und Frauen in Neoprenanz?gen surfen.
Ich denke an den riesigen Englischen Garten, den Park mitten in M?nchen, M?nchens „gr?ne Lunge“. Ich denke an das Olympiazentrum, in dem 1972 die olympischen Spiele stattfanden – und leider auch das Olympia-Attentat einer pal?stinensischen Terrorgruppe.
Zur?ck zu den sch?nen Seiten: M?nchen wird gerne „die n?rdlichste Stadt Italiens“ genannt, weil die Lebensart eher s?dl?ndisch ist. Nat?rlich geh?rt das Oktoberfest zu M?nchen – jedes Jahr kommen sechs Millionen Besucher auf das gr??te Volksfest der Welt. Die Einheimischen tragen dann gerne Dirndl und Lederhosen, also Tracht. Das tun sie auch gerne, wenn sie in den Biergarten gehen. In M?nchen gibt es noch viele alte, traditionelle Brauereien, wie beispielsweise Augustiner. Was noch? BMW nat?rlich. M?nchen ist die Stadt der BMWs, nirgendwo auf der Welt fahren so viele BMWs durch die Gegend wie hier.
Politisch gesehen ist M?nchen rot. W?hrend der Rest Bayerns gr??tenteils von der CSU regiert wird, also von den so genannten „Christsozialen“, den „Schwarzen“, ist M?nchen schon seit vielen, vielen Jahren in der Hand der SPD, der Sozialdemokraten, deren Farbe Rot ist. Das hei?t, es gibt hier einen SPD-B?rgermeister. Und auch sonst ist M?nchen zwar die Landeshauptstadt von Bayern, aber auch irgendwie eine Insel. Vieles ist hier anders. Die Menschen sprechen zum Beispiel ein eher sanftes Bayerisch, wenn ?berhaupt.
Wenn ich an M?nchen denke, denke ich an die vielen Kunstmuseen, an das Deutsche Museum, das gr??te Technikmuseum der Welt. Aber ich denke auch an die d?steren Kapitel der Stadt. Adolf Hitler liebte M?nchen, und er lebte hier. Er nannte M?nchen die „Hauptstadt der Bewegung“. Im zweiten Weltkrieg wurden 90 Prozent der Altstadt zerst?rt. Noch heute gibt es viele Zeichen daf?r, was der Krieg hier angerichtet hat. Und viele Denkm?ler und Mahnmale. Das ist richtig und wichtig. Es geh?rt zur Stadt dazu.
Ich lebe gerne in M?nchen. M?nchen ist gem?tlich und sicher, sauber und bequem. Und ich bin stolz darauf, wie die M?nchner die vielen Fl?chtlinge aus Syrien und anderen L?ndern in den vergangenen Wochen und Monaten aufgenommen haben. Sie waren hilfsbereit und warmherzig.
Wart Ihr schon einmal in M?nchen? Was f?llt Euch ein, wenn Ihr an meine Stadt denkt? Ich freue mich auf Eure Kommentare!
Die schneller gesprochene Version dieser Folge findet Ihr ?brigens wie immer im Premium Podcast. Ebenso Lernmaterial. N?heres dazu auf www.slowgerman.com.



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SG #107: Kaffee und Kuchen

Author: Annik Rubens
Tue, Sep 15, 2015


Die Deutschen sind nicht gerade als Gourmets bekannt. F?r viele von uns ist Essen nur Nahrungsaufnahme – kein Genuss. Aber was gibt es Sch?neres auf der Welt, als etwas Leckeres zu trinken und zu essen? Deswegen m?chte ich Euch heute eine typisch deutsche Angewohnheit n?herbringen: Kaffee und Kuchen.
Die klassische Zeit f?r Kaffee und Kuchen ist der Sonntag. Man schl?ft l?nger als sonst, steht dann langsam auf, fr?hst?ckt ausgiebig, liest vielleicht eine Zeitung, isst lecker zu Mittag und geht dann spazieren. Das nat?rlich alles am Besten mit Freunden und der Familie. Gerne auch mit mehreren Generationen. Geht mal am Sonntag in einen deutschen Park – Ihr werdet sehen, wie viele Menschen sich dort tummeln. Sie gehen spazieren, unterhalten sich, besehen sich die Landschaft und freuen sich, dass sie nicht arbeiten m?ssen.
Wer dann ein paar Kilometer hinter sich gebracht hat, der braucht nat?rlich eine Belohnung. Und diese Belohnung ist Kaffee und Kuchen. Hier gibt es zwei Varianten: Entweder man geht in ein Caf? und bestellt dort, oder man backt selbst und isst zu Hause.
Klassische Kuchen f?r den Sonntagnachmittag sind beispielsweise K?sekuchen mit Sahne oder Marmorkuchen in Gugelhupf-Form oder auch verschiedene Varianten von Apfelkuchen. Ein Foto von einem Gugelhupf stelle ich Euch auf slowgerman.com, damit Ihr wisst, was das ist. Es gibt auch Kuchen, die in verschiedenen Regionen von Deutschland ihren Ursprung haben: Die Schwarzw?lder Kirschtorte zum Beispiel oder der Frankfurter Kranz. Rezepte verlinke ich Euch nat?rlich auch auf slowgerman.com.
Wer es traditionell mag, der hat sogar ein bestimmtes Sonntagsgeschirr – ein besonders sch?nes oder teures Service, das nur am Sonntag benutzt wird. Manche essen w?hrend der Woche am K?chentisch – und nur am Sonntag dann am sch?nen Esstisch im Esszimmer. Die j?ngeren Deutschen machen das beides nicht mehr – weil sie meistens gar kein Esszimmer haben in ihren kleineren Wohnungen. Aber die Tradition von Kaffee und Kuchen gibt es weiterhin. Bei uns auch – wobei das Lustige ist, dass wir meistens Tee trinken und Kuchen essen, es aber trotzdem Kaffee und Kuchen nennen. Das ist einfach ein feststehender Begriff.
Wer sich aber f?r Kaffee entscheidet, der trinkt heute meistens moderne italienische Kaffee-Varianten wie Cappuccino oder Latte Macchiato, w?hrend es fr?her eher der klassische Filterkaffee war.
Es gibt ?brigens noch eine Variante dieser Zwischenmahlzeit am Sonntag: Das Kaffeekr?nzchen oder den Kaffeeklatsch. Dazu treffen sich meist Frauen w?hrend der Woche am Nachmittag. Sie essen ebenfalls Kuchen, trinken Kaffee und reden. Wenn sie ?ber andere Leute reden, nennt man das tratschen. Die Frauen wechseln sich mit dem Kuchenbacken ab, so dass Jede Mal die Gastgeberin ist. Wer tags?ber arbeitet, der hat f?r diese Treffen nat?rlich keine Zeit. Aber daf?r gibt es ja Kaffee und Kuchen am Sonntag.
Gibt es so eine Tradition auch in Eurem Land? Erz?hlt gerne davon in der Kommentarfunktion auf slowgerman.com, bei Facebook oder Twitter. Ich bin gespannt!



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SG #106: Die Schult?te

Author: Annik Rubens
Tue, Aug 04, 2015


Derzeit sind in Deutschland Sommerferien. Die Schulkinder haben frei, und zwar sechs Wochen lang. Auch viele Kinderg?rten schlie?en ihre T?ren, dann aber meistens nur zwei bis drei Wochen lang.
Viele deutsche Kinder gehen in den Kindergarten. Sie beginnen ihre Zeit im Kindergarten, wenn sie drei Jahre alt sind, und gehen bis zum Schuleintritt in den Kindergarten. Wenn sie dann vom Kindergarten in die Schule wechseln, ist das nat?rlich ein gro?er Schritt. Aus Kindergartenkinder werden Schulkinder. Jetzt wird nicht mehr nur gespielt, sondern auch gelernt. Die Schulanf?nger nennt man ABC-Sch?tzen. Der erste Schultag spielt in ihrem Leben nat?rlich eine gro?e Rolle.
Der erste Schultag wird gefeiert, und zwar meistens mit der ganzen Familie. Das Schulkind wird schick angezogen und bekommt eine Schult?te, und ?ber diese Schult?te m?chte ich Euch heute mehr erz?hlen. Die Schult?te oder auch Zuckert?te genannt ist rund 70-80 Zentimeter lang, also fast so gro? wie das Kind selbst. Sie l?uft spitz zu und hat oben meist einen Verschluss. Man kann Schult?ten nat?rlich kaufen, aber viele Kindergartenkinder basteln ihre eigene Schult?te im Kindergarten. Sie rollen dazu festen Karton zu einer T?te und kleben ihn fest. Dann verzieren sie die Schult?te mit all dem, was sie gerne m?gen: mit Glitzeraufklebern, aus Katalogen ausgeschnittenen Bildern, kleinen Steinen oder anderen Dingen.
Die Schult?te wird dann von den Eltern gef?llt. Diese Tradition gibt es schon seit 1810. Damals bekamen die Kinder N?sse, Fr?chte und S??es in ihre Schult?ten. Als ich ein Kind war bekam ich in der Schult?te S??igkeiten geschenkt und ein Federm?ppchen mit Stiften f?r die Schule. Heute werden die Inhalte immer teurer, es sind Spielsachen in den Schult?ten und kleine ?berraschungen. Die Kinder bekommen ihre Schult?te am Morgen des ersten Schultages. Dann gehen sie mit ihren Eltern in die neue Schule, werden dort von den Lehrern begr??t und gefeiert. Nach dem ersten Schultag d?rfen die Kinder dann endlich ihre Schult?ten auspacken. So wird der erste Schultag fast zu einer Art Weihnachten – die Kinder sollen den Schulstart positiv in Erinnerung behalten.
Damit diese Erinnerung auch Jahrzehnte sp?ter noch funktioniert geh?rt es nat?rlich dazu, das Kind mit der Schult?te zu fotografieren. Wenn Ihr neugierig seid, wie ich mit meiner Schult?te aussah, dann geht auf slowgerman.com – dort werde ich ein Foto ver?ffentlichen. Ihr d?rft gerne dar?ber lachen... Wenn Ihr auch ?hnliche Fotos von Eurem ersten Schultag habt, w?rde es mich freuen, wenn Ihr sie bei Facebook postet oder per Twitter!



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SG #105: Die Tagesschau

Author: Annik Rubens
Wed, Jul 22, 2015


Nat?rlich ?ndert sich das Fernsehprogramm st?ndig. Mal sind Talkshows gefragt, mal Spiele-Sendungen, mal Reality-Shows. Ihr merkt mal wieder: Auch hier hat das Denglisch bei uns Einzug gehalten. Jedenfalls gibt es einige wenige Sendungen, die es schon sehr lange gibt. Eine davon – wahrscheinlich die bekannteste – ist die „Tagesschau“.
Die Tagesschau ist eine klassische Nachrichtensendung. Sie l?uft in „Das Erste“, dem ersten deutschen Fernsehprogramm. Die Tagesschau beginnt um 20 Uhr, also um acht Uhr abends. Und weil sie schon immer zu dieser Zeit beginnt, haben sich alle anderen Sendungen an ihr orientiert. Deswegen f?ngt bei uns das so genannte Hauptabendprogramm um 20.15 Uhr an – nach der Tagesschau. Das muss ich glaube ich noch einmal betonen: Nicht nur in „Das Erste“ f?ngt das Abendprogramm um 20.15 Uhr an, sondern in allen deutschen Fernsehprogrammen!
Fr?her war es sogar so, dass man niemanden zwischen 20 Uhr und 20.15 Uhr angerufen hat – man telefonierte in dieser Zeit nicht, weil jeder die Tagesschau guckte. Heute ist das etwas entspannter geworden...
Die Tagesschau gibt es seit dem 26. Dezember 1952. Damals hatte sie ungef?hr 1000 Zuschauer. Heute sind es bis zu zehn Millionen. Gesendet wurde damals aus einem Bunker.
Die Tagesschau wird in Hamburg produziert, und zwar vom ?ffentlich-rechtlichen Sender NDR, also dem Norddeutschen Rundfunk. Es gibt nicht mehr nur die Hauptausgabe um 20 Uhr, sondern viele weitere Nachrichtensendungen der Tagesschau ?ber den Tag verteilt. Nat?rlich ist die Sendung ?ber die Jahre moderner geworden, aber das Grundger?st hat sich nicht ver?ndert. Die Tagesschau beginnt mit einem Gongschlag und mit einer Erkennungsmelodie. Dann begr??t ein Nachrichtensprecher oder eine Nachrichtensprecherin das Publikum – er oder sie steht hinter einem Pult und liest die Nachrichten zwar von einem Teleprompter ab, hat aber dennoch die Texte auf Papier ausgedruckt noch einmal vor sich. Die Tagesschau strahlt Seriosit?t aus, das soll sich auch im Erscheinungsbild zeigen. Hier wird klassischer Journalismus gemacht: Das Wichtigste kommt zuerst, dabei geht es nicht nur um Nachrichten aus Deutschland, sondern um das Wichtigste aus aller Welt. Die Tagesschau-Redaktion kann sich auf ein Netz aus Korrespondenten auf der ganzen Welt verlassen. W?hrend andere deutsche Nachrichtensendungen gerne auch mal Meldungen aus der Welt des Boulevards verk?nden, h?lt sich die Tagesschau damit sehr zur?ck. Am Ende der Sendung kommt der Wetterbericht, es werden auch die Lottozahlen verk?ndet oder die aktuellen B?rsenwerte.
Der gr??te Konkurrent der Tagesschau ist „heute“, die Nachrichtensendung vom Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF). Beide Sendungen haben einen gro?en Bruder. Sp?ter am Abend kommen die „Tagesthemen“, eine l?ngere Nachrichtensendung, die angereichert ist mit Interviews und Kommentaren. Im ZDF gibt es das „heute journal“, das ?hnlich gestrickt ist.
Es gibt ?brigens auch eine gute Tagesschau-App f?r das Smartphone, die Eilmeldungen blitzschnell per Push-Nachricht vermeldet. So wei? man immer, was in der Welt gerade geschieht.

Das war es f?r heute – schaut Euch doch die Tagesschau einmal an, es gibt sie auch als Podcast! Und ich danke Euch sehr f?r die lieben Geschenke – drei von Euch hatten mir W?nsche von meinem Amazon-Wunschzettel erf?llt, das hat mich sehr gefreut. Danke auch f?r Eure Unterst?tzung in Form von PayPal-Spenden! Sch?ne Gr??e aus dem hei?en Deutschland, Eure Annik.



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SG #104: Halligen und Watt

Author: Annik Rubens
Tue, Jun 23, 2015


Ich lebe in S?ddeutschland, genauer gesagt in Bayern. Ganz am anderen Ende von Deutschland gibt es etwas, von dem ich Euch heute erz?hlen m?chte: das Watt. Das gibt es zum Beispiel an der Nordsee.
Ein Watt ist eine Fl?che an der K?ste. Wenn das Meer sich bei Ebbe zur?ckzieht, wird diese Fl?che trocken – zumindest mehr oder weniger. Es wird eher eine matschige Ebene. Dabei handelt es sich nicht nur um wenige Meter, sondern wirklich breite Abschnitte.
Wenn Ebbe ist, kann man wunderbare Wattwanderungen machen. Denn es gibt viel zu sehen: Zum Beispiel wuseln Strandkrabben hin und her, man sieht Wattw?rmer und Schnecken. Kinder spielen gerne im Watt, man kann auch mit Pferden durch das Watt reiten. Aber man muss vorsichtig sein – denn zwei Mal in 24 Stunden kommt die Flut, und das kann mitunter sehr schnell gehen. Wer dann zu weit vom Festland entfernt ist, f?r den wird es gef?hrlich.
Wenn wir schon ?ber die K?ste reden, muss ich nat?rlich auch die Halligen erw?hnen. Die Halligen sind kleine Inseln an der Nordseek?ste. Es gibt zehn Halligen, sieben davon sind bewohnt. Die Halligen sind sehr flach, sie ragen nur wenige Meter aus dem Meer heraus – wenn eine starke Flut kommt oder ein Sturm, dann werden sie ?berschwemmt. Deswegen m?ssen die Pflanzen hier Salzwasser vertragen – und das tun sie auch. Die H?user stehen auf k?nstlich aufgesch?tteten H?geln, damit sie trocken bleiben.
Rund 230 Menschen leben auf den sieben deutschen Halligen. Auf der gr??ten Hallig leben 100 Menschen, auf den kleinen nur 2. Alles, was sie zum Leben brauchen, muss vom Festland entweder per Boot oder mit einer Lore zu den Inseln gebracht werden. Das ist ein kleines Fahrzeug auf Schienen. So wird auch die Post geliefert. Wenn es st?rmt sind die Halligen vom Festland abgeschnitten, dann m?ssen sie auf besseres Wetter warten, bis der Postbote sich wieder auf den Weg machen kann.
Mittlerweile leben die meisten Menschen auf den Halligen vom Tourismus. Es ist eine ganz andere Art von Leben, ohne Autos, ohne Komfort. Schwierig wird es nur f?r die Kinder, die auf den Halligen heranwachsen – sie m?ssen irgendwann zum Studium oder f?r die Berufsausbildung aufs Festland umziehen.



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SG #103: Spargel

Author: Annik Rubens
Tue, Jun 09, 2015


Gerade ist in Deutschland Spargelzeit. Spargel ist ein Gem?se, auf das sich die Deutschen das ganze Jahr freuen – es gibt ihn nur im Fr?hjahr. Kein Gem?se wird in Deutschland auf so gro?en Fl?chen angebaut wie Spargel. Deutschland ist von allen europ?ischen L?ndern der flei?igste Spargel-Lieferant. Ich werde Euch heute etwas dar?ber erz?hlen.
Es gibt in Deutschland viele Regionen, die f?r ihren Spargel ber?hmt sind. Hier in Bayern sind das beispielsweise Schrobenhausen und Abensberg. Wer im Fr?hjahr durch diese Gegenden f?hrt, der sieht auf den Feldern die typischen Spargelanbauten: Das sind ungef?hr kniehohe aufgesch?ttete H?gel, die oben flach sind. Man kann diese H?gel auch Wall nennen. Viele derartige Reihen haben auf einem Feld Platz.
Unter der sandigen Erde w?chst der Spargel heran – und sobald er oben aus der Erde guckt, wird die Wurzel abgeschnitten. Man nennt das Spargel stechen – denn dazu wird ein spezielles Messer verwendet, das den Spargel unter der Erde absticht. Eine anstrengende Arbeit auf dem Feld – da alles recht schnell gehen muss, werden meistens Erntehelfer aus dem Ausland daf?r engagiert. Zweimal am Tag, morgens und abends, gehen die Erntehelfer ?ber das Feld und sehen nach, ob neuer Spargel durch die Erde gewachsen ist.
Bereits im M?rz kann man den ersten Spargel aus Deutschland kaufen – dieser ist dann jedoch sehr teuer und stammt von Feldern, die sozusagen eine Heizung eingebaut haben, damit er schneller w?chst. W?hrend in vielen anderen L?ndern vor allem der gr?ne Spargel gegessen wird, essen wir gerne wei?en Spargel. Er ist dicker und muss unbedingt gesch?lt werden, sonst schmeckt er nicht.
Ein traditionelles Essen besteht aus gekochtem Spargel mit einer sehr fetten Sauce Hollandaise oder zerlassener Butter und Kartoffeln. Dazu gibt es entweder gekochten Schinken, ein kleines Schnitzel oder Steak. Ich habe ein Saucenrezept von meiner Mama, das ich lieber mag: Frischk?se mit Orangensaft und Kresse gekocht – das schmeckt frisch und ist nicht so fettig.
Nat?rlich kann man aus Spargel auch eine wunderbare Spargel-Cremesuppe kochen. Oder man l?sst den Spargel abk?hlen und isst ihn mit Essig und ?l als Salat.
Ihr merkt schon: Die Deutschen sind s?chtig nach Spargel. Wir lieben dieses Gem?se. Zum Gl?ck ist es gesund, Spargel zu essen. Am 24. Juni ist die Spargelzeit vorbei – dann essen wir wieder andere Gem?se. Aber bis dahin w?nsche ich Euch guten Appetit!



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SG #102: Gewerkschaften und Streiks

Author: Annik Rubens
Tue, May 26, 2015


Deutschland ist derzeit im Chaos versunken. Naja, ganz so schlimm ist es nicht – aber dieses Jahr haben besonders viele Streiks stattgefunden. Dar?ber m?chte ich Euch heute etwas erz?hlen.
Es gibt in Deutschland viele Gewerkschaften. In einer Gewerkschaft tun sich Menschen zusammen, um ihre Arbeitssituation zu sichern und zu verbessern. Es gibt beispielsweise eine Gewerkschaft, die die Lokf?hrer vertritt. Eine Gewerkschaft, die Dienstleistungsberufe vertritt. Eine Gewerkschaft f?r ?rzte, eine f?r Landwirte, eine f?r die Polizei und so weiter.
Eine Mitgliedschaft ist keine Pflicht – aber man kann sich in einer Gewerkschaft engagieren. Dazu wird man Mitglied und zahlt einen j?hrlichen Beitrag. Daf?r bekommt man dann unterschiedliche Leistungen. Ich bin beispielsweise in einer Gewerkschaft, die mir rechtlichen Beistand gibt, wenn ich ein berufliches Problem habe. Sie bezahlt mir sozusagen einen Rechtsanwalt.
Die ersten deutschen Gewerkschaften gab es vor ungef?hr 150 Jahren. Damals gab es Streiks und Arbeitsk?mpfe, weil die Arbeiterklasse am Existenzminimum lebte, w?hrend es den Unternehmern und Herrschenden so gut ging wie noch nie.
Heute sind die Forderungen ?hnlich. Die Arbeiter wollen gerechte L?hne. Sie wollen genug Geld verdienen, um ihren Job gut machen zu k?nnen und gut leben zu k?nnen. In Deutschland streiken derzeit zwei Berufsgruppen: Die Lokf?hrer und die Erzieher. Das bedeutet: Der Eisenbahnverkehr ist momentan sehr eingeschr?nkt, und die Kinderg?rten haben geschlossen. Eltern m?ssen L?sungen finden, wie ihre Kinder dennoch betreut werden k?nnen, damit sie weiter arbeiten k?nnen. Wer Gro?eltern in der N?he hat, hat Gl?ck. Viele andere nehmen die Kinder mit in die Arbeit, nehmen Urlaub oder wechseln sich mit der Kinderbetreuung ab. Eine schwierige Situation. Die Erzieher rufen w?hrenddessen zu Demonstrationen auf und machen ihren Kampf sichtbar.
Oft geht es bei Streiks um die Tarifvertr?ge. Diese Vertr?ge sind f?r die ganze Branche vereinbart und legen beispielsweise das Gehalt von Erziehern fest. Tarifvertr?ge m?ssen immer wieder an die aktuelle Situation des Landes angepasst werden. Man streitet also um Geld, um Arbeitszeiten, um Urlaubsanspr?che, um Rentenanspr?che – und wenn sich die Parteien (in diesem Fall die Gewerkschaft und die Arbeitgeber) nicht einig werden, streiken die Erzieher. Dies baut einen enormen Druck auf die Verhandlungen auf, ist aber das gute Recht von den Angestellten. Auch wenn die Bev?lkerung selbst dann darunter leidet.
Im Fall der Erzieher ist das Verst?ndnis f?r die Streiks in der Bev?lkerung recht hoch. Jeder wei?, wie wichtig der Job der Erzieher ist, und wie schlecht sie bezahlt werden. Hier in M?nchen k?nnen sich viele Erzieher nicht leisten, die Miete einer Wohnung zu bezahlen. Sie wohnen daher oft weit au?erhalb und fahren zum Arbeiten in die Stadt.
Weniger Verst?ndnis haben die Menschen, wenn beispielsweise die Piloten streiken. Sie geh?ren zu einer privilegierten Berufsgruppe, sie verdienen viel Geld und haben eine gesicherte Altersversorgung. Dennoch haben nat?rlich auch sie das Recht, zu streiken und ihre Interessen zu vertreten. Wenn aber Fl?ge annulliert werden und die Menschen nicht in den Urlaub fliegen k?nnen, fehlt oft das Verst?ndnis.
?hnlich ist es, wenn die Lokf?hrer streiken – dann fahren keine Z?ge, die Menschen kommen nicht zur Arbeit, die Stra?en sind verstopft weil es ?berall Staus gibt, die Menschen sind sauer. Ihr seht also – Arbeitsk?mpfe sind schwierig. Wie ist das in Eurem Land? Schreibt doch unter slowgerman.com in die Kommentarfunktion, es w?rde mich sehr interessieren!
?brigens: F?r Premium Abonnenten gibt es jetzt auch Episoden, in denen ich M?rchen vorlese. Viel Spa? damit!



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SG #101: Erneuerbare Energien

Author: Annik Rubens
Tue, May 12, 2015


Kann man Energie wirklich erneuern? Nein. Nat?rlich nicht. Aber es gibt Energiequellen, die begrenzt sind. Zum Beispiel Erd?l und Erdgas. Andere Energiequellen sind nicht begrenzt: Die Sonne wird scheinen, so lange es die Menschen gibt. Deswegen nennt man derartige Energiequellen „erneuerbare Energien“. Was geh?rt noch dazu, au?er der Sonnenenergie? Zum Beispiel Erdw?rme, Wasserkraft oder Windenergie.
Wir m?ssen auch ?berlegen, wof?r wir Energie eigentlich brauchen. Wir brauchen sie zum Beispiel, um unsere H?user zu heizen. Und nat?rlich brauchen wir Strom, um unseren Alltag zu meistern: Was w?ren wir ohne elektrisches Licht, eine Waschmaschine, einen Backofen, einen Staubsauger, einen Fernseher oder das Internet? Der dritte Faktor neben Strom und W?rme ist die Mobilit?t – bislang verfeuern unsere Autos Treibstoff, aber es fahren schon die ersten Elektroautos durch die St?dte.
In Deutschland decken die erneuerbaren Energien noch nichtmal ein Drittel der Stromproduktion ab. Das hei?t: Mehr als zwei Drittel der Energie kommt in Deutschland noch von „alten“ Methoden wie der Atomkraft oder Kohle. Aber die Zahl der Windkraftwerke und Solaranlagen w?chst. Rein theoretisch k?nnte Deutschland seinen Strom zu 100% aus Wind, Sonne und ?hnlichen Quellen erzeugen, aber in der Praxis dauert das noch.
Es gibt ein Wort f?r den ?bergang von der alten auf die neuen Energien: Energiewende. Die Energiewende ist ein gro?es politisches Thema. Deutschland m?chte bis zum Jahr 2050 gut 80 Prozent seiner Energie aus erneuerbaren Quellen erzeugen. Die Reaktorkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima haben Deutschland schlie?lich dazu gebracht, den Atomausstieg zu beschlie?en. Die H?lfte der Atomkraftwerke ist bereits abgeschaltet, der Rest soll bis 2022 abgeschaltet werden. Alle Parteien haben daf?r gestimmt.
Auch im Kleinen sieht man, dass sich etwas ver?ndert. Wenn Ihr durch Deutschland fahrt, seht Ihr auf vielen D?chern bereits Sonnenkollektoren. Diese liefern f?r den Haushalt entweder Strom oder warmes Wasser. Neue H?user wie das in dem ich lebe, haben im Keller keinen gro?en Tank mit Heiz?l wie alte H?user, sondern eine W?rmepumpe. Diese nutzt die W?rme der Erde in einigen Metern Tiefe und sorgt so daf?r, dass unser Haus immer sch?n warm ist, auch im Winter. Die Heizkosten sind dadurch enorm gering – wir bezahlen lediglich die Stromkosten f?r die Pumpe und verfeuern keine fossilen Brennstoffe.
Der n?chste Punkt sind Elektroautos – bis jetzt sieht man sie nur sehr selten auf deutschen Stra?en. Das liegt vor allem daran, dass die Autos noch sehr teuer sind: Ein Smart mit Elektroantrieb kostet mit Batterie mindestens 23.000 Euro – und Ihr wisst, wie winzig ein Smart ist. Daf?r spart man sich aber die Benzinkosten. F?r viele ist aber auch noch ein Punkt, dass die Batterie nicht lange h?lt: Wer nur ein paar Kilometer pro Tag f?hrt, hat kein Problem. F?r Langstreckenfahrer ist das Elektroauto aber noch nicht geeignet.
Der letzte Punkt, der noch gegen diese neue Art von Auto spricht, ist die Verf?gbarkeit von Ladestationen. Wer auf dem Land wohnt und seine Garage mit einer Steckdose ausstattet, oder sogar auf dem Dach der Garage eine Sonnenstrom-Anlage aufbaut, hat kein Problem mit dem Auftanken. Aber was tun, wenn man in der Stadt wohnt und keinen eigenen Parkplatz hat? „Tankstellen“ f?r Elektroautos sind sehr selten. Aber ich bin sicher, diese Probleme werden sich in den n?chsten Jahren l?sen. Und dann werde ich mir sicher ein Elektroauto kaufen.
Atomausstieg, Elektroautos, Energiewende – ein Punkt ist derzeit auch oft im Gespr?ch, vor allem hier in Bayern. Und zwar die Windr?der. Anwohner beschweren sich ?ber den L?rm von Windkraft-Anlagen. Andere finden sie schlichtweg h?sslich. Manche f?rchten gar, dass die Anlagen schlecht f?r die Gesundheit sind. Die Akzeptanz in der Bev?lkerung muss noch wachsen – ich jedenfalls h?tte lieber ein Windrad vor der T?r als ein Kernkraftwerk...



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SG #100: Sissi und K?nig Ludwig II.

Author: Annik Rubens
Tue, Apr 14, 2015


Heute m?chte ich Euch von zwei Adeligen erz?hlen. Kennt Ihr Sissi? Hier in Deutschland kennt sie jeder. Sissi war eine Frau, die von 1837 bis 1898 gelebt hat. Sie wurde Kaiserin von ?sterreich. Aber langsam, ich erz?hle Euch kurz ihre Geschichte.

Sissi hie? eigentlich Elisabeth. Sie wurde am Heiligabend 1837 geboren, und zwar in M?nchen. Bayern war damals ein K?nigreich, und Sissi war eine Prinzessin. Ihr Opa war der K?nig von Bayern. Als Sissi 15 Jahre alt war, lernte sie den Kaiser von ?sterreich kennen, der eigentlich ihr Cousin war und ihre ?ltere Schwester heiraten sollte. Tja, so war das in Adelskreisen. Der Kaiser Franz-Josef entschied sich f?r Elisabeth und sie heirateten. Elisabeth wurde Kaiserin von ?sterreich und sp?ter auch K?nigin von Ungarn.

Das Paar bekam drei T?chter, von denen eine noch als Kleinkind starb, und einen Sohn. Das war nat?rlich wichtig f?r den Kaiser, denn nur ein Sohn konnte Thronfolger werden. Rudolf und seine Schwester wurden haupts?chlich von der Oma und nat?rlich von Dienstm?dchen aufgezogen und betreut. Ihr Sohn Rudolf nahm sich als junger Mann das Leben. Elisabeth wurde von einem Anarchisten get?tet – er stie? ihr auf einer Reise eine Feile ins Herz.

Warum nun kennt jeder die Geschichte der Sissi? Nicht wegen ihrer legend?ren Haarpracht, nicht wegen ihrem modernen Fitness-Kult, auch nicht wegen ihrer tragischen Geschichte. Sondern, weil ihr Leben in den 50er-Jahren verfilmt wurde. Die wunderbare Schauspielerin Romy Schneider spielte Sissi, und zwar in drei aufw?ndig gedrehten Kost?mfilmen. Mit der Realit?t hatten diese Filme wenig zu tun, aber sie waren romantische M?rchen, und diese Filme kennt noch heute zumindest fast jede Frau. Schaut mal bei YouTube nach, vielleicht findet Ihr Ausschnitte aus dem Film. Ich stelle Euch auch einen Link auf slowgerman.com. (http://www.dailymotion.com/video/x20p7yh_sissi-1955_shortfilms)

Die zweite Figur, die ich Euch heute vorstellen m?chte, ist K?nig Ludwig II. Er war ein Cousin von Sissi und wurde 1845 in einem Schloss geboren, das heute zu M?nchen geh?rt. Um Ludwig ranken sich viele Geschichten. Er soll homosexuell gewesen sein, was nat?rlich damals f?r einen K?nig unm?glich war. Psychische Probleme sollen ihn gequ?lt haben, er wurde sogar zwei Jahre vor seinem Tod entm?ndigt, weil er angeblich nicht mehr in der Lage war, die Amtsgesch?fte zu f?hren. Sein Tod selbst gibt die meisten R?tsel auf: Er ertrank mit seinem Arzt in einem See. An einer sehr seichten Stelle.

K?nig Ludwig II. gilt als M?rchenk?nig. Der Wagner-Fan muss ein Tr?umer gewesen sein, ein Mensch der in unserer Zeit wahrscheinlich ein viel sch?neres und freieres Leben gef?hrt h?tte als damals. Hier in Bayern sieht man sein Bild nach wie vor auf Postkarten und Gem?lden. K?nig Ludwig II. ist beliebt bei den Leuten.

Aber woher kennt Ihr ihn? Ganz einfach: K?nig Ludwig lie? viele Schl?sser bauen, zum Beispiel auch das weltber?hmte Schloss Neuschwanstein. 1,3 Millionen Touristen besuchen dieses Schloss jedes Jahr. Durch K?nig Ludwig ist Bayern zum Touristenmagneten geworden, und daf?r sind wir ihm nat?rlich sehr dankbar. Nur mit dem Oktoberfest hat er nichts zu tun – aber er war f?nf Mal dort zu Gast.



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SG #099: Migration


Tue, Mar 31, 2015


Viele von Euch haben mich gefragt, wie es in Deutschland mit Ausl?ndern aussieht. Zun?chst einmal hat es in den vergangenen Jahren einen sprachlichen Wandel gegeben: Kaum jemand sagt noch Ausl?nder, da dieses Wort mittlerweile negativ belegt ist. Politisch korrekt hei?t es jetzt „Menschen mit Migrationshintergrund“. Dar?ber haben sich viele schon lustig gemacht. Ich erz?hle Euch jetzt mal, wie viele verschiedene Kulturen in Deutschland leben und wie sich das im Alltag darstellt.

In Deutschland leben Menschen aus 194 L?ndern. Wenn ich mal ganz subjektiv meine Umgebung betrachte, leben hier vor allem T?rken, die in den 60er-Jahren als Gastarbeiter nach Deutschland kamen und hier ihre Familien gr?ndeten. Das bedeutet, dass viele junge Leute t?rkische Namen haben und t?rkische Eltern oder Gro?eltern, selber aber hier geboren sind und perfekt Deutsch und T?rkisch sprechen. Man nennt sie oft die „dritte Generation“. 1,6 Mio. Menschen hier in Deutschland haben die t?rkische Staatsangeh?rigkeit. Gefolgt von einer Million aus Ex-Jugoslawien, einer halben Million Italienern, 400.000 Polen und 276.000 Griechen. Das sind aber nur die Menschen mit einem nicht-deutschen Pass.

Insgesamt haben fast 20 Mio. Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund – also ein F?nftel der Bev?lkerung. M?nchen geh?rt zu den St?dten in Deutschland, die am sch?nsten gemischt sind – so nenne ich das jetzt einfach mal. Dennoch wirkt es im Stra?enbild nicht so. Denn ein junger t?rkischer M?nchner sieht oft eigentlich genauso aus wie ein deutscher M?nchner, und auch jemand aus Ex-Jugoslawien, also aus Bosnien oder Kroatien, macht optisch kaum einen Unterschied. Was ich damit sagen m?chte: in anderen Gro?st?dten wie Paris oder London sieht man die kulturellen Unterschiede st?rker, weil dort zum Beispiel Inder leben, die sich traditionell kleiden, oder Chinesen, oder Afrikaner. Diese Gruppen sind hier in Deutschland eher klein. Manche t?rkische oder arabische Frauen tragen ein Kopftuch, aber das ist schon der einzige Unterschied in der Kleidung.

In Deutschland gibt es auch keine ausgepr?gten ethnischen Stadtviertel. W?hrend es in USA beispielsweise in gr??eren St?dten ein „Chinatown“ gibt, ist das hier nicht so. Nat?rlich gibt es einige Stra?en, in denen beispielsweise mehr Asia-L?den sind, oder hier in M?nchen gibt es rund um den Hauptbahnhof viele t?rkische Lebensmittelgesch?fte, aber mehr auch nicht. Ich wohne in einem Stadtteil von M?nchen, in dem es sehr viele verschiedene Kulturen gibt. Im Kindergarten sind Rum?nen, Ungarn, Engl?nder, Araber und Griechen. Ich freue mich, dass mein Kind so aufw?chst und hoffe, dass es sein Verst?ndnis f?r andere Kulturen st?rkt und er ein toleranter, neugieriger Mensch wird.

Gibt es in Deutschland Ausl?nderfeindlichkeit? Nat?rlich. Wie in jedem Land der Welt. Es gibt leider immer Menschen, die sich f?r etwas besseres halten. Oder die vor anderen Menschen Angst haben. Oder die Bef?rchtung, diese k?nnten ihnen etwas wegnehmen. Kurz gesagt: Es gibt immer Idioten. Ich selber bin nur halb Deutsche – aber ich habe noch nie Fremdenfeindlichkeit erfahren. Ich hatte noch nie Angst hier, obwohl ich einen ausl?ndischen Namen habe und dunkle Haare und dunkle Augen. Die meisten Deutschen haben aus der Vergangenheit des Landes gelernt – und sie machen hoffentlich nicht wieder die gleichen Fehler. Ich bin zuversichtlich.



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At the train station. Absolute Beginner #06


Tue, Mar 17, 2015


Welcome to a German train-station! We're at a „Bahnhof“ today, talking about different words you might need there. First of all, you need to check the „Fahrplan“, that's the schedule of the trains. Fahrplan. On this „Fahrplan“, there are two categories: Trains arriving and trains leaving the station. The arrival is called „Ankunft“, the departure is called „Abfahrt“. Ankunft and Abfahrt.

On this schedule you look for the train you want to take. You check the time it is leaving – the „Abfahrtszeit“. Zeit is the time, Abfahrt the departure. So the time of departure. Abfahrts-Zeit. The next information you need is the right track, so you can find your train. The track is called „Gleis“. So maybe your train to Berlin is „auf Gleis 4“. On track 4. Auf Gleis 4.

Let's say there is no schedule and you have to ask somebody. Then you can say: „Entschuldigung“, to catch their attention. Entschuldigung. It essentially means „sorry“ or „excuse me“. Then you can ask: Where do I find the next train to Berlin? „Wo finde ich den n?chsten Zug nach Berlin?“

Or you go to a ticket booth and say: I need a ticket to Berlin, please. „Ich brauche bitte eine Fahrkarte nach Berlin.“ The person then will maybe ask: „Einfache Fahrt oder hin und zur?ck?“, meaning do you need a single ticket or a return ticket? So you say: „Einfache Fahrt, bitte.“ or „Hin und zur?ck, bitte“. Maybe they also ask if you want to travel first class or second. „Erste Klasse oder zweite?“ Most of the time you answer „Zweite Klasse, bitte“, but sometimes first class is cheaper than second! Don't ask me why... The next question is: „Soll ich einen Sitzplatz f?r Sie reservieren?“ The „Sitzplatz“ is simply the seat. You can make a reservation for a certain seat on the train. This costs extra, but it guarantees you have a seat – when it's crowded you sometimes will need to stand the whole way. You can decide if you want a seat on the aisle or at the window – it's a „Fensterplatz“ near the window, „am Gang“ near the aisle. You can also choose between „im Gro?raumwagen“ or „im Abteil“ on certain trains. The „Gro?raumwagen“ is just one long carriage with seats, like a bus. Other areas of the train are compartmentalized, „Abteile“.

If you have your ticket, your „Fahrkarte“, you run to catch your train. At least that's what I always have to do. You look for the right carriage number, the „Wagennummer“, and jump in. When the train has departed, the „Schaffner“ will come and will want to see your ticket.

Sometimes the train is delayed, it has „Versp?tung“. Relax – there's nothing you can do about it. Have a safe trip! Gute Fahrt!?



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SG #098: Fr?hling

Author: Annik Rubens
Tue, Mar 03, 2015


Hier in M?nchen liegt noch Schnee. Seit November frieren wir hier, laufen mit dicken Jacken und Schals umher und stapfen mit Stiefeln durch den Schnee. Wir warten alle sehns?chtig auf den Fr?hling. Noch wenige Tage, dann wird es so weit sein!

Der Fr?hling ist die Lieblings-Jahreszeit vieler Menschen. Vor allem in Regionen wie unserer, wo der Winter recht lang und kalt ist, freut man sich auf die ersten warmen Sonnenstrahlen. Hier in M?nchen ist das besonders extrem: Auch wenn es nur wenige Grad ?ber Null ist, sitzen die M?nchner schon drau?en auf den Terrassen der Caf?s oder am Stra?enrand, trinken Kaffee und genie?en die ersten Sonnenstrahlen. Die Caf?s kennen das schon – die Betreiber legen extra warme Decken auf die St?hle, mit denen man sich die Beine zudecken kann.

Meistens kommt der Fr?hling dann doch ziemlich schnell: Von heute auf morgen wird es warm und freundlich, die Sonne scheint, der Schnee schmilzt und die Tage werden merklich l?nger. Die ersten Fr?hlingsboten sind die Krokusse, das sind kleine Blumen, die sich durch den kalten und harten Boden k?mpfen, sobald die ersten Sonnenstrahlen den Fr?hling ank?ndigen. Auch die Schneegl?ckchen kommen dann hervor. Etwas sp?ter folgen Tulpen, die fast jeder Gartenbesitzer in seinem Garten gepflanzt hat, und gelbe Narzissen, die die typischen Fr?hlingspflanzen sind und auch „Osterglocken“ genannt werden.

Ich finde es immer wieder erstaunlich, wenn die Natur im Fr?hling zum Leben erwacht. Den ganzen Winter ?ber wirken Blumen und B?ume wie tot, als w?ren sie abgestorben. Wenn die Temperaturen steigen, sprie?en die Bl?tter und Bl?ten und man hat den Eindruck, man k?nnte sie dabei beobachten, so schnell geht das. Die braunen und gelben Wiesen und Felder werden saftig gr?n, und hier in M?nchen kann man vor allem sehen, wie die Kastanienb?ume ihre riesigen Bl?tter entfalten.

Sch?n ist es auch, die V?gel zu beobachten: Eifrig sammeln sie kleine St?cke und Grashalme, um Nester zu bauen und ihre Eier auszubr?ten. Dann sieht man die jungen V?gel bei ihren ersten Flugversuchen, und das Gezwitscher drau?en ist ein wunderbares Konzert.

Im Nu ist Ostern, und dann steht auch schon der Sommer vor der T?r. Ich genie?e es, vier ausgepr?gte Jahreszeiten zu haben. Nat?rlich nervt mich der Winter manchmal, aber ich w?rde nicht in einem Land wohnen wollen, wo es immer warm ist. Jede Jahreszeit hat ihren Vorteil. Im Winter ist es hier bei uns besonders kuschelig, man verbringt gerne Zeit zu Hause im Warmen, trinkt Tee und z?ndet Kerzen an. Im Fr?hling freut man sich ?ber die W?rme, ?ber die Bl?tenpracht, verbringt wieder mehr Zeit im Freien. Im Sommer sind die Deutschen ohnehin jede Minute drau?en, und im Herbst wird es dann langsam wieder gem?tlicher und man verabschiedet sich vom Sommer.

Wie ist das bei Euch? Lebt Ihr in einem Land, in dem es alle vier Jahreszeiten gibt? Welche m?gt Ihr am Liebsten?



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SG #097: Tatort

Author: Annik Rubens
Tue, Feb 10, 2015


Wisst Ihr, was ein Stra?enfeger ist? Ich meine das nicht im w?rtlichen Sinne, da steht kein Mann auf der Stra?e mit einem Besen in der Hand. Aber im ?bertragenen Sinne ist es genau so: Am Sonntag Abend gibt es den letzten Stra?enfeger im ?ffentlich-rechtlichen deutschen Fernsehen: Den Tatort. Ein Stra?enfeger ist also eine Fernsehsendung, die so viele Menschen sehen wollen, dass die Stra?en wie leergefegt sind. Rund 10 Millionen Menschen in Deutschland sehen den Tatort jeden Sonntag Abend – und die Zahlen steigen.
Der Tatort ist eine Krimi-Reihe. Der erste Tatort lief am 29. November 1970, mittlerweile gab es ?ber 900 Folgen. Jeder Tatort ist 90 Minuten lang und beginnt am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten Deutschen Fernsehen, „Das Erste“. Auch die Schweiz und ?sterreich geh?ren zum Tatort-Gebiet, auch sie produzieren eigene Filme.
Jede Woche ist ein anderes Team an der Reihe – es gibt viele verschiedene Tatort-Ermittler in verschiedenen St?dten. 21 Teams sind es zur Zeit. Hier in M?nchen ermitteln zwei ?ltere Herren, Batic und Leitmayr hei?en sie im Film. ?ber 60 F?lle haben sie schon miteinander gel?st. Andere Teams kommen nicht so gut an und werden nach wenigen Folgen wieder abgesetzt. Am l?ngsten dabei ist Kriminalhauptkommissarin Lena Odenthal, die in Ludwigshafen am Rhein ermittelt – und zwar seit 1989. Gespielt wird sie von der Schauspielerin Ulrike Folkerts. Sehr beliebt ist das Team aus M?nster, gespielt von Jan Josef Liefers und Axel Prahl. Die Tatort-Episoden aus M?nster sind sehr lustig und kommen daher gut an. Mit der Zeit kennt man die verschiedenen Teams gut, man kennt ihre Familiengeschichte und ihre Macken, und das macht sie sympathisch. Und man erkennt nat?rlich die Drehorte, wenn der Tatort in der eigenen Stadt spielt.
Genau diese Zusammensetzung aus verschiedenen Teams ist es wahrscheinlich, die den Tatort so erfolgreich macht. Jeder hat ein Lieblings-Team, und f?r jeden Geschmack ist etwas dabei. Es gibt alte Ermittler und junge, es gibt nat?rlich M?nner und Frauen als Hauptdarsteller, es gibt d?stere und traurige Folgen und auch komische und schr?ge Folgen. Oft werden aktuelle Themen aufgegriffen. Es geht also nicht nur um einfache Morde und die Suche nach dem T?ter, sondern oft auch um Bandenkriminalit?t, Menschenhandel, Rechtsextremismus, Drogen und ?hnliches.
Rund 35 Folgen gibt es pro Jahr, im Sommer laufen Wiederholungen. Da der Tatort so gut ankommt, laufen auch in den Dritten Progammen fast t?glich Wiederholungen alter F?lle. ?ber eine Million Euro kostet die Produktion eines Tatorts, einen knappen Monat lang wird gedreht.

Die meisten Zuschauer hatte bislang ?brigens eine Folge aus M?nster: Fast 13 Millionen Menschen sahen „Summ, Summ, Summ“ 2013. Gleich danach kam eine Folge aus Hamburg: Dort ermittelte Nick Tschiller vor 12,57 Millionen Menschen. Gespielt wird er von Til Schweiger, einem deutschen Schauspieler und Regisseur, dessen Kinofilme regelm??ig auf Platz eins der Kinocharts landen – so wie jetzt gerade der aktuelle Film „Honig im Kopf“.
Mit wachsender Begeisterung steigen die Tatort-Fans ?brigens auch auf den so genannten Second Screen um: W?hrend der Ausstrahlung wird unter dem Hashtag #Tatort getwittert, es werden Kommentare auf Facebook geschrieben und viele Landesrundfunkanstalten bieten nach der Ausstrahlung oder w?hrenddessen einen Chat an, damit man dem Regisseur oder den Schauspielern Fragen stellen kann. Social TV hei?t das dann. Habt Ihr schonmal Tatort geschaut? Mich w?rde sehr interessieren, was Ihr davon haltet.



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SG #096: PEGIDA

Author: Annik Rubens
Wed, Jan 28, 2015


Wer momentan in Deutschland Nachrichten liest, sieht oder h?rt, dem begegnet ein Wort besonders h?ufig: Pegida. Dahinter steckt ein Verein aus Dresden. PEGIDA ist eine Abk?rzung, sie steht f?r „Patriotische Europ?er gegen die Islamisierung des Abendlandes“.
Was macht dieser Verein? Er organisiert seit Oktober 2014 jeden Montag Demonstrationen in Dresden. Die Menschen gehen auf die Stra?e und protestieren gegen eine angeblich falsche Asylpolitik und Fl?chtlingspolitik. Auch in anderen St?dten gibt es mittlerweile derartige Demonstrationen, sie sind aber nicht so gro? wie in Dresden. Und: Es gibt Gegendemonstrationen – viele Deutsche wehren sich gegen das, was PEGIDA behauptet.
Was steckt dahinter? Zun?chst einmal wahrscheinlich Angst. Wie so oft. Die Angst vor Dingen, die fremd sind. Und vor fremden Menschen. Vor fremden Kulturen, die man nicht versteht. Und neben der Angst steckt sicher auch Unwissenheit hinter den Demonstrationen. Denn von einer Islamisierung kann nicht die Rede sein – die Zahlen der in Deutschland lebenden Moslems sind gering, gesch?tzt sind es f?nf Prozent der Bev?lkerung. In Sachsen, dem Bundesland, in dem Dresden liegt, sind es sogar nur gesch?tzt 0,5%. Deutschland nimmt zudem im Vergleich zu anderen L?ndern sehr wenige Fl?chtlinge auf – aber das ist ein anderes Thema.
Eines ist jedenfalls klar: Die Rechtsextremen in Deutschland freuen sich sicher ?ber den Erfolg von PEGIDA. Neonazis und auch Hooligans laufen gerne bei den Demonstrationen mit, und PEGIDA distanziert sich nicht von ihnen. Die Zahl der Demonstranten in Dresden ist seit Oktober 2014 gestiegen – von anfangs wenigen Hundert auf jetzt ungef?hr 20.000. Erfreulicherweise stieg auch die Zahl der Gegendemonstranten: Fast 100.000 waren es am 12. Januar in ganz Deutschland, allein 20.000 in M?nchen. Einige St?dte lie?en sogar die Beleuchtung gro?er Geb?ude abschalten – zum Beispiel war der K?lner Dom dunkel, als PEGIDA demonstrierte, ebenso das Brandenburger Tor in Berlin. Auch Vertreter der Kirchen fordern Toleranz und warnen vor PEGIDA. Ebenso viele deutsche Politiker.
Was will PEGIDA? Gefordert werden unter anderem eine Null-Toleranz-Politik gegen?ber Zuwanderern, die straff?llig geworden sind. Ebenso eine gesteuerte Zuwanderung ?ber ein Punktesystem, so wie es in Kanada ?blich ist. Und eine konsequente Abschiebepolitik. Kriegsfl?chtlinge sollten zwar aufgenommen werden, Wirtschaftsfl?chtlinge aber nicht.
Vieles ist bereits per Gesetz geregelt und gilt f?r alle – f?r Deutsche ebenso wie f?r gerade erst angekommene Fl?chtlinge. Und ich frage mich in diesem Zusammenhang oft, wo die Empathie anderen Menschen gegen?ber bleibt? ?ber Weihnachten waren in dem Ort, in dem meine Eltern leben, viele Fl?chtlinge in einer Turnhalle untergebracht – darunter drei hochschwangere Frauen. Muss man vor ihnen Angst haben? Soll man sie so schnell wie m?glich aus dem Land schmei?en? Oder hat man Verst?ndnis, dass diese Menschen genau wie wir ein friedliches Leben ohne Armut haben m?chten? Noch unverst?ndlicher wird all das wenn man bedenkt, dass sehr viele Deutsche ebenfalls eine
Fl?chtlingsgeschichte hinter sich haben – der Zweite Weltkrieg ist noch nicht so lange her, oder? Aber manche haben eben doch nichts daraus gelernt.
Mich hat jedenfalls sehr gefreut, dass Pegida unter anderem mit viel Humor und Satire begegnet wurde. Pl?tzlich gab es Aufrufe „Gegen eine Salamisierung des Abendbrotes“, eine Satiresendung schleuste einen verkleideten Moslem auf eine Pegida-Demonstration ein, und in M?nchen gab es eine Anti-Pegida-Demonstration mit dem Motto „Tanz den Pegida“. Viele Musiker machen die Anti-Pegida-Demonstrationen zu Open-Air-Konzerten in der K?lte – und locken noch mehr Leute an.

Schade finde ich, dass Deutschland durch Aktionen wie diese im Ausland wieder als ausl?nderfeindlich und Nazi-Land gesehen wird. Ich hoffe Ihr wisst, dass nicht alle Deutschen so denken wie Pegida.



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SG #095: Vegetarier

Author: Annik Rubens
Mon, Jan 12, 2015


H?ufig fragt Ihr mich, ob alle Deutschen Fleisch essen. Die Antwort ist ganz klar: Nein. Fr?her war Fleisch ein teures Lebensmittel, das Reichtum suggerierte. Heute kostet das Fleisch oft weniger als gutes Obst oder Gem?se. Die Fleischmenge stieg also stark an.
Mittlerweile haben sich aber viele Menschen Gedanken dar?ber gemacht, ob es richtig ist, so viel Fleisch zu essen.
Es gibt verschiedene Gr?nde, zum Vegetarier zu werden. Ich kenne viele Menschen, meist Frauen, die schon als Kind oder Teenager beschlossen haben, kein Fleisch mehr zu essen. Meistens hing die Entscheidung mit ethischen Bedenken zusammen: Kann man guten Gewissens Fleisch essen, wenn die Tiere f?r uns sterben mussten? Wenn die Tiere gar unter schrecklichen Bedingungen leben und sterben mussten? Bilder von Massentierhaltungen sorgen oft daf?r, dass kein Fleisch mehr gegessen wird. Kann ich sehr gut verstehen.
Ein anderer Faktor ist die Frage, ob es ?berhaupt gesund ist, Fleisch zu essen. Oder ob es gesund ist, viel Fleisch zu essen. Soweit ich wei?, soll man 2 Mal pro Woche Fleisch essen – ?fter nicht. Denn wer viel Fleisch ist, vor allem rotes Fleisch, also Schweine- und Rindfleisch, f?r den steigt das Risiko von koronaren Herzerkrankungen, Diabetes mellitus und Krebs..
Und dann ist da noch die Frage nach der Umweltvertr?glichkeit: Es kostet eine Menge Wasser und Futter, um Tiere aufzuziehen – eine vegetarische Ern?hrung ist also besser f?r die Umwelt und schont die Ressourcen. In Deutschland gibt es heute doppelt so viele Vegetarier wie 2007 – immerhin sind es mindestens zwei Prozent der Bev?lkerung. Und es werden immer mehr. Dennoch essen die Deutschen weiterhin viel Fleisch – pro Kopf sind es 60 Kilogramm pro Jahr. Wahnsinn, oder?.
Hier in M?nchen ist es fast schon ein Mode-Trend, vegetarisch zu leben, Yoga zu machen und ein gesundes, gl?ckliches Leben f?hren zu wollen. Viele leben sogar vegan – sie essen also gar keine tierischen Produkte, auch keine Eier, keine Milch, keinen K?se, keinen Honig. Sie tragen nat?rlich auch keine Lederschuhe..
Was bin ich? Ich glaube ich bin Flexitarier. Ich esse Fleisch, ich esse Fisch, aber nur von guter Qualit?t und nicht zu oft. Ich versuche, wenig Milch zu trinken. Wie ist es in Eurem Land? Esst Ihr selber viel Fleisch oder seid Ihr Vegetarier? Schreibt in die Kommentarfunktion, ich freue mich ?ber Post! .

Lernmaterial zu dieser Folge findet Ihr unter www.slowgerman.com unter der aktuellen Folge – dort findet Ihr auch den Link zum Premium Podcast. Bis zum n?chsten Mal! Eure Annik.



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SG #094: Silvester und Neujahr


Tue, Dec 30, 2014


Schon wieder ist ein Jahr vorbei! Ich hoffe, Ihr habt Weihnachten und die Feiertage gut ?berstanden. Und jetzt steht schon wieder das n?chste Fest auf dem Kalender: Silvester! Am letzten Tag des Jahres, also am 31. Dezember, feiern alle Menschen den ?bergang in ein neues Jahr. Wir in Deutschland nat?rlich auch. Nicht alle Deutschen feiern genau gleich, aber ich versuche Euch zu erz?hlen, was wir an diesem Tag machen.
Bis Mittag haben die Gesch?fte noch offen, so lange kann man also noch einkaufen. Und dann ist die Frage, ob man an Silvester zu Hause feiert oder ausgeht. Wer zu Hause feiert kocht ?blicherweise ein festliches Essen mit mehreren G?ngen, l?dt auch gerne Freunde oder Familie zu sich ein und feiert gemeinsam. Das bedeutet dann, dass man einen langen Abend hinter sich bringen muss – und damit es nicht langweilig wird, gibt es einige Routinen, die sich ?ber die Jahre und Jahrzehnte eingeb?rgert haben.
Da ist zum Beispiel eine Sendung im Fernsehen, die viele Deutsche an Silvester sehen: „Dinner for One“. Das ist ein uralter Sketch, gespielt von britischen Schauspielern in den 60er-Jahren. Es geht um eine alte Dame und ihren Diener. Sie feiert ihren 90. Geburtstag – und h?tte das gerne mit ihren vier m?nnlichen Freunden getan, doch die sind allesamt schon gestorben. Also feiert sie allein und tut so, als w?ren diese Freunde da. Butler James muss die Herren spielen – und wird nat?rlich im Laufe des Abendessens immer betrunkener. Auf www.slowgerman.com stelle ich Euch einen YouTube-Clip von diesem Sketch: http://youtu.be/NDqD0Dz_J-M. Ansonsten laufen im Fernsehen noch einige gute und weniger gute Programme, aber es gibt auch Alternativen.
Zum Beispiel das Bleigie?en. Man erhitzt kleine Mengen Blei und gie?t das dann in kaltes Wasser – es h?rtet aus und man kann es anfassen. In einem kleinen Buch kann man dann nachlesen, was das gegossene Blei bedeutet. Sieht es aus wie ein Schwein, wie ein Bart, wie eine Leiter? Alles bedeutet etwas und sagt voraus, ob das kommende Jahr gut wird oder nicht. Ein sch?ner Aberglaube, oder?
Noch mehr Aberglaube gef?llig? Man soll in der Silvesternacht keine W?sche waschen und auch nicht arbeiten. Aber kochen darf man. Typische Silvester-Essen sind Fondue oder Raclette. Da sitzt man gem?tlich am Tisch zusammen und jeder „kocht“ sein Essen selber. Und es dauert sch?n lange.
Wer nicht zu Hause feiert, der geht entweder sch?n essen, in ein Konzert oder ins Theater, oder auf eine Party. All das kostet in dieser Nacht mehr als w?hrend des restlichen Jahres – aber das nehmen viele Deutsche gern in Kauf, um einen unvergesslichen Silvesterabend zu haben.
Ist dann endlich Mitternacht, gehen wir auf die Stra?e – warm angezogen, denn es ist eisig kalt in dieser Nacht. Wir sto?en mit einem Glas Sekt auf das neue Jahr an, k?ssen uns, und bewundern das Feuerwerk. Und dann durchgefroren und m?de ab ins Bett. Oder? Wie ist das bei Euch – wie feiert Ihr den Beginn des neuen Jahres? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion, oder auf Facebook. Habt Ihr gute Vors?tze f?r das neue Jahr? Noch flei?iger Deutsch lernen vielleicht? Oder meinen Premium Podcast zu abonnieren, damit Ihr zu jeder Folge Lernmaterial und die normal gesprochenen Folgen bekommt? W?rde ich nat?rlich freuen! Ich w?nsche Euch jetzt erstmal einen guten Rutsch ins neue Jahr! Bis bald, Eure Annik.



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SG #093: Christkind und Weihnachtsmann


Tue, Dec 23, 2014


In Deutschland gibt es ein Dilemma f?r Eltern: Kommt denn nun der Weihnachtsmann und bringt die Geschenke, oder ist es das Christkind? Ich habe mir beide Figuren f?r Euch genauer angeschaut und werde sie hier vorstellen.

Fangen wir mit dem Weihnachtsmann an – er bringt den Kindern in Norddeutschland die Geschenke und auch in vielen anderen L?ndern der Welt. Vor allem in evangelisch gepr?gten Regionen. Der Weihnachtsmann ist ein freundlicher alter Mann mit einem langen wei?en Bart. Er hat einen roten Mantel an und eine rote M?tze, und er tr?gt die Geschenke in einem gro?en Sack mit sich herum. Diese Geschenke bringt er den Kindern an Heiligabend, also am 24. Dezember. Und ganz klar: Nur brave Kinder bekommen ein Geschenk! Wie genau der Weihnachtsmann sich in Deutschland fortbewegt, wei? ich leider nicht – ich habe ihn noch nie gesehen. Aber angeblich hat er auch hier einen Schlitten, der von Rentieren durch die L?fte gezogen wird. Das ist ein weiter Weg vom Nordpol bis nach Deutschland!

Ihr merkt schon, mit dem Weihnachtsmann kenne ich mich nicht besonders gut aus – denn er hat mir noch nie ein Geschenk gebracht. Zu mir kam immer das Christkind, das hat hier in Bayern das Beschenken ?bernommen. Es muss aber auch die Kinder in ?sterreich, der Schweiz, in Ungarn, Tschechien und anderen katholischen Regionen beschenken. Viel zu tun! Das Christkind kenne ich als blondes Kind mit Locken und Fl?geln. Sieht also aus wie ein kleiner Engel. Leider habe ich auch das Christkind noch nie gesehen – es ist immer so schnell wieder weg! An Heiligabend h?rt man lediglich ein Gl?ckchen klingeln – und dann rennt man schnell ins Wohnzimmer zum Weihnachtsbaum, unter dem dann pl?tzlich Geschenke liegen, die vorher noch nicht da waren. Manchmal sieht man noch die Fu?spuren vom Christkind oder Goldstaub, den es hinterlassen hat.

Ich freue mich schon sehr auf Weihnachten – wir feiern hier in Deutschland ja am 24. Dezember abends. Ich bin gespannt, was das Christkind dieses Jahr unter den Baum legt! Meinen Wunschzettel hatte ich nat?rlich l?ngst geschrieben – den kann man hier in M?nchen im Rathaus am Marienplatz einem sch?nen jungen Engel geben, der die Wunschzettel dann an das Christkind weiterleitet. Und man bekommt nat?rlich auch eine schriftliche Antwort vom Christkind! Kein Grund also, an seiner Existenz zu zweifeln. Und ich bin sicher, dass auch der Weihnachtsmann froh ist, dass ihm jemand bei der Arbeit hilft.

Jetzt w?nsche ich Euch erstmal frohe Weihnachten! Feiert sch?n im Kreis Eurer Familie, falls Ihr in einer christlichen Region lebt. F?r alle anderen: Habt Geduld mit uns, in der Weihnachtszeit sind wir alle ein bisschen verr?ckt...

Wenn Ihr mir ?brigens ein kleines Geschenk machen m?chtet, dann abonniert doch den Premium Podcast unter slowgerman.libsyn.com – das kostet nur zwei Dollar pro Monat, hilft mir aber, diesen Podcast zu finanzieren und noch mehr Material f?r Euch zu produzieren. Frohe Weihnachten! Eure Annik Rubens.



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SG #092: Schrebergarten


Wed, Dec 10, 2014


Wisst Ihr, was ein Schrebergarten ist? Man kann auch Kleingarten dazu sagen oder Laube. Ich werde Euch heute erz?hlen, was sich dahinter verbirgt.
Viele Deutsche leben in Mietwohnungen. Irgendwo in der Stadt. Sie haben manchmal einen Balkon – aber viele haben nicht einmal das. Auch die Stra?en sind oft sehr trist – da steht kein Baum, kein Strauch, nirgendwo ist Gr?n zu sehen. Was tun die Bewohner also? Sie fl?chten in einen Schrebergarten.
Mitten in der Stadt gibt es gro?e Grundst?cke, die von der Stadt in kleine Parzellen aufgeteilt werden, also in kleine Teile. Vereine verwalten diese Grundst?cke und verpachten die einzelnen kleineren Teile an ihre Mitglieder. So kann sich ein Mieter beispielsweise einen kleinen Garten mieten, wo er am Wochenende oder nach Feierabend seine Zeit im Gr?nen verbringen kann. Im Schnitt sind diese Parzellen 370 Quadratmeter gro?.
Eine Kollegin von mir hat sich gerade einen Schrebergarten gemietet. Normalerweise muss man hier in M?nchen lange auf einer Warteliste stehen, bis man eine Parzelle bekommt – es gibt viel mehr Leute, die einen Schrebergarten haben m?chten als Pl?tze daf?r. Aber meine Kollegin hatte Gl?ck. Sie muss nun ein Drittel des Gartens mit Nutzpflanzen bepflanzen, also mit Obst und Gem?se, ein Drittel mit Rasen und ein Drittel kann sie mit Blumen und ?hnlichem bepflanzen. Das ist dort alles geregelt. Jeder Verein hat seine eigenen Regeln, wichtig ist aber meistens, dass alle mithelfen, den Schrebergarten sauber und sch?n zu halten. Meine Kollegin hat jetzt pl?tzlich 35 Apfelb?ume – und muss sehen, was sie mit all den ?pfeln macht!
Schreberg?rten werden oft von Senioren gepflegt, aber auch viele Familien freuen sich ?ber eine kleine gr?ne Oase. Meist befindet sich auf dem kleinen Grundst?ck eine so genannte Laube, also ein kleines Haus oder besser gesagt eine Holzh?tte. Manchmal sind diese geheizt und wirklich bewohnbar – aber richtig wohnen darf man hier nicht.
Die meisten Laubenpieper – so nennt man die Kleing?rtner scherzhaft – sind sehr umweltbewusst. Sie gie?en ihren Garten mit Regenwasser und kompostieren ihren Gartenabfall. Was meint Ihr, wie viele Kleing?rtner es in Deutschland gibt? Knapp eine Million! Teuer ist es nicht, so einen kleinen Garten zu haben – es kostet ungef?hr einen Euro pro Tag. Die meisten Schreberg?rten gibt es in Berlin, Hamburg und M?nchen, also in den Gro?st?dten. Klar, dass die Bewohner hier eine besonders gro?e Sehnsucht nach gr?ner Idylle haben.
Etwas ?hnliches gab es ?brigens in der DDR – die Datschen. Eine Datsche war ein Grundst?ck von 600 Quadratmetern Gr??e, auf dem ein Sommerhaus stand. Meist standen diese Ferienh?user am Ufer von Seen, und auch sie dienten wie die Kleing?rten der Erholung der B?rger. Gibt es so etwas auch in Eurem Land? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com, ich bin gespannt!
Lernmaterial zu dieser Folge und diese Folge noch einmal normal schnell gesprochen gibt es wie immer auf slowgerman.com zu kaufen oder im g?nstigeren Premium-Abo auf slowgerman.libsyn.com. Danke f?r Eure Unterst?tzung und bis zum n?chsten Mal! Eure Annik



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SG #091: Weihnachtsmarkt


Tue, Nov 25, 2014


Wenn Ihr in diesen Tagen durch deutsche St?dte lauft, werdet Ihr bemerken, dass hier einiges los ist. Denn ?berall werden gerade kleine Holzh?user aufgebaut. Warum? Diese Holzh?user nennt man Weihnachtsmarkt. In Bayern auch Christkindlmarkt oder in Franken, also Nordbayern, auch Christkindlesmarkt.

In der Vorweihnachtszeit, also meist ab dem ersten Advent oder Ende November, freuen wir uns auf diese M?rkte. Dort gibt es kleine Weihnachtsgeschenke zu kaufen, zum Beispiel sch?ne Kerzen, Spielzeug aus Holz, Schmuck oder auch Christbaumschmuck f?r den Weihnachtsbaum. An anderen St?nden gibt es hei?e Getr?nke. Wir trinken in dieser Zeit gerne Gl?hwein, das ist hei?er Rotwein mit Gew?rzen wie Zimt und Nelken gemischt. Wer keinen Alkohol trinken m?chte, der trinkt Kinderpunsch – schmeckt eigentlich sogar besser.

Zu essen gibt es nat?rlich auch eine Menge – Bratw?rste im Br?tchen, Flammkuchen, Cr?pes, Schoko-Fr?chte und Lebkuchen. Wenn ich das hier erz?hle bekomme ich schon Hunger! Man kauft sich also etwas zu essen und zu trinken, steht gem?tlich beisammen und freut sich auf Weihnachten. Viele Deutsche gehen auch mit ihren Kollegen aus der Arbeit auf den Weihnachtsmarkt. Oft gibt es hier auch ein Programm, zum Beispiel singen Ch?re oder spielen Musikanten.

Seit einigen Jahren gibt es in der Vorweihnachtszeit auch Mittelalterm?rkte. Hier in M?nchen ist ein sehr sch?ner Mittelaltermarkt. Dort sieht alles so aus, als w?re es im Mittelalter. Die Menschen tragen alte Gew?nder, es gibt Honigmet zu trinken und nat?rlich sind auch die Darbietungen mittelalterlich.

Ich mag Weihnachtsm?rkte sehr. Das einzige Problem ist, dass sie so schnell wieder vorbei sind. Gerade vor Weihnachten hat man so viel zu tun! Geschenke besorgen, Pl?tzchen backen, das Haus schm?cken, Karten schreiben... Wenn ich das alles erledigt habe, sind die Weihnachtsm?rkte meistens schon wieder vorbei. Denn sie enden an Weihnachten – danach ist Schluss. Schade. Ich w?rde mich freuen, wenn ich im langweiligen, grauen Januar noch einen Gl?hwein trinken k?nnte. Oder einen Kinderpunsch.

Wie ist das in Eurem Land – gibt es da Weihnachtsm?rkte oder etwas ?hnliches? Schreibt in die Kommentarfunktion. Ich freue mich ?ber Post! Lernmaterial zu dieser Folge und alles nochmal normal schnell gesprochen gibt es einzeln zu kaufen auf slowgerman.com. Oder Ihr bestellt das Abo auf slowgerman.libsyn.com – dann bekommt Ihr beides automatisch f?r zwei Dollar pro Monat dazu und unterst?tzt mich bei der Produktion dieses Podcasts. Feel free to subscribe to the Slow German Premium Podcast and help me to keep on producing this show! Bis bald, Eure Annik.



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SG #090: Klassische Musik

Author: Annik Rubens
Tue, Nov 11, 2014


Klassische Musik

Ich wei? nicht warum, aber im Winter h?re ich gerne klassische Musik. Das h?ngt wahrscheinlich damit zusammen, dass mein Vater mir als Kind oft zur Weihnachtszeit den „Nussknacker“ vorgespielt hat und andere Werke von Tschaikowsky. Seitdem jedenfalls geh?ren K?lte und Schnee f?r mich zu Geige, Kontrabass und Klavier.
Und nachdem ich vor kurzem ?ber den Deutschen Schlager gesprochen habe, dachte ich mir, es wird Zeit ?ber klassische Musik zu sprechen. Denn es gibt nat?rlich viele Begriffe, die mit diesem Thema zusammenh?ngen und die f?r Euch interessant sein k?nnten!
Zun?chst mal ist es nat?rlich am sch?nsten, wenn man klassische Musik in einem Konzert erlebt. Also vor Ort. Dort sieht man dann die einzelnen Musiker des Orchesters, man sieht die Instrumente und den Dirigenten, die Notenbl?tter und nat?rlich auch das Publikum, das immer in den unpassendsten Momenten hustet.
Aber auch zu Hause kann man klassische Musik genie?en – bei einer sch?nen Tasse Tee zum Beispiel. Die Deutschen k?nnen sich freuen, dass sie so viele gute klassische Komponisten hervorgebracht haben, oder?
Da ist zum Beispiel Johann Sebastian Bach. Der Mann mit der Lockenper?cke, der 1685 geboren wurde. Wenn ich an Bach denke, denke ich an schwere, d?stere Orgelmusik. Nat?rlich schrieb er auch viele andere Werke, aber er lebte nunmal in der Zeit des Barock. Sehr festlich und auch sehr barock ist die Musik von Georg Friedrich H?ndel. Mich nervt das leider eher, aber hin und wieder h?re ich gerne seine Feuerwerksmusik.
Ich mag Ludwig van Beethoven viel lieber als seine barocken Vorg?nger. Sein Name klingt zwar niederl?ndisch, aber er wurde in Bonn geboren und hatte deutsche Eltern – lediglich seine Vorfahren waren Flamen. Weltweit bekannt ist nat?rlich Beethovens 9. Sinfonie, 1824 vollendet und ber?hmt durch das furiose Ende – ein Chor singt die Worte von Friedrich Schiller: Freude, sch?ner G?tterfunken. Diese Stelle wurde sogar zur Europahymne gemacht. Ebenfalls bekannt ist, dass Beethoven in den letzten Jahren seines Lebens taub war – er konnte nichts mehr h?ren. Dennoch komponierte er weiter.
Kennt Ihr Johannes Brahms? Er wurde 1833 in Hamburg geboren. H?rt Euch mal seine ungarischen T?nze an, sie sind richtige Ohrw?rmer! Als er sie schrieb, gab es aber m?chtigen ?rger. Denn die Grundlage dieser Musik sind so genannte Zigeunerweisen, also Volksmelodien. Der politisch korrektere Begriff f?r Zigeuner w?re heute wahrscheinlich Sinti oder Roma – aber das ist ein anderes Thema. Jedenfalls behaupteten damals andere Komponisten auch, diese St?cke geschrieben zu haben. Also ein Urheberrechtsstreit, wie es ihn auch heute noch oft gibt.
Zwei Richards darf ich nicht vergessen: Richard Wagner und Richard Strauss. Richard Strauss wurde hier in M?nchen geboren, und zwar 1864. Hier wurde daher eine Stra?e nach ihm benannt. Die Nazis suchten sich die drei wichtigsten Musiker des Dritten Reiches aus: Hans Pfitzner, Wilhelm Furtw?ngler und – Richard Strauss. Dieser wird aber als apolitisch bezeichnet und wurde sp?ter nach dem Entnazifizierungsgesetz freigesprochen. Der andere Richard ist Richard Wagner, und der wird auch immer mit den Nazis in Verbindung gebracht. Der Komponist lebte zwar nur bis 1883, ?u?erte sich aber explizit gegen die Juden und kann als Antisemit bezeichnet werden. Hitler jedenfalls wurde zum Wagner-Fan. Die Wagner-Festspiele in Bayreuth existieren heute noch und ziehen allj?hrlich viele wichtige Politiker an, auch Kanzlerin Angela Merkel.
Einer noch, oder? Wie w?re es mit Felix Mendelssohn Bartholdy? Er starb 1847 mit nur 38 Jahren in Leipzig. Was, Ihr kennt ihn nicht? Nat?rlich, sein Name ist nicht so ber?hmt wie der von Bach oder Beethoven, aber seine Musik kennt Ihr, da bin ich sicher. Zum Beispiel seinen Hochzeitsmarsch, der immer gespielt wird, wenn eine Braut die Kirche betritt. Auch in Hollywoodfilmen.
Also: H?rt Euch doch mal wieder ein paar klassische St?cke an, eine Sinfonie, einen Marsch, ein Adagio – macht die Augen zu und entspannt Euch. Das werde ich jetzt auch machen, und wir h?ren uns dann hoffentlich bald wieder.
Wenn Ihr Lust habt, geht auf www.slowgerman.com – dort werde ich einige klassische St?cke bei YouTube verlinken und auch iTunes-Links setzen, mit denen Ihr mich unterst?tzen k?nnt. Ich w?rde mich auch ?ber weitere Abonnenten freuen beim neuen Premium Podcast – dort bekommt Ihr zu dieser Folge Lernmaterial und eine schneller gesprochene Variante. Und es kostet nur 2 Dollar pro Monat. Bis bald! Eure Annik.



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SG #089: Die Bewerbung


Tue, Oct 28, 2014


Prabhu aus Indien hat mich gebeten, ?ber die Bewerbung in Deutschland zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach – aber ich werde es versuchen! Also – wie l?uft eine Bewerbung in Deutschland ab? Zun?chst einmal sucht man nach Stellenangeboten. Die gibt es im Internet und Zeitungen. Das sind Anzeigen, in denen Firmen nach neuen Mitarbeitern suchen. Es wird genau aufgeschrieben, welche Qualifikationen der Bewerber haben sollte. Was er also k?nnen muss. Welchen Studienabschluss er haben sollte oder welche Ausbildung. Welche Sprachkenntnisse er braucht f?r den Job. Oder auch welche Computerprogramme er beherrschen muss.
Auf so eine Stellenanzeige kann man sich dann bewerben. Fr?her war es ?blich, sich schriftlich zu bewerben. Man stellte eine Bewerbungsmappe zusammen. Das war ein d?nner Ordner aus Pappe, in dem man alle wichtigen Unterlagen abgeheftet hatte. Den eigenen Lebenslauf, Zeugnisse, Arbeitsproben und ein Foto von sich selbst.
Heute ist es in den meisten Branchen ?blich, sich online zu bewerben. Man schickt also diese Unterlagen per E-Mail oder man bewirbt sich in einem speziellen Online-Bewerbungscenter der Firma. Dort kann man dann seine Daten eintragen und landet so automatisch im Computersystem der Firma, bei der man sich bewirbt. Praktisch, oder?
Wenn man Gl?ck hat, wird man nach der schriftlichen Bewerbung zum so genannten Bewerbungsgespr?ch eingeladen. Wichtig ist bei so einem Gespr?ch zum einen, gepflegt und gut gekleidet aufzutreten. Das ?u?ere Erscheinungsbild und der so genannte erste Eindruck sind wichtig. Zum anderen sollte man in so einem Gespr?ch zwar nat?rlich vor allem auf die positiven Seiten der eigenen Person hinweisen, aber auch nichts versprechen, was man nicht halten kann! Also: Ehrlich sein. Sonst wird man sp?ter keinen Spa? im Job haben – und der neue Arbeitgeber auch nicht.
Im Bewerbungsgespr?ch wird beispielsweise gerne gefragt, wo man sich in f?nf oder zehn Jahren sieht, ob man also Zukunftspl?ne hat und ehrgeizig ist.
Manchmal gibt es auch so genannte Assessment Center, in denen Bewerber Aufgaben am Computer zu erf?llen haben, die wie R?tsel wirken. Anhang dieser „R?tsel“ soll herausgefunden werden, ob der Bewerber bestimmte F?higkeiten besitzt, die f?r den Job wichtig sind.
Nach dem Bewerbungsgespr?ch ist ?blicherweise Warten angesagt. Man wartet auf den Anruf, ob man den Job hat oder nicht. Wer Gl?ck hat und in der neuen Firma anfangen darf zu arbeiten, unterschreibt zun?chst einen Arbeitsvertrag. Wenn alle juristischen Aufgaben erledigt sind, beginnt die eigentliche Arbeit. Doch das bedeutet noch nicht, dass man jetzt f?r immer dort arbeitet – es gibt die so genannte Probezeit. In dieser Zeit – meist sind es drei Monate – k?nnen sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer den Vertrag ganz einfach aufl?sen. Man probiert also aus, ob man zueinander passt.
Falls Ihr gerade einen Job sucht dr?cke ich Euch fest die Daumen, dass es klappt!
Das war's wieder f?r heute – Slow German ist sozusagen eine One-Woman-Show, ich mache diesen Podcast alleine. Daher freue ich mich ?ber Eure Unterst?tzung! Wenn Ihr Lust habt, schaut Euch doch mal den neuen Premium Podcast von Slow German an. Wenn Ihr diesen abonniert, bekommt Ihr automatisch zur MP3-Datei auch eine Vokabelliste und Lernmaterial als PDF. Mehr dazu auf www.slowgerman.com.



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SG #088: Der deutsche Schlager

Author: Annik Rubens
Tue, Oct 14, 2014


Seit sieben Jahren mache ich diesen Podcast. Sieben Jahre lang habe ich mich um das Thema Fu?ball gedr?ckt, bis ich es endlich angepackt habe. Das andere Thema, das ich viele Jahre vor mir hergeschoben habe, ist der Deutsche Schlager. David aus Sacramento hat mich gebeten, dar?ber zu sprechen.
Was ist ein Schlager? Ein Schlager ist ein Lied. Ein deutsch gesungenes Lied, meistens ein Lied mit sehr leicht auswendig zu lernendem Text, den jeder mitsingen kann. Musikalisch sind diese Lieder auch nicht sehr anspruchsvoll – und in der Regel sind die Texte unkritisch. Meist sind es Liebeslieder.
Fangen wir in den 60er-Jahren an. Da fallen mir Namen ein wie Freddy Quinn, der mit tiefer Stimme seine Seemannslieder tr?llerte. Oder Bill Ramsey, der Amerikaner, der mit starkem Akzent deutsche Lieder sang. Oder die D?nin Gitte Haenning und ihr Ohrwurm „Ich will 'nen Cowboy als Mann“. Ich werde versuchen, Euch ein paar YouTube-Videos zu verlinken – schaut also auf slowgerman.com vorbei, dann h?rt Ihr die Lieder alle. Hier darf ich sie aus rechtlichen Gr?nden nicht spielen.
Irgendwie schienen die Deutschen in den 60er-Jahren es besonders sch?n zu finden, wenn Nicht-Deutsche Lieder gesungen haben und einen starken Akzent dabei hatten. Sehr beliebt war in Deutschland die Franz?sin Mireille Mathieu, die Griechin Nana Mouskouri oder der Engl?nder Cliff Richard. Heute singen alle Deutschen gerne englische Lieder – andersrum wagt sich keiner mehr an deutsche Songs heran, oder?
Was kam danach? Danach kamen Roy Black und Drafi Deutscher. Roy Black war ein deutscher Sch?nling, Schauspieler und S?nger und bei den Frauen sehr beliebt. Drafi Deutscher war ?u?erlich eher das Gegenteil: Unscheinbar und nicht besonders attraktiv. Aber sein Song „Marmor, Stein und Eisen bricht (aber unsere Liebe nicht)“ wird heute noch bei jeder Party gespielt und alle singen mit!
Udo J?rgens d?rfen wir hier nat?rlich nicht vergessen, ihn haben wir schon ausf?hrlicher vorgestellt auf der Slow German-Seite.
?berspringen wir die Neue Deutsche Welle der 80er-Jahre, und kommen wir in die Gegenwart. Heute feiert die Schlagermusik eine interessante Renaissance. W?hrend vor einem Jahrzehnt eher Senioren Schlager h?rten, sind es heute auch die jungen Leute. Seit Jahren ist Andrea Berg ein Kassenschlager. Helene Fischer (auch sie haben wir schon vorgestellt) ist eine sehr attraktive junge S?ngerin, die derzeit omnipr?sent ist, also ?berall auftaucht. Sie ist sehr erfolgreich. Und ein junger ?sterreicher in Lederhosen, Andreas Gabalier, f?llt derzeit gro?e Konzerthallen mit seiner Musik.
Was gibt es Gutes zu sagen zu Schlagermusik? Sie macht gute Laune, sie ist positiv und optimistisch. Trotzdem kann ich damit nichts anfangen. Sie ist mir zu seicht, zu oberfl?chlich, zu langweilig. Nat?rlich hat jedes Genre sein eigenes Strickmuster und vieles wiederholt sich – aber beim Schlager ist mir das alles zu einfach. Aber – es funktioniert. Die Menschen kaufen die Musik, gehen in die Konzerte – und das ist auch gut so.
F?r Euch da drau?en sind Schlager sicher eine gute M?glichkeit, um Deutsch zu lernen – denn in der Regel wird sehr deutlich gesungen und vieles wiederholt sich. Also: H?rt Euch mal einige Lieder an und schreibt gerne in die Kommentarfunktion auf Slow German, was Ihr von deutscher Schlagermusik haltet!
Das war's wieder f?r heute – nochmal kurz der Hinweis, dass es jetzt auch einen Premium Podcast von Slow German gibt. Wenn Ihr diesen abonniert, bekommt Ihr automatisch zur MP3-Datei auch eine Vokabelliste und Lernmaterial als PDF. Mehr dazu auf www.slowgerman.com. Danke f?r Eure Unterst?tzung!



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SG #087: Kinderliteratur

Author: Annik Rubens
Fri, Oct 03, 2014


Jeden Abend lese ich meinem Sohn etwas vor. Das geh?rt dazu. Und es freut mich immer wieder, wie viele sch?ne Geschichten es f?r Kinder gibt. Einige davon m?chte ich Euch heute vorstellen – vielleicht habt Ihr auch Lust, sie zu lesen? Ich habe deutsche Autoren und Geschichten f?r Euch ausgesucht.
Nat?rlich gibt es ganz neue Literatur f?r Kinder, aber ich m?chte mit den Klassikern beginnen, mit den B?chern und Autoren, mit denen ich selbst aufgewachsen bin und die heute noch sehr beliebt sind. Ein gro?er deutscher Autor war Otfried Preu?ler. Er schrieb Geschichten wie „Das kleine Gespenst“ oder „Der R?uber Hotzenplotz“. Das sind freche Figuren, die man sofort ins Herz schlie?t.
Auch wichtig ist nat?rlich Ellis Kaut – sie schuf eine Figur, die jedes deutsche Kind kennt: Den Pumuckl. Der Pumuckl ist ein Kobold, also ein kleines Wesen, das unsichtbar ist und st?ndig Scherze macht. Dieser Pumuckl bleibt bei einem Schreinermeister am Holzleim kleben – und wird f?r diesen sichtbar. Die vielen Abenteuer von Pumuckl und dem Meister Eder sind besonders deswegen beliebt, weil der Pumuckl mutig ist, frech und witzig. Es gibt den Pumuckl auch als Fernsehserie aus den 80er-Jahren und als H?rspiel.
In meiner Liste darf ich auch Erich K?stner nicht vergessen. Er schrieb weltbekannte B?cher wie „Das doppelte Lottchen“, „Emil und die Detektive“ oder „Das fliegende Klassenzimmer“. B?cher voller Wortwitz und Klugheit.
Fantastische Geschichten – im wahrsten Sinne des Wortes – hat Michael Ende geschrieben. Seine „Unendliche Geschichte“ ist poetisch und fast schon philosophisch zu sehen. Es geht um die Menschen, die keine B?cher mehr lesen und daher ihre Fantasie verlieren. In diesem Buch kommen m?rchenhafte Figuren vor wie ein Gl?cksdrache, ein Riese aus Stein und eine uralte Riesen-Schildkr?te. Das Beste daran aber: Der Held der Geschichte ist ein kleiner, unscheinbarer Junge, der von den anderen Kindern geh?nselt wird. Er rettet die Welt der Fantasie. Kurz gesagt. Aber lest lieber selbst! Michael Ende hat noch eine Figur erschaffen, die die deutschen Kinder lieben: Lukas, den Lokomotivf?hrer. Zusammen mit Jim Knopf, einem kleinen Jungen mit schwarzer Hautfarbe, erlebt er viele Abenteuer auf der ganzen Welt.
Und dann sind da noch die B?cher von Janosch. Wie wunderbar! Die bekanntesten Figuren sind der kleine Tiger und der kleine B?r, die sich beispielsweise auf den Weg nach Panama machen nur um am Ende festzustellen, dass es zu Hause doch am sch?nsten ist.
Es gibt aber wie anfangs erw?hnt auch moderne Kinderb?cher, die sehr beliebt sind. Zum Beispiel die B?cher von Ingo Siegner ?ber den Drachen Kokosnuss. Das ist ein kleiner, mutiger Feuerdrache, der mit seiner Freundin Mathilda, dem Stachelschwein zum Beispiel eine Rakete baut, um zum Mond zu fliegen.
Etwas sanfter geht Nele Moost ihre Geschichten vom kleinen Raben Socke an. Der Rabe tr?gt immer eine rot-geringelte Socke und lernt, dass man nicht l?gen soll, dass man mit anderen teilen soll und andere Lektionen.
Besonders sch?n finde ich f?r kleine Kinder die B?cher ?ber die Kuh Lieselotte. Lieselotte ist eine Postkuh und sie erlebt kleine, unspektakul?re Geschichten. Diese sind aber mit so viel Liebe erz?hlt und vor allem so sch?n bebildert, dass sie wirklich Spa? machen.
Ich k?nnte noch ewig so weitermachen – unser B?cherschrank ist bis zum Rand voll! Aber ich f?nde es viel sch?ner, wenn Ihr in die Kommentarfunktion Eure Lieblings-Kinderb?cher schreibt – ich bin gespannt auf Eure Vorschl?ge!
Das war's wieder f?r heute – nochmal kurz der Hinweis, dass es jetzt auch einen Premium Podcast von Slow German gibt. Wenn Ihr diesen abonniert, bekommt Ihr automatisch zur MP3-Datei auch eine Vokabelliste und Lernmaterial als PDF. Mehr dazu auf www.slowgerman.com. Danke f?r Eure Unterst?tzung!



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SG #086: Stolpersteine

Author: Annik Rubens
Thu, Sep 18, 2014


Ich war dieses Jahr zwei Mal in Berlin. Ich mag die Stadt. Sie ist gro? und doch klein, wenn Ihr versteht was ich meine. Berlin ist Deutschlands gr??te Stadt – aber sie ist in viele Stadtviertel unterteilt, die dann doch den Charme von einer Kleinstadt haben. Was ich Euch aber eigentlich erz?hlen m?chte ist die Geschichte der Stolpersteine. Wenn Ihr in Berlin unterwegs seid und mal auf den Boden blickt, dann werdet Ihr sie schnell entdecken.
Stolpersteine sind golden gl?nzende Pflastersteine auf dem Gehweg. Der Gehweg ist der Streifen auf der Stra?e neben der Fahrbahn, auf dem sich die Fu?g?nger ungest?rt bewegen k?nnen. Aber das wisst Ihr sicher, oder? Wird auch B?rgersteig genannt, oder bei uns in Bayern gerne auch mal franz?sisch „Trottoir“. Zur?ck zu den Stolpersteinen. Dahinter steckt ein K?nstler namens Gunter Demnig. 1995 begann er mit der Aktion in K?ln, danach kam Berlin dran. Die Beh?rden wurden zun?chst nicht um Erlaubnis gebeten. Sp?ter schon.
Was steht auf den Stolpersteinen? Es sind die Namen von NS-Opfern. Verlegt vor den H?usern, in denen sie beispielsweise vor ihrer Deportation in Konzentrationslager lebten. Darunter meist das Geburtsdatum der Personen, das Datum ihrer Deportation und ihrer Ermordung in Konzentrationslagern. Einige haben den Freitod gew?hlt, wie man so sch?n sagt – sich also selber umgebracht. Es sind die Namen von Frauen, M?nnern und Kindern, von alten Menschen und jungen.
Finanziert wird das Projekt durch Spenden, denn immerhin kostet ein Stein mit Messingplatte rund 120 Euro. 48000 Steine wurden bislang in ganz Europa verlegt.
Hier in M?nchen ist die Verlegung auf ?ffentlichem Grund nicht erlaubt – daher gibt es nur einige Stolpersteine auf privaten Grundst?cken. Im Internet kann man sich in Ruhe alle Stolpersteine ansehen und lesen, was ?ber die erw?hnten Personen bekannt ist. Es sind meist schreckliche Geschichten, die sich aus den wenigen Daten ablesen lassen. Daher finde ich diese Art des Gedenkens an den Holocaust viel wirksamer als ein riesiges Mahnmal wie jenes in Berlin, das gerade br?ckelt. Denn man kommt um die Stolpersteine nicht herum – sie sind ?berall. Das zeigt, wie riesig das Ausma? der Gr?ueltaten war. Es traf in jeder Stra?e jemanden, in vielen H?usern ganze Familien.
Stellt Euch die Stra?e vor, in der Ihr lebt – und blickt auf die H?user dort. Seht Ihr das Haus an der Ecke? Da w?re vielleicht die ganze Familie abgef?hrt und ermordet worden. Die Bewohner des gelben Hauses weiter vorne auch. Und der Herr mit dem Hund, der immer zur gleichen Zeit spazieren ging. Schrecklich, oder?
Ich hoffe, Ihr lebt in friedlichen Zeiten und L?ndern – wenn nicht, w?nsche ich Euch viel Kraft und Energie und Gesundheit.
Damit m?chte ich heute schlie?en und noch kurz auf eine Neuerung aufmerksam machen: Seit heute gibt es einen Premium Podcast von Slow German. Wenn Ihr diesen abonniert, bekommt Ihr automatisch zur MP3-Datei auch eine Vokabelliste und Lernmaterial als PDF. Mehr dazu auf www.slowgerman.com. Danke f?r Eure Unterst?tzung!



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SG Dialog #3: Im Supermarkt

Author: Annik Rubens
Tue, Aug 12, 2014


Dialog: Im Supermarkt

Entschuldigung, wo sind denn hier die Tomaten?

Da vorne, in der Gem?seabteilung.

Da habe ich schon nachgeschaut, aber ich habe sie nicht gesehen.

Doch, sie sind vorne links, gleich am Eingang.

Danke, ich geh nochmal nachsehen. Ist denn momentan irgendwas im Angebot?

Wir haben frischen Spargel, da kostet das Pfund nur 5 Euro.

Oh, das klingt gut. Ist der Spargel denn aus Deutschland oder wurde er importiert?

Das ist deutscher Spargel. Bayerischer, um genau zu sein.

Sch?n, da nehme ich ein Pfund mit. Oder besser gleich zwei.

Sie haben wohl Hunger?

Und wie! Ich wei?, man sollte nicht hungrig einkaufen gehen, sonst kauft man noch mehr ein als man braucht.

Tja, mich w?rde es freuen. Kann ich Ihnen noch etwas anbieten?

Zum Spargel br?uchte ich noch Kartoffeln.

Die sind dort dr?ben, neben den Zwiebeln. Wir haben ganz junge, zarte Kartoffeln, die muss man nicht sch?len.

Gut, dann ist der Abend also gerettet. Spargel mit Kartoffeln. Schinken hole ich noch hinten an der Fleischtheke. Und ein bisschen Butter als Sauce habe ich noch daheim.

Wie sieht's mit einer Nachspeise dazu aus?

Nachspeise? Was passt denn zu Spargel?

Nat?rlich der Klassiker: Erdbeeren. Frische Erdbeeren. Mit etwas Vanilleeis vielleicht.

Oh ja! Gute Idee. Und dann br?uchte ich noch etwas Wei?wein zum Spargel. Ich habe sonst nur Leitungswasser daheim.

Stimmt, habe ich vergessen zu fragen... Sonst noch einen Wunsch?

Naja... Ich wei? nicht wie ich das jetzt sagen soll...

Was denn?

Ich hab ehrlich gesagt gar keine Lust, das sch?ne Essen alleine zu essen. Haben Sie nicht Lust, mitzuessen?

Na da sag ich nicht nein. Sehr gerne!

Dann bis sp?ter – sagen wir um 8? Ich schreib Ihnen meine Adresse auf...

Super. Bis dann!

Ciao!



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SG #085: ?ko und Bio

Author: Annik Rubens
Wed, Jul 30, 2014


Wenn Ihr in Deutschland einkaufen geht, werdet Ihr sehr oft das Wort „Bio“ sehen. Es ist derzeit im Trend. Es gibt ganze Abteilungen in Superm?rkten, in denen alles „bio“ ist. Und nicht nur das: Es gibt ganze Superm?rkte, in denen alles „bio“ ist. Es gibt kleine Aufkleber oder so genannte Siegel, die dem K?ufer versichern, dass das Produkt wirklich aus ?kologischem Anbau stammt. Was bedeutet das?
Es gibt eine gesetzliche Definition daf?r, was in Europa ?kologisch ist. Unter anderem geh?rt zu dieser Definition, dass die Produkte nicht gentechnisch ver?ndert sein d?rfen. Bei Mais ist das ja zum Beispiel ein Thema. Au?erdem d?rfen keine Pestizide, also Gifte zur Bek?mpfung von Sch?dlingen, eingesetzt werden, ebensowenig wie Kunstd?nger. Bei Fleisch geht es nat?rlich darum, dass die Tiere artgerecht gehalten werden sollen und weniger Antibiotika und Wachstumshormone bekommen. Achtet mal darauf, wenn Ihr in Deutschland einkauft – entweder steht „Bio“ drauf oder es ist eine kleine gr?ne Fahne abgebildet mit einem Blatt, das aus Sternchen besteht...
Viele Bio-Produkte sind teurer als die herk?mmlich hergestellten Lebensmittel. Aber das nehmen einige Deutsche in Kauf, um ges?nder zu leben. Ich kann Euch mal erz?hlen, wie ich das selber mache. Jeden Dienstag gehe ich ins Internet. Dort gibt es einen Service, der nennt sich ?kokiste. Das ist ein Online-Shop f?r ?kologische Lebensmittel. Dort bestelle ich Brot, Joghurt, Milch, K?se, Wurst, Obst und Gem?se. Am Donnerstag stehen dann morgens bei mir vor der T?r gro?e Kisten mit den bestellten Lebensmitteln. In der n?chsten Woche kommen dann neue Kisten, und die alten werden wieder mitgenommen. So habe ich keinen M?ll durch Plastikt?ten. Praktisch, oder?
Ich achte beim Einkauf darauf, dass ich auch regionale Lebensmittel kaufe. Wenn ich ?pfel kaufen m?chte, steht genau dabei, aus welchem Land sie kommen. Wenn es m?glich ist, kaufe ich dann deutsche oder ?sterreichische ?pfel, keine aus Neuseeland. Ich finde es wichtig, regionale Produkte zu kaufen. Damit unterst?tzt man die Bauern aus der eigenen Region.
Die Produkte, die es bei der ?kokiste nicht gibt, oder die mir dort schlicht zu teuer sind, kaufe ich dann im normalen Supermarkt ein. Dort schaue ich auch zuerst in die Bio-Abteilung, und erst wenn dort nichts ist, nehme ich ein „normales“ Produkt. Diese Woche ging es mir bei Himbeeren so – eine Schale mit 125 Gramm hat ?ber 5 Euro gekostet! Das wollte ich nicht zahlen.
Mit dem Einkauf kann man die Welt ver?ndern – das glaube ich und das glauben viele Deutsche. Aber es ist schwierig, immer das Richtige zu tun. Es gibt so viele Faktoren, auf die man achten muss! Ich m?chte, dass die Tiere nicht gequ?lt werden, also kaufe ich beispielsweise Bio-Eier, da werden die Tiere mit etwas mehr Platz auf dem Boden und drau?en gehalten und nicht im K?fig wie in anderen L?ndern. Jedes Ei hat einen Aufdruck – da kann man lesen, wo es herkommt und wie das Tier gehalten wurde. Ich kaufe nur Bio-Eier, also die Eier auf denen eine „0“ steht.
Dann geht es nat?rlich noch um Gifte oder Zusatzstoffe, die wir in unserem Essen nicht haben wollen. Und um die Arbeitsbedingungen f?r die Menschen, die unsere Lebensmittel herstellen. Auch bei Kleidung sollte man auf so etwas achten – aber das tun leider wenige Menschen. Was noch? Die Transportwege habe ich schon angesprochen, lieber Produkte aus der Region kaufen, die jetzt gerade Saison haben. Saison haben bedeutet, dass sie jetzt gerade auf dem Feld wachsen – und nicht im Gew?chshaus geerntet wurden. Niemand braucht Erdbeeren im Dezember!
Und dann sollten wir alle viel weniger Fleisch essen – auch das ist ein Trend in Deutschland. Fr?her, also zu Zeiten meiner Gro?eltern, gab es nur einmal pro Woche Fleisch. Fleisch war wertvoll, es war etwas Besonderes. Mittlerweile ist es normal geworden, jeden Tag Fleisch zu essen. Aber das ist weder gesund noch gut f?r unsere Erde. Die Fleischherstellung braucht viel Wasser, die Tiere werden oft nicht gut gehalten und mit Medikamenten und Hormonen behandelt – und es ist besser f?r uns, wenn wir viele verschiedene Dinge essen. Ein schwieriges Thema.
Ich finde es wichtig, dass man sich wenigstens Gedanken ?ber diese Themen macht und versucht, das eigene Verhalten zu ?berdenken. Lebensmittel sollten nicht gekauft werden, weil sie besonders billig sind, sondern weil sie besonders gut sind! Die Deutschen geben mit am wenigsten Geld f?r Lebensmittel aus – unsere europ?ischen Nachbarn geben viel mehr aus. Es ist wichtig, dass wir wieder lernen, das Essen zu genie?en, anstatt m?glichst gro?e Mengen zu essen. Oder? Wie ist das in Eurem Land? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion, ich bin gespannt!



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SG #084: Sophie Scholl und "Die wei?e Rose"


Thu, Jul 17, 2014


Ich habe in Folge #043 von Slow German ?ber Graf von Stauffenberg gesprochen. Er versuchte zwei Mal, Adolf Hitler zu t?ten – leider gelang es ihm nicht. Viele von Euch haben mich jetzt nach weiteren Geschichten ?ber den deutschen Widerstand im Zweiten Weltkrieg gefragt, und hier in M?nchen denke ich da nat?rlich sofort an Sophie Scholl und die Gruppe „Die wei?e Rose“. Ich werde Euch davon erz?hlen.
Es fing alles an mit zwei Freunden. Christoph Probst und Alexander Schmorell kannten sich schon aus der Schule. Sie fingen an, Medizin in M?nchen zu studieren – und lernten dort Willi Graf und Hans Scholl kennen. Die Schwester von Hans war Sophie Scholl – sie begann 1942 ebenfalls zu studieren, allerdings nicht Medizin, sondern Biologie und Philosophie. Die Studentengruppe traf sich um zu diskutieren, besuchte aber auch Vorlesungen zusammen.
Die Geschwister Scholl fanden den Nationalsozialismus am Anfang noch gut. Immerhin konnte man mit der Hitlerjugend gemeinsame Ausfl?ge machen, es wurde ein Gemeinschaftsgef?hl gepr?gt. Doch je mehr sie sich mit Philosophen wie Kierkegaard oder den Schriften von Thomas von Aquin auseinandersetzten, desto kritischer wurden sie. Es ging ihnen um christliche Wertvorstellungen, die sie nicht mehr gewahrt sahen. Werte wie Freiheit und Gerechtigkeit. Immer h?ufiger h?rten sie von den Greueltaten der Nazis. Von verschleppten behinderten Kindern, vertriebenen Juden, gequ?lten Strafgefangenen. Einige der jungen M?nner waren an der Front in Polen und sahen das Elend im Warschauer Ghetto.
Sie begannen, Flugbl?tter zu schreiben. Flugbl?tter sind bedruckte Papiere, die an die Menschen verteilt werden. In den Flugbl?ttern riefen sie zu passivem Widerstand auf. Die ersten Flugbl?tter wurden anonym per Post verschickt, und zwar an Intellektuelle in Bayern. Sp?ter verteilten sie die Bl?tter in verschiedenen St?dten.
Sie vernetzten sich mit anderen Widerstandsgruppen – ihre Flugbl?tter haben mittlerweile eine Auflage von bis zu 9000 St?ck. Ihr m?sst Euch das vorstellen – das war nat?rlich lange vor der Zeit, als jeder einen Drucker zu Hause stehen hatte! Stellt euch vor, damals h?tte es schon Facebook gegeben und Twitter – wieviel einfacher h?tten es die Geschwister Scholl gehabt!
Die Gruppe, die sich „Die wei?e Rose“ nannte, wurde immer aktiver. Die Studenten zogen nachts los und malten auf Hausfassaden Spr?che wie „Nieder mit Hitler“. Dann schrieb Professor Kurt Hubert, ein Mentor der Studenten, den Text f?r ein weiteres Flugblatt. Nat?rlich gegen Hitler. Als die Freunde es im Hauptgeb?ude ihrer Universit?t verteilten, wurden sie vom Hausmeister erwischt und an die Gestapo ?bergeben. Vier Tage sp?ter wurden sie zum Tode verurteilt und hingerichtet. Wenig sp?ter wurden weitere Mitglieder der Widerstandsgruppe vor Gericht gestellt, viele inhaftiert, einige zum Tode verurteilt.
Aber der Kampf gegen die Nazis ging weiter. Es wurden weiterhin Flugbl?tter verteilt, unter anderem auch in Hamburg. Das letzte, sechste Flugblatt, wurde 1943 sogar von britischen Kampfjets ?ber Deutschland abgeworfen. Und zwar hunderttausende Kopien.
Sophie Scholl starb im Alter von 21 Jahren. Zum Gl?ck hat es sie und ihre Freunde und ihren Bruder gegeben. Ich freue mich, dass es w?hrend der Nazizeit solche Menschen gab. Leider zu wenige. Besonders hier in M?nchen sind die Geschwister Scholl nicht vergessen. Der Platz vor der Universit?t wurde nach ihnen benannt, das Politikinstitut an dem ich studiert habe hei?t „Geschwister Scholl Institut“, es gibt in der Uni eine Gedenkst?tte mit einem kleinen Museum, und im Justizpalast wurde der Gerichtssaal, in dem die Mitglieder verurteilt wurden, ebenfalls zur Gedenkst?tte gemacht.
Es gibt ?brigens einen guten, wenn auch nat?rlich sehr traurigen, Film ?ber diese Widerstandsgeschichte. Die Links gibt es auf slowgerman.com.



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SG #083: Modernes Deutsch

Author: Annik Rubens
Tue, Jun 24, 2014


Schulb?cher haben einen Nachteil: Sie sind meist nicht neu. Was in ihnen steht ist zwar richtig, aber oft veraltet. Auch, wenn es um die Sprache geht. Wenn Ihr gerade Deutsch lernt, kann es sein, dass Ihr von der deutschen Sprache, wie wir sie gerade sprechen, nicht viel wisst. Fangen wir mit dem Handy an. Es ist nat?rlich bei Teenagern sehr wichtig – aber auch viele Erwachsene haben st?ndig ihr Mobiltelefon in der Hand. Was tun wir mit dem Handy? Wir surfen im Internet, wir telefonieren, wir mailen oder wir schreiben eine SMS. Das nennen wir kurz „simsen“. Wir laden uns Apps herunter.
Nat?rlich benutzen wir auch die sozialen Netzwerke – wir „facebooken“ oder „twittern“. Wir „skypen“ gerne und wir „googeln“ nat?rlich, wenn wir etwas im Internet suchen. Wenn wir etwas gefunden haben, das wir m?gen, k?nnen wir es im Internet „herunterladen“, das Gegenteil ist das „hochladen“ von Dateien. Ich lege Dateien gerne in die Dropbox, oder ich lege sie auf meinen Server. Dann gebe ich jemandem den Link, ich maile ihm den Link, und er kann auf die Datei zugreifen. Viele Begriffe haben wir aus dem Englischen ?bernommen, zum Beispiel machen wir ein Backup von unseren wichtigen Daten auf einer externen Festplatte oder in der Cloud. Wir schlie?en unser Smartphone per USB-Kabel an, oder verbinden es ?ber Bluetooth mit dem Computer. Dann sehen wir, ob das W-LAN funktioniert. Wenn es zu schwach ist, brauchen wir einen Repeater im Haus, der das Signal verst?rkt. Erinnert Ihr Euch noch an die Denglisch-Folge von Slow German? Das hier ist gerade die Fortsetzung, glaube ich...
Mit meinem Laptop oder Notebook gehe ich ins Internet, wenn ich auf Reisen bin. Dann muss ich darauf achten, dass der Akku voll ist – sonst habe ich keinen Strom mehr. Wenn der Akku leer ist, muss ich das Netzteil dabei haben und es in eine Steckdose stecken. So kann ich den Akku wieder aufladen. Das gilt nat?rlich auch f?r mein Handy. Es ist st?ndig leer.
Damit meine Kollegen auch auf wichtige Daten zugreifen k?nnen, m?ssen die Zugangsdaten stimmen. Die Zugangsdaten setzen sich zusammen aus Benutzername und Passwort. Wenn beides stimmt, kann sich mein Kollege „einloggen“ - auch englisch, wie Ihr merkt. Wichtig ist uns in Deutschland der Datenschutz und unsere Privatsph?re in sozialen Netzwerken. Viele von uns wollen, dass unsere Daten im Internet verschl?sselt sind und sie so nicht von Fremden gelesen werden k?nnen. Es war ein gro?er Skandal als bekannt wurde, dass das Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel von der amerikanischen NSA abgeh?rt wurde.
Nat?rlich m?ssen auch wir uns oft ?rgern – zum Beispiel ?ber Spam. Auch hier haben wir das englische Wort ?bernommen. Es nervt, wenn wir unsere Mails abrufen und die H?lfte davon ist Spam! Wenn wichtige E-Mails kommen, k?nnen wir diese ausdrucken – aber das ist nicht gut f?r die Umwelt, wie wir wissen. Deswegen versuchen wir gerne, ein so genanntes papierloses B?ro zu haben – Dokumente die per Post kommen, werden eingescannt und liegen dann als digitale Kopie vor. Das Original wandert in den Aktenvernichter. Das ist eine Maschine, die das Papier zerschneidet, damit es nicht mehr gelesen werden kann. Fallen Euch noch weitere moderne deutsche Begriffe ein oder habt Ihr Fragen? Dann geht auf Slowgerman.com und schreibt in die Kommentarfunktion. Dort gibt es auch wie immer Premium Content: Lernmaterial zu dieser Folge und die normal schnell gesprochene Episode. Bis zum n?chsten Mal! Eure Annik.



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SG #082: Angela Merkel

Author: Annik Rubens
Tue, Jun 10, 2014


Es wird Zeit, dass wir ?ber Angela Merkel sprechen. Sie ist seit 2005 die deutsche Bundeskanzlerin. Geboren wurde sie 1954 in Hamburg, ihr Vater war Theologe, ihre Mutter Lehrerin. Mit dem Baby zogen die Eltern in die damalige DDR – dort wuchs Angela Merkel also auf. Sie studierte in Leipzig Physik und heiratete 1977, also mit 23 Jahren, einen Physikstudenten. Er hie? Merkel. F?nf Jahre sp?ter waren sie wieder geschieden – aber den Namen tr?gt sie bis heute. 1984, also mit 30 Jahren, lernte sie Joachim Sauer kennen, den sie 15 Jahre sp?ter heiratete und mit dem sie auch heute noch zusammen ist. Er ist Quantenchemiker.

Aber weiter zum beruflichen Werdegang unserer Kanzlerin: 1986 bekam sie ihren Doktortitel. Politisch engagierte sie sich einige Jahre sp?ter beim neu gegr?ndeten „Demokratischen Aufbruch“. Nach der Wende fusionierte diese Partei mit der westdeutschen CDU. Nach der Wiedervereinigung 1990 wurde sie Ministerialr?tin im Bundespresse- und Informationsamt. Ihre politische Karriere begann. Im Dezember wurde sie Abgeordnete des Deutschen Bundestages. Dann ging es schnell weiter: Sie wurde Bundesministerin f?r Frauen und Jugend. Bundeskanzler Helmut Kohl hatte sie nominiert. Er protegierte sie, und noch heute wird Angela Merkel gerne als „Kohls M?dchen“ bezeichnet. 1994 wurde Merkel Bundesumweltministerin, 1998 CDU-Generalsekret?rin, zwei Jahre sp?ter CDU-Vorsitzende. 2005 wurde sie dann zur Kanzlerin gew?hlt. Damit war sie die erste Frau in diesem Amt, und die j?ngste in diesem Amt – sie war 51 Jahre alt, als sie Kanzlerin wurde. Au?erdem war sie auch die erste Naturwissenschaftlerin in diesem Amt und die erste Person aus den so genannten neuen Bundesl?ndern, also aus Ost-Deutschland.

Seither ist Angela Merkel also unsere Bundeskanzlerin. Sie tritt meist in einer Art Uniform auf: Schwarze Hose und buntes Sakko, dazu auff?llige Halsketten. Sie ist eine m?chtige Politikerin, die meist die einzige Frau unter vielen M?nnern ist. In Deutschland macht man sich gerne ?ber sie lustig, beispielsweise ?ber die so genannte Merkel-Raute: Angela Merkel legt in ihren Reden immer die Fingerspitzen beider H?nde aneinander, so dass ihre H?nde eine Raute formen. Kritisiert wird ebenso, dass Merkel nicht viel tut, dass sie versucht, m?glichst unauff?llig zu sein und sich dadurch „durchzumogeln“. Diese Strategie hat auch Helmut Kohl schon geholfen. Angela Merkel scheint ihr Handy sehr zu lieben, sie schickt viele SMSen und die Emp?rung war nat?rlich gro? als bekannt wurde, dass ihr Mobiltelefon von der amerikanischen NSA abgeh?rt wurde.

Seit 2006 steht Angela Merkel ?brigens jede Woche vor der Kamera, um einen Videopodcast aufzuzeichnen. Im Moment wird sie sehr gelobt, weil sie im Konflikt zwischen Russland und der Ukraine offene Worte gefunden hat und einer der wenigen Menschen ist, die durchaus auch kritisch mit Vladimir Putin sprechen. ?brigens spricht sie gut Russisch – ein Vorteil ihrer ostdeutschen Schulbildung.



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At the hotel reception. Absolute Beginner #05

Author: Annik Rubens
Tue, Jun 03, 2014


Time for a new absolute beginner episode! This time, we're going to a hotel, ok? Let's say, you arrive at the front desk of a hotel. What do you say? First of all, you say „Guten Tag“, or simply „Hallo!“. The receptionist will ask you something along the lines of „Wie kann ich Ihnen behilflich sein?“ meaning „How can I help you?“ and now it's your turn. Usually you want to check into your room, right? So you say: „Ich habe ein Zimmer reserviert“, meaning: I have a reservation for a room. You can also tell them your name: „Mein Name ist Annik“. The receptionist will look for your name on her list and then say something like: „Ein Doppelzimmer f?r 3 N?chte?“ meaning „A double-rooom for 3 nights?“ and you can either answer: „Ja, genau“, or „Nein, das ist falsch“. What's wrong with the room? You can tell her you want it only for 2 nights. „Ich habe nur zwei N?chte gebucht“. I only booked two nights. Or you are travelling by yourself, in which case you don't need a double. „Ich brauche nur ein Einzelzimmer“. She might give you a form to fill out and ask for your passport. „Bitte f?llen Sie dieses Formular aus und dann br?uchte ich noch Ihren Pass oder Ausweis“. You can ask whether breakfast is included in the rate. „Ist das Fr?hst?ck inklusive?“ and the receptionist will either say „Nein, leider nicht“ or „Ja, nat?rlich!“. After all this is sorted out, the receptionist will give you directions to your room. Something like „Dort dr?ben ist der Aufzug. Ihr Zimmer ist im zweiten Stock auf der linken Seite“. You take the elevator to the second floor and your room is on the left. She will then wish you a nice stay „Ich w?nsche Ihnen einen sch?nen Aufenthalt“. Of course you reply: „Danke!“. Let's say you checked into your room and notice somebody smoked in there. Then you call reception or go down and say: „Mein Zimmer ist ein Raucherzimmer.“ or „In meinem Zimmer riecht es nach Rauch“, meaning it smells of smoke. If you want another room, say „Ich m?chte ein anderes Zimmer, bitte“. You can ask all sorts of things from the receptionist. Like: „Ich brauche frische Handt?cher, bitte“, if you need fresh towels. Or you can ask for directions to the nearest restaurant: „Wo ist hier in der N?he ein gutes Restaurant?“. You can ask them to call a cab for you: „K?nnten Sie mir bitte ein Taxi rufen?“ or ask where the nearest public transportation is: „Gibt es hier in der N?he eine Bushaltestelle oder eine U-Bahn-Station?“. On the day you're leaving, you can ask them to store your luggage for you. „Kann ich mein Gep?ck hier lassen?“ And finally you can say goodbye and tell them you enjoyed your stay: „Vielen Dank, es hat uns hier sehr gut gefallen!“ Well, I now wish you „Gute Reise!“ which means have a good trip.

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SG Dialog #2: Das Wetter

Author: Annik Rubens
Tue, May 27, 2014


Das ist ja mal wieder typisches Aprilwetter!

Wieso, was meinst Du?

Na gestern habe ich gefroren, obwohl ich einen dicken Pulli anhatte. Und heute schwitze ich.

Du hast ja auch eine Winterjacke an! Zieh sie doch einfach aus.

Hast ja recht. Aber mich nervt dieses Wetter trotzdem.

Warum? ?rgere Dich doch nicht ?ber Dinge, die man nicht ?ndern kann.

Ich k?nnte es ?ndern. Ich k?nnte nach Kalifornien ziehen.

Aber das w?re doch langweilig. Immer nur sch?nes Wetter ist langweilig.

Stimmt. Ich glaube ich w?rde den Winter vermissen.

Schnee ist schon was Sch?nes, oder?

Absolut! Aber diesen Winter hat es hier nur zwei Mal geschneit. So etwas habe ich noch nie erlebt.

Oh, schau mal, jetzt regnet es wieder.

Ich sag doch: Aprilwetter! Ist aber irgendwie ganz gem?tlich. Zum Gl?ck sind wir hier drin und m?ssen nicht raus.

Vielleicht sehen wir ja noch einen Regenbogen, das w?r doch super!

Ich hab schon lange keinen Regenbogen mehr gesehen.

Unsere Chancen stehen nicht schlecht. Da hinten rei?t die Wolkendecke auf.

Ja, die Sonne scheint wieder! Aber kein Regenbogen in Sicht.

Ich glaube diese Regenl?cke sollten wir nutzen und schnell r?bersausen in das Caf? an der Ecke. Was meinst Du?

Alles klar. Und dann kaufe ich mir noch schnell bei der Drogerie einen Regenschirm, ich glaube das ist eine gute Investition...

Wenn das so weitergeht in den n?chsten Tagen auf jeden Fall. Hast Du den Wetterbericht geh?rt?

Ich hab ihn sogar gesehen! Kam im Fernsehen. Angeblich steigen die Temperaturen die n?chsten Tage ?ber und es wird wieder sch?ner.

Na das klingt doch gut. Dann spar Dir die paar Euro f?r den Regenschirm lieber und wir essen von dem Geld ein Eis, wenn es w?rmer wird.

Abgemacht! Jetzt aber los.



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SG #081: Der Dialekt


Tue, May 20, 2014


Wer die deutsche Sprache lernt, der lernt das so genannte Hochdeutsch. Dieses Hochdeutsch wird in ganz Deutschland verstanden. Es wird auch Standarddeutsch genannt. Ich mag den Begriff Hochdeutsch nicht, da man dann vermutet, Hochdeutsch sei h?her, also besser, als andere Sprachvarianten. Dabei handelt es sich bei dem Begriff Hochdeutsch eigentlich eher um eine geografische Einordnung: Hochdeutsch spricht man in Mitteldeutschland, im Gegensatz zu Niederdeutsch im Norden.

Ihr merkt schon – hier geht es vor allem um die Aussprache. Das angeblich reinste Hochdeutsch spricht man in Hannover. Das bedeutet, dass man in Hannover fast so spricht, wie man auch schreibt. Genau so ist Hochdeutsch auch entstanden. Fr?her sprach jeder so, wie er wollte. Und als dann mehr Menschen anfingen zu schreiben, musste man sich fr?her oder sp?ter auf eine gemeinsame Schriftsprache einigen – sonst h?tte niemand mehr etwas verstanden. Ein heute noch wichtiges Buch ist daher der Duden – benannt nach Konrad Duden. Er gab 1880 das „Orthographische W?rterbuch der deutschen Sprache“ heraus. Dieses Buch wurde sozusagen zur Rechtschreib-Bibel der ?mter. Alle ?ffentlichen ?mter sollten sich daran halten. Und so verbreitete sich das Hochdeutsch.

Wir wollen uns heute aber mal um die Dialekte k?mmern. In jeder Region Deutschlands wird ein anderer Dialekt gesprochen. Hier in M?nchen, das liegt in Bayern, wird Bayerisch gesprochen. Das h?rt sich so an:

XX

Bayerisch ist ein Dialekt, der sehr schwer verst?ndlich ist f?r jemanden, der gerade Deutsch lernt. Ihr k?nnt mal versuchen, Musik von bayerischen Bands und Musikern anzuh?ren, beispielsweise von den Sportfreunden Stiller, von Django 3000 oder von Konstantin Wecker. Sie habe ich alle schon auf slowgerman.com vorgestellt – mit Links zu ihrer Musik. Versteht Ihr, was da gesungen wird?

Wenn nicht, seid bitte nicht frustriert. Auch Menschen aus Norddeutschland verstehen es nicht. Denn die Dialekte sind in Deutschland manchmal wirklich weit vom so genannten Hochdeutschen entfernt. Das hei?t: Nicht nur die Aussprache ist anders, sondern auch die W?rter. Und wenn man die nicht kennt, versteht man nichts. Auch der Satzbau ist oft ganz anders. Eigentlich ist ein Dialekt fast schon eine andere Sprache, findet Ihr nicht? In Bayern sagt man beispielsweise „dahoam“ und nicht „daheim“. Und der Dreck oder Schlamm ist der „Baz“.

Manche sagen zu Dialekt ?brigens auch Mundart, das ist das deutsche Wort f?r Dialekt. Das Bayerische hatten wir schon – es gibt aber noch viele andere Dialekte. S?chsisch wird zum Beispiel in Sachsen gesprochen, Hessisch in Hessen, und Schw?bisch in Baden-W?rttemberg. Besser gesagt: In Teilen von Baden-W?rttemberg. Denn in manchen Bundesl?ndern gibt es gleich mehrere Dialekte. In Baden-W?rttemberg gibt es Schw?bisch und Badisch. Wir h?ren uns mal an, wie Schw?bisch klingt:

XX

Manche Dialekte klingen sehr tief, sehr kehlig. Sie verschlucken oft Buchstaben oder ganze Silben, lassen diese also weg. Andere Dialekte betonen manche Buchstaben extrem. Oder – wie im Fr?nkischen – sprechen alles sehr weich aus. Da wird aus dem T ein D und aus dem P ein B. Im S?den wird zudem das R gerollt, im Norden eher nicht.

In Deutschland sind manche Dialekte als sympathisch eingestuft, andere als unsympathisch. Bayerisch wird oft gerne als b?uerlich gesehen, also als nicht intellektuell, nicht klug. Das ist nat?rlich gemein, denn in Bayern gibt es sicherlich nicht weniger kluge Menschen als in anderen Teilen Deutschlands. Ich selber mag den s?chsischen Dialekt ?berhaupt nicht, den schw?bischen daf?r sehr gerne. Das h?ngt oft auch einfach von den Leuten ab, die man kennt – oder von den Regionen selber. Wer gerne in Stuttgart Urlaub macht, der mag sicher auch den dort gesprochenen Dialekt.

Einen letzten Dialekt habe ich noch f?r Euch: Westpf?lzisch. Denn, wie Ihr hier schon merkt – es gibt nicht nur Dialekte, sondern jeder Dialekt hat dann auch nochmal kleine Unterschiede. Manchmal spricht man in einer Ortschaft einen Dialekt, in der f?nf Kilometer entfernten Nachbar-Gemeinde schon einen leicht abge?nderten Dialekt. Seltsam, oder? Aber so sind die Menschen nunmal. Mal h?ren, wie Westpf?lzisch klingt:

XX

Wenn Ihr jetzt noch wissen wollt, was meine drei Sprecher hier jeweils gesagt haben – ich sage es nochmal auf Hochdeutsch. Erstmal „hallo“, oder „guten Tag“. Also eine Begr??ung. Und dann „Ich habe keine Ahnung“. Das bedeutet: Ich wei? es nicht. Ich selber spreche leider keinen Dialekt, ich habe es nicht gelernt. Aber ein Norddeutscher wird durchaus an meiner Sprachmelodie h?ren, dass ich aus S?ddeutschland stamme. Euch w?nsche ich jetzt weiterhin viel Spa? beim Deutschlernen – beim Hochdeutsch lernen. Schaut mal bei slowgerman.com vorbei – dort gibt es noch viel mehr zu entdecken f?r Euch. Tsch?ss, Eure Annik.



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SG #080: Der 1. Mai und der Maibaum

Author: Annik Rubens
Thu, May 01, 2014


Mehr wie immer unter www.slowgerman.com

Heute ist der 1. Mai. In Deutschland ist der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag – die Gesch?fte bleiben geschlossen, die meisten Menschen m?ssen nicht zur Arbeit. Warum dieser Tag ein Feiertag ist? Es ist der Tag der Arbeit, wie in vielen anderen L?ndern auch.

Die Geschichte dieses Tages ist alt: Am 1. Mai 1856 gab es in Australien Massendemonstrationen. Die Menschen forderten den Achtstundentag. Also dass sie pro Tag nur noch acht Stunden arbeiten wollten. Zw?lf Stunden Arbeit pro Tag waren damals normal. 1886 gab es wegen des gleichen Themas einen Streik in den USA, auf dem Haymarket in Chicago. Demonstranten und Polizei k?mpften gegeneinander, die Gewalt eskalierte. Eine Bombe t?tete sieben Polizisten – anschlie?end wurden bei K?mpfen 200 Arbeiter verletzt und einige get?tet. Drei Jahre sp?ter wurde der 1. Mai als „Kampftag der Arbeiterbewegung“ ausgerufen, um der Opfer zu gedenken.

Wie sieht nun der 1. Mai in Deutschland aus? In Berlin, genauer gesagt im Stadtteil Kreuzberg, gibt es Stra?enfeste und Demonstrationen. Oft kommt es dort zu Ausschreitungen und zu Gewalt.

Die Nacht zum ersten Mai, also die Nacht vom 30. April auf den 1. Mai, wird Walpurgisnacht genannt. Walburga war eine Heilige aus England. Bei der Walpurgisnacht denkt man aber nicht an eine Heilige, sondern an Hexen: Angeblich feiern die Hexen in dieser Nacht ein Fest auf Bergen und H?geln, vor allem auf dem Blocksberg, der eigentlich Brocken hei?t und im Harz-Gebirge liegt. In der Mainacht werden gro?e Maifeuer entfacht, um die b?sen Geister zu vertreiben. Dazu gibt es dann ein gro?es Fest, den „Tanz in den Mai“. Die Mainacht ist f?r junge M?nner auch die Zeit, in der sie losziehen um Streiche zu spielen: Sie wickeln Klopapier um Autospiegel oder bewerfen H?user und Autos mit Eiern und spr?hen sie mit Rasierschaum ein.

Hier in Bayern werden am 1. Mai die Maib?ume aufgestellt. Fast jede Gemeinde und auch manche Stadtteile haben einen Maibaum. Das ist der Stamm eines hohen Baumes, dem die ?ste entfernt werden. Dann wird er in Handarbeit ?ber mehrere Wochen geschliffen und mit wei?-blauen Streifen bemalt. Am 1. Mai gibt es dann ein gro?es Fest, und der neue Baum wird in der Ortsmitte aufgestellt. Heutzutage geschieht dies meist durch einen Kran. Aber manche Gemeinden sind stolz darauf, den riesigen Baum auch heute noch per Hand aufzustellen – mit langen, zusammengebundenen Holzstangen. Das dauert ganz sch?n lange! Die Besucher sitzen solange zusammen, essen und trinken und tanzen zur Blasmusik. Der Maibaum gilt wahrscheinlich als Fruchtbarkeitssymbol – ganz genau wei? man das nicht. Aber immerhin haben schon die Wikinger am 1. Mai B?ume aufgestellt.

In manchen Regionen stellen junge M?nner den Frauen, die sie lieben, einen kleinen geschm?ckten Maibaum heimlich in den Garten.

Es gibt ?brigens noch einen Brauch, den ich in diesem Zusammenhang sehr lustig finde: Der Versuch, einen Maibaum zu stehlen. Alles beginnt damit, dass ein gro?er Baum in einem Schuppen oder einer Scheune aufgestellt wird. Dann wird er dort bearbeitet und zum pr?chtig geschm?ckten Maibaum. In dieser Zeit versuchen Gruppen aus den umliegenden Gemeinden, den Baum zu stehlen. Wenn sie es schaffen, m?ssen die Maibaumbesitzer meist Bier und Essen bezahlen, um ihren Baum wiederzubekommen. Und dann wird gemeinsam gefeiert – mit den Dieben. Damit der Baum also nicht geklaut werden kann, bewachen ihn die Menschen bei der so genannten Maibaumwache. Sie sitzen also die ganze Nacht bei ihrem Maibaum, damit er nicht gestohlen wird. Und dennoch schaffen es schlaue Gruppen immer wieder, den riesigen Baum zu klauen!

Ich w?nsche euch jetzt einen sch?nen 1. Mai – und gehe erstmal zu einer sch?nen Maifeier. Bis zum n?chsten Mal! Eure Annik



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SG #079: Fu?ball

Author: Annik Rubens
Tue, Apr 01, 2014


Slow German existiert seit 2007. Seit sieben Jahren also dr?cke ich mich vor diesem Thema. Aber jetzt muss ich es machen: Ich muss Euch ?ber Fu?ball in Deutschland erz?hlen. Denn Fu?ball ist der wichtigste Sport der Deutschen – und deswegen darf ich ihn hier nicht l?nger ignorieren. Auch wenn mich pers?nlich dieses Hobby ?berhaupt nicht interessiert. Aber egal. Bitte sch?n:

Worum geht es beim Fu?ball? Zun?chst einmal spielen zwei Mannschaften gegeneinander. Jede Mannschaft hat 11 Spieler. Zehn davon sind sogenannte Feldspieler, einer ist der Torwart. Der Ball darf nur mit dem Fu? oder dem Kopf ber?hrt werden, nicht mit den H?nden. Dann wird gespielt – 45 Minuten lang. Nach einer kurzen Pause geht es weiter – nochmal 45 Minuten lang. Das nennt man Halbzeit. Die erste Halbzeit und die zweite Halbzeit. Gespielt wird meistens auf gr?nem Rasen, auf einem rechteckigen Spielfeld mit zwei Toren an den k?rzeren Seiten des Spielfelds. Tja, und das Ziel dieses Spiels? Einen Ball in das gegnerische Tor zu treten oder zu k?pfen. Klingt doch eigentlich ganz simpel, oder? Ist es aber nicht, weil nat?rlich der Torwart und alle anderen Spieler der gegnerischen Mannschaft versuchen, das zu verhindern. Gewonnen hat die Mannschaft, die am meisten Tore geschossen hat. Wenn beide gleich viele Tore schie?en, hei?t das Unentschieden. Der Torwart darf den Ball ?brigens mit den H?nden ber?hren.

Jetzt erstmal zur Geschichte. Fu?ball ist kein deutsches Spiel. Erfunden wurde es in Gro?britannien. Und zwar vor ungef?hr 150 Jahren. Damals haben Studenten der Universit?t Cambridge sich Regeln ausgedacht f?r den Fu?ball, den es nat?rlich schon viel l?nger gab. Dann hat sich das Spiel verbreitet – und kam auch nach Deutschland, und zwar 1874. Ein Lehrer brachte das Spiel an eine Schule. Im gleichen Jahr wurde von Engl?ndern der „Dresden English Football Club“ gegr?ndet. Im Jahr 1900 wurde es dann typisch Deutsch: Der Deutsche Fu?ball-Bund DFB wurde gegr?ndet. 1908 wurde Fu?ball olympische Disziplin. 1930 gab es die erste Fu?ball-Weltmeisterschaft. Seit 50 Jahren gibt es in Deutschland die Fu?ball-Bundesliga. In jeder Saison muss jeder Verein gegen jeden anderen Verein der Liga antreten – und daraus ergibt sich, wer am Besten spielt. Die schlechtesten zwei Mannschaften steigen in die Zweite Bundesliga ab. Beste Mannschaft ist derzeit der FC Bayern M?nchen. Vorher war es Borussia Dortmund.

Rund um den Fu?ball gibt es viele Begriffe, die man nicht sofort versteht. Da ist der Strafraum – das ist der Bereich vor dem Tor. Er ist mit Linien eingezeichnet. Hier gelten andere Regeln als im Rest des Fu?ballfeldes. Dann gibt es die gelbe und rote Karte – der Schiedsrichter, der also aufpasst, dass sich alle an die Regeln halten, kann diese als Strafe vergeben. Als Ermahnung f?r Fehlverhalten gibt es die gelbe Karte, und die rote Karte bedeutet, dass der Spieler das Spielfeld verlassen muss. Das nennt man Platzverweis. Und dann gibt es noch das „Abseits“ - aber das erkl?re ich hier nicht. Wenn in Deutschland die M?nner den Frauen zeigen wollen, dass diese Fu?ball nicht verstehen, fragen sie immer nach der Abseitsregel. Das ist mir hier zu gef?hrlich. Und ehrlich gesagt auch zu egal...

Nicht egal ist Fu?ball aber den zahlreichen Fans. Schon viele kleine Kinder, meistens Jungs, sind begeisterte Fu?ballfans. Sie kaufen sich die Trikots ihrer Stars, gehen nat?rlich selber in den Fu?ballverein und am Samstag ins Stadion. Das gr??te Stadion in Deutschland ist der Signal Iduna Park in Dortmund, da passen ?ber 80.000 Menschen rein. Viele Fans haben eine Dauerkarte, gehen also die ganze Saison lang zu jedem Spiel. Sie h?ngen sich Schals um den Hals und kleiden sich in den Farben ihrer Mannschaft. Es gibt bestimmte Fan-Ges?nge, und die Stimmung im Stadion ist wie bei einem Fest. Nat?rlich gibt es auch Schattenseiten, Ihr kennt sicher das Ph?nomen der Hooligans – aber das ist ein anderes Thema. Wir wollen heute den Sport und die Freude an diesem Hobby in den Mittelpunkt stellen.

Wobei – als Hobby darf man das alles gar nicht mehr bezeichnen. Denn es geht beim Fu?ball in erster Linie auch um Geld. Allein die Bundesliga hatte in der Saison 2011/2012 Einnahmen von ?ber 2 Milliarden Euro. Da geht es nat?rlich auch um Werbung und um Merchandising. Dazu gibt es nat?rlich auch Ausgaben - der Einkauf von neuen Spielern ist teuer, mittlerweile werden gerne Millionen bezahlt, damit ein Spieler von einem Verein zum anderen wechselt.

Der gro?e Fu?balltag ist in Deutschland ?brigens der Samstag – nachmittags finden die wichtigen Spiele statt, und am Abend kann man sich die Ergebnisse in der Sportschau im Fernsehen anschauen.

So, h?tten wir dieses Thema also auch erledigt. Bis zum n?chsten Mal! Dann wieder eine Premium Content Folge. Ich erz?hle Euch, was uns in Deutschland gerade besch?ftigt. Und ich freue mich, wenn Ihr diese Arbeit unterst?tzt und die Episode f?r einen Euro kauft. Danke sch?n! Eure Annik



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SG Dialog #1: Im Caf?

Author: Annik Rubens
Tue, Mar 25, 2014


Hallo!

Hallo!

Na, wie geht’s?

Ach, ganz gut. Ich hab Halsweh. Hoffentlich werde ich nicht krank.

Oh, das tut mir leid. Na dann gute Besserung. Setz Dich doch erstmal.

Danke. Bist Du schon lange hier?

Nein, eben erst gekommen. Hab zum Gl?ck gleich einen Parkplatz gefunden.

Gl?ck gehabt. Hast Du schon bestellt?

Nein, die Kellnerin ist noch nicht aufgetaucht.

Ok. Und, was gibt’s Neues?

Nicht viel. Aber ich war im Kino. Vorgestern.

Was hast Du Dir angeschaut?

Den Neuen von den Coen-Br?dern.

Von dem hab ich noch gar nichts geh?rt.

Solltest Du Dir anschauen! Ist wirklich ein sch?ner Film.

Danke f?r den Tipp! Ich muss aber erst noch mein Buch zu Ende lesen, das ist gerade so spannend, dass ich gar keine Lust habe, etwas anderes zu machen.

Wirklich? Das klingt gut! Kenn ich den Autor?

Glaube ich nicht. Das ist ein ganz unbekannter japanischer Schriftsteller.

Und wie bist Du auf das Buch gekommen?

Das hat mir eine Kollegin empfohlen.

Praktisch, wenn man solche Kolleginnen hat. Wie ist es bei Dir gerade in der Arbeit?

Eigentlich ziemlich ruhig. Nicht viel los. Der Chef ist im Urlaub, und wir k?nnen mehr oder weniger machen, was wir wollen.

Soso...

Naja, ganz so ist es nat?rlich nicht. Ich mache schon die wichtigsten Sachen. Aber ich lasse mich halt nicht stressen.

Hast Recht. Sollen wir mal was bestellen? Da hinten ist die Kellnerin.

Ja, klar. Wink ihr mal.

Entschuldigung? Guten Tag! Wir h?tten gerne zwei K?nnchen Milchkaffee, bitte. Und ich h?tte gerne ein St?ck Himbeerkuchen dazu,

Oh ja, ich auch. Danke sch?n!

Warst Du eigentlich schonmal in diesem neuen Caf? da vorne an der Ecke?

Nein, ist da ein neues Caf?? Ist mir gar nicht aufgefallen.

Doch, das hat erst vor ein paar Wochen aufgemacht.

Und, lohnt es sich?

Ich finde schon, die haben selbstgebackene Kuchen und die Bedienung war wirklich sehr freundlich, als ich dort war.

Klingt gut. Wir k?nnen uns ja n?chstes Mal dort treffen.

Warum nicht?



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SG #078: Fasching oder Karneval

Author: Annik Rubens
Mon, Feb 24, 2014


Ludo aus Belgien hat mich daran erinnert, dass ich noch keine Folge zum Thema Karneval gemacht habe. Also wird es h?chste Zeit!

Erstmal zum Begriff Karneval: Hier in Bayern sagen wir Fasching dazu, in Baden-W?rttemberg Fastnacht. Und dieser Begriff sagt am Besten, worum es geht: Um die Zeit vor der Fastenzeit. Diese beginnt am Aschermittwoch, und die Fastenzeit ist vor allem in katholisch gepr?gten Gegenden nach wie vor wichtig.

W?hrend also in der Fastenzeit um Entbehrungen geht, w?hrend wir in dieser Zeit weniger oder gar nichts essen sollten oder auf bestimmte Gen?sse verzichten sollten, geht es in der Zeit davor um ausgelassenes Feiern.

Die Menschen verkleiden sich. In St?dten wie K?ln gibt es riesige Karnevalsumz?ge – dann ziehen die verkleideten Menschen mit Musikkapellen und riesigen Wagen durch die Stadt. Sie werfen Kamelle – also Bonbons – in die Menge und rufen „Alaaf!“. Andernorts ruft man „Helau!“. Die Karnevalshochburg K?ln ist in dieser n?rrischen Zeit im Ausnahmezustand. Es wird gefeiert und getrunken, das normale Leben steht still.

Letztes Jahr war ich in Konstanz am Bodensee – dort wird die alemannische Fasnacht gefeiert. Es hat mir sehr gut gefallen. Es war traditioneller als in K?ln. Die Menschen haben alte und sehr wertvolle Kost?me und Masken getragen, die so genannte Guggemusik war ?berall zu h?ren – das m?sst Ihr Euch bei YouTube mal anschauen! Es war einfach wunderbar.

Auch im Fernsehen wird man vom Fasching nicht verschont – die so genannten Prunksitzungen werden manchmal sogar live ?bertragen. Dort stehen erwachsene Menschen verkleidet am Mikrofon und erz?hlen Witze. Ich finde das ehrlich gesagt ?berhaupt nicht lustig. Es gibt ?brigens viele Vereine, die sich mit dem Fasching oder Karneval besch?ftigen. Und diese Vereine w?hlen dann auch gerne ein Prinzenpaar – also einen Faschingsprinzen und eine Faschingsprinzessin – die dann f?r kurze Zeit die Stadt „regieren“.

Was passiert an den einzelnen Tagen? Los geht’s am Donnerstag. Das ist ein Tag, der Gr?ndonnerstag genannt wird, oder auch „schmutziger Donnerstag“ oder „unsinniger Donnerstag“ oder auch Weiberfastnacht. In Konstanz, wo ich aufgewachsen bin, zogen die Frauen durch die B?ros, schnitten den M?nnern die Krawatten ab und holten sie aus der Arbeit. Nach dem Wochenende kommen dann noch Rosenmontag und Faschingsdienstag – bis der Aschermittwoch alles beendet.

Hier in M?nchen gibt es beispielsweise auf dem Viktualienmarkt, einem sehr gro?en Obst- und Gem?semarkt mitten in der Altstadt, den „Tanz der Marktweiber“. Sonst bleibt M?nchen in der Faschingszeit eher ruhig. Und das finde ich auch gut so. Dass Fasching ist, merke ich vor allem beim B?cker: In der Zeit vor dem Aschermittwoch gibt es ?berall Krapfen zu kaufen – also in Fett ausgebackene runde Kugeln, die mit Marmelade oder Creme gef?llt sind. In anderen Teilen Deutschlands hei?en sie Berliner.

In diesem Sinne: Alaaf und Helau!



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SG #077: Deutsche Serien und Filme

Author: Annik Rubens
Tue, Feb 11, 2014


Cemal aus der T?rkei hat mich gefragt, wie es in Deutschland mit Filmen und Serien aussieht. Das ist ein schwieriges Thema, weil es da nat?rlich sehr viel zu erz?hlen gibt!

Fangen wir mit den Filmen an. Es gibt eine sehr lebendige deutsche Filmszene. Ich werde Euch in n?chster Zeit auch immer wieder deutsche Filme hier vorstellen. „Good Bye Lenin“ und „Das Leben der Anderen“ habe ich Euch ja schon vorgestellt.

Ich habe mal nachgesehen, welche deutschen Filme in den deutschen Kinos in den vergangenen 50 Jahren am meisten Besucher angelockt haben. Interessant fand ich, dass es sich fast ausschlie?lich um Kom?dien handelt. Der erfolgreichste deutsche Film aller Zeiten ist „Der Schuh des Manitu“. Das ist eine Parodie auf alte Westernfilme, vor allem auf die alten Karl May-Filme. Es geht also um Cowboys und Indianer. Wer diesen Film gemacht hat? Eine Truppe um den deutschen Comedian Michael „Bully“ Herbig. Das ist ein M?nchner Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Comedian. Gemeinsam mit seinen Kumpels Christian Tramitz und Rick Kavanian hat er viele Filme und Fernsehsendungen gemacht – alle lustig. Auch der zweit-erfolgreichste Film aller Zeiten ist von diesem Trio: „(T)Raumschiff Surprise“. Wieder eine Parodie – diesmal wird „Raumschiff Enterprise“ auf die Schippe genommen.

http://youtu.be/W6pn_y6a98E

Noch einer hat es gleich zwei Mal in die Top Ten geschafft: Otto. Otto ist ein Komiker der ?lteren Generation – ihn kennt in Deutschland jedes Kind. Und das seit Generationen. Ganz neu in den Top Ten ist ein Film, der jetzt gerade noch in den Kinos l?uft. Er hei?t „Fack Ju G?hte“. Wieder eine Kom?die. Darin geht es um Lehrer und Sch?ler. Der Star des Films ist ein Schauspieler namens Elyas M'Barek – er hat derzeit eine Menge Fans. Eine weitere wichtige Figur – ob man ihn mag oder nicht – ist Til Schweiger. Er wurde als Schauspieler mit dem Film „Der bewegte Mann“ ber?hmt. Mittlerweile macht er selber Filme, die viele Deutsche ins Kino locken. Beispielsweise „Keinohrhasen“. Nat?rlich auch wieder eine Kom?die.

http://youtu.be/X0PCh31Rlcg

Til Schweiger ist neuerdings auch Kommissar in der Reihe „Tatort“. Der Tatort ist eine Krimi-Sendung, die fast jeden Sonntagabend im Fernsehen l?uft. Und das seit 1970. Der Tatort ist Kult – er hat viele Fans. Diese treffen sich oft auch in Kneipen, um gemeinsam den Tatort zu sehen. Oder sie quatschen bei Twitter unter dem Hashtag #tatort. Jeden Sonntag ist ein anderes Team im Einsatz – aus einer anderen deutschen Stadt. Sehr beliebt ist der Tatort aus M?nster – er ist eher lustig als spannend. Viele Kommissarenteams sind schon seit vielen Jahren im Einsatz. Das Team aus M?nchen beispielsweise hat schon ?ber 60 F?lle gel?st.

http://youtu.be/Wlba_7C4xrs

Krimis sehen die Deutschen ohnehin sehr gerne. Aber es gibt auch andere Serien, die seit vielen Jahren sehr beliebt sind. Die „Lindenstra?e“ zum Beispiel. Das ist die erste deutsche Seifenoper – es gibt sie seit 1985. Jeden Sonntagabend kommt eine neue Folge – es geht um die Bewohner der Lindenstra?e, wie der Titel schon sagt. Die Fernsehserie ist bekannt daf?r, aktuelle Geschehnisse aus Deutschland in die Handlung einzubauen – oft ist sie sogar gesellschaftskritisch.

http://youtu.be/dO_vSVeV4NU

Die Hauptsendezeit ist in Deutschland um 20.15 Uhr. Dann kommen die gro?en Filme und so weiter. Um 20 Uhr kommt die Tagesschau, die Nachrichtensendung. Und vorher kommen die Vorabendserien. Da geht es um Land?rzte, F?rster oder Polizisten. Es gibt eine Serie, die ich Euch empfehlen kann, weil sie sehr schr?g ist: „Der Tatortreiniger“. Es geht um Schrotty, einen Mann, der engagiert wird, wenn ein Mord passiert ist. Oder etwas ?hnliches. Er wird dann gerufen, um zu putzen – und f?hrt dabei gerne kuriose Gespr?che mit den Nachbarn oder anderen Menschen in er Umgebung.

http://youtu.be/coghUoGnnI4

Ich pers?nlich sehe lieber amerikanische Serien als deutsche Serien. Aber wenn ich deutsche Serien sehe, dann die von Franz Xaver Bogner. Das ist ein bayerischer Fernsehmacher, der in den vergangenen 40 Jahren zahllose Serien produziert hat. Er beobachtet dabei die Menschen sehr genau und hat einen guten Sinn f?r Humor. Aber ich f?rchte, f?r Deutschlernende sind die bayerischen Episoden schwer zu verstehen.

Um zu Cemal vom Anfang zur?ckzukommen: Es gibt auch eine deutsche Serie, die sehr beliebt war, die zu ihm passen k?nnte: „T?rkisch f?r Anf?nger“. Darin geht es um die Ann?herung von Deutschen und T?rken. Klingt gut, oder?



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SG #076: Deutsche Marken

Author: Annik Rubens
Tue, Jan 28, 2014


Irena aus Prag hat mich gebeten, ?ber deutsche Marken zu sprechen. Und was f?llt mir als Erstes ein? Schokolade nat?rlich. Milka und Ritter Sport. Milka ist die Schokolade mit der lila Kuh als Symbol. Und Ritter Sport sind kleine quadratische Schokoladentafeln. Gut, die Marke Milka an sich ist nicht deutsch – aber die Schokolade wird in Deutschland hergestellt. Und sie ist lecker.

Was gibt es noch f?r Marken? ?ber deutsche Automarken habe ich schon in Folge 74 gesprochen. Kommen wir zur Mode. Hugo Boss ist eine deutsche Marke, Joop ebenso und auch Karl Lagerfeld ist Deutscher. Man k?nnte also durchaus sagen, die Deutschen haben Geschmack, was Mode angeht, oder?

Auch wenn ich mich in meiner K?che umsehe, sehe ich deutsche Marken – oder zumindest Marken, die fr?her mal deutsch waren. Da ist die Sp?lmaschine von Siemens, die Waschmaschine von AEG, der K?hlschrank von Bosch.

Interessant finde ich vor allem, wenn Markennamen sich verselbst?ndigen. Das bekannteste Beispiel ist die Marke Tempo. Tempo wurde 1929 in N?rnberg als Marke angemeldet – f?r ein Papier-Taschentuch. Heute sagt man gerne: „Hast Du ein Tempo f?r mich?“ - auch wenn es nat?rlich viele andere Marken gibt. Tempo ist also ein Wort geworden, das generell f?r Papiertaschent?cher verwendet wird. Und das Wort Tesa steht f?r durchsichtigen Klebefilm. ?hnlich ist es mit dem Labello – das ist ein Fettstift f?r die Lippen. Und auch dieses Wort wird mittlerweile synonym f?r farblose Lippenstifte verwendet. Ach, und die Nivea-Creme kennt Ihr sicherlich auch, oder?

Lustig finde ich auch immer zu sehen, wie die Markennamen entstanden sind. Milka steht beispielsweise f?r Milch und Kakao. Mil-Ka. Oder Gummib?rchen der Marke Haribo – Haribo steht f?r Hans Riegel, Bonn. Also die Firma, die die Gummib?rchen herstellt. Genauso ist es bei den bekannten Sportartikeln von Adidas. Dahinter verbirgt sich der Name des Firmenchefs, Adolf Dassler. Kennt Ihr ?brigens die Geschichte von Adi Dassler? Er hatte einen Bruder namens Rudolf. Und diese beiden Br?der haben sich so zerstritten, dass sie eigene Firmen gr?ndeten, anstatt weiter zusammen zu arbeiten. Adolf war fortan der Chef von Adidas, Rudolf der von Puma. Und beide Schuhmarken kennt man auch heute noch.

Oft stehen einzelne Menschen hinter gro?en Marken. In Deutschland f?ttert man Kleinkinder zum Beispiel gerne mit Brei aus kleinen Gl?schen. Sehr bekannt sind die Gl?schen der Marke Hipp. Dahinter steckt das Familienunternehmen von Claus Hipp, der auch in der Fernsehwerbung noch auftaucht.

Eine Marke muss ich Euch noch mit auf den Weg geben: Steiff. Kennt Ihr die ber?hmten Steiff-Stofftiere? Sie sind zu erkennen an einem goldenen Knopf im Ohr, an dem ein gelber Zettel h?ngt. Steiff-Stofftiere sind sehr teuer, und fr?her mochte ich sie nicht, weil sie nicht besonders kuschelig waren. Aber noch heute ist diese Marke sehr bekannt und es gibt Menschen, die Steiff-Tiere sammeln.

Die Logos von vielen deutschen Marken habe ich ?brigens auf einer Internetseite gefunden – ich verlinke sie hier: http://www.marken-des-jahrhunderts.de/marken. Welche deutschen Marken kennt Ihr noch? Begegnen sie Euch im Ausland?

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SG #075: Der Nikolaus

Author: Annik Rubens
Tue, Dec 03, 2013


Alex aus Kanada hat mich gebeten, ?ber den Nikolaus zu sprechen. Ich kann gar nicht glauben, dass ich das noch nicht getan habe! Nat?rlich mache ich es gerne. Also:

In Deutschland kennt jedes Kind den Nikolaus. Allerdings gibt es zwei verschiedene Nikol?use: Einen traditionellen und einen kommerziellen. Der kommerzielle Nikolaus sieht aus wie der amerikanische Santa Claus. Er hat einen roten Mantel mit wei?em Rand, eine M?tze auf dem Kopf und einen wei?en Bart. Der traditionelle Nikolaus sieht aus wie ein katholischer Bischof – denn beim Nikolaus geht es um eine alte Geschichte. Ich erz?hle sie Euch kurz.

Nikolaus war der Bischof von Myra. Und zwar vor 1700 Jahren. Myra liegt in der heutigen T?rkei. Damals hatten die Menschen dort Hunger. Es gab nicht genug zu Essen. Aber im Hafen lag ein Schiff mit Getreide f?r einen Kaiser. Der Bischof bat die Seeleute, einen Teil des Getreides an die hungernden Menschen zu geben. Er versprach ihnen, dass ihnen dadurch nichts schlechtes passieren w?rde. Die Seeleute gaben den Menschen also einen Teil des Korns. Und – welch ein Wunder – als das Schiff beim Kaiser ankam, fehlte nichts. Es gibt viele Legenden wie diese – sch?n, oder?

Bei uns jedenfalls ist der Namenstag des Nikolaus ein Feiertag f?r die Kinder. Sie stellen am Vorabend des Tages, also am 5. Dezember, abends ihre Stiefelchen vor die T?re. Am n?chsten Morgen sind im Stiefel N?sse, Orangen und Schokolade oder Lebkuchen. Mittlerweile sind auch manchmal Geschenke drin.

Ein anderer Brauch ist, dass am 5. Dezember der Nikolaus mit seinem Knecht Ruprecht von Haus zu Haus geht und die Kinder besucht. Er wei?, welche Kinder brav waren und welche nicht. Das steht in seinem goldenen Buch. Die braven Kinder bekommen Geschenke, die b?sen Kinder werden vom Knecht Ruprecht geschimpft – fr?her wohl auch mit einer Rute verpr?gelt. Heute l?uft das so ab, dass Eltern beispielsweise einen Studenten engagieren, der dann als Nikolaus verkleidet nach Hause kommt und den Kindern eine kleine Predigt h?lt – damit diese auch immer gut und brav sein sollen.

Hier in Bayern und in einigen anderen Regionen sollte man am Abend des 5. Dezember besser nicht allein vor die T?r gehen – dann ziehen schauerlich verkleidete M?nner durch die Gegend und rasseln mit ihren Ketten. Sie hei?en „Krampus“ und spielen Streiche, die nicht immer harmlos sind.

Die Kinder jedenfalls freuen sich schon auf den Nikolaus – und vielleicht wollt Ihr Euren Kindern auch eine Freude machen und stellt einen Stiefel vor die T?r? Vielleicht kommt der Nikolaus ja auch zu Euch!

Episode gleich anh?ren:

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgnikolaus.mp3]

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SG #074: Deutsche Autos

Author: Annik Rubens
Tue, Apr 23, 2013


Frank hat mich gebeten, u?ber die deutsche Automobilindustrie zu sprechen. Auch wenn ich selber mich nicht sehr fu?r Autos interessiere, erz?hle ich Euch gerne alles, was ich zu diesem Thema weiss.
1885 wurde das Auto erfunden. Der Erfinder war Carl Benz, ein deutscher Ingenieur. Das erste Auto hiess "Benz Patent-Motorwagen Nummer 1". Bis heute spielt die Automobilindustrie in Deutschland eine sehr gro?e Rolle. 2011 wurden 6 Millionen Autos in Deutschland gebaut, weitere 7 Millionen deutsche Autos wurden im Ausland gebaut. Drei Viertel der in Deutschland gebauten Autos werden in das Ausland verkauft, also exportiert. Nur China und die USA bauen mehr Autos als Deutschland. 730.000 Menschen arbeiten in der Automobilindustrie in Deutschland. Somit ist die Automobilindustrie der wichtigste Industriezweig in Deutschland. Interessiert Euch, wie viel Geld damit verdient wurde? 351 Milliarden Euro in 2011. 11 Prozent mehr als 2010.
Kommen wir zu den wichtigsten deutschen Automarken. Fangen wir bei A an wie Audi. Die Firma wurde 1909 gegru?ndet und befindet sich heute in Ingolstadt, also in Bayern. Seit zehn Jahren geh?rt Audi zum Volkswagen-Konzern, das hei?t 99,55 % der Aktien geh?ren der Volkswagen AG.
Ebenfalls in Bayern, genauer gesagt in Mu?nchen, befindet sich die bekannte Automarke BMW. Es gibt sie seit 1916, und BMW steht fu?r Bayerische Motoren Werke. Zu Beginn produzierte die Firma Flugmotoren, sp?ter Motorr?der, dann Autos. Heute geh?ren auch Rolls Royce und Mini zu BMW.
Weiter geht‘s mit Daimler. 1891 wurde die Daimler-Motoren-Gesellschaft gegru?ndet. Ab 1899 tauchte auch der Name Mercedes auf. Sp?ter dann Mercedes-Benz. Die Firma hat ihren Sitz in Stuttgart, also in Baden-Wu?rttemberg. Oft sieht man in deutschen St?dten den kleinen Smart, er geh?rt ebenfalls zu Daimler. Mittlerweile gibt es ihn auch als e-smart zu kaufen, also mit Elektro-Antrieb.
Ebenfalls in Stuttgart sitzt die Porsche AG, die es seit 1931 gibt. Ferdinand Porsche machte sich in diesem Jahr selbst?ndig – und baute fortan Sportwagen. Seit 2012 geh?rt die Porsche AG komplett dem Volkswagen Konzern.
Zwei Marken fehlen noch. Da w?re die Firma Opel aus Ru?sselsheim in Hessen, gegru?ndet schon 1862 – damals wurden aber natu?rlich noch keine Autos gebaut, sondern N?hmaschinen und sp?ter Fahrr?der. Opel wurde von General Motors gekauft und stu?rzte in die Finanzkrise.
Zuletzt noch Volkswagen. W?hrend die anderen Konzerne im Su?den Deutschlands beheimatet sind (und Opel in Hessen, also in der Mitte), sitzt der VW-Konzern in Wolfsburg, also in Niedersachsen, im Norden Deutschlands. Er wurde 1937 gegru?ndet. Zum Konzern geh?ren heute Marken wie Audi, Bentley, Ducati, Lamborghini, MAN, Seat und noch einige andere. Damit ist die VW AG (Ag steht fu?r Aktiengesellschaft) der gr??te Automobilhersteller Europas. Und wie fing alles an? Leider mit Adolf Hitler. Der wollte ein Auto haben, das sich nicht nur die Reichen leisten konnten, sondern viele Deutsche. Ferdinand Porsche, Ingenieur in Stuttgart, sollte einen Prototyp entwickeln. Daraus wurde der Volkswagen, ein Wagen fu?r das Volk.
Audi, Mercedes, BMW – das sind vor allem gro?e Autos. Und sie werden derzeit leider immer gr??er. Den Deutschen gef?llt der amerikanische Trend der SUVs. Auch wenn unsere Innenst?dte klein und eng sind und es wenig Parkpl?tze gibt – die Autos werden immer gr??er. Mich pers?nlich ?rgert das sehr. Mich ?rgert auch, dass nach wie vor kaum auf alternative Energien gesetzt wird. Natu?rlich forschen alle gro?en Konzerne in diesem Bereich – sie versuchen das R?tsel zu l?sen, wie wir auch ohne Benzin existieren k?nnen. Aber erst jetzt kam beispielsweise der e-smart auf den Markt – und er ist noch sehr, sehr teuer. Ich finde es schade, dass die gro?en deutschen Automobilhersteller nicht modern und innovativ sind und fu?hrend in der Herstellung von umweltfreundlichen Autos.
Das beliebteste Auto in Deutschland ist u?brigens der VW Golf. Und das seit u?ber 30 Jahren. Auf Platz zwei ist der VW Passat, auf Platz 3 der kleine VW Polo. Erst danach kommen Mercedes und Opel.
Die Deutschen haben fast 52 Millionen Autos. Die meisten davon sind Volkswagen, danach kommen Opel, Mercedes, Ford, BMW, Audi und dann Renault, Toyota, Peugeot und Skoda.
Jetzt fragt Ihr Euch vielleicht, was fu?r ein Auto ich selber fahre – ich fahre einen Ford. Einen winzig kleinen Ford namens Ford-Ka. Damit bekomme ich auch in der Stadt meistens einen Parkplatz, und ich muss nicht viel Geld fu?r Benzin ausgeben. Und zum Glu?ck kann man in den deutschen St?dten auch gut ohne Auto leben – man f?hrt mit dem Fahrrad oder mit Bus, U- und S-Bahn oder der Stra?enbahn.
So, ich hoffe nun wisst Ihr mehr u?ber das Thema Autos in Deutschland.



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SG #073: Die Berliner Mauer

Author: Annik Rubens
Thu, Apr 04, 2013


Jos? Antonio hat mich gebeten, ?ber den Mauerfall zu sprechen. Dazu m?ssen wir erst einmal wissen, um welche Mauer es geht, oder?

1945 war der Zweite Weltkrieg vorbei. Deutschland hatte den Krieg verloren. Also wurde Deutschland in vier Teile aufgeteilt, die so genannten Besatzungszonen. Ein Viertel wurde von den USA verwaltet, ein Viertel von der UdSSR, ein Viertel von Frankreich und eines von Gro?britannien. Auch Berlin, damals die Hauptstadt, wurde in Sektoren geteilt. 1949 wurde die Bundesrepublik Deutschland gegr?ndet – sie umfasste den amerikanischen, franz?sischen und britischen Sektor Deutschlands. Auf dem sowjetischen Sektor wurde die DDR gegr?ndet. Der neuen BRD ging es durch den Marshall-Plan der Amerikaner wirtschaftlich gut – im Gegensatz zur DDR. Au?erdem gab es in der sozialistischen DDR strenge Regeln, beispielsweise was die Reisefreiheit anging. Immer mehr Menschen fl?chteten aus der neuen DDR in die Bundesrepublik Deutschland. Bis 1961 sollen es 3,1 Millionen Menschen gewesen sein. Also wurden Z?une errichtet, um sie zu stoppen. Das war aber nicht genug.
Im August 1961 begann der Mauerbau. Man baute eine Mauer, damit niemand mehr die Grenze ?berwinden konnte. Die Grenze verlief um den franz?sischen, britischen und amerikanischen Sektor von Berlin – das wurde zu „West-Berlin“. Der sowjetische Sektor wurde „Ost-Berlin“. Die Mauer verlief mitten durch die Stadt, auf ungef?hr 45 Kilometern L?nge. Teilweise war sie so nah an den H?usern, dass die T?ren und Fenster zugemauert wurden, um Fluchtversuche zu verhindern – die Bewohner konnten nur durch die Hintert?ren in ihre H?user kommen.
Die Grenze wurde von Soldaten bewacht – sie hatten den Befehl zu schie?en, wenn jemand versuchen sollte, zu fl?chten. Bis zu 245 Menschen sollen get?tet worden sein – die genaue Zahl kennt niemand. ?ber 5000 Menschen schafften es, in den Westen zu fliehen.
Zwei Jahre nach dem Mauerbau kam der damalige US-Pr?sident John F. Kennedy nach Berlin. Er hielt eine Rede, in der die Worte „Ich bin ein Berliner“ vorkamen. Kennedy sprach diese Worte auf Deutsch und erntete daf?r gro?en Jubel. Noch heute kennen diesen Satz die meisten Deutschen.
Fast 30 Jahre lang existierte die Mauer in Berlin. Sie wurde f?r die Berliner zur Normalit?t. Aber in der DDR passierte immer mehr: Menschen flohen in den Westen und forderten Reisefreiheit. Sie wollten nicht eingesperrt leben. Es gab Massenkundgebungen, also gro?e Demonstrationen. Ein neues Reisegesetz sollte die Menschen beruhigen. Nachdem es durch Zufall am 9. November 1989 zu fr?h verk?ndet wurde, jubelten die Menschen und viele gingen zur Grenze – sie wollten ausreisen. Die Grenzbeamten wussten nicht, was sie machen sollten – und ?ffneten schlie?lich die Grenze. Viele tausend Menschen kamen so nach West-Berlin. Die Menschen hier feierten nat?rlich auch. F?r jeden ?bersiedler – also einen Menschen, der von Ost nach West zog, gab es 100 D-Mark Begr??ungsgeld.
Die Mauer und somit die Grenze wurde weiterhin kontrolliert – bis zum 1. Juli 1990. Ein halbes Jahr lang wurde die Mauer abgerissen – nur sechs Abschnitte blieben stehen. Sie sollen an die Teilung erinnern. Und die so genannten Mauerspechte klopften mit Mei?eln und H?mmern auf die Mauer ein und verkauften die kleine St?cke – oder nahmen sie mit nach Hause, zur Erinnerung. Ein Specht ist ?brigens eigentlich ein Vogel, der mit seinem spitzen Schnabel L?cher in B?ume bohrt, um dort nach Nahrung zu suchen. Auch hier in M?nchen steht ein St?ck der Berliner Mauer als Denkmal!
Wer heute nach Berlin f?hrt, sieht kaum noch etwas von der ehemaligen Trennung. Es gibt noch einige leere Grundst?cke, die auffallen, und einige Denkm?ler, die an die Mauer erinnern. Besonders gut finde ich die Idee, den Verlauf der Mauer auf dem Boden durch Pflastersteine zu kennzeichnen. Das ist zum Beispiel am Brandenburger Tor gut zu sehen. Aber sonst wirkt die Stadt so, als w?re sie wieder zusammengewachsen. Dennoch kenne ich Menschen, die in Berlin leben – und die machen noch einen gro?en Unterschied zwischen Ost und West. Hier wird man auf die junge Generation warten m?ssen, die keine Erinnerung mehr an die Mauer hat.
Am ber?hmten Checkpoint Charlie, an dem sich einst Panzer gegen?berstanden, gibt es ?brigens ein Mauermuseum – falls Ihr in n?chster Zeit einmal nach Berlin kommt, m?sst Ihr unbedingt hingehen.
So, das war stark verk?rzt die Geschichte der Mauer – es ist sehr interessant, was sich in dieser Zeit in Deutschland ereignet hat. Im Internet gibt es die Seite http://www.die-berliner-mauer.de, die Ihr Euch ansehen k?nnt.
Das war Slow German f?r heute – ich nehme gerade ?brigens alle Folgen noch einmal auf, diesmal normal schnell gelesen. Ihr findet den Link auf www.slowgerman.com. Au?erdem gibt es bald weitere Absolute Beginner-Folgen und neue Slow-German-Folgen. Und ich gehe gerade auf Sponsorensuche, damit ich mehr Zeit in die Produktion dieses Podcasts stecken kann. Also keine Angst, Slow German ist nicht tot! Ich hoffe, Euch macht es genau so viel Spa? wie mir!

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sg73.mp3]

Episode hier herunterladen.

PDF und Lernmaterial bald an dieser Stelle! Ebenso die schnell gesprochene Episode.



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SG #072: Tag der Deutschen Einheit

Author: Annik Rubens
Wed, Oct 03, 2012


Am 3. Oktober feiern wir in Deutschland den Tag der Deutschen Einheit. Dieser Tag ist der deutsche Nationalfeiertag. Und zwar seit 1990. Es ist also ein relativ junger Feiertag. Er markiert die Wiedervereinigung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR, also von Ost- und West-Deutschland. Dieser 3. Oktober ist ?brigens auch der einzige staatliche Feiertag – alle anderen Feiertage sind von den Bundesl?ndern festgelegt. Das bedeutet: Den 3. Oktober feiert man in ganz Deutschland – viele andere Feiertage beispielsweise nur in Bayern und Baden-W?rttemberg oder in anderen Bundesl?ndern.

F?r mich pers?nlich hat dieser Tag eine besondere Bedeutung. Denn ich habe am 17. Juni Geburtstag. Und der 17. Juni war von 1954 bis 1990 der Tag der deutschen Einheit. Als Kind hatte ich also immer an meinem Geburtstag frei, ich musste nicht in die Schule gehen.

Es gibt aber noch ein Datum, das mit dem Tag der Deutschen Einheit in Verbindung gebracht wird. Der 9. November. Denn am 9. November 1989 fiel die Berliner Mauer. Also ?berlegte man, diesen Tag zum Nationalfeiertag zu machen. Aber: Das Datum war das gleiche wie das der Reichspogromnacht. Am 9. November 1938 wurden ?ber 1400 Synagogen, Gesch?fte und Wohnungen von Juden und sogar Friedh?fe zerst?rt, viele Juden wurden umgebracht. Daher ist der 9. November kein Datum, das man feiern m?chte. Also einigte man sich auf den 3. Oktober.

Aber auch diesen 3. Oktober fanden nicht alle Politiker gut. Denn ein neuer Feiertag bedeutet auch, dass an diesem Tag fast niemand arbeitet – und dadurch f?r diesen Tag keine Steuer an den Staat bezahlt wird. 500 Millionen Euro sollen dem Staat durch diesen einen Feiertag fehlen. Also ?berlegte die Regierung, den Tag der Deutschen Einheit zu verlegen – und zwar auf den ersten Sonntag im Monat Oktober. Aber dieser Plan wurde nicht umgesetzt.

Wie feiern wir Deutschen diesen Tag? Es gibt in einer Stadt in Deutschland ein so genanntes B?rgerfest. Dieses Jahr findet dieses B?rgerfest in M?nchen statt, zeitgleich ?brigens mit dem Oktoberfest. Auch in Berlin wird an diesem Tag gefeiert. Ich kenne aber niemanden, der diesen Feiertag wirklich feiert. Wir freuen uns, dass wir an diesem Tag nicht arbeiten m?ssen – aber mehr auch nicht. Vielleicht ist das bei manchen Deutschen anders, aber hier im S?den ist es eben so.

Das war es schon wieder f?r heute – bald gibt es aber wieder neue Folgen, versprochen!

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sg72tddeinheit.mp3]

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SG #071: Verben mit Pr?positionen

Author: Annik Rubens
Tue, Mar 13, 2012


Heute eine Bitte von Olga - sie wollte die Verben mit Pr?positionen h?ren. Bitte sch?n.

Mit Dativ:

abh?ngen von / abgeben von / ?ndern an / anfangen mit / auffordern zu / aufh?ren mit / sich auseinandersetzen mit / beginnen mit / sich besch?ftigen mit / bestehen aus / einladen zu / sich entschlie?en zu / sich entwickeln zu / sich erholen von / sich erkundigen nach / erz?hlen von / erziehen zu / fehlen an / folgen aus / fragen nach / f?hren zu / sich f?rchten vor / geh?ren zu / gratulieren zu / halten von / handeln mit / handeln von / hindern an / h?ren von / sich h?ten vor / sich irren in / kommen zu / leben von / leiden an / leiden unter / liegen an / meinen zu / sich melden bei / passen zu / profitieren von / rechnen mit / reden von / sich richten nach / riechen nach / rufen nach / schimpfen mit / schlie?en aus / schmecken nach / sich sch?tzen vor / sehen nach / sich sehnen nach / sprechen mit / sprechen von / sich streiten mit / teilnehmen an / telefonieren mit / tr?umen von / sich treffen mit / sich trennen von / ?berreden zu / sich unterhalten mit / sich unterscheiden von / sich verabreden mit / verbinden mit / vergleichen mit / sich verloben mit / verstehen von / sich verstehen mit / verwechseln mit / w?hlen zu / w?hlen zwischen / warnen vor / werden zu / wissen von / zweifeln an / zwingen zu

Mit Akkusativ:

abstimmen ?ber / achten auf / ankommen auf / antworten auf / sich ?rgern ?ber / aufpassen auf / sich aufregen ?ber / ausgeben f?r / sich bedanken f?r / sich bem?hen um / beraten ?ber / berichten ?ber / beschlie?en ?ber / sich beschweren ?ber / sich bewerben um / sich beziehen auf / bitten um / danken f?r / denken an / diskutieren ?ber / sich drehen um / sich eignen f?r / sich entscheiden f?r / sich entschuldigen f?r / erinnern an / sich erinnern an / ersetzen durch / folgen auf / sich freuen auf / sich freuen ?ber / gehen um / sich gew?hnen an / glauben an / halten f?r / sich halten an / sich handeln um / h?ren auf / hoffen auf / informieren ?ber / sich informieren ?ber / sich interessieren f?r / k?mpfen f?r / k?mpfen gegen / k?mpfen um / klagen ?ber / kommen auf / sich k?mmern um / l?cheln ?ber / lachen ?ber / nachdenken ?ber / protestieren gegen / reagieren auf / reden ?ber / schimpfen ?ber / sein f?r / sein gegen / sorgen f?r / sich sorgen um / sprechen ?ber / stehen auf / stimmen f?r / stimmen gegen / streiten ?ber / tun f?r / sich unterhalten ?ber / unterrichten ?ber / sich verlassen auf / sich verlieben in / vermieten an / verzichten auf / sich vorbereiten auf / w?hlen in / warten auf / sich wenden an / sich wundern ?ber

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/praepositionen.mp3]

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SG #070: Soziale Netzwerke

Author: Annik Rubens
Tue, Jan 31, 2012


Inge aus China m?chte wissen, welche sozialen Netzwerke wir hier in Deutschland benutzen. Seit einigen Jahren spielen soziale Netzwerke in Deutschland eine gro?e Rolle – so wie in vielen anderen L?ndern auch.

Mittlerweile sind fast drei Viertel der Bev?lkerung (73,3%) online. 43% der deutschen Internetnutzer haben ein eigenes Profil in einem sozialen Netzwerk angelegt. Das sind ?brigens Zahlen aus der aktuellen ARD-ZDF-Onlinestudie, also einer Studie, die von den ?ffentlich-rechtlichen Fernsehsendern in Auftrag gegeben wurde.

Das beliebteste Netzwerk ist in Deutschland derzeit Facebook. Fr?her war das anders. Denn in Deutschland gibt es einige Netzwerke, die es in anderen L?ndern nicht gibt. Zum Beispiel StudiVZ. VZ steht f?r Verzeichnis, und es gibt eine ganze Gruppe solcher Verzeichnisse. StudiVZ ist ein soziales Netzwerk f?r Studenten, Sch?lerVZ ist ein Netzwerk f?r Sch?ler, und wer weder Sch?ler noch Student ist, der kann sich bei MeinVZ eintragen. Ein anderes deutsches Netzwerk ist „Wer kennt wen?“. Und f?r alle, die sich beruflich vernetzen wollen, gibt es Xing – in Amerika hei?t ein ?hnliches Netzwerk LinkedIn.

Jugendliche haben auch gerne MySpace genutzt, mittlerweile dient es aber weniger als normales Netzwerk, als als Musik-Netzwerk, in dem sich Bands pr?sentieren k?nnen. Und Twitter spielt nat?rlich auch eine gro?e Rolle! Zum Beispiel, wenn im Fernsehen eine Sendung l?uft, die f?r Teenager interessant ist. Das sind meistens Sendungen wie „Deutschland sucht den Superstar“ (in USA „American Idol“), „Germany's Next Topmodel“ oder ?hnliche. Dann sitzen Teenager und junge Erwachsene vor dem Fernseher, haben ihren Laptop auf den Knien oder ein Smartphone in der Hand und twittern. Es macht Spa?, diese Tweets zu lesen!

?brigens benutzen wir hier meistens die englischen Begriffe, wenn es um soziale Netzwerke geht. Wir sagen also „Follower“ f?r die Mitleser bei Twitter, und nicht „Verfolger“. Wir sagen auch, dass wir etwas auf Facebook „gepostet“ haben. Das ist also das englische Wort „to post“ eingedeutscht. Manche W?rter benutzen wir auch auf Deutsch, zum Beispiel haben wir bei Facebook „Freunde“, und wir klicken auf den „Gef?llt mir“-Button, der im Englischen „Like“ hei?t.

Noch ein bi?chen mehr zu der Sprache, die mit sozialen Netzwerken zusammenh?ngt. Wer zum ersten Mal ein soziales Netzwerk wie Facebook besucht, der muss sich zun?chst registrieren. Er legt einen Benutzernamen und ein Passwort fest. Und er braucht meistens eine g?ltige E-Mail-Adresse, um sich anzumelden. Wenn die Anmeldung geklappt hat, dann kann er sich sein Profil anlegen. Er f?ttert Facebook also mit Informationen ?ber seine Person. Er kann sein Geburtsdatum angeben und den aktuellen Wohnort, seine Hobbies und seine liebsten Kinofilme, welche Musik er gerne h?rt und welche anderen Facebook-Seiten ihm gefallen. Und er kann Fotos oder Videos hochladen. Wichtig ist, dass die Kontoeinstellungen und vor allem die Privatsph?reneinstellungen beachtet werden. In Deutschland wird Facebook stark kritisiert, weil die Deutschen gro?en Wert auf den Datenschutz legen und Facebook oft dagegen verst??t.

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgnetzwerke.mp3]

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SG #069: Tierparks

Author: Annik Rubens
Mon, Jan 16, 2012


Trina aus Kalifornien hat viele Ideen f?r neue Episoden von Slow German. Sie m?chte zum Beispiel gerne mehr ?ber Zoos erfahren. Zoo ist die Abk?rzung f?r Zoologischer Garten. Wir sagen auch Tiergarten oder Tierpark dazu – darunter k?nnt Ihr Euch sicher etwas vorstellen, oder? Die Menschen haben verschiedene Tiere in Zoos gehalten, und das aus unterschiedlichen Gr?nden. Zum Beispiel sind die Menschen vor ?ber 100 Jahren noch nicht viel gereist, sie hatten nat?rlich auch noch keinen Fernseher, sie wussten also nicht, wie ein L?we oder Tiger in der Natur aussieht. Im Zoo konnten diese Menschen exotische Tiere betrachten. Die Tiere wurden auch von Wissenschaftlern untersucht und beobachtet. Und auch heute noch steht ein weiterer Gedanke oft in Verbindung zu Zoos: Seltene Tiere werden hier vor Schaden bewahrt und gez?chtet. Zoos dienen also der Art-Erhaltung, das hei?t, sie sorgen daf?r, dass seltene Tiere nicht aussterben.

In Deutschland gibt es einige sehr bekannte Tierparks. Zum Beispiel Hagenbecks Tierpark in Hamburg. Er wurde von Carl Hagenbeck 1896 gegr?ndet. Dieser Mann hatte eine au?ergew?hnliche Idee: Einen Zoo ohne Gitter. Er wollte Tiere nicht in K?fige einsperren. Durch Wassergr?ben oder steile Felsen wurden Gehege gebaut, aus denen die Tiere zwar nicht fl?chten k?nnen, in denen sie sich aber dennoch nicht eingesperrt f?hlen sollen. Die meisten Zoos halten sich heute an diese gitterlose Tierhaltung. In Stuttgart ist die Wilhelma sehr bekannt, in M?nchen gibt es den Tierpark Hellabrunn. Der Zoologische Garten Berlin ist sogar der artenreichste Zoo der Welt, hier leben also besonders viele verschiedene Tiere.

Jede gr??ere Stadt in Deutschland hat einen Zoo. Meistens erstrecken die Tierparks sich ?ber gro?e Fl?chen, sie sehen aus wie gro?e Parks, in denen Tiere gehalten werden. Viele Familien gehen am Wochenende gemeinsam in den Zoo, hier gibt es nat?rlich auch Restaurants und oft auch Spielpl?tze f?r die Kinder. Man kann also leicht einen ganzen Tag dort verbringen.

So sch?n die Idee eines Zoos auch ist – es gibt immer wieder Kritiker, die ihre Abschaffung fordern. Tiersch?tzer weisen darauf hin, dass viele Tiere nicht artgerecht gehalten werden k?nnen. Wildtiere zum Beispiel wie Tiger haben in der Freiheit ein gro?es Revier, das sich ?ber mehrere hundert Kilometer erstreckt. Im Tierpark m?ssen sie auf einer sehr kleinen Fl?che leben. Au?erdem werden oft noch wilde Tiere f?r die Haltung in Zoos gefangen.

In Deutschland versuchen die meisten Tierparks, die Tiere m?glichst gut zu behandeln und ihnen viel Platz zu geben. Sehr beliebt sind regelm??ige Sendungen im Fernsehen, bei denen man hinter die Kulissen eines Tierparks schauen kann. In diesen Sendungen werden Tierpfleger bei ihrer Arbeit gezeigt, oder wie es ist, wenn der Tierarzt einen Elefanten untersucht.

Gro?e Schlagzeilen in den Zeitungen gibt es auch immer wieder, wenn im Zoo ein Tier geboren wird. Zum Beispiel wurde in M?nchen gerade ein kleiner Elefant geboren. Noch ber?hmter war ein kleiner Eisb?r, der in Berlin geboren wurde: Knut. Er wurde von einem Menschen aufgezogen und alle liefen in den Zoo, um den s??en Knut zu sehen. Es gab sogar Merchandising von Knut, kleine Stoff-Eisb?ren f?r die Kinder zum Beispiel. Leider ist Knut aber mittlerweile tot.

Was haltet Ihr von Tierparks? Gibt es in Eurer Heimat auch Tierparks? Schreibt gerne in die Kommentarfunktion auf www.slowgerman.com oder auf Facebook. Bis zum n?chsten Mal, Eure Annik.

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgzoo.mp3]

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SG #068: Versicherungen

Author: Annik Rubens
Mon, Jan 02, 2012


Thu Thuy hat sich ein schwieriges Thema gew?nscht, und zwar m?chte er etwas ?ber Versicherungen wissen. Jeder Mensch in Deutschland hat irgendeine Versicherung. Das behaupte ich jetzt einfach mal. Die meisten Menschen haben zum Beispiel eine Krankenversicherung. Das bedeutet, sie bezahlen jeden Monat Geld, und ihr Arbeitgeber zahlt ebenfalls Geld. Falls man dann einmal krank wird, bezahlt die Krankenversicherung zum Beispiel die Arztrechnung oder einen Krankenhausaufenthalt oder eine Operation.

Viele Menschen haben auch eine Rentenversicherung. Sie funktioniert ?hnlich: Arbeitnehmer, also der Mensch der arbeitet, und Arbeitgeber, also die Firma, bei der man arbeitet, bezahlen jeden Monat Geld. Wenn der Mensch dann in Rente geht, also nicht mehr arbeitet, bekommt er trotzdem jeden Monat Geld aus dieser Versicherung. Auch bei einer Lebensversicherung bezahlt man jeden Monat Geld ein – ab einem bestimmten Alter bekommt man dieses Geld dann sozusagen wieder. Oder, falls man zu fr?h stirbt, bekommen die Angeh?rigen, also beispielsweise die Ehefrau und die Kinder, Geld. Das ist eine freiwillige Absicherung.

Jeder Mensch, der in Deutschland ein Auto hat, muss ebenfalls eine Versicherung abschlie?en. Diese bezahlt man in der Regel ein Mal pro Jahr. Wenn ich zum Beispiel einen Unfall verursache, dann zahlt die Versicherung den Schaden. Das muss ich genauer erkl?ren, f?rchte ich. Angenommen, ich fahre mit meinem Auto und bremse zum Beispiel an einer Ampel zu sp?t. Dann besch?dige ich das Auto vor mir. Die Versicherung bezahlt dann dem anderen Autofahrer den Schaden an seinem Auto. Es gibt verschiedene Arten von Autoversicherungen. Wenn ich ein neues Auto habe, dann habe ich meistens eine Vollkasko-Versicherung. Die Versicherung zahlt dann also fast alle Sch?den an meinem Auto. Diese Versicherung ist aber sehr teuer. Bei einem ?lteren Auto lohnt sie sich nicht. Dann hat man meistens eine Teilkasko-Versicherung. Das bedeutet: Bei einem Schaden zahle ich als Autobesitzer einen Teil selber, den Rest ?bernimmt die Versicherung. Meinen Teil nennt man dann Selbstbeteiligung.

Was gibt es noch f?r Versicherungen? Jede Menge! Zum Beispiel eine Haftpflichtversicherung. Wenn ich einen Schaden verursache, weil ich zum Beispiel bei einem Freund ein Glas Wasser ?ber den Laptop gesch?ttet habe oder mir eine Vase heruntergefallen ist, dann bezahlt das die Haftpflichtversicherung. Es gibt auch eine Hausratversicherung – diese versichert alles, was in meiner Wohnung oder in meinem Haus ist. Wenn ich sehr teure M?bel habe oder eine gro?e Elektronik-Ausstattung, dann lohnt sich so eine Versicherung. Wenn dann zum Beispiel Diebe in meine Wohnung einbrechen und alles stehlen, dann zahlt die Versicherung. Oder wenn es brennt.

Bei einer Rechtsschutzversicherung hilft die Versicherung, wenn man einen Rechtsanwalt braucht und vor Gericht steht. Ihr merkt schon, ich kann nicht alle Versicherungen erkl?ren – aber sie funktionieren alle nach dem gleichen Prinzip. Man bezahlt Geld ein, das man dann in bestimmten F?llen wiederbekommt – meistens zahlt man wenig ein und bekommt dann mehr Geld, falls man es wirklich braucht. Zumindest in der Theorie. In der Praxis ist es so, dass viele Deutsche zu viele Versicherungen abgeschlossen haben und diese nie brauchen. Sie bezahlen also jeden Monat eine Menge Geld f?r Versicherungen.

Das war's f?r diese Episode von Slow German – mehr Informationen wie immer unter slowgerman.com, dort gibt es Lernmaterial und alle alten Folgen und nat?rlich auch die Links zu Twitter und Facebook.

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgversicherung.mp3]

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SG #067: Radiosender

Author: Annik Rubens
Sat, Dec 03, 2011


P?l aus Rum?nien und Miranda aus England interessieren sich f?r die Radiosender in Deutschland. Radio ist f?r Euch alle wichtig: Wenn Ihr Deutsch lernt, ist es eine gute M?glichkeit, Euer H?rverst?ndnis zu verbessern. In Deutschland gibt es viele verschiedene Radiosender. Ich werde versuchen, Euch das System zu erkl?ren.

Zun?chst einmal gibt es die so genannten ?ffentlich-rechtlichen Radiosender. Das bedeutet, dass sie durch Geb?hren finanziert werden. Jeder Deutsche, der ein Radioger?t hat, zahlt daf?r Geb?hren. Auch, wenn er zum Beispiel ein Autoradio besitzt. Von diesem Geld werden die ?ffentlich-rechtlichen Radiosender finanziert. Diese Sender haben einen so genannten Bildungsauftrag. Sie sollen die H?rer also nicht nur unterhalten, sondern auch informieren.

Die ?ffentlich-rechtlichen Sender strahlen ihr Programm landesweit aus. Fast jedes Bundesland hat seine eigenen Sender. Hier in Bayern gibt es zum Beispiel den Bayerischen Rundfunk. Er ist unterteilt in f?nf verschiedene Radiosender. Jeder Sender hat andere Inhalte. Bayern1 spielt zum Beispiel eher Musik aus den 60er-Jahren. Bayern2 sendet viele gesprochene Inhalte und auch H?rspiele. Bayern3 ist die Massenwelle, die meisten Menschen h?ren diesen Sender. Dort wird ein typisches Programm gemacht, aktuelle Musik aus der Hitparade, also aus den Top Ten, aus den Charts, viele Witze und lustige Moderatoren. Ich mag diese Art von Radio nicht so gerne. Bayern4 sendet den ganzen Tag klassische Musik, also Mozart und Beethoven und so weiter. Und Bayern5 ist ein reiner Info-Sender, hier laufen die ganze Zeit Nachrichten und Magazine mit journalistischem Inhalt.

?hnlich ist es in anderen Bundesl?ndern. Es gibt den SWR in Baden-W?rttemberg, den WDR in Nordrhein-Westfalen, den RBB in Berlin-Brandenburg und so weiter. ?brigens: All diese Sender haben auch Podcasts! Googelt einfach mal danach oder schaut bei iTunes. Ich empfehle Euch an dieser Stelle zum Beispiel den Interview-Podcast SWR1 Leute.

Neben den ?ffentlich-rechtlichen Radiosendern gibt es auch private Sender. Diese Sender finanzieren sich nicht ?ber Geb?hren, sondern ?ber Werbung. Privatradios existieren in Deutschland seit fast 30 Jahren. Diese Sender sind in der Regel mehr auf Unterhaltung spezialisiert, hier gibt es oft Gewinnspiele zu h?ren und viel Musik, weniger gesprochene Texte.

Noch ein paar Begriffe, die Ihr im Zusammenhang mit dem Rundfunk kennen solltet. Die Menschen, die im Radio sprechen, nennt man Moderatoren. Wichtige Elemente einer Radiosendung sind meistens die Nachrichten zur vollen oder halben Stunde, die Wettervorhersage und Verkehrsmeldungen – also wo gerade Staus sind oder Unf?lle passiert sind. Um einen bestimmten Radiosender zu finden, sollte man seine Frequenz kennen, dann ist die Suche einfacher. Denn jeder Sender sendet sein Programm auf einer bestimmten Frequenz, und zwar zum Beispiel auf 97,3 UKW, das steht f?r Ultrakurzwelle, im Amerikanischen ist das FM.

Mittlerweile empf?ngt man die meisten Radiosender auch im Internet oder kann Podcasts von einzelnen Sendungen herunterladen. Wenn Ihr einen guten Radiopodcast findet, der auch f?r Deutschlernende geeignet ist, dann schreibt doch bitte in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com, dann freuen sich die anderen H?rer.

Das war's schon wieder f?r heute, ich danke Euch f?r's Zuh?ren! Demn?chst wird es einige Neuerungen auf slowgerman.com geben, also haltet die Augen offen. Wenn Ihr Themenvorschl?ge f?r mich habt, schreibt an podcast@slowgerman.com und ich bedanke mich an dieser Stelle bei allen von Euch, die mich unterst?tzt haben! Sch?ne Gr??e aus Deutschland, Eure Annik.

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgradio.mp3]

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SG #066: Kosenamen

Author: Annik Rubens
Mon, Sep 12, 2011


Monica aus den USA hat mich gefragt, welche Kosenamen wir in Deutschland verwenden. Dazu muss ich erstmal erkl?ren, was ein Kosename ist. Wenn Menschen sich sehr gern haben oder sich lieben, dann verwenden sie oft andere Namen f?r einander. Das nennt man dann Kosenamen.

Der h?ufigste Kosename in Deutschland ist Schatz. Ein Schatz ist etwas sehr wertvolles. In Geschichten ?ber Piraten gibt es meistens eine Schatzkiste, also eine Kiste voller Gold oder Geld, der irgendwo versteckt war. Ein Schatz ist etwas, das einem Menschen sehr wichtig ist. Kein Wunder also, dass sowohl Frauen ihre M?nner gerne Schatz nennen, als auch M?nner ihre Frauen.

Oft verwenden Liebende auch Tiernamen als Kosenamen. Ein eher dicker, kuscheliger Mann wird zum Beispiel gerne „B?rchen“ genannt, oder auch M?nner mit Bart zum Beispiel. Frauen dagegen werden „Hase“ oder „Maus“ genannt. Oder Spatz, das ist ein kleiner Vogel. Man verwendet auch gerne die Verniedlichungsform, also H?schen oder M?uschen. Oder Sp?tzchen. Schwer auszusprechen, oder?

Frauen werden von ihren M?nnern auch gerne Engel genannt, ein Engel ist ja normalerweise ein g?ttliches Wesen, mit blondem Haar und Fl?geln.

Oder einfach S??e. So wie es in Amerika „Sweetie“ ist.

Oder Sonnenschein – aber das geht nur bei fr?hlichen Frauen, oder?

Man sagt auch gerne Liebste oder meine Liebe zu der geliebten Frau. Oder englisch „Baby“.

F?r M?nner gibt es die m?nnlichen Formen, Liebster oder S??er. Oder man sagt Liebling zueinander. Ein sehr netter Kosename ist „Herzblatt“. Das ist eigentlich eine kleine Blume.

Und nat?rlich geben nicht nur Liebende sich Kosenamen. Vor allem Eltern haben f?r ihre Kinder verschiedene Kosenamen. Oder man gibt den eigenen Haustieren Kosenamen. Mein Kater hei?t eigentlich Tiger, aber ich nenne ihn zum Beispiel oft Schnitzel. Oder auch M?uschen. Komisch, oder?

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgkosenamen.mp3]

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SG #065: Senioren

Author: Annik Rubens
Sat, Aug 20, 2011


Tam aus Pennsylvania hat mich gefragt, wie es den alten Menschen in Deutschland geht. Ich werde versuchen, einige Antworten zu geben.

Alte Menschen nennt man in Deutschland Senioren. Sie bekommen Erm??igungen bei verschiedenen Einrichtungen. Das hei?t, sie k?nnen zum Beispiel ins Museum gehen und m?ssen weniger Eintritt bezahlen. Alte Menschen sind in Deutschland in der Regel noch sehr fit, sie sind gesundheitlich im Vergleich zu vielen anderen L?ndern gut versorgt, aber nat?rlich gibt es auch hier Probleme.

In Deutschland h?ren ?ltere Menschen normalerweise auf zu arbeiten. Man sagt dann, jemand geht in Rente oder er geht in Pension. Die meisten Menschen h?ren auf zu arbeiten, wenn sie zwischen 60 und 65 Jahre alt sind. Angenommen, ein Mensch arbeitet 45 Jahre lang in Deutschland. Dann zahlt er jeden Monat Geld an die gesetzliche Rentenversicherung. Und die Firma, bei der er arbeitet, tut das auch f?r ihn. Wenn er dann zum Beispiel 45 Jahre lang gearbeitet hat, dann kann er aufh?ren zu arbeiten – und bekommt trotzdem weiterhin Geld. Er bekommt seine Rente jeden Monat ausbezahlt.

Das ist vor allem deswegen wichtig, weil die Struktur der Gesellschaft sich ver?ndert hat. Fr?her lebte man in einer Gro?familie. Mehrere Generationen lebten unter einem Dach. Also lebte die Oma gemeinsam mit ihrer Tochter, dem Enkel, der Tante oder den Onkeln oder anderen Familienmitgliedern zusammen. Das hatte viele Vorteile. Die Oma konnte beispielsweise auf die Enkel aufpassen, wenn die Eltern arbeiten gingen. Daf?r versorgten die Eltern die Oma, wenn sie alt wurde und Pflege brauchte. Heute leben aber nur noch wenige Deutsche in einer Gro?familie. Vor allem in den Gro?st?dten. Durch die Rente k?nnen sie sich auch im Alter das Leben finanzieren.

Wer gesund bleibt, der kann auch im hohen Alter alleine leben. Weil das nat?rlich alles schwerer wird, wenn der K?rper langsam alt wird, kann man sich Hilfe holen. Man kann sich zum Beispiel Essen liefern lassen, zum Beispiel ?ber einen Dienst, der „Essen auf R?dern“ hei?t. Oder Zivildienstleistende helfen der alten Person im Alltag. Zivildienstleistende sind junge M?nner, die nach der Schulzeit einige Monate bei sozialen Diensten arbeiten.

Es gibt auch das so genannte Betreute Wohnen. Hier hat der alte Mensch seinen eigenen Lebensbereich gekauft oder gemietet, ein Zimmer oder eine Wohnung. Je nachdem, welche Hilfe er im Laufe der Zeit braucht, wird ihm diese gew?hrt. Das kostet nat?rlich Geld. Eine andere Alternative sind Altenheime. Hier leben alte Menschen zusammen und werden betreut, jeder von ihnen hat aber weiterhin sein eigenes Zimmer. Auch in Deutschland werden die Menschen immer ?lter, und viele von ihnen haben Krankheiten wie Alzheimer. Gerade diese Personen k?nnen oft nicht mehr in ihrer eigenen Familie betreut werden, sondern brauchen Fachpersonal, das sich um sie k?mmert. Es gibt verschiedene Versicherungen, die die Kosten f?r diese Betreuung ?bernehmen. Fast jeder Deutsche zahlt in die Rentenversicherung ein und in die Pflegeversicherung. Gepflegt wird man, wenn man alt und krank ist. In Pflegeheimen sieht es eher aus wie in einem Krankenhaus – oft liegen hier mehrere Menschen in einem Zimmer.

Wir w?nschen uns jedenfalls, dass wir alle m?glichst gesund alt werden und das Leben genie?en k?nnen. Oder? Und die deutschen Senioren scheinen ziemlich fit zu sein – zumindest sind viele von ihnen im Internet – man nennt sie auf Englisch Silver Surfer.

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgsenioren.mp3]

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SG #064: Ferienjob

Author: Annik Rubens
Tue, Aug 02, 2011


Marie-Fran?oise ist Lehrerin aus Belgien. Sie hat mich gebeten, ?ber Ferienjobs zu sprechen. Also werde ich das heute machen.

Viele Sch?ler und Studenten arbeiten in ihren Ferien. So verdienen sie Geld und machen neue Erfahrungen. Sch?ler unter 15 Jahren d?rfen in Deutschland nicht wie ein Erwachsener arbeiten. Es gibt ein Gesetz, das Kinderarbeit verbietet. Eine Ausnahme gibt es aber: Wenn es die Eltern erlauben, d?rfen Kinder schon ab 13 Jahren arbeiten. Aber nur zwei Stunden pro Tag und nur tags?ber. Und nat?rlich nicht w?hrend der Schulzeit. Anders ist es in den Ferien. Hier d?rfen Sch?ler zwischen 15 und 18 Jahren maximal vier Wochen im Jahr arbeiten, h?chstens aber acht Stunden pro Tag.

Beliebte Jobs f?r Sch?ler sind zum Beispiel Babysitten, Zeitungen austragen oder Nachhilfe geben. Babysitten ist klar – da passt der Sch?ler auf ein kleineres Kind auf und bekommt von dessen Eltern Geld daf?r. Zeitungen austragen bedeutet, dass Sch?ler mit dem Fahrrad oder zu Fu? von Haus zu Haus gehen, und kostenlose Bl?tter f?r einen Verlag ausliefern. Sie stecken also in jeden Briefkasten ein Exemplar und werden daf?r bezahlt. Wenn ein Sch?ler Nachhilfe gibt bedeutet das, dass er einem anderen Sch?ler hilft, der in einem Schulfach schlechter ist. Sie lernen also zusammen, und die Eltern bezahlen den Nachhilfelehrer daf?r. In der Regel gibt ein ?lterer Sch?ler einem j?ngeren Sch?ler Nachhilfeunterricht in einem Fach, also zum Beispiel in Mathematik oder Englisch.

Wer nur in den Ferien arbeitet, der macht meistens einfache Saison-Arbeit. Zum Beispiel kann ein Sch?ler als Eisverk?ufer arbeiten. Dann verkauft er Eis an Kinder und Erwachsene. Er kann auch als Pizzabote arbeiten. Dann liefert er Pizza an Menschen, die diese per Telefon bestellt haben. Wer sportlich ist und gut schwimmen kann, kann nach einer speziellen Ausbildung auch als Rettungsschwimmer arbeiten. Dann sitzt er an einem See oder in einem Schwimmbad und passt auf, damit niemand ertrinkt.

Studenten arbeiten im Sommer gerne als Animateur in einer Hotelanlage. Das hei?t, sie leben selber im Ausland, in Spanien oder Italien zum Beispiel, und arbeiten im Hotel. Sie machen mit den G?sten spezielle Programme, meistens ist das Sport. Sie arbeiten oft aber auch in Restaurants oder Caf?s als Kellner oder Kellnerin. Sie bringen also Getr?nke und Essen zu den G?sten.

Warum Sch?ler und Studenten arbeiten? Nat?rlich denkt man bei dieser Frage sofort an Geld. Und das ist bestimmt f?r viele die Hauptmotivation. Mit etwas mehr Taschengeld kann sich ein Sch?ler vielleicht die Computerspiele, B?cher oder Musik kaufen, die er sich sonst nicht leisten k?nnte. Ein Student kann mit dem zus?tzlichen Geld vielleicht hin und wieder einen Cocktail trinken gehen oder mit Freunden ins Kino. Es gibt aber noch einen Grund, warum Ferienarbeit sehr gut ist: Sch?ler lernen dadurch, was es bedeutet, zu arbeiten. Sie m?ssen p?nktlich am Arbeitsplatz sein, sie m?ssen eine Aufgabe erf?llen und viele Stunden etwas tun, was ihnen wahrscheinlich nicht so viel Spa? macht, wie mit den Freunden Zeit zu verbringen. Und bei manchen Ferienjobs lernen die Sch?ler und vor allem Studenten schon etwas f?r ihren sp?teren Beruf. Ich selber habe in den Ferien und nach der Schule immer bei einem Radiosender gearbeitet und dort viel gelernt. Vielleicht h?tte ich ohne diesen Ferienjob nie angefangen, zu podcasten!

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgferienjob.mp3]

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SG #063: Kinderarzt

Author: Annik Rubens
Wed, Jul 20, 2011


Heute werde ich ?ber Kinder sprechen. Jack lebt in New York und ist Kinderarzt. Ihn interessiert, wie es in Deutschland den kranken Kindern geht.

Fangen wir mit den ganz kleinen Kindern an. In der Regel werden Kinder in Deutschland im Krankenhaus geboren. Kaum sind sie wenige Tage alt, bekommen sie auch schon ihre eigene Versichertenkarte. Eine Versichertenkarte sieht aus wie eine Kreditkarte. Sie ist klein und aus Plastik. Auf ihr sind viele Informationen gespeichert. In diesem Fall geht es darum, dass das Kind ab der Geburt krankenversichert ist. Wenn es also krank wird oder sogar ins Krankenhaus muss, zeigt man diese Karte, und die ?rzte wissen, wer die Untersuchungen bezahlt. Nat?rlich muss nicht das Kind bezahlen, sondern die Eltern. Sie bezahlen jeden Monat einen Geldbetrag an die Krankenkasse. Daf?r sind viele Untersuchungen und Operationen dann kostenlos.

Nat?rlich hoffen alle Eltern, dass ihre Kinder nie krank werden. Wenn es aber doch passiert, oder sich das Kind verletzt, gibt es spezielle Kinder?rzte. Ihre Praxen sind meistens so eingerichtet, dass Kinder sich dort wohl f?hlen und keine Angst vor der fremden Umgebung haben. Alles ist bunt und es gibt viel Spielzeug dort. Auch die ?rzte haben meistens keinen wei?en Kittel an, wie sonst, sondern bunte Hemden.

Jedes Baby und jedes Kind muss regelm??ig zum Arzt. Denn es wird dort bei den U-Untersuchungen kontrolliert. Die Ergebnisse dieser Kontrollen werden in ein kleines Heft eingetragen. So sieht der Arzt, ob sich das Kind gut entwickelt, ob es gro? genug und schwer genug ist und ob es gesund ist. Die Kinder werden beim Arzt nat?rlich auch geimpft. Die Impfungen erfolgen in einem vorgegebenen Zeitrahmen, also in bestimmten Abst?nden. In den ersten Lebensmonaten wird das Kind sehr oft geimpft, sp?ter dann weniger. So soll es gesch?tzt sein vor vielen Krankheiten wie Mumps, Masern oder R?teln.

Wer Kinderarzt werden m?chte, muss zun?chst Medizin studieren. Das dauert meistens sechs Jahre, also zw?lf Semester lang. Das letzte Jahr ist allerdings ein Praktikum in einem Krankenhaus. Hier arbeiten die jungen auszubildenden ?rzte also schon mit. Nach dem Studium geht die Ausbildung weiter mit der Facharztausbildung. Das bedeutet, dass sich die Studenten auf ein Fachgebiet spezialisieren. Diese Ausbildung zum Kinderarzt zum Beispiel dauert noch einmal f?nf Jahre lang. In dieser Zeit verdient man allerdings schon Geld und wird Assistenzarzt genannt. Nach der Ausbildung hat man zwei M?glichkeiten: Man arbeitet entweder weiter in einem Krankenhaus, oder man arbeitet in einer Praxis. Eine Praxis ist sozusagen das B?ro eines Arztes.

Wenn ein Kind sehr krank ist, muss es in eine Kinderklinik. Das sind Krankenh?user speziell f?r Kinder. Kinderkliniken gibt es vor allem in gr??eren St?dten. Meistens k?nnen die Eltern bei ihren kranken Kindern bleiben – es gibt auch Stiftungen wie die Ronald McDonald-Stiftung, die spezielle H?user f?r die Eltern gebaut haben, damit diese auch bei ihren Kindern bleiben k?nnen, wenn diese schwer krank sind und lange im Krankenhaus bleiben m?ssen.

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgkinderarzt.mp3]

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Furniture. Absolute Beginner #4

Author: Annik Rubens
Sun, Jul 03, 2011


Jacqueline asked me to produce this beginner's show. She wanted to know what the furniture in a room is called in German. So let's start our tour through a virtual apartment. If you enter a typical German apartment, you open the door, die T?re, die T?re, and get into a corridor. It is called Flur. Here you can take your shoes off and put your coat on a hanger. The place to store your shoes and coat is called Garderobe. Garderobe. It is the cloakroom. But now off on our tour!

We start with the living-room. It is called Wohnzimmer in German. Wohnzimmer. In the living-room there's usually a place to sit, for example a couch. We also call it a couch in German. Or sofa. If you sit on a sofa and want to drink something, you put it in front of you on a small table. That table is called Couchtisch. Couch-Tisch.

In some living-rooms there's also a space for dining. But many homes have a separate area that is called Esszimmer. Dining room. Ess-Zimmer. The main piece of furniture here is a table. It is called Tisch in German. Tisch. You sit at a table. And you sit on chairs. Chairs are called St?hle. One chair is a Stuhl. More chairs are St?hle. St?hle.

We go through to the bedroom. It is called Schlafzimmer in German. Schlafzimmer. The main thing in a bedroom is the bed, of course. And that one is easy to remember, it is called Bett in German. Bett. Beside the bed there is a small table to put books on. It is called a Nachttisch. Nacht-Tisch. On it there is a lamp. The Nachttischlampe. Nacht-Tisch-Lampe. You put your clothes in a wardrobe, it is called Schrank in German. Schrank.

What more is there to tell you? If you want to store your books somewhere, you put them on a shelf. A shelf is a Regal. Regal. I think that's enough for today. Have fun learning German!

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgfurniture.mp3]

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SG #062: Umgangssprache

Author: Annik Rubens
Mon, Jun 20, 2011


Ich habe auf der Facebook-Seite von Slow German eine Umfrage gemacht. Dort habe ich Euch gefragt, welches Thema ich als n?chstes behandeln soll. Mit gro?er Mehrheit habt Ihr Euch f?r die Umgangssprache entschieden.

Ich muss aber sagen, dass es gar nicht leicht ist, ?ber die Umgangssprache zu sprechen! Was ist eigentlich Umgangssprache? Nat?rlich hat jede Region bestimmte W?rter, die man nie geschrieben sieht, sondern nur gesprochen h?rt. Aber das ist doch dann eher ein Dialekt, oder? Das wollte ich hier also eigentlich nicht zum Thema machen, um Dialekte wird es in einer anderen Episode gehen. Dann gibt es Anglizismen, die auch in der Umgangssprache vorkommen – aber daf?r gibt es ja schon die Folge ?ber Denglisch.

Nach langem ?berlegen dachte ich mir, ich werde Euch einfach ein paar Beispiele f?r Umgangssprache nennen. Also f?r W?rter, S?tze oder Formulierungen, die in der Schriftsprache eigentlich nie auftauchen, die man aber h?rt, wenn man in Deutschland Menschen belauscht. Angenommen, wir sind in einer U-Bahn. Es ist Samstag, sp?ter Abend, und viele Leute sind unterwegs. Da sagt eine junge Frau: „Ich werde heute nicht mehr alt.“ Das klingt eigentlich so, als w?rde sie Selbstmord begehen, oder? Aber nein, keine Angst. Was sie sagen will ist: Ich bin m?de, ich gehe bald ins Bett, ich halte nicht mehr lange durch heute.

Dann h?ren wir zwei Teenagern zu. Einer sagt: „Willst Du noch eine Runde daddeln?“ Damit will er seinen Kumpel fragen, ob er noch ein wenig computerspielen m?chte. Der andere sagt: „Nee. Was kommt denn heute in der Glotze?“ Nee ist umgangssprachlich f?r Nein. Und die Glotze ist der Fernseher. „Ich will heute Abend glotzen“ hei?t also: „ich will heute Abend fernsehen“. In manchen Regionen sagen die Menschen ?brigens nicht fernsehen, sondern fernschauen. Oder noch schlimmer: Fernsehen schauen.

Wir lauschen weiter den Menschen in der U-Bahn. Ein Mann sitzt betrunken in einer Ecke. Da h?ren wir eine junge Frau zu ihrer Freundin sagen: „Schau mal, der ist total blau“. Obwohl seine Gesichtsfarbe nat?rlich ganz normal aussieht. Wenn die Freundin nicht versteht, was das bedeuten soll, sagt die junge Frau: „Du stehst aber ganz sch?n auf dem Schlauch“. Das hei?t, es dauert zu lange, bis sie es versteht. Die Frau findet das nicht nett, sie h?lt ihre Freundin f?r verr?ckt und sagt: „Du hast eine Meise“. Wenn sie aber nur schlechte Laune hat, ohne Grund, dann ist sie vielleicht mit dem falschen Fu? aufgestanden. Das sagt man so. Das ist eine Redewendung – aber auch dar?ber m?ssen wir in einer anderen Folge mal ausf?hrlicher sprechen.

Es gibt einige Ausrufe, die typisch sind f?r die Umgangssprache. Boah ey zum Beispiel. Das ist ein Ausdruck des Erstaunens, der haupts?chlich von Jugendlichen zu h?ren ist. Sehr gebildet oder klug klingt das ?brigens nicht. Als Best?rkung kann man sagen: „Das gef?llt mir eh nicht“. Das „eh“ steht dabei f?r sowieso. Oder ein Fragewort, das vor allem in S?ddeutschland oft gebraucht wird: „Es ist sch?n heute, gell?“ Das „gell“ hei?t so viel wie „nicht wahr?“ oder „meinst Du nicht auch?“.

Typisch in der Umgangssprache ist es nat?rlich auch, neue W?rter zu finden. Aus dem Hund wird ein K?ter oder eine Fu?hupe. Aus der Katze ein Stubentiger. Aus Br?sten werden M?pse, aus Geld wird Kohle. Wer lernen muss, der paukt. Obwohl das nichts mit der Pauke, also einer gro?en Trommel, zu tun hat. Wer schnell viel isst, der mampft. Das ist ein sch?nes Wort, finde ich, da es sich so anh?rt wie jemand, der mit vollen Backen kaut. Mampfen.

Und weil man in der Umgangssprache zu faul ist, lange W?rter auszusprechen, werden sie einfach abgek?rzt. Die Lokomotive wird zur Lok, das Abitur zum Abi und die Mathematik wird zu Mathe.

Nat?rlich ver?ndert sich die Umgangssprache ?ber die Jahre. Wer fr?her, also vor 50 Jahren, etwas gut fand, der sagte dazu dufte, prima oder famos. All diese W?rter verwendet heute leider niemand mehr. Ein Teenager war damals ein Backfisch. Sch?n, oder? Heute ist etwas eher cool oder toll. Oder geil. Das ist ein Wort, das die Jugendlichen alle benutzen – die ?lteren aber zucken zusammen, weil es fr?her einen sexuellen Kontext hatte. Welchen? Das m?sst Ihr selber nachlesen.

Das war Slow German f?r heute. Weitere Informationen findet Ihr unter www.slowgerman.com, dort k?nnt Ihr die Texte zu den Folgen als PDF herunterladen, dazu noch Lernmaterial, und alle alten Folgen, und dort findet Ihr auch die Links zu Facebook und Twitter – und Informationen, wie Ihr diesen Podcast unterst?tzen k?nnt, damit ich noch mehr Episoden produzieren kann. Viel Spa? beim Deutsch lernen! Eure Annik

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgumgangssprache.mp3]

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SG #061: Dating

Author: Annik Rubens
Sun, Mar 13, 2011


Dating

Herzlich willkommen bei Slow German. Nanci hat sich das heutige Thema gew?nscht. Tja, und ich habe diese Folge Dating genannt – obwohl das ein englisches Wort ist. Wir verwenden es auch in Deutschland. Aber es gibt nat?rlich auch deutsche Begriffe. "Sich verabreden" zum Beispiel – aber das kann viel mehr bedeuten. Ich kann mich auch mit meinem Vater verabreden oder mit einem Arbeitskollegen – das ist dann noch lange kein Date. Bleiben wir also beim romantischen Date.

In Deutschland gibt es keine so festgelegten Rituale des Datings wie beispielsweise in Amerika. Hier lernt man jemanden kennen – beispielsweise auf einer Feier oder bei Freunden – und verabredet sich. Mutige Menschen gehen gleich beim ersten Date zum Abendessen aus. Mutig deswegen, weil man beim Abendessen nat?rlich viel reden muss – und das ist schwierig falls man merkt, dass der andere Mensch gar nicht sympathisch ist. Besser ist daher ein Kinobesuch – da redet man kurz vorher, und dann schaut man in Ruhe den Film an. Wenn man danach noch Lust hat, geht man etwas trinken – wenn nicht, geht man nach Hause. Unverbindlicher ist auch eine Verabredung zum Kaffee trinken. Das dauert h?chstens eine Stunde und man kann sich beschnuppern. Das hei?t nicht etwa, dass man schn?ffelt, ob der andere gut riecht – sondern ob man sich mag.

Viele Menschen versuchen mittlerweile auch, die gro?e Liebe im Internet zu finden. Es gibt Kontaktb?rsen, bei denen Singles – wir sagen Alleinstehende – Beziehungen suchen. Oder Flirts. Oder Blind-Dates. Ihr merkt schon, beim Thema Liebe haben wir viele W?rter von den Amerikanern und Engl?ndern geklaut! Nat?rlich gibt es auch bei uns mittlerweile das so genannte Speed Dating. Das sind Veranstaltungen, bei denen an kleinen Tischen jeweils eine Frau sitzt. Die M?nner haben jeweils f?nf Minuten Zeit, mit jeder Frau zu sprechen. Am Ende k?nnen die M?nner und die Frauen auf einem Zettel ankreuzen, wen sie sympathisch fanden – wenn beide sich nett fanden, bekommen sie ihre Telefonnummern von der Organisation. Es gibt ?brigens einen sch?nen deutschen Film, der genau diese Sache thematisiert, er hei?t "Shoppen".

Nach einigen Dates ist es dann beschlossene Sache: Man beginnt eine Beziehung. Teenager sagen dann: Wir gehen miteinander. Sp?ter sagt man nur: Ich habe einen Freund. Das ist nat?rlich missverst?ndlich, denn "ein Freund" kann nat?rlich auch einfach nur ein guter Freund sein. "Mein Freund" ist dann aber immer der Mann, mit dem ich in einer Beziehung bin. Leider haben wir keine Begriffe wie "Girl-Friend" oder "Boy-Friend".

Viel mehr kann ich zum Dating gar nicht sagen – es gibt keine festen Regeln, es gibt kein festgelegtes Vorgehen. Und das finde ich auch gut so. So bleibt es spannend, die gro?e Liebe zu suchen!

So, ich hoffe Ihr habt wieder viele neue W?rter gelernt! Wenn Ihr Lust habt, folgt Slow German auf Facebook oder Twitter. PDFs zu allen Folgen gibt es auf slowgerman.com, dort findet Ihr auch noch viele andere Informationen und die Links zum Lernmaterial. Und es gibt eine App f?r‘s iPhone.

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sgdating.mp3]

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SG #060: Schwangerschaft und Geburt

Author: Annik Rubens
Fri, Feb 18, 2011


Herzlich willkommen bei Slow German! Ich habe eine lange Pause gemacht, und das hat einen Grund. Ich habe n?mlich einen kleinen Sohn bekommen. Daher heute mal das Thema: Kinder bekommen in Deutschland.

Nach dem Schwangerschaftstest hat eine Frau viel zu tun: Sie sollte jeden Monat zu ihrem Frauenarzt gehen und kontrollieren lassen, ob mit dem Baby alles in Ordnung ist. Baby ist eigentlich ein englisches Wort, wir verwenden es aber auch in Deutschland. Der korrekte Ausdruck f?r ein Neugeborenes ist eigentlich S?ugling. Sp?ter ist das Kind dann ein Kleinkind.

Bei den regelm??igen Untersuchungen wird das Gewicht der schwangeren Frau gemessen. Oft wird ihr Blut abgenommen, um verschiedene Werte zu kontrollieren. Sie muss auch eine Urinprobe abgeben. All das ist nicht besonders angenehm, aber die Belohnung ist dann eine Ultraschall-Untersuchung. Bei dieser Untersuchung k?nnen Arzt und Patientin sozusagen in den Bauch sehen und das ungeborene Kind beobachten. Recht fr?h kann man dabei auch schon das Geschlecht des Kindes feststellen – wenn man das m?chte. Gegen Ende der Schwangerschaft wird man an ein CTG angeschlossen, das ist ein Wehenschreiber. Das sind zwei Gurte um den Bauch der Schwangeren – angeschlossen an einen Monitor. Dort sieht man dann, wie das Herz des Babys schl?gt – und ob die Frau bereits Wehen hat.

Neben den ?rztlichen Untersuchungen nehmen viele Frauen die Hilfe einer Hebamme in Anspruch. Sie nimmt sich viel Zeit, beantwortet Fragen und hilft der schwangeren Frau in dieser Zeit. Um zu wissen, was bei der Geburt alles passiert und welche M?glichkeiten es gibt, werden viele Geburtsvorbereitungskurse angeboten. Sie sind keine Pflicht, aber ein freiwilliges Angebot. Hier lernt man zum Beispiel verschiedene Atemtechniken. Viele Kurse werden von der Krankenkasse unterst?tzt, das hei?t man muss nicht den vollen Betrag bezahlen.

Ab sechs Wochen vor der Geburt beginnt der Mutterschutz. In dieser Zeit kann die Frau arbeiten, sie muss es aber nicht mehr. In den acht Wochen nach der Geburt darf sie nicht arbeiten, wenn sie sich an diesen Mutterschutz h?lt. Damit sie trotzdem Geld bekommt, bezahlt ihr die Krankenkasse rund drei Viertel ihres Gehaltes weiter. So kann sie sich voll und ganz auf ihr neugeborenes Kind konzentrieren und gleichzeitig selber wieder fit werden.

Davor aber kommt die Geburt. Sie k?ndigt sich mit Wehen an. Das sind gro?e Schmerzen, die regelm??ig auftreten und immer st?rker werden. Die Mutter entscheidet sich schon vor der Geburt, wo sie ihr Kind bekommen m?chte. Es gibt die so genannte Hausgeburt, da bleibt die Frau bei sich zu Hause und wird von einer Hebamme unterst?tzt. Dann gibt es noch Geburtsh?user, auch hier hilft eine Hebamme, aber die meisten Frauen bekommen ihr Kind in einem Krankenhaus. In der so genannten Entbindungsklinik. Denn ein Kind zu bekommen hei?t auch, zu entbinden.

Im Krankenhaus hat die Schwangere auch Unterst?tzung von einer Hebamme. Wenn die Frau das m?chte, bekommt sie eine PDA, das ist eine Spritze, die ihr die Schmerzen nimmt. Es gibt in vielen Kliniken auch die M?glichkeit einer Wassergeburt. Daf?r ist die Frau dann in einer gro?en Badewanne, das warme Wasser soll entspannend wirken. Eine normale Geburt nennt man in Deutschland Spontangeburt. Auch wenn sie oft viele Stunden lang dauert.

Wenn es Komplikationen gibt, kann das Kind entweder mit einer Saugglocke oder mit einer Zange auf die Welt geholt werden. Oder mit einem Kaiserschnitt. Der Kaiserschnitt wird immer h?ufiger angewendet – dabei wird das Kind durch eine Operation aus dem Bauch der Frau geholt.

Wenn ein Kind ?brigens zu fr?h geboren wird, wird es Fr?hchen genannt. Zum Gl?ck ist die Medizin mittlerweile so weit, dass viele zu fr?h geborene Kinder trotzdem eine gro?e ?berlebens-Chance haben.

Gleich nach der Geburt darf das Kind bereits an die Brust der Mutter – wenn diese das m?chte. Sie kann das Kind stillen.

Falls sich die Frau f?r eine ambulante Geburt entschieden hat, darf sie wenige Stunden nach der Geburt nach Hause. Wenn nicht, bleibt sie einige Tage in der Klinik. Die Kinder werden nach der Geburt ausf?hrlich untersucht, und der Papa darf die Nabelschnur durchschneiden.

In den ersten Wochen zu Hause hat man die M?glichkeit, eine Nachsorge-Hebamme in Anspruch zu nehmen. Diese Hebamme hilft der jungen Familie und zeigt ihr auch, wie man das Baby wickelt und badet. Das Angebot wird von der Krankenkasse bezahlt.

Die ersten sechs Wochen nach der Geburt nennt man das Wochenbett. Auch danach stehen f?r das Baby viele Untersuchungen beim Kinderarzt an – die U-Untersuchungen. Sie sind durchnummeriert. U1 ist gleich nach der Geburt, U2 wenige Tage danach, U3, U4 und so weiter. Beim Kinderarzt wird das kleine Kind auch geimpft, damit es keine schlimmen Krankheiten bekommt. Eine Impfung ist in Deutschland allerdings nicht Pflicht, die Eltern d?rfen entscheiden, ob ihr Kind geimpft werden soll oder nicht.

So, ich hoffe Ihr habt wieder viele neue W?rter gelernt! Ich hoffe, dass ich wieder h?ufiger Slow German-Episoden aufnehmen kann. Wenn Ihr Lust habt, folgt Slow German auf Facebook oder Twitter. PDFs zu den ?lteren Folgen gibt es auf slowgerman.com, dort findet Ihr auch noch viele andere Informationen. Und es gibt eine App f?r‘s iPhone.

[audio:http://traffic.libsyn.com/slowgerman/sggeburt.mp3]

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The German ABC. Absolute Beginner #3

Author: Annik Rubens
Fri, Sep 10, 2010


Hello and welcome to the third episode for beginners – the long summer break is finally over and I hope I can produce more shows for you these coming weeks. Not only episodes for beginners, but also for advances learners.

Today, I want to pick up a topic that listener Burt asked me to cover: The German alphabet. I will go through the 26 letters now slowly so that you can hear how they are pronounced.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

Then there are the „Umlaute“: ? ? ? and we have a special „s“-sound, the ?. You don't hear a big difference, I know. Don't worry about that now.

While we are at the topic of pronounciation: JJ from New Zealand asked me to tell him the difference between Z and S. There's a big difference there! For example: We say Sahne, meaning cream, but Zucker, meaning sugar. The Z is pronounced like a t and a s. TS. More word with Z? Let me think. How about Zahn for tooth, Zeppelin, Zimt for cinnamon or also words with the Z in the middle like Beziehung for relationship or Katze for cat.

And one last thing: We have another sound in the German language, that is quite hard for beginners to pronounce. The CH-sound. It is either ch or ch. I'll give you some examples: Koch for cook, Buch for book, wach for awake. Or kichern for to giggle, Becher for cup and seicht for shallow.

So much for this quick lesson in German pronounciation – we'll end with a repetition of the alphabet. Hope you tune in next time and tell your friends about this podcast! Bis bald, Eure Annik.

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z

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SG #059: Studieren in Deutschland

Author: Annik Rubens
Fri, Sep 17, 2010


Joanne und viele andere von Euch haben gefragt, ob ich etwas ?ber die deutschen Universit?ten erz?hlen kann und dar?ber wie es ist, in Deutschland zu studieren. Das werde ich heute machen!

Wer in Deutschland studieren m?chte, der braucht zun?chst einmal die so genannte Hochschulreife. Das bedeutet, dass man einen guten Schulabschluss braucht und eine bestimmte Anzahl an Jahren in die Schule gegangen sein muss. Die allgemeine Hochschulreife ist in Deutschland das Abitur, es gibt aber auch die Fachhochschulreife. Es gibt feste Regeln, was man mitbringen muss, um studieren zu d?rfen. Das ist unterschiedlich von Fach zu Fach und von Universit?t zu Universit?t. Au?erdem ?ndert sich derzeit das gesamte System in Deutschland: Es wird umgestellt auf die international anerkannten Abschl?sse des Bachelor und Master. Daher ist es gerade alles etwas chaotisch.

Angenommen, ich habe also das Abitur. Und ich m?chte studieren. Dann gibt es trotzdem noch ein Problem: Manche F?cher sind so beliebt, dass zu viele junge Menschen diese F?cher studieren m?chten. Dann kann die Universit?t einen so genannten Numerus Clausus einf?hren. Das ist Lateinisch. Es bedeutet: Nur wenn ich einen bestimmten Abitur-Notendurchschnitt habe – also besonders gute Noten im Abschlusszeugnis, darf ich studieren.

Jetzt sage ich Euch kurz, wie es fr?her war und heute manchmal noch ist – da gab es n?mlich das Diplom. Diese Diplomstudieng?nge werden fast alle verschwinden, weil sie durch den Bachelor und Master abgeschafft werden. Aber ich sage Euch trotzdem, was das war: Zun?chst mal hat man zwei bis vier Semester studiert, das war das Grundstudium. Ein Semester ist ungef?hr ein halbes Jahr lang. Dann gab es eine Vorpr?fung, das so genannte Vordiplom. Danach hat man nochmal vier bis sechs Semester studiert im Hauptstudium, und am Ende gab es die Diplompr?fung. Ein Diplom ist eine Urkunde, also ein wichtiges Zeugnis. In vier bis f?nf Jahren konnte man also ein Diplom machen. Ihr habt das vielleicht schon einmal auf Visitenkarten gesehen: Es gibt in Deutschland viele Diplom-Ingenieure.

Ich selber habe einen Magister Artium. Das ist so etwas ?hnliches wie ein Diplom. Aber einen Magister gibt es nur in geistes- und sozialwissenschaftlichen F?chern. Dabei studiert man meistens ein Hauptfach und zwei Nebenf?cher. Ich hatte als Hauptfach Amerikanische Kulturgeschichte gew?hlt, als Nebenf?cher Politik und V?lkerkunde. Der Magister-Studiengang ist sehr frei, man kann sich seinen Stundenplan frei zusammenstellen, und das hat wirklich Spa? gemacht. Am Ende musste ich Pr?fungen ablegen, m?ndlich und schriftlich, und ich musste eine Magisterarbeit schreiben, also ein Dokument zu einem bestimmten Thema, 120 Seiten lang.

Es gibt auch unterschiedliche Arten von Veranstaltungen in einem Studium. Typisch sind Vorlesungen. Das bedeutet: In einem meist sehr gro?en Saal steht ein Professor oder Dozent vorne an der Tafel und erz?hlt eineinhalb Stunden lang etwas ?ber sein Thema. Die Studenten schreiben die Informationen mit und lernen sie sp?ter zu Hause. Manche Vorlesungen sind Pflicht – es muss also jeder Student dieser Fachrichtung in diese Vorlesung gehen. Das wird kontrolliert. Oft gibt es auch am Ende eine Pr?fung. Andere Vorlesungen sind freiwillige Angebote – der Student kann hingehen, muss aber nicht. Dann gibt es noch Seminare – das sind dann Veranstaltungen mit weniger Studenten. W?hrend in Vorlesungen oft gleich hunderte von Studenten in einem Saal sitzen, sind in manchen Seminaren nur zehn Studenten anwesend. Hier wird Wissen vertieft und genauer auf ein Thema eingegangen. Die Studenten m?ssen auch oft Referate halten – sich also auf ein Thema besonders gut vorbereiten und dann vor den anderen Studenten dar?ber einen Vortrag halten. Studenten untereinander nennen sich ?brigens Kommilitonen. Wenn das Semester vorbei ist, hat man als Student aber noch keine Ferien, denn zun?chst beginnt die vorlesungsfreie Zeit. In dieser Zeit soll man zum Beispiel Hausarbeiten schreiben – Arbeiten zu einem bestimmten Thema ?ber ungef?hr 20-30 Seiten. Referate und Hausarbeiten werden benotet. Und dann sind endlich Semesterferien.

Wer Hilfe braucht, der kann bei seinem Prof – das ist die Kurzform f?r Professor – in die Sprechstunde gehen. Die meisten Dozenten haben eine bestimmte Zeit in der Woche, in der sie f?r die Studenten zur Verf?gung stehen. Dann kann man Fragen stellen und sich Hilfe holen.

Jetzt nochmal kurz zur derzeitigen Situation: Diplom und Magister wird es also nicht mehr lange geben. Stattdessen den Bachelor – der also ?hnlich dem Grundstudium ist, und den Master, der das Hauptstudium beinhaltet.

Es gibt noch eine Besonderheit in Deutschland: Das Staatsexamen. Wer zum Beispiel Jura oder Medizin studiert, der muss am Ende staatliche Pr?fungen ablegen. Dies soll daf?r sorgen, dass die Qualit?t unabh?ngig und gleichbleibend ist.

Was kann ich Euch noch zum Thema Universit?t und Studieren in Deutschland erz?hlen? Es gibt einige sehr gro?e Universit?ten, wie zum Beispiel die in M?nchen. Hier habe ich studiert. Ich habe in einer eigenen Wohnung gelebt – andere leben im Studentenheim oder in Wohngemeinschaften, so genannten WGs. Ein Campusleben gibt es in M?nchen nicht, weil jedes Institut in einem anderen Geb?ude untergebracht ist, und viele dieser Geb?ude sind ?ber die Stadt verteilt. Es gibt also keinen zentralen Platz f?r alle Studenten. Andere Universit?ten wie T?bingen sind kleiner und daher vielleicht auch besser geeignet f?r internationale Studenten. Denn hier lernt man die anderen Studenten eher kennen. In gro?en Universit?ten ist es oft sehr anonym.

Ich werde oft von Euch gefragt, was Ihr tun sollt, wenn Ihr in Deutschland studieren wollt. Ich kann es Euch leider nicht sagen, weil ich selber nie in der Situation war! Ich empfehle Euch daher, im Internet zu st?bern und gute Tipps gerne auch bei SlowGerman.com auf die Homepage zu schreiben. Jede Universit?t hat eine Studienberatung und diese kann Euch genau sagen, welche Voraussetzungen Ihr f?r ein Studium in Deutschland braucht. Ich w?nsche Euch daf?r jedenfalls viel Erfolg!

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In a restaurant. Absolute Beginner #2

Author: Annik Rubens
Mon, May 17, 2010


Hello and welcome to the series "Absolute Beginners" here at Slow German. There will be new episodes as before, but I will include a few episodes for absolute beginners. They are meant for people who for example are travelling to Germany and who want to speak a few words in the native language... The first one of these was published some time ago, and today I want to give you all the vocabulary you need to go to a restaurant and eat something. After all, I don‘t want you to starve here in Germany!

At first if you enter the restaurant, you might be greeted by a waiter. This is not at all common in Germany – most people just seat themselves. So if you don't see somebody steering towards you, feel free to choose yourself where you want to sit. In case a waiter welcomes you, he might ask „Haben Sie reserviert?“ or „Haben Sie eine Reservierung?“. He wants to know if you have made a reservation in advance. You can say, „Nein, tut mir leid“, meaning „No, I'm sorry“, or „Ja, auf den Namen Schmidt“. Of course you have to replace the name Schmidt with your own name.

The waiter might also ask you: „F?r zwei?“, meaning „For two?“, if he sees that there are two people in your party. Or „F?r vier?“ if there are four. He will then show you to a table that's big enough for all of you.

Usually, the waiter should present you with the menu without being asked for it. If he's having a busy day or simply forgot his duty, you might remind him with „Die Speisekarte, bitte.“ meaning „The menu, please“. You can also say: „Kann ich die Karte haben?“, „Can I have the menu?“

Most waiters are not very talkative, so don't expect them to introduce themselves and ask things like „What would you like to drink today?“. They most simply say: „Zum Trinken?“, meaning „To drink?“. Then they wait for you to answer. Now I don't know what you would like to order, but I have a few alternatives for you:

„Eine Apfelschorle, bitte.“. Apfelschorle is the favorite non-alcoholic drink of Germans, it is a mix of mineral water and apple juice. „Eine Apfelschorle, bitte.“
„Einen Orangensaft, bitte.“. An orange-juice, please.
„Eine Cola, bitte.“ A coca-cola, please.
„Ein Mineralwasser, bitte.“ Sparkling mineral water, please.
„Ein stilles Wasser, bitte.“
Or, of course, „Ein Bier bitte.“. I guess I don't have to translate that.

Now let's think about food. You pick something from the menu and say „Ich h?tte gerne...“, and then you say what you would like to eat. If you can pronounce it, I am very proud of you. For example you can order a Schnitzel and say „Ich h?tte gerne das Wiener Schnitzel“. If you are a little shy, just say „Ich h?tte gerne das hier“, and point to what you would like to have on the menu. If you want something special that you can't find on the menu, just ask: „Haben Sie ...?“. For example: „Haben Sie ein Wiener Schnitzel?“. It simply means: Do you have a Wiener Schnitzel?

Let's hope everything worked out fine and you're sitting there with your drink and your food. The waiter will wish you „Guten Appetit“, literally meaning he wishes you a healthy appetite. But something is missing. Just call the waiter by establishing eye-contact, maybe raising your hand and saying „Entschuldigung“, meaning simply „Excuse me“. Then wait until he or she comes to your table. In former times people said „Herr Ober“ or „Fr?ulein“, but that is thought to be old-fashioned today and some waiters and waitresses even consider it to be rude.

Finally, just ask: „K?nnte ich bitte Salz haben?“ if you want to have salt. I give you some more examples:

„K?nnte ich bitte eine Gabel haben?“ means „Could I have a fork, please?“
„K?nnte ich bitte ein Messer haben?“ means „Could I have a knife, please?“
„K?nnte ich bitte einen L?ffel haben?“ means „Could I have a spoon, please?“
„K?nnte ich bitte einen Aschenbecher haben?“ means „Could I have an ashtray, please?“ But be careful: Most restaurants nowadays are smoke-free.

If you have to use the bathroom, you can ask: „Entschuldigung, wo ist die Toilette?“.

At the end of your meal, the waiter will clear the table and say something like „Hat's geschmeckt?“, he wants to know if you enjoyed your meal. You can simply answer by saying „Ja, danke.“, or if you really liked it, say „Sehr gut, danke.“.

You can then order some coffee or dessert, and if you're done, ask for the cheque by saying „Die Rechnung, bitte.“ or „Ich m?chte zahlen, bitte!“. Remember, there's one big difference between dining in Germany and dining in the US. In Germany, you can usually sit at a table as long as you want. After your meal, you can just sit there and enjoy your coffee or drink some more wine or beer and just talk for hours. You don't have to rush out of the restaurant as soon as you're done eating. But it is polite to not sit at an empty table, but order some drinks.

That's it for now – for more information on this podcast visit www.slowgerman.com or check out the new iPhone app. You can also follow Slow German on Twitter and Facebook. Have fun learning German and Auf Wiederh?ren!

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SG #058: Humor

Author: Annik Rubens
Wed, Jan 20, 2010


Alles unter www.slowgerman.com

Andrew und Xavi aus Barcelona haben mich gebeten, ?ber deutschen Humor zu sprechen. Darum geht es also in der heutigen Folge.

Das erste, woran ich beim Thema Humor denke, sind Witze. Witze sind kurze Geschichten, die sich Menschen erz?hlen, und die ein lustiges Ende haben. Diese Witze verbreiten sich von Mensch zu Mensch wie eine Lawine, und manche von ihnen kennt fast jeder. Es gibt interessanterweise immer Phasen, in denen eine bestimmte Art von Witzen sehr beliebt ist. Als ich ein Kind war, waren das die H?schen-Witze. Ein H?schen ist ein kleiner Hase. Wir haben uns also immer Witze erz?hlt, in denen ein kleiner Hase in ein Gesch?ft kommt, um etwas zu kaufen. Ich werde jetzt keinen dieser Witze erz?hlen, aber Ihr k?nnt sie euch wahrscheinlich vorstellen. Aus heutiger Sicht waren sie nicht sehr lustig.

Eine andere Phase waren unter Erwachsenen die Blondinenwitze. Darin machte man sich ?ber blonde Frauen lustig und stellte sie als besonders dumm dar. Auch Menschen aus verschiedenen Regionen machen sich gerne ?ber andere Regionen lustig. In Deutschland ver?ppelt man oft Ostfriesen, das sind Menschen die ganz weit im Norden leben. Ver?ppeln ist ?brigens ein anderes Wort f?r "sich ?ber jemanden lustig machen". Man kann auch sagen: Veralbern.

Nat?rlich gibt es auch in Deutschland Menschen, die davon leben, lustig zu sein. Ich meine jetzt nicht Clowns, sondern Comedians und Kabarettisten. In Deutschland wird gerne eine Grenze gezogen zwischen diesen beiden Berufen. Comedians gibt es eigentlich erst seit gut 20 Jahren in Deutschland – das sind Menschen, die sich meist ganz alleine auf eine B?hne stellen und lustige Dinge erz?hlen. Kabarettisten gibt es schon viel l?nger hier – sie haben meistens einen politischen Hintergrund oder sind sehr gesellschaftskritisch. Daher ist es oft schwer, ihren Humor zu verstehen – wenn man die Hintergr?nde nicht genau kennt.

Ich m?chte Euch heute einige Spa?macher vorstellen. Im Moment ist ein Mann in Deutschland regelrecht ber?hmt, weil er unglaublich viele Zuschauer hat. Er hat es sogar geschafft, 70.000 Menschen in das Berliner Olympiastadion zu locken, um ihnen seine Geschichten zu erz?hlen. Damit steht er jetzt sogar im Guinness-Buch der Rekorde. Sein Name ist Mario Barth. Er stammt aus Berlin und macht vor allem Witze ?ber die Beziehung zwischen M?nnern und Frauen. Ich muss gestehen, dass ich ?ber seine eher primitive Art von Humor ?berhaupt nicht lachen kann – aber er wird von vielen Deutschen gemocht.

Es gibt einige lustige Menschen, die jeder Deutsche kennt, weil sie schon so lange in Deutschland aktiv sind. Otto zum Beispiel, oder Mike Kr?ger, oder Karl Dall. Sie alle mag ich auch nicht – es tut mir leid! Ich kann Euch aber auch Menschen nennen, die ich lustig finde. Von den Pionieren ist das zum Beispiel Loriot. Loriot ist ein Mann, der eigentlich Vicco von B?low hei?t. Vor vielen Jahrzehnten fing er an, die Menschen genau zu beobachten. Dann hat er Szenen aus dem Alltag aufgeschrieben und sie so bearbeitet, dass sie lustig wurden. Sie sind lustig, weil jeder schon einmal etwas ?hnliches erlebt hat. Zum Beispiel wie es ist, wenn dem Menschen im Restaurant gegen?ber eine Nudel im Gesicht klebt – und man sich nicht mehr auf das Gespr?ch konzentrieren kann. Schaut Euch mal Loriot-Sketche bei YouTube an, ich bin gespannt, ob sie Euch gefallen.

Welche Comedians ich empfehlen kann? Da gibt es viele. Zum Beispiel Dieter Nuhr oder Michael Mittermeier. Momentan ist auch Eckart von Hirschhausen sehr beliebt – er ist ein Arzt, der zum Beispiel sehr am?sant dar?ber spricht, was das Gl?ck f?r die Menschen bedeutet. Und Kaya Janar hat sich als Thema vor allem die multikulturelle Gesellschaft ausgesucht – wie also zum Beispiel Deutsche mit T?rken im Alltag umgehen.

Zu den gro?en Kabarettisten geh?rt Dieter Hildebrandt, der mittlerweile ?ber 80 Jahre alt ist und immer noch sehr aktiv. Ich f?rchte aber, dass er f?r Euch schwer zu verstehen ist, weil er sehr schnell spricht.

Mein gro?er Liebling ist aber Hagen Rether. Ich habe ihn schon zwei Mal live gesehen und im Juni werde ich ihn wieder sehen. Er ist gro? und d?nn, hat einen Pferdeschwanz und sitzt immer an einem Fl?gel, also an einem gro?en Klavier. Sein Auftritt dauert drei Stunden – und jede Sekunde ist kostbar. Er kritisiert die derzeitige politische Situation sehr genau. Nach der Vorstellung denke ich noch viel ?ber seine Worte nach.

Es gibt im Deutschen eine Redewendung, die sehr gut zu Hagen Rether passt. Da bleibt einem das Lachen im Halse stecken. Das bedeutet, dass man im ersten Moment anf?ngt zu lachen, dann aber merkt, dass es eigentlich schockierend ist, was er gerade gesagt hat. Es ist eine eher sarkastische Art von Humor.

Wenn es Euch interessiert – es gibt zwei Kabarettsendungen im deutschen Fernsehen. Die eine hei?t Satiregipfel, die andere "Neues aus der Anstalt". Ich f?rchte aber, dass das noch zu kompliziert f?r Euch ist. Vielleicht habt Ihr auch Lust auf deutsche Comedy, dann schaltet doch den "Quatsch Comedy Club" ein.

Zum Schluss noch Musik von einer deutschen Band namens "ich und mein Tiger". Der Song hei?t "Bahnhof" – mehr davon unter:
www.ichundmeintiger.de.



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SG #057: Halloween

Author: Annik Rubens
Fri, Oct 30, 2009


Die Deutschen feiern gern. Das merkt man auch daran, dass sie Feste aus anderen L?ndern gerne ?bernehmen. Ein Beispiel daf?r ist Halloween. Halloween ist kein deutscher Brauch. Es wurde urspr?nglich in Irland gefeiert und von den Iren nach Amerika gebracht. Dort ist es mittlerweile ein sehr wichtiges Fest geworden.

Hier in Deutschland gibt es keine Halloween-Tradition. Dennoch wird Halloween von vielen Deutschen seit den 90er-Jahren gefeiert. Manche Deutsche veranstalten Halloween-Parties. Und manche Kinder gehen tats?chlich von Haus zu Haus und sammeln S??igkeiten. Manche Bars und Restaurants veranstalten ebenfalls Halloween-Parties, sie schm?cken ihre R?ume mit k?nstlichen Spinnweben und Skeletten.

Halloween geh?rt einfach zum Herbst dazu, das merkt man auch an der Dekoration. Im Herbst machen wir eine K?rbissuppe und stellen kleine Zier-K?rbisse auf den Tisch, als Deko. Wir sammeln Kastanien und rote und gelbe Bl?tter von B?umen und arrangieren sie zu einem sch?nen Bild. Manche Deutsche h?hlen auch K?rbisse aus und stellen eine Kerze hinein – genauso wie in Amerika.

Dennoch ist die Bedeutung von Halloween nicht gro? in Deutschland. Wir haben andere Br?uche, die alt sind und aus unserer Region stammen. Ein Brauch ist das Martinssingen. Am 11. November ziehen Kinder von Haus zu Haus und singen Lieder – als Belohnung bekommen sie S??igkeiten oder Fr?chte. Das ist ein katholischer Brauch, der dem von Halloween sehr nahe kommt – au?er dass die Kinder an Halloween "S??es oder Saures" rufen, anstatt zu singen. Beim Martinssingen tragen die Kinder selbstgebastelte bunte Laternen mit Lichtern darin. Das sieht im Dunkeln besonders sch?n aus. Das bekannteste Lied ist "Ich geh mit meiner Laterne – und meine Laterne mit mir. Da oben leuchten die Sterne und unten leuchten wir". Zum Martinstag am 11. November geh?rt eine Geschichte, die an den Heiligen Martin erinnert. Er hatte seinen Mantel mit einem frierenden Bettler geteilt.

Ein anderer wichtiger Brauch ist Allerheiligen am 1. November. Aber davon habe ich Euch schon in einer anderen Folge erz?hlt. An Allerheiligen gedenkt man der Toten, daher ist es ein eher trauriger Feiertag. Deswegen sind Tanzveranstaltungen in katholischen Regionen verboten – ab Mitternacht. Halloween-Parties m?ssen also ab Mitternacht ganz still sein.

Ich selber bin zwar auf zwei Halloween-Parties eingeladen, werde aber nicht hingehen. Ich werde mich an Halloween nicht verkleiden und keine S??igkeiten an Kinder verteilen. Ich werde mich aber auf den n?chsten Tag freuen und darauf, an Allerheiligen meine Familie zu sehen.

Wie macht Ihr es? Wie feiert man Halloween in Eurem Land? Wenn Ihr Lust habt, schreibt in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com – in Deutsch oder Englisch.



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SG #056: Jugendherberge

Author: Annik Rubens
Tue, Sep 22, 2009


Lernmaterial und mehr Infos unter www.slowgerman.com

Eine Herberge ist eine Unterkunft, also ein Platz, wo man schlafen kann. Es ist so etwas ?hnliches wie ein Hotel. Eine Jugendherberge ist wie der Name schon sagt ein Hotel f?r Jugendliche. Der Unterschied zu einem Hotel ist vor allem der Preis f?r ein Zimmer. Meistens sind Jugendherbergen viel billiger. Oft gibt es Mehrbettzimmer, also Zimmer mit mehreren Betten darin. Es gibt einen Speisesaal und meistens auch sch?ne Angebote f?r Familien, also zum Beispiel einen Spielplatz oder ein Schwimmbad. Noch ein Unterschied zum Hotel: Die G?ste m?ssen ihre Betten selbst mit Bettw?sche beziehen und vor Abreise wieder abziehen. Das macht im Hotel ein Zimmerm?dchen. Handt?cher muss der Gast selber mitbringen oder in der Jugendherberge mieten.

Wie ist dieses Konzept entstanden? Die erste Jugendherberge entstand vor genau 100 Jahren, und zwar am 26. August 1909. Der Lehrer Richard Schirrmann war damals mit einer Schulklasse unterwegs. Er wollte acht Tage lang mit den Kindern wandern. In der ersten Nacht schliefen sie in der Scheune eines netten Bauern. In der zweiten Nacht allerdings tobte ein Gewitter und sie fanden lange keine Unterkunft. Schlie?lich kamen sie endlich in der Dorfschule unter. Der Lehrer konnte nicht schlafen – also kam ihm die Idee, f?r andere Wanderer eigene Herbergen einzurichten. Wenig sp?ter richtete er die erste Jugendherberge ein.

Die Idee setzte sich schnell durch: Schon 1932 gab es ?ber 2100 Jugendherbergen. Damals hatten sie noch gro?e Schlafs?le, in denen viele Kinder und Jugendliche zusammen in einem Raum schliefen. International werden die Jugendherbergen "Youth Hostels" genannt. Weltweit gibt es mittlerweile 4500 Jugendherbergen, in Deutschland sind es noch 550. Diese Jugendherbergen haben unterschiedliche Standards: Jugendherbergen der Kategorie 1 sind eher einfach eingerichtet, die Herbergen der Kategorie 4 bieten gehobenen Komfort, sind also besser eingerichtet und ausgestattet.

Wichtig ist den Jugendherbergen, dass sie nicht nur eine Unterkunft sind. Sie stehen f?r Frieden. Sie wollen, dass Jugendliche und Kinder viel reisen, um andere L?nder und andere Menschen kennenzulernen und dadurch Toleranz zu lernen. In einer solchen Herberge verbringt man oft Zeit mit anderen G?sten und lernt sich n?her kennen. Oft werden Jugendherbergen genutzt, um mit einer ganzen Schulklasse zu reisen. Die Kinder d?rfen zum Beispiel eine Woche lang Urlaub in einer Jugendherberge machen, anstatt in die Schule zu gehen. Daf?r lernen sie vor Ort in der Jugendherberge mit ihrem Lehrer andere Dinge, zum Beispiel ?ber die Umwelt und Natur. Der Leiter der Jugendherberge wird auch heute noch oft "Herbergsvater" genannt. Und ein Klischee f?r Jugendherbergen, das oft wahr ist, ist der st?ndig aus einer gro?en Kanne ausgeschenkte Tee.

Wer in einer Jugendherberge ?bernachten m?chte, muss nicht unbedingt ein Kind sein. Mittlerweile ist es m?glich, auch als Erwachsener dort zu ?bernachten. Wichtig ist aber, ein Mitglied des Deutschen Jugendherbergswerk zu sein. Das ist die Organisation, zu der alle Jugendherbergen geh?ren. Das Deutsche Jugendherbergswerk, kurz DJH, ist ?brigens ein eingetragener Verein. ?ber Vereine gab es schon eine Slow German-Folge, Ihr k?nnt sie gerne nachh?ren. Wer also in einer Jugendherberge ?bernachten m?chte, muss Mitglied in dieser Organisation werden, und das kostet Geld, aber nicht viel. Momentan liegen die Betr?ge zwischen 12,50 Euro und 21 Euro f?r ein ganzes Jahr. Dazu kommt dann nat?rlich der Preis f?r eine ?bernachtung, das Fr?hst?ck ist immer mit dabei.



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SG #055: Fernsehen

Author: Annik Rubens
Fri, Jul 10, 2009


Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com

Toshada und viele andere von Euch haben mich gebeten, ?ber das Thema Fernsehen in Deutschland zu sprechen. Gerne!

K?nnt Ihr Euch vorstellen, dass schon 1929 ein regelm??iges Fernsehprogramm ausgestrahlt wurde? Zwar noch in schlechter Aufl?sung, aber immerhin! 1936 wurden die Olympischen Sommerspiele im Fernsehen gezeigt, ein gro?es Ereignis f?r das Dritte Reich. Nat?rlich war damals noch alles schwarz-wei? zu sehen. Das Farbfernsehen gab es in Deutschland erst ab 1967 f?r alle Zuschauer, die ein passendes Ger?t hatten. Heute haben 95% der deutschen Haushalte ein Fernsehger?t.

Zu Beginn war Fernsehen Luxus – und eher langweilig. Denn es gab nur wenige Fernsehsender und diese sendeten auch nur kurze Zeit. Sogar als ich ein Kind war, war das Fernsehen noch ganz anders als heute. Nachts gab es nur ein Testbild zu sehen, eine bunte Grafik, und die Sender haben sich ausgeschaltet. Es gab die beiden gro?en ?ffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF, die dritten Programme, das sind Regionalsender f?r jedes Bundesland, und erst ab 1984 gab es auch private Fernsehsender in Deutschland. Am bekanntesten sind hier RTL, SAT1 und ProSieben. Weil es am Anfang so wenige Sender gab, wurden sie von den Zuschauern nummeriert – und dieses Ph?nomen gibt es noch heute. Die ARD hei?t „Das Erste“, mit dem Zweiten meint man das ZDF, das Zweite Deutsche Fernsehen, und die Dritten sind die Regionalprogramme.

ARD und ZDF sowie die Dritten finanzieren sich gr??tenteils aus Rundfunkgeb?hren. Jeder Deutsche, der Geld verdient und einen Fernseher hat, zahlt daf?r Geb?hren an die so genannte GEZ. Abends ab 20 Uhr d?rfen diese Sender keine Werbung mehr zeigen. Die ?ffentlich-rechtlichen Sender haben einen Bildungsauftrag, sie sollen vor allem Information bieten. Heute leisten sie aber auch einen Beitrag zur Unterhaltung. Am Freitagabend gibt es in den Dritten gute Talkshows wie „3 nach 9“ oder die „NDR Talkshow“, am Samstagabend gibt es Unterhaltungsshows und am Sonntag Abend in der ARD den „Tatort“, den wohl ber?hmtesten deutschen Krimi nach „Derrick“. Am Sonntag l?uft auch die „Lindenstrasse“, eine w?chentliche Serie, die seit 1985 l?uft. Es gibt drei gro?e deutsche Talkerinnen, sie sind allesamt sehr gute Journalistinnen: Anne Will, Maybrit Illner und Sandra Maischberger. F?r Kinder produziert die ARD auch wunderbare Sendungen, zum Beispiel die ber?hmte „Sendung mit der Maus“, eine Wissenssendung, die auch viele Erwachsene sehen.

Die privaten Sender finanzieren sich ausschlie?lich aus Werbeeinnahmen. Es gibt vor allem zwei gro?e Konzerne in Deutschland, die Fernsehen machen: Die ProSiebenSat1 Media AG hat ihren Sitz in M?nchen, und zu ihr geh?ren vier Fernsehsender. Wie der Titel schon sagt sind das ProSieben, Sat1, dazu noch kabel eins wo viele amerikanische Sitcoms laufen und N24, ein Nachrichtensender.

Die zweite gro?e Firma ist die RTL Group in K?ln, zu ihr geh?ren der Sender RTL, der Nachrichtensender n-tv und Teile von RTL2, VOX und Super RTL. RTL startete 1992 die erste deutsche Seifenoper, also eine Soap. Sie hei?t „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, und l?uft t?glich im Fernsehen. Seit einigen Jahren gibt es auch Telenovelas in Deutschland. Abends laufen aber meistens die gro?en amerikanischen Serien wie „Dr. House“, „Desperate Housewives“ und so weiter, sie sind alle ins Deutsche ?bersetzt und synchronisiert.

Es gibt noch viele andere Sender, zum Beispiel Musiksender wie MTV oder VIVA, wir empfangen CNN und in manchen Gegenden die BBC. Ich selber habe Kabelfernsehen, mein Fernsehprogramm kommt also aus der Steckdose. Ich habe 34 Sender zur Auswahl, das meiste davon ist Quatsch, wie zum Beispiel Shoppingsender. Man kann aber auch eine Satellitensch?ssel installieren, dann hat man eine gr??ere Auswahl an weltweiten Angeboten. Oder man nutzt Pay-TV und bezahlt f?r eine Settop-Box, dann kann man ebenfalls weitere Kan?le sehen. In Deutschland hie? der Pay-TV-Anbieter bis vor kurzem Premiere, jetzt hei?t er Sky.

Rein subjektiv kann ich euch sagen, dass ARD und ZDF qualitativ meistens gute Sendungen machen, allerdings oft f?r ein ?lteres Publikum. Dort laufen also auch Volksmusiksendungen am Abend. Die beste Sendezeit beginnt bei uns ?brigens um 20.15 Uhr, denn um 20 Uhr l?uft die bekannteste Nachrichtensendung Deutschlands, die Tagesschau, die es ?brigens auch als Podcast gibt. RTL macht haupts?chlich Unterhaltung, dort laufen Spielfilme und die Sendungen „Wer wird Million?r“ oder „Deutschland sucht den Superstar“, die aus dem amerikanischen kopiert wurden. „Deutschland sucht den Superstar“ hei?t im Original „American Idol“. Sat1 und ProSieben liefern ebenfalls Spielfilme und Unterhaltungsshows, momentan ist ProSieben bekannt daf?r, Formate wie „Popstars“ oder Heidi Klums Topmodel-Show auszustrahlen. Derzeit sind ?berhaupt Casting-Formate der gro?e Renner in Deutschland. Sie machen Quote, das bedeutet: Die Einschaltquote ist hoch, viele Menschen sehen diese Sendungen.

Die wohl bekannteste deutsche Sendung ist allerdings keine amerikanische Kopie, sondern eine rein deutsche Idee: „Wetten, dass...?“. Es gibt sie seit 1981. In der Sendung schlie?en Menschen Wetten ab. Das sind oft kuriose Dinge. Zum Beispiel hat ein Mann gewettet, dass er schneller eine Sch?ssel Wasser austrinken kann als sein Hund. Als Wettpaten werden Prominente eingeladen. Sie sagen dann: Ja, der Mann schafft das. Oder: Nein, er schafft es nicht. Wenn sie verlieren, m?ssen sie etwas tun – zum Beispiel in Frauenkleidern auftreten oder durch einen brennenden Reifen springen. Thomas Gottschalk moderiert diese Sendung seit 1987. Er ist damit der bekannteste Showmaster Deutschlands. Welche wichtigen Menschen gibt es in der deutschen Fernsehlandschaft noch? Zum Beispiel G?nther Jauch. Er moderiert „Wer wird Million?r“ und „Stern.TV“, ein journalistisches Magazin. Er ist so beliebt in Deutschland, dass er bei Umfragen immer zum Bundespr?sidenten gew?hlt wird. Frech und sarkastisch ist Harald Schmidt, der lange als Nighttalker aktiv war in der Rolle, die in den USA Jay Leno und David Letterman innehaben. Es gibt noch viele andere, Stefan Raab, Johannes B. Kerner, J?rg Pilawa, Oliver Pocher, Reinhold Beckmann. Aber f?r heute habe ich genug erz?hlt. Ihr merkt schon, man kann viel zu diesem Thema sagen! Wenn Ihr Lust auf deutsches Fernsehen habt: ARD und ZDF haben eine Mediathek, in der man im Internet st?bern kann. Und alle Sender haben mittlerweile eigene Sendungen oder Teile davon als Podcast ins Internet gestellt. Die Sendung mit der Maus kann ich Euch w?rmstens empfehlen!

Jetzt aber wieder Musik, und zwar von den Liedermachern „Simon & Jan“. Das St?ck hei?t „Die Tafel“ und ist auf MySpace zu finden: http://www.myspace.com/simonundjan



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Yes, no, hello! Absolute Beginner #1

Author: Annik Rubens
Mon, Jul 06, 2009


Hello and welcome to a new series here at Slow German. There will be new episodes as before, but I will include a few episodes for absolute beginners. They are meant for people who for example are travelling to Germany and who want to speak a few words in the native language...

First of all, you want to be able to say yes and no. That's the easy part. If you want to say yes, say „Ja“. „Ja“. If you want to say no, say „nein“. Nein.

When travelling in a foreign country, it is important to be nice to the people you meet. After all, everything you do will reflect on your own country. If you're an American and you're acting loud the Germans will say: Americans are loud! So be careful what you do!

Our next words are please, thank you and sorry or pardon. If you want to thank somebody for something, you simply say „Danke“. Danke. In reply to that, the other person will answer „bitte“. Bitte. If you want to attract the attention of somebody, for example a person working in a store, or if you bump into somebody, you say „Entschuldigung“. I know this is a hard word to say and everybody will understand if you say „sorry“, but the correct German word is Entschuldigung. Ent-schul-di-gung.

Alright, very good so far! Now let's get to four words that you can use for directions. There is left and right. Left is links, links, and right is rechts, rechts. It's easy to memorize, because the first letter of the words is the same. Links and rechts. In rechts you have a sound that is not common in many other languages, the „ch“-Sound. Your mouth forms a wide grin, like if you want to say „eeeee“. Now if you lift the middle part of your tongue a little bit, you will get this sound. „Ch“. Two more words for directions: Up and down. Up is „oben“, oben, and down is „unten“, unten.

Let's get to different greeting formulas. You can always say „Guten Tag“, no matter what time it is. It jus means „A good day to you“. If you want to specify, you can wish a good morning or good evening. Then it is „Guten Morgen!“ or „Guten Abend“. Guten Morgen. Guten Abend. The more colloquial form is „Hallo“. Hallo. If you are in Southern Germany, in Bavaria or even in our neighbor-country Austria, you will often hear „Gr?? Gott“. This means „God is greeting you“, meaning „God bless you“. I am not a Christian and I say it anyway – it is very common in Southern Germany. Gr?? Gott.

If you want to leave, there are also different possibilities. You can say „Auf Wiedersehen“, auf Wiedersehen, meaning „until we see us again“. The more colloquial form is „Tsch?ss“ or the Italian „ciao“. Tsch?ss. Ciao. Auf Wiedersehen!

Four more words to go, then we are through with this first episode of Slow German for Absolute Beginners. Let's say you enter a hotel, or you want to introduce yourself to somebody. Then you say „Ich hei?e...“ and then your name. I would say „Ich hei?e Annik“. In a hotel, you would follow up with something like „Ich habe eine Reservierung“, if you have a reservation for a room. We also copied the English form of that sentence, so you can also introduce yourself by saying „Mein Name ist...“. Mein Name ist Annik.

Ok, now three important places for every traveler. If you travel by train, you need the trainstation. Bahnhof. Bahnhof. If you fly to Germany, you will arrive at the airport, the Flughafen. Flughafen. And if you need a taxi, guess what? You can call a Taxi! I guess that word is the same in almost every language. We just pronounce it a little differently. Taxi. Taxi.

That's it for now, in the next easy episode I will tell you what to say if you're in a restaurant. If you have questions or ideas what to teach next, write me an e-mail at podcast@slowgerman.com . You can find the text and the vocabulary to this episode as well as many infos on slowgerman.com. Auf Wiedersehen! Or better: Auf Wiederh?ren!



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SG #054: Banken

Author: Annik Rubens
Fri, Jun 12, 2009


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Momentan ist eines der gr??ten Themen die Finanz- und Wirtschaftkrise. Fan hat mich nun gebeten, ?ber das deutsche Bankwesen zu sprechen, und das werde ich gerne tun.

Es gibt viele sehr bekannte deutsche Banken, zum Beispiel die Deutsche Bank oder die Commerzbank. In Deutschland gibt es sehr wenige Privatbanken, daf?r aber viele ?ffentlich-rechtliche oder genossenschaftliche Banken. Das ist alles etwas kompliziert, im Grunde kann man sagen, es gibt drei verschiedene Arten von Banken in Deutschland. Zum einen gibt es die Genossenschaftsbank – eine Genossenschaft ist eine bestimmte Rechtsform. Die bekannteste Genossenschaftsbank in Deutschland ist wohl die Volks- und Raiffeisenbank. Die zweite Art ist eine ?ffentlich-rechtliche Bank, zum Beispiel eine Sparkasse. Das Hauptziel der Sparkassen ist nicht, Gewinne zu erzielen. Vereinfacht gesagt geht es ihnen mehr um den B?rger als um das Geld. So sollte es zumindest sein. Die dritte Bankenart ist die Privatbank.

Was kann man bei einer Bank alles machen? Zun?chst mal hat man oft schon als Kind die M?glichkeit, das ersparte Geld zur Bank zu bringen. Ich erinnere mich, dass ich ein Sparschwein hatte – das war ein Schwein aus Porzellan, das oben einen Schlitz hatte. Dort konnte man M?nzen hineinwerfen. Wenn das Schwein voll war, wurde es zur Bank gebracht und das Geld auf ein Sparkonto eingezahlt. So haben viele deutsche Kinder gelernt, zu sparen.

Sp?ter er?ffnet man bei der Bank ein Girokonto. Das passiert meist dann, wenn man anf?ngt zu arbeiten und regelm??ige Einnahmen hat. Ein Girokonto ist sehr praktisch. Man kann viele Zahlungen automatisieren, das nennt man dann einen Dauerauftrag. Ich habe es zum Beispiel so eingerichtet, dass an jedem ersten Tag im Monat das Geld f?r die Miete automatisch von meinem Konto auf das Konto meiner Vermieterin ?berwiesen wird.

Schecks werden in Deutschland nur noch sehr selten von Privatpersonen verwendet. Stattdessen gibt es so genannte Einzugserm?chtigungen. Ich habe zum Beispiel einen Vertrag unterschrieben, und dieser Vertrag erlaubt meinem Stromanbieter, dass er jeden Monat oder jedes Quartal Geld von meinem Konto abbuchen darf. Er holt sich also das Geld selber, das der Strom kostet. Das gleiche gilt f?r die Heizung, das Wasser, Versicherungen und ?hnliches. Daher muss ich mich um nichts mehr k?mmern, alles ist automatisiert.

Wenn ich einer anderen Person Geld schicken m?chte, weil ich zum Beispiel bei eBay etwas gekauft habe, dann kann ich das Geld ?berweisen. Eine ?berweisung ist ein Blatt Papier, ein Formular. Dort trage ich meinen Namen ein und meine Kontonummer, und den Namen und die Kontonummer des Menschen, bei dem ich etwas gekauft habe. Dann noch den Geldbetrag, und einen so genannten Verwendungszweck, also ein Stichwort, damit der Verk?ufer wei?, wof?r das Geld gedacht ist. Diese ?berweisung gebe ich dann bei der Bank ab, und das Geld wird ?berwiesen. Noch einfacher ist es online – die meisten Banken bieten mittlerweile in Deutschland Online-Banking an. Hier kann ich online ausf?llen, wem ich Geld schicken m?chte, und alles geht ganz schnell. Damit die Bank wei?, dass nur ich Zugriff auf das Konto habe, hat sie mir einen Online-Zugang eingerichtet, der mit einem Passwort gesch?tzt ist. Dieses Passwort habe ich per Post zugeschickt bekommen. Au?erdem muss ich jede Transaktion, also zum Beispiel jede ?berweisung, mit einer TAN-Nummer best?tigen. Diese TAN-Nummern bekommt man ebenfalls per Post geschickt.

Nat?rlich kann man auch in Deutschland l?ngst mit Plastik bezahlen. Das bedeutet, man kann Plastikkarten benutzen, um zu bezahlen. Am weitesten verbreitet sind ec-Karten. EC steht dabei f?r Electronic Cash. Mit so einer Karte kann ich auf mein Girokonto zugreifen. Zum Beispiel kann ich an einem Bankautomaten Geld abheben. Daf?r muss ich die ec-Karte in den Automaten einf?hren, dann meine PIN-Nummer eingeben, das sind vier Zahlen, und dann kann ich Bargeld abheben. Ich kann mit der ec-Karte auch einkaufen. Im Supermarkt fragt mich die Kassiererin dann entweder nach meiner PIN-Nummer, die man dann selber eintippen muss, oder man muss einen Bon unterschreiben, also einen Kassenzettel. Das geht einfach und schnell. Praktisch ist auch, dass man mit der ec-Karte oft auch in ganz Europa bezahlen kann, und zwar immer dann, wenn auf der Karte auch das „Maestro“-Zeichen abgedruckt ist.

Kreditkarten sind in Deutschland auch verbreitet, aber es ist noch nicht ?blich, dass man kleine Betr?ge mit der Kreditkarte bezahlt. Vor allem amerikanische Ketten wie Starbucks akzeptieren zwar Kreditkarten auch f?r einen Kaffee, oft aber ist es nicht so. Das h?ngt vor allem damit zusammen, dass die Kreditkartengesellschaften wie VISA oder Mastercard Geb?hren vom Verk?ufer verlangen. Sein Gewinn ist also geringer, wenn der Kunde mit Karte bezahlt. Vor allem in Tankstellen oder Restaurants und in Kaufh?usern kann man aber ohne Probleme mit der Kreditkarte bezahlen.

Nat?rlich gibt es noch viele weitere Funktionen einer Bank. Man kann Geld auf so genannte Festgeldkontos legen, bei denen man dann h?here Zinsen bekommt. Man kann Aktien kaufen oder in Fonds investieren, man kann Kredite aufnehmen und vieles mehr – aber das f?hrt jetzt zu weit. Wir h?ren lieber Musik – und zwar diesmal von Trashure „Die Frau die mich nicht sieht“.

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SG #053: Arztbesuch

Author: Annik Rubens
Fri, May 29, 2009


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Courtenay aus Tennessee m?chte gerne etwas ?ber einen Arztbesuch in Deutschland erfahren. Ich habe Euch ja schon erz?hlt, dass man in der Regel zun?chst einen Termin beim Arzt vereinbart. Die Koordination ?bernimmt die Sprechstundenhilfe. Das ist meistens eine Frau, die in der Arztpraxis am Telefon die Termine annimmt und eintr?gt. Sie hat noch weitere Aufgaben, die meisten davon sind B?rot?tigkeiten. Dann nimmt man im Wartezimmer Platz und wartet, bis man an die Reihe kommt.

Der Arzt oder eine Arzthelferin kommen dann ins Wartezimmer und rufen entweder den Namen auf oder sagen „Der N?chste, bitte“. Der Arzt hat eine Karteikarte, auf der die Krankengeschichte des Patienten steht. Also zum Beispiel wie alt er ist, wieviel er wiegt, wie gro? er ist, welche Krankheiten er bereits hatte, wann er zuletzt beim Arzt war oder welche Medikamente ihm verschrieben wurden.

Dann fragt der Arzt den Patienten, was ihm fehlt. Der Patient kann dann beschreiben, dass ihm zum Beispiel der Bauch weh tut. Oder dass er Halsschmerzen hat. Er kann berichten, dass er seit ein paar Tagen Fieber hat, Husten oder Schnupfen. Oder falls er sich verletzt hat kann er erkl?ren, wie alles passiert ist – wenn er zum Beispiel vom Fahrrad gest?rzt ist und sich dabei ein Bein gebrochen hat oder ?hnliches.

Der Arzt stellt dabei weitere Fragen. Er fragt, wie lange die Schmerzen schon anhalten. Er fragt, ob die Schmerzen nur manchmal existieren oder immer da sind. Er fragt, ob es zum Beispiel in der Familie ?hnliche Probleme gibt, ob man eventuell eine Krankheit geerbt hat. Und ob es Medikamente gibt, die man nicht vertr?gt oder gegen die man allergisch ist. Er versucht, aus den Symptomen eine Diagnose zu ziehen. Das bedeutet: Er setzt die verschiedenen Schmerzen zusammen und versucht herauszufinden, was die Ursache ist.

Der Arzt hat verschiedene M?glichkeiten, den Patienten zu untersuchen. Zun?chst wird er oft den Patienten bitten, sich freizumachen. „Machen Sie sich bitte frei!“ bedeutet in diesem Fall: Die Kleidung ausziehen. Meistens aber nur an der Stelle, die Schmerzen bereitet, also zum Beispiel das T-Shirt ausziehen, damit der Arzt die Lunge abh?ren kann oder den Bauch abtasten. Oft wird er dann Maschinen benutzen, um den Patienten weiter zu untersuchen. Er kann zum Beispiel mit einem Ultraschallger?t arbeiten. Das passiert zum Beispiel bei Schwangeren. Dabei tr?gt er erst ein k?hles Gel auf die entsprechende Stelle auf und f?hrt dann mit einem Ultraschallkopf dar?ber. Auf einem Monitor sieht er dann in den Bauch. Wenn man sich ein Bein gebrochen hat, dann muss man den Bruch r?ntgen, um genau zu sehen, was gebrochen ist. Mit einem R?ntgenger?t kann man Knochen abbilden.

Wenn der Arzt die Symptome richtig erkannt hat, kann er eine Diagnose stellen. Er kann dem Patienten dann sagen, an welcher Krankheit er leidet oder welche Ursache die Schmerzen haben.

Normalerweise bekommt man dann ein Rezept vom Arzt. Auf diesem Blatt Papier stehen Angaben f?r einen Apotheker. Dort bekommt man die Medizin, die der Arzt verschrieben hat. Oft bekommt man Antibiotika verschrieben, wenn man zum Beispiel eine Lungenentz?ndung hat. Wer sich dagegen ein Bein gebrochen hat, der bekommt wahrscheinlich einen Gips, damit wird der Bruch ruhig gestellt, damit er wieder heilen kann. Manche Patienten werden auch ins Krankenhaus eingewiesen, um dort weiterbehandelt oder operiert zu werden, wenn sie schwer krank sind.

Zum Arzt kann man aber auch gehen, wenn man gar nicht krank ist. Ich werde demn?chst dorthin gehen, um meinen Impfschutz zu erneuern. Ich habe ein gelbes Heft, das ich bei meiner Geburt bekommen habe. Darin stehen alle Impfungen, die ich bis jetzt bekommen habe. Impfungen sind in der Regel Injektionen. Man bekommt also zum Beispiel eine Spritze, damit man in Zukunft keine Masern, R?teln oder Windpocken bekommen kann.

Man kann auch zu einem Check-Up gehen. Dann macht der Arzt verschiedene Tests. Er l?sst einen zum Beispiel auf einem Hometrainer fahren. Ein Hometrainer ist bei uns ein Fahrrad, das in der Wohnung steht und stabil befestigt ist. Man kann damit nicht wirklich fahren, sondern nur in die Pedale treten. W?hrend dieses Tests ist man an eine Maschine angeschlossen, die zum Beispiel misst, wie stark das Herz klopft. Der Arzt kann dann auch den Blutdruck messen oder Blut abnehmen und es im Labor untersuchen. So wei? man, ob man gesund ist.

Heute passenderweise der Song „Schmerzfrei“ von Max Passion.



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SG #052: Automobile

Author: Annik Rubens
Tue, May 05, 2009


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Wer momentan in Deutschland Nachrichten liest, sieht oder h?rt, dem begegnet ein Thema besonders h?ufig: Die Finanzkrise. Am st?rksten betroffen ist in Deutschland derzeit die Automobilindustrie. Victor aus Mexiko hat mich gebeten, dar?ber zu sprechen.

In Deutschland arbeiten rund 800.000 Menschen in der Automobilindustrie. Sie stellen Autos her. Es gibt viele bekannte Automarken, die aus Deutschland stammen. Wer in Deutschland mal die Autos anschaut, der sieht vor allem Volkswagen, Mercedes Benz (also Daimler), Opel, BMW und Audi. Gut, ein paar Porsches gibt es nat?rlich auch noch, und viele andere Automarken, die nicht aus Deutschland stammen. Am erfolgreichsten sind Daimler und Volkswagen. In Deutschland gibt es ungef?hr 41 Millionen PKW, das steht f?r Personenkraftwagen, also normale Autos. Die gr??eren Lastwagen nennt man LKW f?r Lastkraftwagen. Das bedeutet, dass ungef?hr jeder zweite Deutsche ein Auto hat.

Die Automobilindustrie hat eine lange Tradition in Deutschland, und das ist kein Wunder. Denn das Auto wurde 1885 erfunden – von Carl Benz, einem Deutschen.

Es gibt viele Begriffe, die Ihr vielleicht noch nicht kennt. Wisst Ihr zum Beispiel, wie wir ein offenes Auto nennen? Das ist ein Cabrio. Ein Auto, in dem zwei Menschen Platz haben, nennen wir einen Zweisitzer. Das bekannteste deutsche Auto in dem nur zwei Menschen sitzen k?nnen, ist wohl der Smart, ein tolles, kleines Auto!

Ein sehr beliebtes Auto der Deutschen ist der VW Golf. Wenn man sich ein Auto kaufen m?chte, kann man entweder ein neues Auto kaufen oder ein gebrauchtes. Beim Verkauf bekommt man die Papiere – den Fahrzeugschein und den Fahrzeugbrief. Wer diese beiden Papiere offiziell besitzt, dem geh?rt das Auto.

Ein Auto darf aber nicht sofort auf die Stra?e: Erst muss es zugelassen werden. Dazu geht man zu einer speziellen Beh?rde, der Zulassungsstelle. Dort meldet man das Auto an, und dann bekommt man Kennzeichen, also Nummernschilder. Das sind zwei l?ngliche Metallschilder, die man vorne und hinten am Auto montiert. Daran kann es erkannt werden. In Deutschland beginnt das Kennzeichen immer mit einem, zwei oder drei Buchstaben. Diese Buchstaben stehen f?r eine Stadt oder eine Region. Je weniger Buchstaben, desto gr??er die Stadt. M steht f?r M?nchen, B f?r Berlin, S f?r Stuttgart, K f?r K?ln.

Auf dem Nummernschild steht nach diesem Buchstaben ein kleiner Strich – und dar?ber und darunter sind zwei bunte Aufkleber zu sehen, so genannte Plaketten. Diese Plaketten bekommt man vom T?V. Der T?V ist eine Institution, die kontrolliert, ob das Auto in Ordnung ist. Ob es sicher ist und funktioniert. Alle zwei Jahre muss man das Auto zur Kontrolle bringen und bekommt dann eine neue Plakette.

Ist das Auto dann endlich zugelassen, kann man damit fahren. Es gibt zwei Arten von Autos: Autos mit Automatikgetriebe und Autos mit manueller Gangschaltung. Als ich ein Kind war, hatten alle Autos in Deutschland eine manuelle Gangschaltung. Heute hat sich das ge?ndert: Immer mehr Deutsche kaufen Automatik-Autos. Ich kann das gut verstehen, es ist bequemer. Mein kleines Auto hat aber nach wie vor eine manuelle Gangschaltung.

Bevor man sich hinter das Steuer eines Autos setzen darf, muss man einen F?hrerschein machen. Dazu geht man in die Fahrschule. Hier bezahlt man Geld daf?r, damit ein Fahrlehrer einem beibringt, Auto zu fahren. Man lernt wie die Gangschaltung funktioniert, wo der Blinker ist, wie man einparkt und so weiter. Und nat?rlich muss man auch die Verkehrsregeln beachten. Daher ist der Unterricht in der Fahrschule in einen Theorie- und einen Praxisteil gegliedert. Am Ende muss man eine theoretische und eine praktische Pr?fung machen. Wenn man sie beide besteht, bekommt man den F?hrerschein, der aussieht wie eine Kreditkarte aus Plastik.

?brigens m?ssen Autos in Deutschland versichert sein! Das ist Pflicht. Falls man einen Unfall baut, an dem man nicht schuld ist, kann man also sicher sein, dass man unterst?tzt wird.

Vor allem wenn man ein altes Auto hat, kann es passieren, dass man eine Autopanne hat. Das Auto ist kaputt und f?hrt einfach nicht mehr. Dann rufe ich den ADAC an, das ist ein Club, bei dem man Mitglied werden kann. Es gibt nat?rlich noch andere Clubs wie den ADAC, ich nehme ihn nur als Beispiel. Jedenfalls kommt der ADAC dann mit einem seiner gelben Autos zu mir und versucht, mein Auto vor Ort zu reparieren, wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Wenn es schlimmer ist, muss das Auto abgeschleppt werden. Dann zieht es ein Abschleppwagen bis zur n?chsten Werkstatt. Mir ist das letztes Jahr passiert, es war sehr aufregend!

Ich merke, ich k?nnte Euch noch viel zum Thema Autos erz?hlen – es ist ein sehr wichtiges Thema in Deutschland! Momentan gibt es zum Beispiel eine so genannte Abwrackpr?mie – wer sein altes Auto verschrottet, also zu M?ll macht, der bekommt Geld vom Staat, wenn er sich daf?r ein neues Auto kauft. So soll die Automobilindustrie angekurbelt werden, angekurbelt bedeutet in diesem Fall, sie soll unterst?tzt werden.

Jetzt noch Musik, und zwar von Hans Dampf „Dabei dachten wir“.

Adressen:

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?bungsmaterial als PDF Folge 41-50: 8 Euro
http://www.tradebit.com/visit.php/59344/product/-/6912896

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SG #051: Good Bye, Lenin!

Author: Annik Rubens
Mon, Apr 27, 2009


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Heute mal wieder ein Filmtipp von mir. Er ist aus dem Jahr 2003 und hei?t „Good Bye, Lenin!“

Im Film geht es um eine Familie in Ostdeutschland. Der Vater hat die Familie verlassen und ist in den Westen gefl?chtet. Die Mutter bleibt mit ihren beiden Kindern in der DDR zur?ck. Sie setzt sich f?r den Sozialismus ein. Eines Tages sieht sie, wie ihr Sohn Alexander bei einer Demonstration festgenommen wird. Der Schock ist f?r sie so gro?, dass sie einen Herzinfarkt bekommt und ins Koma f?llt. Es ist das Jahr 1989, und die Mauer f?llt. Aber Christiane Kerner bekommt davon nichts mit, weil sie im Koma liegt.

Erst ein halbes Jahr sp?ter wacht sie wieder auf. Ihr K?rper ist noch schwach, sie darf sich nicht aufregen, das w?re schlecht f?r ihr Herz. Aber es ist viel passiert. Die DDR gibt es nicht mehr. W?re das nicht ein lebensgef?hrlicher Schock f?r die Frau?

Deswegen hat ihr Sohn Alexander die Idee, es ihr einfach nicht zu erz?hlen. In ihrer Wohnung l?sst er die DDR wieder aufleben. Gemeinsam mit einem Freund nimmt er sogar eine Nachrichtensendung auf, die die Mutter dann im Fernsehen sieht. Es ist r?hrend zu sehen, wie viel M?he sich der Sohn macht, um seine Mutter vor der Aufregung zu sch?tzen. Er hat selber Spa? daran, sich seine eigene DDR zu erfinden.

Wie der Film ausgeht, verrate ich hier nicht. Die Hauptrolle des jungen Alexander wird gespielt von Daniel Br?hl, der einer der bekanntesten deutschen Schauspieler seiner Generation ist. Die Regie f?hrte Wolfgang Becker. Der Film war ein gro?er Erfolg in Deutschland, sechs Millionen Menschen haben ihn im Kino gesehen. Er bekam neun Deutsche Filmpreise und den Europ?ischen Filmpreis Felix.

Mir hat der Film damals sehr gut gefallen, weil er zum einen die Charaktere sehr warmherzig und humorvoll portr?tiert. Zum anderen zeigt er die Suche eines jungen Mannes danach, was die DDR eigentlich war. Schaut Euch diesen Film an, wenn Ihr ihn noch nicht gesehen habt!

Musik gibt es diesmal auch wieder, und zwar von Ewa Firsowicz das Lied „Kennst Du nicht auch“.

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SG #050: Gesundheitssystem

Author: Annik Rubens
Fri, Apr 17, 2009


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Marcelo, Ekaette und einige andere haben mich gebeten, ?ber das deutsche Gesundheitssystem zu sprechen. Das ist gar nicht so einfach, weil es ein sehr komplexes Thema ist. Ich werde versuchen, Euch die Grundz?ge zu erkl?ren.

In Deutschland sind die meisten Menschen versichert. Es gibt zwei Arten von Krankenkassen: gesetzliche und private Krankenkassen. In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlt man jeden Monat einen bestimmten Beitrag. Dieser richtet sich danach, wieviel man verdient. Wer viel verdient, muss auch mehr f?r seine Krankenversicherung bezahlen. Wer wenig verdient, zahlt weniger. Die meisten deutschen B?rger sind bei einer gesetzlichen Krankenkasse versichert. Ich auch. Nur ungef?hr 10 Prozent der Deutschen sind privat versichert. Hier zahlt man auch regelm??ig Beitr?ge, diese sind aber von anderen Faktoren abh?ngig, zum Beispiel davon, wie alt man ist und ob man eine Frau ist oder ein Mann.

In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Das hei?t, dass fast jeder versichert sein muss. Nur zum Beispiel Beamte, Soldaten oder Selbst?ndige m?ssen sich nicht versichern. Alle anderen schon.

Bei mir sieht das so aus: Ich habe eine kleine Plastikkarte, die aussieht wie eine Kreditkarte. Auf ihr sind meine pers?nlichen Daten gespeichert, also wo ich wohne und bei wem ich versichert bin. Wenn ich zum Arzt komme, gebe ich diese Karte dort ab. Sie wird eingelesen und die Informationen ?berpr?ft. Dadurch wei? der Arzt, wem er seine Leistungen in Rechnung stellen muss, wer also f?r seine Arbeit bezahlt.

Zus?tzlich muss ich zehn Euro bezahlen. Das ist eine so genannte Praxisgeb?hr. Sie wurde vor einigen Jahren neu eingef?hrt. Dann kann ich auch schon im Wartezimmer Platz nehmen und darauf warten, dass der Arzt Zeit f?r mich hat. Wieviel meine Behandlung kostet und wer sie bezahlt, das erfahre ich als Patient gar nicht. Das l?uft dann alles zwischen Arzt und Versicherung ab.

Aber die Versicherung zahlt nicht alles. Wenn ich zum Beispiel meine Z?hne professionell reinigen lassen m?chte, muss ich das selber bezahlen. Bei meinen Kontaktlinsen ?bernimmt die Krankenkasse wenigstens einen kleinen Teil der Kosten – den Rest muss ich zahlen. Wenn ich beim Frauenarzt bestimmte Vorsorgeuntersuchungen machen m?chte, beispielsweise Ultraschall zur Krebsvorsorge, muss ich das auch selber zahlen. Den Begriff Vorsorge muss ich vielleicht erkl?ren: Bei der Vorsorge geht es darum, dass man zum Arzt geht, obwohl man noch nicht krank ist oder sich noch nicht krank f?hlt. Man versucht also zu verhindern, dass man krank wird. Oder man versucht, bestimmte Krankheiten m?glichst fr?h zu entdecken, damit man sie dann leichter bek?mpfen kann. Bei der Vorsorge sorgt man also fr?hzeitig f?r seinen K?rper.

Auch wenn man nicht alles bezahlt bekommt, ist das System verglichen mit vielen anderen L?ndern sehr gut. Wer krank ist oder einen Unfall hatte, wird ?rztlich versorgt, daf?r sorgt seine Krankenkasse. Das ist auch bei schwangeren Frauen so, die vor der Geburt regelm??ig untersucht werden.

In Deutschland gibt es aber immer wieder Diskussionen ?ber das Gesundheitssystem. Da die ?rzte an Privatpatienten mehr verdienen als an gesetzlich versicherten Patienten, ist es oft schwieriger, als gesetzlich versicherter Patient einen Termin zu bekommen. F?r teure Untersuchungen muss man dann l?nger warten. Das ist aber nicht immer so – manche ?rzte machen keinen Unterschied.

Nach der Untersuchung bekommt man vom Arzt meistens ein Rezept. Das ist ein kleines Blatt Papier, auf dem der Arzt notiert hat, welche Medikamente man braucht. Damit geht man zu einer Apotheke und bekommt dort die verschriebenen Pillen.

Musik ist ?brigens auch eine gute Medizin, deswegen gibt es heute f?r Euch die Gruppe „Maximal egal“ mit ihrem Song „Es geht vorbei“.

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SG #049: Radfahren

Author: Annik Rubens
Wed, Apr 08, 2009


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Endlich ist der Fr?hling da. Und das bedeutet f?r mich: Ich hole mein Fahrrad aus dem Keller. Viele Deutsche fahren zwar auch im Winter mit ihrem Rad, aber ich nicht. Mir macht das nur Spa?, wenn es warm ist.

Im Fr?hling muss ich das Fahrrad erst einmal putzen und die Kette neu ?len. Dann muss ich die Reifen aufpumpen, weil sie sonst zu wenig Luft haben. Noch ein kurzer Bremsen-Check – und schon kann es losgehen.

Ein Fahrrad besteht aus zwei Reifen, die mit Speichen best?ckt sind. Man setzt sich auf den Sattel und tritt in die Pedale. Mit dem Lenker kann man die Richtung bestimmen, und eine Klingel haben die meisten Fahrr?der auch, um zu warnen. Damit man auch nachts gesehen wird, hat das Rad vorne und hinten ein Licht und zwischen den Speichen orangefarbene Reflektoren, Katzenaugen genannt. Man kann entweder mit einer Bremse am Lenker bremsen oder mit einer R?cktrittbremse durch die Pedale. Viele R?der haben eine Gangschaltung, damit man mal schneller und mal langsamer treten kann und so leichter vorw?rtskommt. Wenn man jemanden mitnehmen m?chte, kann sich dieser entweder auf die Lenkerstange setzen oder hinten auf den Gep?cktr?ger.

Viele Deutsche fahren Fahrrad. Manche von ihnen sehen das Radfahren als Sport, sie tragen enge Trikots und einen Helm und brausen so schnell es geht durch das Land. Andere fahren lieber gem?tlich herum und sehen sich die Landschaft an. Zu denen geh?re ich auch.

M?nchen ist ein wahres Radfahr-Paradies. Radfahrer haben ihre eigenen Radwege, die von den Autostra?en getrennt sind. An manchen Kreuzungen gibt es sogar kleine Ampeln nur f?r Radfahrer. Und eigene Stra?enschilder, die die Entfernung zu bestimmten Orten anzeigen. So kann man sch?ne Radtouren machen.

F?r mich ist das Fahrrad eine M?glichkeit, mich sehr schnell in der Stadt zu bewegen. Wenn ich von meiner Wohnung aus zu meinem Arbeitsplatz fahren m?chte, brauche ich mit dem Auto 20 Minuten – und muss dann einen Parkplatz suchen. Mit der Stra?enbahn brauche ich zwar nur 11 Minuten, aber oft muss ich lange warten, bis eine Bahn kommt. Mit dem Fahrrad bin ich in 15 Minuten dort – und habe gleichzeitig ein wenig Sport gemacht.

Letztes Jahr habe ich von meinen Eltern einen Fahrradhelm geschenkt bekommen. Kinder sind es in Deutschland gew?hnt, einen solchen Helm zu tragen. Ich bin es noch nicht – aber ich versuche ihn so oft wie m?glich aufzusetzen. So ist die Verletzungsgefahr bei einem Unfall viel kleiner.

?brigens lernen die Kinder in Deutschland sehr fr?h, Fahrrad zu fahren. Manche ben?tzen daf?r so genannte St?tzr?der. Das sind kleine R?der, die man rechts und links an das Fahrrad montiert. So wird aus dem Fahrrad ein Rad mit vier R?dern, das nicht umfallen kann. In der Grundschule gibt es dann einen speziellen Unterricht bei der Polizei. Sie zeigen auf einem Verkehrs?bungsplatz, welche Regeln man als Fahrradfahrer beachten muss.

Bis zum achten Lebensjahr d?rfen Kinder mit ihrem Fahrrad auf dem Gehweg fahren. Danach m?ssen sie auf der Stra?e bei den Autos fahren. Normalerweise nehmen Autofahrer R?cksicht auf die Fahrradfahrer – aber leider nicht immer.

In gro?en St?dten gibt es meistens auch Sightseeing mit dem Fahrrad. Da kann man sich dann ein Fahrrad ausleihen und mit einer Gruppe von Touristen durch die Stadt fahren und sich alles zeigen lassen.

Wer kein eigenes Fahrrad hat und trotzdem gerne radeln m?chte, der kann sich ein Fahrrad mieten. Die Deutsche Bahn bietet diesen Service an, er hei?t „Call a Bike“. Diese silbern-orangefarbenen Fahrr?der stehen ?berall herum, und man kann sie mit einem Telefonanruf freischalten. Nach der Benutzung sperrt man das Fahrrad wieder ab und gibt Bescheid, wo es steht. Dieser Service ist aber leider nicht kostenlos.

Begeisterte Radfahrer radeln ?brigens auch gerne mehrere Tage lang in ihrem Urlaub. Zum Beispiel kann man einmal um den Bodensee fahren, oder bis nach Venedig. Daf?r braucht man aber ordentlich Kondition, um so lange in die Pedale zu treten!

So, genug geradelt! Jetzt erstmal Musik, und zwar „Kleine Geschichten“ von Phil und Pete.

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SG #048: Die Bundeswehr

Author: Annik Rubens
Fri, Mar 13, 2009


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In Deutschland gibt es ein Gesetz, nach dem alle m?nnlichen deutschen Staatsb?rger wehrpflichtig sind, sobald sie 18 Jahre alt werden. Das bedeutet: Sie m?ssen Wehrdienst leisten. Wie lange, das ?ndert sich immer wieder. Fr?her waren es 18 Monate, mittlerweile nur noch halb so lang. Wenn man am Freitag oder Sonntag in Deutschland mit dem Zug f?hrt, sieht man viele sehr junge M?nner in Tarnuniform. Ich finde das meistens ein h??liches und erschreckendes Bild, denn man denkt dann sofort an Krieg. Die Jungs sitzen dann aber friedlich im Zug und fahren f?r das Wochenende nach Hause zu ihren Familien. Am Montag m?ssen sie dann wieder lernen, ihr Land zu verteidigen. Es gibt aber auch eine Alternative zum Wehrdienst, dazu am Ende dieser Episode mehr.

Erst m?ssen alle Wehrdienstleistenden drei Monate lang in die Grundausbildung. Dort lernen sie zum Beispiel zu schie?en und auch wie man anderen hilft. Nach einer Pr?fung geht es weiter zu einer Spezialisierung. Man kann Fallschirmj?ger werden oder zur Marine gehen. Bei der Bundeswehr kann man verschiedene Ausbildungen machen, man kann den F?hrerschein f?r Lastwagen machen und ?hnliches. Also auch einige Dinge, die man sp?ter im zivilen Leben brauchen kann. Es gibt auch Bundeswehr-Universit?ten f?r sp?tere Offiziere.

Man kann sich auch freiwillig l?nger verpflichten als neun Monate. Dann bleibt man als Soldat auf Zeit mehrere Jahre bei der Bundeswehr. Das k?nnen zwei Jahre sein, es k?nnen aber auch zw?lf Jahre oder mehr werden. Viele M?nner machen dies, um bei der Bundeswehr eine teure Ausbildung machen zu k?nnen und sp?ter im zivilen Leben in einem neuen Beruf zu arbeiten. Angeblich sind das 85 Prozent der Zeitsoldaten. Es gibt aber noch eine M?glichkeit: Man kann in Deutschland auch Berufssoldat werden und somit also von Berufs wegen Soldat sein.

Die Bundeswehr besteht grob gesagt aus drei Bereichen. Es gibt das Heer, dazu geh?ren die Truppen an Land. Es gibt die Luftwaffe, die sich wie der Name schon sagt um die Luft k?mmert, und es gibt die Marine, die zur See f?hrt. Der Chef des Milit?rs ist der Bundesverteidigungsminister. Er ist ?brigens kein Milit?r, sondern ein Zivilist – und darf den Milit?rs trotzdem Befehle erteilen. Falls wieder Krieg w?re oder Deutschland sich irgendwie verteidigen m?sste, w?re der Oberchef allerdings der Bundeskanzler.

Wie viele Soldaten es in Deutschland gibt, wird immer wieder neu festgelegt. W?hrend des Kalten Krieges waren es fast eine halbe Million M?nner. Nach dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung Deutschlands waren es 370.000. Bis n?chstes Jahr sollen es 250.000 sein. ?brigens gibt es seit 2001 auch Frauen bei der Bundeswehr, sie m?ssen allerdings keinen Wehrdienst leisten, sondern k?nnen rein freiwillig zur Bundeswehr gehen. Ungef?hr 15 Prozent der deutschen Soldaten sind Frauen.

Ein funktionierendes Milit?r zu haben kostet viel Geld. 2009 sollen in Deutschland 31 Milliarden Euro ausgegeben werden. Es gibt immer wieder Diskussionen im Land, ob dieses Geld richtig investiert ist und ob man es nicht lieber f?r Bereiche wie die Bildung ausgeben sollte.

Wie kommt man als junger Mann zur Bundeswehr? Man muss zur so genannten Musterung. Das ist eine Untersuchung bei einem speziellen Arzt. Hier wird er gemessen, gewogen und befragt. Dann muss er eine Urinprobe abgeben, einen Seh- und H?rtest machen und dann werden ihm Puls und Blutdruck gemessen. Nach weiteren Kontrollen entscheidet der Arzt, ob der Bewerber fit genug ist f?r das Milit?r. Zwei Drittel werden in der Regel als fit genug eingestuft, der Rest wird ausgemustert und muss nicht zum Wehrdienst. Wer die k?rperliche Pr?fung bestanden hat und trotzdem nicht zum Milit?r m?chte, der kann den Kriegsdienst verweigern. Dieses Recht ist sogar in der Verfassung verankert. Dazu muss man einen schriftlichen Antrag stellen in dem man mitteilt, dass man aus Gewissensgr?nden nicht am Wehrdienst teilnehmen kann. Die Begr?ndung lautet einfach, dass man es nicht ertragen kann, eine Waffe zu benutzen. Wird dem Antrag stattgegeben, kann man einen sogenannten zivilen Ersatzdienst leisten. In der Umgangssprache wird er einfach Zivildienst genannt.

Ein Zivildienstleistender, kurz Zivi, verrichtet neun Monate in einer sozialen Einrichtung, also genauso lang wie seine Kollegen beim Milit?r. Zivis arbeiten zum Beispiel in der Kranken- oder Altenpflege, sie fahren Krankenwagen oder helfen in Kinderg?rten aus. Oft betreuen sie auch behinderte Menschen.

So, das waren jetzt einige Informationen zum Bereich Milit?r und Zivildienst. Das ist nat?rlich mal wieder ein Thema, zu dem man noch viel mehr erz?hlen k?nnte, zum Beispiel auch ?ber die Geschichte des Milit?rs. Aber das k?nnt Ihr alles im Internet nachlesen.

Zum Schluss mal wieder deutsche Musik, und zwar von der Band BILK das Lied Ph?nomenal.

Mehr Informationen auf www.slowgerman.com



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SG #047: Unregelm??ige Verben

Author: Annik Rubens
Thu, Feb 26, 2009


Alessio hat sich gew?nscht, dass ich die unregelm??igen Verben spreche. Das tue ich in dieser Folge. Nach den Verben ist immer etwas Pause, so dass Ihr mitsprechen k?nnt. Die Liste der Verben k?nnt Ihr als PDF auf slowgerman.com herunterladen.

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SG #046: Deutsche Kunst

Author: Annik Rubens
Thu, Feb 19, 2009


Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com

Vor einiger Zeit war ich im Franz-Marc-Museum in Kochel. Weil Sara mich gebeten hat, ?ber deutsche Kunst zu sprechen, werde ich das heute tun. Ich werde Euch etwas erz?hlen vom Blauen Reiter.

Der Blaue Reiter war ein K?nstlerkreis in M?nchen. Gegr?ndet wurde er von Franz Marc und Wassily Kandinsky 1911. Sie wollten die festgefahrenen Traditionen der akademischen Malerei befreien. Mit dabei waren auch August Macke, Alexej von Jawlensky und Kandinskys Lebensgef?hrtin Gabriele M?nter. Sie alle sind bis heute ber?hmte K?nstler, deren Werke in vielen Museen weltweit zu sehen sind. Gemeinsam brachten sie einen Almanach heraus und organisierten Ausstellungen.

Die abstrakten, farbenfrohen und oft grafisch wirkenden Bilder von Wassily Kandinsky sind bis heute auf Postern, Postkarten und allen m?glichen anderen Gegenst?nden zu sehen. Er ist eigentlich schon fast ein Pop-Art-K?nstler, auch wenn er nat?rlich offiziell nicht zu dieser Gruppe geh?rt. Franz Marc ist ber?hmt geworden durch seine immer weiter verfremdeten Bilder von Pferden und anderen Tieren.

Besonders interessant ist es, wenn man in Bayern nach den Spuren dieser K?nstler sucht. Zum Beispiel lebten sie lange in Schwabing, genauer gesagt in der Ainmillerstra?e. Schwabing ist ein Stadtteil von M?nchen, der in den 20er-Jahren ber?hmt war f?r seine K?nstlerateliers. Hier in den Kneipen trafen sich ber?hmte Autoren und Maler. Wenn die K?nstler genug hatten von der Stadt, gingen sie aufs Land. Franz Marc und Kandinsky lie?en sich in Murnau nieder, am Kochelsee. Es ist wundersch?n dort – man f?hrt von M?nchen aus gut eine Stunde mit dem Auto Richtung S?den und in die Alpen hinein. Und dort steht dann zum einen das so genannte Russenhaus, in dem Kandinsky und M?nter lebten, und das gerade modernisierte und erweiterte Franz-Marc-Museum.

Es ist tragisch, dass einige dieser interessanten K?nstler so jung gestorben sind. Franz Marc und August Macke fielen im Ersten Weltkrieg, Marc war gerade mal 36 Jahre alt. Kandinsky ging zur?ck nach Ru?land und lebte sp?ter in Paris, wo er 1944 starb. Der Blaue Reiter existierte nicht mehr, und M?nchen war nicht l?nger eine internationale Kunst- und Kulturhauptstadt.

Wenn Ihr nach M?nchen kommt, dann m?sst Ihr unbedingt in das Lenbachhaus gehen. Das Lenbachhaus ist mein Lieblingsmuseum. Es ist eine sch?ne Villa, die beinahe so aussieht, als st?nde sie in der Toskana. Dabei liegt sie mitten in M?nchen, gleich in der N?he des K?nigsplatzes. Hier sind viele Bilder des Blauen Reiter zu sehen, viele davon wurden von Gabriele M?nter der Stadt M?nchen geschenkt. Im Moment ist eine Kandinsky-Sonderausstellung hier zu sehen, die sp?ter in diesem Jahr nach Paris weiterzieht und nach New York.

Was die deutsche Kunstszene heute macht? Sie ist weiterhin lebendig. Es gibt einige gro?e Namen, haupts?chlich allerdings sind es M?nner. Zum Beispiel J?rg Immendorff und Georg Baselitz. Ich empfehle Euch die Werke von Gerhard Richter, vor allem die ?lteren Gem?lde von ihm. Den Link zu seiner Homepage (http://www.gerhard-richter.com/) gibt es unter slowgerman.com.

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SG #045: Deutsche Literatur

Author: Annik Rubens
Thu, Feb 12, 2009


Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com

Ivan aus Bulgarien interessiert sich f?r deutsche Literatur. Es ist schwer, so ein Thema in eine einzige Podcastfolge zu packen – ich versuche es dennoch. Wie immer sage ich Euch einfach, was ich pers?nlich gerne lese. Eine vollst?ndige Liste aller deutschen Autoren wird das hier jedenfalls nicht werden!

Nat?rlich kennt jedes Kind hier in Deutschland Schiller und Goethe. In der Schule lernt man viel ?ber diese gro?en deutschen Dichter. Ich selbst hatte im Gymnasium in den letzten zwei Jahren meiner Ausbildung Deutsch als Leistungskurs. Das bedeutet: Man sucht sich in den letzten zwei Jahren der Schulzeit zwei F?cher aus, auf die man sich konzentriert. Man verbringt mehr Zeit mit diesen beiden F?chern. Nat?rlich gibt es bestimmte Regeln, welche F?cher das sein k?nnen. Bei mir waren es Englisch und Deutsch – und im Deutsch-Leistungskurs haben wir sehr viel ?ber Goethe gelernt. Viele Wochen lang haben wir uns nur mit „Faust“ besch?ftigt. Wir haben es gelesen, besprochen und drei verschiedene Theatervorstellungen von „Faust“ angesehen. Aber ich gebe zu: F?r einen Deutschlernenden und auch f?r viele Deutsche ist das schwere Kost. Also schwer zu verstehen. Damals sind wir ?brigens auch mit der ganzen Klasse nach Weimar gefahren – dort hat Goethe lange Zeit gelebt.

Wenn es um alte B?cher geht, dann stehen in meinem Regal allerdings nicht Schiller und Goethe, sondern Heinrich Heine. Er galt als revolution?r und sehr modern und daher hatte er auch viele Kritiker. Ich habe viele alte B?cher von ihm. Am Liebsten mag ich aber drei dicke B?nde, die seine Briefe zusammenfassen. Heine hat wunderbare Briefe geschrieben! Aus solchen Briefen kann man sehr gut herauslesen, was f?r ein Mensch er wohl war.

Aber wandern wir weiter in die Zukunft. Gerade war ein Film in den deutschen Kinos namens „Buddenbrooks“. Das ist ein ber?hmtes Buch von Thomas Mann, in dem es um eine Kaufmannsfamilie geht. Ich finde man kann es ein wenig vergleichen mit „Jenseits von Eden“ von John Steinbeck. Ich habe das Buch erst diesen Sommer gelesen und fand es gut – es ist allerdings fast 700 Seiten dick.

Noch weiter in die Zukunft! Bertolt Brecht und Erich K?stner ?berspringe ich. Sie sind aber nat?rlich sehr wichtig! N?chste Station: Hermann Hesse. Seine B?cher „Siddharta“ und „Der Steppenwolf“ habe ich sehr gemocht. Immer geht es eigentlich um die Suche nach dem eigenen Ich und nach dem Sinn des Lebens. Wahrscheinlich lesen deswegen so viele junge Deutsche gerne Hesse. Gerade habe ich von Stefan Zweig die „Schachnovelle“ gelesen, ein sehr d?nnes Buch ?ber einen Schachspieler an Bord eines Schiffes. Ich fand es sehr interessant!

So, und schon sind wir in der Gegenwart. Hier ?berspringe ich G?nter Grass und Martin Walser und widme mich den j?ngeren Autoren. Walter Moers schreibt wunderbare B?cher, die wie M?rchen f?r Erwachsene sind. Allen voran nat?rlich „Die 13 ? Leben des K?pt'n Blaub?r“. Andreas Eschbach und Frank Sch?tzing sind Bestsellerautoren, die Science-Fiction schreiben.

Mein guter Freund Richard liest selber gerne deutsche B?cher, und er empfiehlt Euch allen „Herr Lehmann“ von Sven Regener, „Die Entdeckung der Currywurst“ von Uwe Timm – wobei ich das f?r sprachlich sehr anspruchsvoll halte, „Momo“ von Michael Ende und noch einige mehr. Links gibt es auf meiner Seite.

Wenn ich Euch gute deutsche B?cher empfehlen soll, dann lege ich Euch Patrick S?skind ans Herz. Sein wohl ber?hmtestes Buch ist „Das Parfum“, aber ich habe gerade „Die Geschichte von Herrn Sommer“ gelesen und es hat mich ger?hrt. Besonders sch?n zu lesen sind auch Glossen und Kolumnen der bekanntesten deutschen Kolumnisten Max Goldt, Harald Martenstein, Axel Hacke oder Harry Rowohlt.

Habt Ihr Buchempfehlungen? Dann schreibt in die Kommentarfunktion auf slowgerman.com! Ich bin sicher, ich habe die H?lfte meiner Lieblingsb?cher hier vergessen. Dann gibt es eben irgendwann noch einmal eine Folge ?ber Literatur.

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SG #044: Essen

Author: Annik Rubens
Thu, Feb 05, 2009


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Leah aus Kalifornien hat mich gebeten, ?ber das Essen zu schreiben. Da bekomme ich ja sofort Hunger! Man sagt auch: Da l?uft mir das Wasser im Munde zusammen. Also, legen wir los!

Was essen wir hier in Deutschland? Kartoffeln und Sauerkraut? Das sind die Vorurteile, die man in der Welt hat. Die Realit?t sieht anders aus. Die Deutschen lieben gutes Essen, und sie lieben internationales Essen. Ein scharfes Curry oder ein s??-saures chinesisches Essen, ein s??er italienischer Nachtisch hinterher – das ist wunderbar!

Essen ist Mode. Daher gibt es Trends, die sich ver?ndern. Als ich ein Kind war, ging man meistens zum Griechen zum Essen oder zum Jugoslawen. Dort gab es dann meistens sehr viel Fleisch mit viel Knoblauch zu essen. Heute isst man lieber italienisch oder indisch. Nicht ganz so fettig, nicht ganz so viel Fleisch.

Ein typisches Modeessen f?r alle, die nicht dick werden wollen, ist Salat mit Putenbruststreifen. Das gibt es wirklich in jedem Lokal auf der Speisekarte. Dazu eine Apfelschorle, das Modegetr?nk der Deutschen.

Wenn man zum Essen geht, muss man zun?chst oft telefonisch einen Tisch reservieren. Gerade bei beliebten Restaurants sind sonst alle Tische besetzt. Hat man seinen Platz gefunden, bekommt man eine Speisekarte und kann sich etwas aussuchen. Vielleicht zun?chst eine Vorspeise? Oder ein kleiner Salat zum Hauptgericht? Und nat?rlich danach noch eine Nachspeise, ein Dessert. Und einen Kaffee, einen Espresso oder Capucchino.

Wenn man m?chte, kann man so lange man will am Tisch sitzenbleiben. Anders als in Amerika. Dort wird man nach dem Essen h?flich aufgefordert, die Rechnung zu bezahlen und zu gehen. In Deutschland passiert es oft, dass man nach dem Essen noch sitzen bleibt, einen Kaffee trinkt oder eine Flasche Wein bestellt, und lange einfach nur redet.

Irgendwann ist jedoch auch der sch?nste Restaurantbesuch zu Ende und man bestellt beim Kellner oder der Bedienung die Rechnung. Man gibt gute zehn Prozent Trinkgeld, bezahlt die Rechnung und geht nach Hause.

Momentan ist in Deutschland allerdings das Kochfieber ausgebrochen. W?hrend es fr?her schick war, Essen zu gehen, isst man heute in der eigenen Wohnung. Im Fernsehen gibt es zahllose Kochshows, viele K?che sind zu Fernsehstars geworden. Was in England Jamie Oliver ist, ist bei uns Tim M?lzer. Ich finde diesen Trend super. Vor zwei Jahren habe ich selber angefangen zu kochen. Aber ich koche nicht gerne allein. Am meisten Spa? macht es, wenn zwei oder drei Freunde zusammen kochen. Dann ist es auch nicht so schlimm, wenn etwas mal nicht schmeckt – denn dann sind alle drei K?che schuld daran!

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SG #043: Stauffenberg

Author: Annik Rubens
Thu, Jan 29, 2009


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Gerade ist im Kino der Film „Operation Walk?re – Das Stauffenberg-Attentat“ angelaufen. Tom Cruise spielt darin die Hauptrolle. Gedreht wurde der Film haupts?chlich in Berlin. Viele der Schauspieler sind bekannte Deutsche. Ich selber werde ihn mir nicht ansehen – und zwar weil Tom Cruise die Hauptrolle spielt. Das ?rgert mich. Denn eigentlich sollte der wunderbare deutsche Schauspieler Thomas Kretschmann die Hauptrolle spielen. Doch dann meldete sich Tom Cruise aus Hollywood und schnappte ihm die Rolle weg.

Aber vielleicht ist Thomas Kretschmann heute froh dar?ber, dass er die Rolle nicht gespielt hat. Denn ich habe viele schlechte Kritiken ?ber den Film gelesen. Dort wird vor allem kritisiert, dass der Film viele Tatsachen falsch darstellt. Historisch ist der Film also nicht korrekt. Au?erdem scheint es ein typischer Hollywoodfilm zu sein mit vielen Explosionen, Spannung, Action und aufregender Musik. Ich finde in diesem Fall w?re es sinnvoller, eine Charakterstudie zu machen. Also genauer darauf einzugehen, was Stauffenberg gef?hlt, gedacht und geplant hat. Was f?r ein Mensch er war. Ein paar Fakten will ich Euch hier erz?hlen.

Sein voller Name war Claus Philipp Maria Schenk Graf von Stauffenberg. Daran merkt man also schon, dass er ein Adeliger war. Nach dem Abitur ging er zum Milit?r und machte dort Karriere. Er wurde Leutnant, Offizier und Oberst. Er heiratete 1933 seine Frau Nina und sie bekamen f?nf Kinder. Politisch war Stauffenberg eher auf der konservativen Seite, war aber nicht gegen alles, was die Nationalsozialisten und der neue Reichskanzler Hitler beschlossen.

Als der Zweite Weltkrieg begann, hatte er verschiedene Aufgaben. 1943 wurde er bei einem Angriff von Tieffliegern schwer verletzt – er verlor ein Auge, eine Hand und zwei Finger der anderen Hand. Immer mehr w?chst in ihm der Wunsch, dem Nazi-Regime ein Ende zu machen. Angeblich schon seit 1941. Es gibt unterschiedliche Gr?nde, die immer wieder genannt werden. Nicht alle waren heldenhaft. Stauffenberg war offenbar gegen eine parlamentarische Demokratie und hatte wohl auch keine wirklich zukunftsweisenden Visionen.

Dennoch arbeitete er mit weiteren hohen Milit?rs, die meisten von ihnen ebenfalls adelig, einen Plan aus, den Operationsplan Walk?re. Mit diesem Plan wollte man gegen innere Unruhen k?mpfen. Das war die offizielle Version. Aber in diesem Plan steckte ein Staatsstreich: Hitler sollte ermordet werden, wichtige Befehlshaber verhaftet. Stauffenberg selbst sollte das Attentat aus?ben, dann aber eine andere Gruppe daf?r verantwortlich machen.

Zwei Mal versuchte Stauffenberg, Hitler zu t?ten – beide Male musste er sein Vorhaben abbrechen. Beim dritten Versuch deponierte Stauffenberg Sprengstoff in der N?he von Hitler – bei der Explosion wurden vier Menschen get?tet – Hitler und 19 weitere ?berlebten. Die Operation Walk?re scheiterte, Stauffenberg und die anderen wurden verhaftet und erschossen.

Hier in Deutschland wird viel ?ber den Film mit Tom Cruise diskutiert. Zum einen wird kritisiert, dass ein Schauspieler, der offen Scientologe ist, den Hitler-Attent?ter spielt. Zum anderen wird aber auch gelobt, dass durch diesen Film auf der ganzen Welt bekannt wird, dass es mutige Menschen wie Stauffenberg gab. Ihr kennt bestimmt auch die Geschichte der Geschwister Scholl, die hier in M?nchen Widerstand gegen die Nazis geleistet haben. Wenn Euch Graf Stauffenberg und der Widerstand gegen Hitler interessiert, dann habe ich einen Tipp f?r Euch:

Es gibt eine gute Seite des ZDF im Internet, also des Zweiten Deutschen Fernsehens, in dem man noch mehr ?ber dieses Thema lesen kann. Den Link (http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/3/0,1872,7504547,00.html) findet Ihr auf meiner Seite slowgerman.com.

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SG #042: Finns Reise im Schlafanzug


Wed, Dec 24, 2008


Mehr Info: www.finnsreise.de
Geschichten kaufen (und PDF): http://finnsreise.tradebit.de/files.php/3-Musik-MP3

Kuck mal, was ich gefunden habe!“, ruft Hannibal die Weltenbummler-Maus. Mit einem gro?en Satz h?pft er auf die Bettdecke und l?uft so schnell es geht zu Finns Gesicht.
In seiner Hand h?lt er ein St?ck Seil aus dickem, festem Draht. Stolz h?lt er es vor Finns Augen.
Finn reibt sich die Augen, denn eigentlich war er gerade eingeschlafen. Noch etwas m?de setzt er sich auf und sieht seinen kleinen Freund Hannibal neugierig an.
„Was ist denn das?“, fragt Finn und schaut sich das silberfarbene Teil in Hannibals Hand etwas genauer an.
„Na was schon“, sagt Hannibal ungeduldig. Aber Finn kommt nicht drauf.
„Ein Drahtseil, nat?rlich!“, ruft Hannibal und dr?ckt Finn das St?ck Seil in die Hand.
Kaum hat Finn es ber?hrt, h?rt er auch schon ein lautes Knistern. Er f?hlt sich, als w?rde er auf bunten Wolken schweben. Doch im n?chsten Augenblick plumpst er auf den Boden. Ist er etwa aus seinem Bett gefallen?
Nein, denn der Boden um ihn herum ist kr?ftiges gr?nes Gras, es f?hlt sich ganz anders an als der flauschige blaue Teppichboden in seinem Kinderzimmer. Seine Reise im Schlafanzug hat begonnen. Aber wo er und Hannibal gelandet sind, das muss er erst noch herausfinden.

Finn steht auf und sieht an sich herunter. Ein paar gr?ne Bl?tter kleben an seiner Schlafanzugshose. Um ihn herum sind lauter Pflanzen, mit riesigen gr?nen Bl?ttern und bunten Bl?ten, die s??lich duften. Von ?berall her ist Vogelgezwitscher zu h?ren und ein gro?er K?fer krabbelt ?ber den Boden.
„Komm schnell“, ruft Hannibal, der ungeduldig an Finns Hosenbein zupft. „Wir m?ssen uns beeilen, die Schule beginnt bald.“
Finn schaut seinen kleinen Freund ungl?ubig an: „Welche Schule denn?“
Hannibal zeigt ins Tal hinunter. Erst jetzt bemerkt Finn, dass sie sich auf einem hohen Berg befinden. Und auch um die beiden herum kann Finn nur Berge erkennen. Einer neben dem anderen, und alle sind mit gro?en gr?nen B?umen bewachsen.
Als Finn noch einmal ins Tal schaut, wird ihm ganz mulmig.
„Da m?ssen wir runter?“, fragt er etwas ?ngstlich. „Und wie sollen wir das machen?“

Hannibal l?chelt und zeigt seinem Freund eine Rolle aus Eisen. So eine Rolle hat er schon einmal gesehen, auf einem Abenteuer-Spielplatz. Da konnte er sich an ein Seil h?ngen und von einem Mast zum anderen schwingen. Das hatte ihm Spa? gemacht und er hatte sich wie Tarzan im Dschungel gef?hlt. Doch was hatte solch eine Rolle mit der Schule im Tal zu tun?
„Was sollen wir denn damit machen?“, fragt er.
„Na, wir machen es wie alle anderen auch“, antwortet Hannibal und zeigt auf drei kolumbianische Kinder, die bei einem dicken Mast stehen. Von dort f?hrt ein starkes Drahtseil zu einem der gegen?berliegenden Berge. Jetzt bemerkt Finn auch auf den anderen Bergen weitere Seile. Diese h?ngen hoch ?ber den T?lern, es w?rde sogar ein Hochhaus unter sie passen. Den breiten und wilden Fluss im Tal kann man kaum noch erkennen.

„Das glaube ich nicht! Du machst doch einen Scherz, Hannibal. Oder?“, fragt Finn seinen Freund.
Hannibal lacht und antwortet nur: „Nein, wir schauen uns das nur an. Das ist n?mlich ganz sch?n schwierig und sehr gef?hrlich.“
Finn und Hannibal schauen die drei Kinder erwartungsvoll an. Alle haben eine Art G?rtel mit einem verl?ngerten Riemen. Damit machen sie sich an der Rolle und am Seil fest. Die Kinder zeigen Finn eine Holzgabel.
„Wenn sie bremsen m?chten, dr?cken sie die Gabel gegen das Seil“, erkl?rt Hannibal.
Finn dreht sich zu den Kindern um. Eines hat sich bereits an das Seil geh?ngt, st??t sich kr?ftig vom Boden ab und gleitet wie ein Trapezk?nstler in Richtung des gegen?berliegenden Berges.
„Warum gibt es hier denn keine Stra?en oder keine Br?cken?“, fragt Finn nachdenklich. „Das w?re doch viel sicherer.“
Hannibal nickt. „Das stimmt wohl“, antwortet er. „Aber Stra?en und Br?cken sind sehr teuer und die Menschen hier in Kolumbien sind sehr arm.“ Finn nickt und traut seinen Augen nicht. Am Seil vom gegen?berliegenden Berg kommt eine Kuh an. Ungl?ubig starrt er Hannibal an.
„Das Seil transportiert nicht nur Menschen, sondern auch Tiere und wenn es sein muss, dann auch ein M?belst?ck“, erkl?rt Hannibal, der inzwischen auf Finns Schulter sitzt und ungeduldig an seinem Ohr zieht.
„Komm, wir m?ssen gehen. Es ist schon sp?t!“, fl?stert er ihm ins Ohr.
„Was? Jetzt schon?“, fragt Finn. „Ich wollte doch noch einen fliegenden Teppich oder einen fliegenden Schrank sehen“, sagt Finn entt?uscht.
„Das n?chste Mal vielleicht“, antwortet Hannibal.

Und als Finn das St?ck Seil in seiner Hand zu Boden fallen l?sst, h?rt er wieder das laute Knistern und schwebt auf den bunten Wolken, die ihn schnell nach Hause in sein weiches warmes Bett tragen. Er ist m?de geworden und kuschelt sich mit Hannibal ganz tief in seine Daunendecke ein. „Bin ich froh, dass wir Stra?en und Gehwege haben, auf denen ich zur Schule gehen kann“, denkt er sich und schl?ft, von der Reise ganz ersch?pft, ein.



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SG #041: Weihnachten

Author: Annik Rubens
Mon, Dec 22, 2008


Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com

Ich kann es selber kaum glauben - aber ich habe Euch noch gar nichts von Weihnachten erz?hlt! Also hole ich das heute nach. In Deutschland ist Weihnachten das wahrscheinlich wichtigste Fest des Jahres. Ich wei?, Ostern ist f?r die Christen noch viel wichtiger, aber Weihnachten ist auch f?r weniger religi?se Menschen wie mich ein gro?es Datum.

Ich habe Euch ja schon erz?hlt, dass es in Deutschland den Advent gibt. Die vier Sonntage vor Weihnachten wird also jeweils eine Kerze angez?ndet auf einem Adventskranz. Und man hat einen Adventskalender, hinter dessen T?rchen jeden Tag Schokolade oder etwas anderes zu finden ist. Ist diese Wartezeit endlich vorbei, dann ist Weihnachten. Wir feiern schon am 24. Dezember. In meiner Familie beginnt der Tag nach einem sch?nen Fr?hst?ck und Mittagessen damit, dass wir den Tannenbaum von drau?en hereinholen, ihn in der Wohnung aufstellen und gemeinsam schm?cken. Das macht aber jede Familie anders. Dann ziehen wir uns festlich an, versammeln uns wenn es dunkel ist um den sch?nen Baum, h?ren Weihnachtsmusik und z?nden die Kerzen an. Und dann ist die Bescherung. Wir ?berreichen einander die Geschenke und packen sie aus. Danach gibt es ein festliches Essen. In vielen Familien gibt es am Heiligabend selber nichts Besonderes zu essen, sondern erst am ersten Weihnachts-Feiertag, also am 25. Dezember. Bei uns aber gibt es schon am 24. abends ein leckeres Fondue.

Ich habe Euch ja schon erz?hlt, dass ich nicht religi?s bin. F?r mich ist Weihnachten ein Familienfest, ein Ritual, auf das ich mich freue. Aber nat?rlich respektiere ich es, wenn die Christen in meiner Umgebung an diesem Tag die Geburt von Jesus feiern m?chten. Viele von ihnen gehen am 24. Dezember in die Kirche. Es gibt verschiedene M?glichkeiten, das zu tun. Man kann schon am Nachmittag in die Kirche gehen - dann gibt es meist eine Kindermette mit Krippenspiel, oder man geht sp?t abends, gegen Mitternacht. Dann ist die Kirche festlich erleuchtet, am Altar steht ein geschm?ckter Baum mit Kerzen und man sieht eine geschnitzte Krippe mit den Figuren von Maria und Josef und dem Neugeborenen. Bei dieser Christmette, wie der Gottesdienst genannt wird, sind die Kirchen in Deutschland voll. Auch viele der Menschen, die sonst nie in die Kirche gehen, m?chten sich diesen besonderen Abend nicht entgehen lassen.

Am 25. und 26. Dezember ist in Deutschland gesetzlicher Feiertag, die meisten Menschen m?ssen also nicht arbeiten. Diese Zeit wird oft genutzt, um die Familie zu besuchen und mit ihnen noch einmal zu feiern. Ich w?nsche Euch jetzt auch: Frohe Weihnachten! Und einen guten Rutsch ins Neue Jahr.



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SG #040: Beruf und Karriere

Author: Annik Rubens
Mon, Dec 15, 2008


Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com

Vicki aus den USA m?chte, dass ich ?ber Beruf und Karriere spreche.
Ich werde es versuchen.

Alles beginnt nat?rlich mit einer guten Ausbildung. Man kann zum
Beispiel an einer Universit?t studieren. Oder man macht ein Praktikum,
man arbeitet also einige Zeit bei einer Firma, um dort etwas zu
lernen. Danach f?ngt eine schwierige Zeit an: Man muss sich n?mlich
bei verschiedenen Firmen bewerben. Dazu sucht man zum Beispiel im
Internet oder im Stellenmarkt der Tageszeitung nach Anzeigen. Viele
Firmen suchen durch Anzeigen neue Mitarbeiter.

Wenn man dieser Firma dann schreiben m?chte, muss man ihnen eine
Bewerbungsmappe schicken. In der Mappe enthalten sind ein Lebenslauf,
meistens auch ein Foto, dazu noch Zeugnisse oder Arbeitsproben. Wenn
die Personalabteilung der Firma diese Mappe gut findet, wird man zu
einem Vorstellungsgespr?ch eingeladen. Hier versucht man sich
m?glichst positiv zu pr?sentieren. Denn wenn das Gespr?ch gut l?uft,
hat man den Job. Wenn nicht, dann bekommt ihn ein anderer Bewerber.

Bevor man allerdings anf?ngt zu arbeiten, muss man meistens erst einen
Arbeitsvertrag unterschreiben. In diesem Vertrag wird festgehalten,
wie viele Stunden man arbeiten muss und wieviel Geld man verdient.
Manchmal ist dieser Vertrag Verhandlungssache - das hei?t, man kann in
einem Gespr?ch festlegen, wie hoch die Summen sind. Manchmal aber, vor
allem in bestimmten Branchen, sind die Preise bereits festgelegt. Das
nennt man Tarifvertr?ge. Diese Tarife wurden bereits in der
Vergangenheit ausgehandelt und gelten dann f?r alle in diesem Bereich
t?tigen Menschen. Zum Beispiel: Wenn ich einen Workshop halte bei
einer Firma, dann kann ich sagen, wie teuer das ist, und die Firma
entscheidet dann, ob sie diesen Preis zahlen m?chte. Wenn ich aber f?r
einen Radiosender wie den Bayerischen Rundfunk arbeite, dann bekomme
ich genau das gleiche Geld wie meine Kollegen. Ich kann nicht
verhandeln oder mehr verlangen.

Wer gerne immer mehr Geld verdienen m?chte und immer wichtiger sein
will in seiner Firma, den nennt man in Deutschland einen Karrieristen.
Er m?chte die Karriereleiter emporklettern. Oft sind das sehr
ehrgeizige Menschen. Und viele Firmen haben eine klare Hierarchie, bei
der man Stufe um Stufe erklimmen kann. Wichtig ist den meisten
Menschen nat?rlich, wieviel Geld sie verdienen. Diesen Betrag nennt
man Gehalt. Oft redet man vom Nettogehalt. Das ist dann das Geld, das
man tats?chlich vom Arbeitgeber bekommt. Denn der zieht schon Betr?ge
ab, zum Beispiel f?r Kranken- oder Rentenversicherung. Auch die Steuer
wird gleich an das Finanzamt abgef?hrt. Ein Angestellter bekommt daf?r
jedes Jahr vom Finanzamt eine Lohnsteuerkarte. Diese Karte gibt er bei
seinem Arbeitgeber ab. Am Ende des Jahres wird auf dieser Karte
eingetragen, wie viele Steuern der Arbeiter gezahlt hat.

Bei mir ist es anders. Ich bin kein Angestellter. Ich bin
freiberuflich und selbst?ndig. Das bedeutet, ich muss mich selber um
alles k?mmern, um die Krankenversicherung und die Rentenversicherung
und auch um die Steuer. Daf?r kann ich aber f?r viele verschiedene
Firmen arbeiten und bin flexibel. Ich habe keine festen Arbeitszeiten,
wie andere Menschen. Viele Menschen, die als Verk?ufer arbeiten,
arbeiten ?brigens auf Provision. Sie bekommen also einen Anteil an
dem, was sie verkauft haben, f?r sich.

So, ich hoffe, ich konnte Euch viele neue W?rter beibringen. Ihr wisst
ja: Wenn ihr etwas nicht versteht, einfach auf der Internetseite
www.slowgerman.com auf das Wort mit der Maus klicken, zwei Mal, dann
seht Ihr die englische ?bersetzung. Oder Ihr lasst Euch den ganzen
Text in Eure Muttersprache ?bersetzen, indem Ihr in der rechten Spalte
auf die Fahne Eures Landes klickt. Aber Vorsicht: Dann stimmt
nat?rlich die Grammatik nicht mehr!

Kontakt: podcast@slowgerman.com
Homepage: www.slowgerman.com



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SG #039: Urlaub

Author: Annik Rubens
Mon, Dec 08, 2008


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Chris aus Oklahoma hat mich gefragt, wo die Deutschen gerne im Urlaub hinfahren. Ich habe mir jetzt eine aktuelle Statistik angeschaut, und das ist wirklich erstaunlich. 23 Prozent der Deutschen bleiben im Urlaub in ihrem eigenen Land. Ich kann das schon verstehen, denn in Deutschland gibt es viele sch?ne Dinge zu sehen. Man kann an die Nord- oder Ostsee fahren und Urlaub am Strand machen, oder man kann in die bayerischen Alpen fahren und sich die Berge und Seen dort anschauen. Oder man kann nat?rlich auch eine sch?ne St?dtereise machen, zum Beispiel nach Berlin.

Aber f?r mich geh?rt zum Urlaub auch dazu, eine andere Kultur und eine andere Sprache zu erleben. Acht Prozent der Deutschen fahren zum Beispiel gerne nach Spanien. Vor allem aber nach Mallorca. Mallorca ist die liebste Urlaubsinsel der Deutschen. Mittlerweile fahren so viele Menschen nach Malle, wie viele es nennen, dass die Menschen dort schon angefangen haben, Deutsch zu sprechen. Es gibt deutsche Restaurants und Kneipen dort - ich finde das schade.

Gleich nach Spanien kommt Italien. Fast sieben Prozent der Deutschen fahren am Liebsten nach Italien. Als ich ein Kind war, sind meine Eltern mit mir mit dem Auto jeden Sommer nach Italien gefahren. Gerade f?r Familien ist das optimal. Das Essen schmeckt allen Kindern, es gibt sch?ne Str?nde, die Menschen sind sehr nett und familienfreundlich und vor allem: Es ist nicht weit weg. Mit dem Auto sind wir von S?ddeutschland aus nur sieben oder acht Stunden unterwegs gewesen.

Viele Deutsche reisen auch gerne nach Ungarn, Tschechien oder ?sterreich. Oder in den hohen Norden, nach Skandinavien. Und immerhin 3 Prozent tr?umen von Frankreich. Dort w?rde ich gerne n?chstes Jahr Urlaub machen, mal sehen, ob es klappt. Griechenland und Kroatien sind ebenfalls beliebt, und nat?rlich fliegen auch viele Deutsche - rund 3 Prozent - nach Nordamerika. Die meisten meiner Freunde waren auch schon in Thailand, es ist das wahrscheinlich beliebteste Reiseziel in Asien f?r Deutsche. In meiner Familie ist derzeit noch ein Trend zu erkennen: Sie fahren alle nach ?gypten und machen dort eine Nil-Kreuzfahrt.

Nat?rlich gibt es verschiedene M?glichkeiten, Urlaub zu machen. Man kann mit dem Flugzeug in den Urlaub fliegen oder man f?hrt mit dem Auto oder dem Zug. Und man kann nat?rlich auch mit dem Campingwagen in den Urlaub fahren, dort dann einfach auf einem Campingplatz parken und die Zeit dort verbringen. Man hat eine kleine K?che mit dabei und ein Bett. Viele Camper fahren jedes Jahr an den gleichen Campingplatz, und treffen dort jedes Jahr die gleichen Menschen.

F?r viele Deutsche bedeutet Urlaub einfach warmes Wetter, viel Sonne, Strand und gutes Essen. Daher sind die s?dlichen L?nder beliebter als die n?rdlichen. Ich finde es allerdings langweilig, den ganzen Tag am Strand zu liegen. Ich m?chte im Urlaub etwas erleben, ich m?chte viel sehen, viel zu Fu? herumlaufen und neue Eindr?cke sammeln. Ich m?chte versuchen, die Menschen zu beobachten und zu verstehen, und so viel von ihrem Essen zu probieren wie m?glich. Denn andere L?nder sind spannend, findet Ihr nicht auch? Bestimmt. Sonst w?rdet Ihr nicht Deutsch lernen...

So, jetzt wieder Musik am Schluss, und zwar von "The Golden Kissers" das St?ck "Der wei?e Matrose". Viel Spa?!



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SG #038: Einkaufen

Author: Annik Rubens
Mon, Dec 01, 2008


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Julio hat mich gefragt, wo wir Deutschen einkaufen und was wir als Geschenk mitnehmen, wenn wir irgendwo eingeladen sind. Da bald Weihnachten ist, erz?hle ich es Euch gerne.

In Deutschland ist es wie in vielen anderen L?ndern: Fr?her gab es viele sehr kleine Gesch?fte in der Innenstadt oder in D?rfern. Heute verschwinden diese kleinen L?den immer mehr. Die L?den, in denen man alles m?gliche kaufen konnte, von Lebensmitteln bis hin zu Babywindeln oder ?hnlichem nennt man in Deutschland ?brigens "Tante-Emma-Laden". Aber wie gesagt: Es gibt nicht mehr viele davon.

Heute orientieren sich die Deutschen am amerikanischen Vorbild. Es gibt immer mehr Malls, also Einkaufszentren, in denen viele Gesch?fte unter einem Dach zu finden sind. Vor allem in Deutschland hat dies einen Vorteil: Denn hier ist das Wetter oft sehr schlecht und es regnet viel, da ist es nat?rlich sch?n, wenn man trockenen Fu?es von einem Laden in den n?chsten gehen kann. Schade daran ist, dass diese Einkaufszentren ?berall sehr ?hnlich sind. Hier gibt es keine kleinen netten L?den zu entdecken, sondern meistens findet man hier nur die gro?en Ketten. Eine Kette ist in diesem Fall eine Ladenkette. Also zum Beispiel H&M, C&A, Starbucks oder McDonald's. Ich finde es daher langweilig, in anderen St?dten in solche Malls zu gehen - denn sie sehen ?berall gleich aus.

Viel interessanter sind die vielen kleinen Boutiquen und Gesch?fte, die es in manchen Stra?en in der Innenstadt noch zu finden gibt. Zudem hat nahezu jede deutsche Stadt eine Fu?g?ngerzone, also eine gro?e Stra?e voller Gesch?fte, die nur f?r Fu?g?nger offen ist. Autos, Busse oder Taxen d?rfen hier nicht fahren, auch keine Fahrr?der. Gerade in der Vorweihnachtszeit sind diese Fu?g?ngerzonen aber meistens sehr ?berf?llt. Es sind einfach zu viele Menschen unterwegs.

Die ?ffnungszeiten sind in Deutschland sehr streng geregelt. In M?nchen schlie?en nahezu alle Gesch?fte abends um acht Uhr. Am Sonntag bleiben alle Gesch?fte geschlossen. Auch die Superm?rkte. Man kann dann Lebensmittel wie Milch oder Toastbrot nur bei einer Tankstelle kaufen - meistens zu hohen Preisen. Ausnahmen gibt es nat?rlich schon: In Berlin zum Beispiel haben die Gesch?fte oft l?nger offen, manchmal auch am Sonntag. Ich finde es schade, dass man abends nicht l?nger einkaufen kann. Jeden Sommer wird dar?ber diskutiert, ob man diese ?ffnungszeiten nicht ausweiten k?nnte. Aber wenn ich mich daran erinnere, als ich ein Kind war, haben wir heute paradiesische Verh?ltnisse. Als Kind hatten die Gesch?fte nur bis sechs Uhr abends ge?ffnet, und in der kleinen Stadt, in der ich aufgewachsen bin, hatten die meisten L?den am Mittwoch Nachmittag zu.

Lebensmittel gibt es entweder im Supermarkt, oder in kleineren Gesch?ften. Es gibt zumindest in Gro?st?dten meistens spezielle Gesch?fte f?r asiatische oder t?rkische Lebensmittel. Im Sommer gibt es an vielen Stra?en Obst-St?nde, wo man sich also Obst und Gem?se direkt frisch kaufen kann. Und es gibt viele Wochenm?rkte. Das bedeutet, dass einmal pro Woche viele H?ndler ihre Ware auf einem Dorfplatz pr?sentieren und verkaufen. K?se, Fisch, Blumen, Obst und Gem?se - einfach alles. Hier in M?nchen gibt es noch so einen Markt, der sehr ber?hmt ist: Den Viktualienmarkt. Es gibt ihn seit vielen, vielen Jahrzehnten und hier kann man im Freien bei kleinen St?nden einkaufen, egal, wie schlecht das Wetter ist. Der Viktualienmarkt ist eine Touristenattraktion, aber auch die M?nchner selber kaufen hier gerne ein. Die Ware gilt als besonders frisch - aber manches ist hier auch sehr teuer.

Was wir anderen schenken, wenn wir eingeladen sind? Angenommen, jemand l?dt mich zum Abendessen zu sich nach Hause ein. Dann bringe ich einer Frau eventuell Blumen mit oder etwas S??es, oder irgendetwas Nettes, das ich gesehen habe. Eine sch?ne Kerze, einen netten Bilderrahmen oder so etwas. F?r einen Mann bringe ich dann doch eher eine Flasche Rotwein mit, wenn er das mag. Oft kann man sich unter Freunden nat?rlich auch absprechen, und bringt beispielsweise einen Kuchen mit, als Dessert.

Weil Weihnachten vor der T?r steht, ?berlege ich nat?rlich auch schon wieder, was ich meinen Freunden und Verwandten schenken k?nnte. Das ist gar nicht so leicht! Manche Menschen geben hier in Deutschland sehr viel Geld f?r Weihnachtsgeschenke aus. Ich versuche, Menschen auch mit kleinen Geschenken eine Freude zu machen. Und dann muss ich nat?rlich auch selber noch einen Wunschzettel schreiben, wie die Kinder es tun...

Zum Schluss noch das Lied "Fein sein" vom Konservenfabrikant K?berle, ?brigens auch ein Podcaster aus Bayern, den Link zu seinem Podcast findet Ihr auf slowgerman.com bei der heutigen Folge.

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SG #037: Zeitungen

Author: Annik Rubens
Mon, Nov 24, 2008


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Einen sch?nen Gruss an Tessa - sie hat mich so geschimpft, dass ich
keine neue Episode mehr gemacht habe, dass ich sofort eine aufgenommen
habe!

Anna lebt in Berlin und w?rde gerne eine Zeitung lesen. Sie hat mich
gefragt, welche deutschen Zeitungen es auf dem Markt gibt. Nat?rlich
kann ich Euch nicht alle Zeitungen vorstellen, aber ich hoffe, dass
ich die wichtigsten nennen kann und ihre Unterschiede.

Zun?chst einmal gibt es einen Unterschied in der deutschen Sprache
zwischen Zeitung und Zeitschrift. Eine Zeitschrift ist ein Magazin,
also ein kleines, buntes Heft. Meistens erscheint es nur ein Mal pro
Woche oder pro Monat. Eine Zeitung ist viel gr??er und kann auch
t?glich erscheinen.

Ich spreche erst einmal ?ber die Zeitungen. Da gibt es einen
Unterschied: Es gibt regionale und ?berregionale Zeitungen. Regionale
Zeitungen erscheinen in einem kleinen Gebiet, sie berichten
haupts?chlich ?ber dieses Gebiet. Also zum Beispiel gibt es das
G?ttinger Tageblatt oder die Berliner Morgenpost. In diesen Zeitungen
kann man viele Informationen lesen ?ber G?ttingen oder Berlin. Das ist
f?r Menschen, die dort leben, sehr interessant. F?r mich in M?nchen
allerdings bringt das wenig. Au?erdem gibt es die meisten dieser
Zeitungen nur in der jeweiligen Region zu kaufen.

Mich interessieren ?berregionale Zeitungen, also Zeitungen, in denen
viele Nachrichten aus aller Welt stehen. Diese Zeitungen gibt es in
ganz Deutschland zu kaufen. Man kauft Zeitungen entweder am Kiosk oder
im Supermarkt, oder auch an Tankstellen. Und es gibt stumme Verk?ufer,
also Zeitungsautomaten, wie ich in Folge 13 erkl?rt habe.

Die wohl bekannteste ?berregionale Zeitung in Deutschland ist die
Bild-Zeitung. Sie ist eine Boulevardzeitung. Im englischen Raum nennt
man das Yellow Press. Sie kostet nicht viel, ist d?nn und schnell auf
dem Weg zur Arbeit durchgebl?ttert. Die Bild-Zeitung gibt es seit 1952
und sie ist die Zeitung mit der gr??ten Auflage in ganz Europa. 3,3
Millionen Exemplare werden von ihr jeden Tag gedruckt. Oft geht es
hier um Skandale von Prominenten oder ?hnliches. Im gleichen Verlag,
dem ber?hmten Axel-Springer-Verlag, erscheint auch die Welt.

Mehr Niveau hat die S?ddeutsche Zeitung. Sie wird in M?nchen
hergestellt und existiert seit 1945. Jede Zeitung ist in verschiedene
Ressorts unterteilt, so auch die SZ. Es gibt die Nachrichten, den
Sport-Teil, das Feuilleton, also die Kultur, einen Serviceteil mit
Hinweisen auf Kulturveranstaltungen und ?hnlichem und nat?rlich auch
den Wirtschaftsteil mit aktuellen B?rsenkursen. Die S?ddeutsche
Zeitung gilt als politisch linksliberal und kritisch.

Sehr bekannt ist auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung, deren
Berichterstattung eher konservativ ist. Besonders ist dagegen die taz
aus Berlin. Die Abk?rzung taz steht f?r "Tageszeitung". Von ihr werden
nur rund 50.000 Exemplare gedruckt. Sie ist etwas kleiner als andere
Tageszeitungen und gilt als politisch links-alternativ.

Was die Zeitschriften angeht, also die Magazine, so gibt es vor allem
drei, die in Deutschland eine Rolle spielen. Der Spiegel erscheint
jeden Montag. Er wurde 1947 gegr?ndet. Seine Journalisten sind sehr
angesehen, und die Schwerpunkte Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
sind fundiert recherchiert. Der Stern ist etwas bunter, hier geht es
oft auch um Fotostrecken oder weniger brisante und intellektuelle
Themen. Relativ neu dazugekommen ist 1993 der Focus. Er sollte eine
Konkurrenz zum Spiegel sein und ist weitaus konservativer. Nach wie
vor lesen mehr Deutsche den Spiegel als den Focus.

So, das waren nat?rlich nicht alle deutschen Zeitungen. Es gibt auch
noch die Frankfurter Rundschau und die sehr gute, einmal in der Woche
am Donnerstag erscheinende "Zeit", die ich sehr empfehlen kann. Aber
ich glaube, Ihr habt einen guten ?berblick bekommen. ?brigens gibt es
in gro?en St?dten nochmal eigene Regionalzeitungen, wie vorher
angedeutet. In M?nchen zum Beispiel gibt es die tz, die Abendzeitung
und den M?nchner Merkur. Jede Zeitung hat ihre eigene Ausrichtung, und
daher kann man an den Lesern jeweils ungef?hr absch?tzen, welche
politische oder gesellschaftliche Ausrichtung sie haben.

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SG #036: Kinderlieder

Author: Annik Rubens
Thu, Oct 02, 2008


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Die heutige Folge:

Heute m?chte ich Euch etwas ?ber Kinderlieder erz?hlen, denn ich wei?, dass viele meiner H?rer Eltern sind und selber kleine Kinder haben. Es gibt eine Menge Lieder, und sp?ter werde ich Euch auch einige vorsingen lassen. Meine Podcast-Kolleginnen Rickie und Tina haben extra ein Medley eingesungen.

Die meisten Kinderlieder in Deutschland stammen aus dem 19. Jahrhundert. Manche Autoren haben bis zu 500 Texte f?r Kinderlieder geschrieben. Kinderlieder werden Kindern vor allem von den Eltern vorgesungen. Kinder lernen durch die Musik und den Text viel Neues dazu. Die st?ndigen Wiederholungen mancher Zeilen machen ihnen Spa?. Und f?r viele Kinderlieder gibt es auch Handbewegungen oder ?hnliches. Jedes Kind in Deutschland kenn das Lied "Hoppe, hoppe, Reiter". Da sitzt das Kind auf dem Knie eines Erwachsenen, als w?re es ein Reiter auf einem Pferd. An einer Stelle im Lied f?llt der Reiter aber vom Pferd hinunter - der Erwachsene simuliert das mit dem Kind, h?lt es dabei aber nat?rlich fest, damit es sich nicht verletzt. F?r Kinder ist das ein gro?er Spa?.

Auch im Kindergarten oder in der Grundschule werden die alten Lieder immer wieder gesungen. Die Lieder haben mehrere Strophen, und ich muss gestehen, dass ich meistens nur noch die erste auswendig kann - wenn ?berhaupt. Das einfachste Kinderlied ist wohl "Alle meine Entchen", das man auch sehr leicht auf dem Klavier spielen kann. Dann gibt es noch "H?nschen Klein", "Ein Vogel wollte Hochzeit machen", "Alle V?gel sind schon da" oder "Kommt ein Vogel geflogen" oder "H?schen in der Grube". Ihr merkt schon - in vielen Liedern geht es um Tiere und um die Natur.

Oft merkt man aber, dass die Lieder schon sehr alt sind. So beginnt ein Lied mit der Zeile "es klappert die M?hle am rauschenden Bach, klipp-klapp". Kinder in unserer heutigen Welt werden nicht wissen, was eine M?hle ist - dass dort fr?her Mehl gemahlen wurde und es einen M?ller gab. Viele Lieder widmen sich besonderen Anl?ssen. "Ich geh mit meiner Laterne" singen die Kinder im Herbst, am St. Martinstag. Ich werde Euch bald davon erz?hlen.

Wichtig sind vor allem auch die Schlaflieder, also Lieder, die man Kindern vorsingt, wenn sie schon im Bett liegen und einschlafen sollen. Das sind beruhigende, sch?ne Lieder. Das bekannteste ist bestimmt "Schlaf, Kindlein, schlaf" oder "Wei?t Du, wie viel sternlein stehen". Einen Link zu einer guten Internetseite mit deutschen Kinderliedern und dem Text dazu stelle ich Euch auf meine Seite slowgerman.com. Oder Ihr schaut jetzt auf Euren iPod und dr?ckt auf die mittlere Taste, bis der Text kommt. Am Ende des Textes steht der Link.

http://www.spiellieder.de/kinderlied-standards/kinderlied-standards.htm

Jetzt h?ren wir aber Rickie und Tina mit ihrem Kinderliedermedley. Die beiden wohnen hier in M?nchen und sind professionelle S?ngerinnen. Sie machen auch einen Podcast, er hei?t "Chicks on Tour".

XXX

Zum Schluss noch eine Empfehlung von meinem H?rer Jaume aus Brasilien. Er empfiehlt das Magazin "Deutsch Perfekt" (www.deutsch-perfekt.com), den Link findet Ihr auf meiner Homepage.



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SG #035: Religion

Author: Annik Rubens
Sun, Sep 21, 2008


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Die heutige Folge:

Ich wurde gebeten, ?ber Religion zu sprechen. Religion in Deutschland. Wie so oft muss man bei diesem Thema unterscheiden zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Denn in Ostdeutschland, also in der ehemaligen DDR, hatte die Regierung eine antikirchliche Haltung. Daher sind noch heute 68 Prozent der Ostdeutschen nicht religi?s. Genauer gesagt: Sie geh?ren keiner Kirche an. Ob sie f?r sich einen Glauben haben, ist schwer zu erforschen. In Westdeutschland sieht diese Zahl ganz anders aus: Hier sind es nur 15 Prozent, die keiner Religionsgemeinschaft angeh?ren. Ich geh?re dazu.

Die meisten Deutschen sind Christen. Ein Drittel der Deutschen sind Katholiken, ein Drittel sind evangelisch, also Protestanten. Der Rest geh?rt zu keiner dieser Gemeinschaften. Man kann eine regionale Unterteilung erkennen: Der Norden von Deutschland ist eher protestantisch, der S?den katholisch.

Nat?rlich gibt es noch andere Konfessionen in Deutschland, es gibt Juden oder orthodoxe Christen, Baptisten und Zeugen Jehovas, allerdings ist ihre Zahl sehr klein. Nach den Katholiken und Protestanten gibt es vor allem Muslime in Deutschland, sie machen vier Prozent der Bev?lkerung aus. Das kommt daher, weil in den 60er-Jahren viele Gastarbeiter aus der T?rkei nach Deutschland kamen und hier geblieben sind.

Die christlichen Kirchen in Deutschland haben gro?e Sorgen. Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus, das hei?t sie wollen offiziell nicht mehr zu dieser Religionsgemeinschaft geh?ren. Das bringt nicht nur spirituelle Probleme f?r die Kirche, sondern auch finanzielle. Denn jeder Gl?ubige in Deutschland zahlt die so genannte Kirchensteuer. Sie wird vom Staat mit den anderen Steuern eingezogen und an die Kirchen weitergegeben. Von diesem Geld werden vor allem soziale Einrichtungen finanziert, wie kirchliche Kinderg?rten, Altenheime und andere Betreuungsangebote. Je mehr Menschen aus der Kirche austreten, desto weniger Menschen zahlen Kirchensteuer.

Wichtig ist der Kirchenbesuch f?r die meisten Christen an Weihnachten oder Ostern. Hier wird dann das jeweilige Fest gro? gefeiert. Die wenigsten Deutschen aber gehen jeden Sonntag in die Kirche.

In einer katholischen Stadt wie M?nchen ist die Kirche allgegenw?rtig. Das bedeutet, sie ist ?berall. Vor allem in der Altstadt stehen zahlreiche katholische Kirchen, alte Bauwerke, die sehr prunkvoll sind. Auch das Wahrzeichen von M?nchen, die Frauenkirche, ist eine Kirche mit zwei T?rmen. Zur vollen Stunde h?rt man ?berall Kirchenglocken l?uten. F?r mich ist das ein sch?ner Klang, obwohl ich nicht gl?ubig bin. Die Religion ist zwar seit 1919 in der deutschen Verfassung vom Staat getrennt worden, sie spielt aber immer wieder eine Rolle. Zum Beispiel gibt es viele religi?se Feiertage in Deutschland, wie zum Beispiel Allerheiligen, von dem ich Euch ja schon erz?hlt habe.

In vielen Gerichtss?len und Schulen h?ngen Kreuze an der Wand. Das l?ste vor einigen Jahren den so genannten Kruzifix-Beschluss aus. Wenn sich ein Kind in seinem Klassenzimmer von dem Kreuz gest?rt f?hlt, muss das Kreuz entfernt werden. Einen weiteren Streit vor Gericht gab es dar?ber, ob Lehrer und Sch?ler in der Schule Kopft?cher tragen d?rfen, also ein deutliches Zeichen ihrer muslimischen Religion.

In der Schule gibt es zudem Religionsunterricht, der Pflicht f?r alle Sch?ler ist. Wer nicht in den katholischen oder evangelischen Unterricht gehen m?chte, der geht stattdessen heute in einen Ethikunterricht.

Heute mal Musik von Kat-Musik, http://www.kat-musik.de/, der Song hei?t Kopf Kino. Gefunden im Podsafe Music Network.



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SG #034: Das R

Author: Annik Rubens
Thu, Sep 11, 2008


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Die heutige Folge:

Dorothy aus Peking hat mich gefragt, wie man das "R" im Deutschen richtig ausspricht. Es ist schwer, das zu erkl?ren. Ich versuche es trotzdem.

Im S?den Deutschlands spricht man das "R" gerollt aus. Es klingt dann so wie in der spanischen oder italienischen Sprache. Dabei legt man die Zungenspitze an die Z?hne und st??t Luft aus - so dass die Zunge leicht vibriert. Ich selber kann Euch das leider nicht vormachen - meine Mutter ist zwar aus Bayern und kann das "R" rollen, aber ich bin nicht in Bayern aufgewachsen und habe es daher nicht gelernt.

Im Norden Deutschlands und vor allem im Hochdeutschen spricht man das "R" anders aus. Hier wird es zwar auch gerollt, aber weiter hinten, fast schon im Hals. So spreche ich es auch aus: RRRRRRRR. Das ist auch das R, wie es im Franz?sischen ausgesprochen wird.

Wenn Ihr also eine perfekte deutsche Aussprache haben wollt, m?sst Ihr dieses zweite R lernen. Aber auch wenn Ihr das R rollt, wird Euch jeder verstehen - und vielleicht denken, Ihr w?rt aus Bayern.

Den Unterschied beider Varianten m?chte ich Euch noch demonstrieren. Daf?r habe ich mir Verst?rkung geholt. Ein Freund von mir, Hartmut, kann beide Varianten aussprechen. Ich habe ihn einige W?rter sagen lassen, und das h?rt Ihr jetzt:

XXX

Musik habe ich Euch heute extra passend zum Thema herausgesucht. Denn das Elisabeth Lohninger Quartett l?sst beim Lied “Ob ich dich liebe” ganz sch?n das R rollen! Gefunden habe ich es beim Podsafe Music Network.



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SG #033: Die Autobahn

Author: Annik Rubens
Mon, Aug 04, 2008


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Die heutige Folge:

Ralph ist Kanadier in der ersten Generation, das hei?t seine Eltern kamen aus Deutschland nach Kanada und er ist dort aufgewachsen. Ihn interessiert, wie das in Deutschland mit der Fahrschule funktioniert und mit den Autobahnen.

Wir fangen an mit der deutschen Autobahn, die ja weltweit bekannt ist. Die erste offizielle Autobahn wurde 1932 eingeweiht. Die meisten Amerikaner sind entt?uscht, wenn sie das erste Mal eine Autobahn sehen. Denn verglichen mit den Freeways oder den gro?en, zehnspurigen Stra?en in Los Angeles sind Autobahnen eher winzig.

Eine Autobahn ist eine Stra?e in beide Richtungen. Jede Richtung hat mindestens zwei Spuren. In der Mitte sind die beiden Richtungen getrennt, entweder durch Betonmauern oder durch Leitplanken aus Stahl. Wenn ein Auto ?brigens trotzdem auf der falschen Seite in die falsche Richtung f?hrt, meistens geschieht das aus Absicht als Mutprobe, oder als Selbstmordversuch, manchmal sind es aber auch einfach verwirrte Menschen, dann nennt man diese Fahrer Geisterfahrer. Autobahnen sind meistens so konstruiert, dass man weder enge Kurven hat noch gro?e H?henunterschiede, sofern sich das machen lie?. Wenn zu viel los ist, vor allem in der Urlaubszeit, dann ist Stau auf der Autobahn. Dann stehen die Autos mehr als dass sie fahren.

Auf einer Autobahn gibt es eine Mindestgeschwindigkeit. Man muss also mindestens ein Fahrzeug haben, das 60 Kilometer pro Stunde oder schneller fahren kann. Radfahrer d?rfen also selbstverst?ndlich nicht auf die Autobahn, kleine Vesparoller oder ?hnliches auch nicht. Urspr?nglich hatte die Autobahn kaum eine Geschwindigkeitsbegrenzung. Man durfte also so schnell fahren, wie man wollte. Mittlerweile hat sich das an vielen Stellen ge?ndert, die Geschwindigkeit ist dort festgelegt und man darf nicht schneller als zum Beispiel 120 km/h fahren. Grund f?r die Begrenzung ist die Sicherheit – wenn ein Auto 210 f?hrt und das andere 100, dann kann es leichter zu Unf?llen kommen als wenn beide ungef?hr gleich schnell – oder langsam – fahren. Ein Drittel des deutschen Verkehrs l?uft ?ber die Autobahn. Hier sind auch die meisten Lastwagen unterwegs. Sie m?ssen bezahlen, um auf der Autobahn fahren zu d?rfen. Selten hat eine Autobahn mehr als drei Spuren.

Da die Autobahn auch viel f?r den Fernverkehr genutzt wird, also f?r Menschen, die weite Strecken zur?cklegen m?ssen, gibt es Rastst?tten. Man f?hrt also kurz neben die Autobahn um etwas zu Essen oder zu Tanken. Es gibt sogar Autobahnkirchen. Und wisst Ihr, was der Bau einer Autobahn kostet? Pro Kilometer 26,8 Millionen Euro. Am teuersten ist die Planung, die normalerweise rund 20 Jahre lang dauert. Dann braucht man Ingenieure, die mithelfen und beraten, und der Bau selbst kostet 6,7 Millionen Euro. Wenn Ihr mal in Deutschland seid und Ihr sucht eine Autobahn, sucht nach blauen Schildern mit wei?er Schrift.

Zum Schluss wie immer ein wenig Musik, diesmal der Gema-Song von den Reeperboys.



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SG #032: Wohnungen mieten

Author: Annik Rubens
Fri, Jul 25, 2008


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Die heutige Folge:

Timo aus Finnland zieht im Herbst nach Deutschland. Er hat mich gefragt, wie man hier eine Wohnung findet. Ich bin ja selber gerade erst umgezogen, daher werde ich versuchen, es zu erkl?ren.

Am einfachsten ist es nat?rlich ?ber Mundpropaganda. Das hei?t man h?rt ?ber Freunde oder die Familie, dass irgendwo eine Wohnung frei wird. Aber so funktioniert das eben nicht immer. Also muss man entweder in Tageszeitungen eine Anzeige aufgeben oder die Anzeigen im Immobilienmarkt lesen, also in dem Teil der Zeitung, in dem es um Wohnungen und H?user geht. Oder man sucht im Internet, die gr??te B?rse ist hier immobilienscout24.de.

In Deutschland misst man die Gr??e einer Wohnung erstmal in Zimmern. Eine 2-Zimmer-Wohnung hei?t also, man hat K?che, Bad und zwei Zimmer. Bei einer 4-Zimmer-Wohnung hat man K?che, Bad und vier Zimmer. Aber Vorsicht: Oft ist die K?che leer. Das bedeutet, es gibt zwar einen Raum f?r die K?che, aber es gibt dort keine M?bel, keine Ger?te. Der Raum ist leer. Man muss also oft noch viel Geld investieren und eine komplette neue K?che kaufen, wenn man eine Wohnung mieten will. Ihr werdet oft die Abk?rzung EBK sehen, das bedeutet Einbauk?che. Wenn das also bei einer Anzeige dabeisteht, bedeutet das, die Wohnung hat eine K?che.

Die Gr??e einer Wohnung wird nat?rlich auch in Quadratmetern gemessen. Wobei es einen Unterschied gibt: Wenn zum Beispiel ein gro?er Balkon oder eine Terrasse dabei sind, dann werden diese Fl?chen nicht ganz mitgez?hlt. Wer also 30 Quadratmeter Terrasse hat, bei dem wird das als 15 Quadratmeter Nutzfl?che berechnet. Kompliziert, oder?

Noch zwei wichtige Unterschiede: Kaltmiete und Warmmiete. Bei der Warmmiete ist alles inklusive. Das ist also der Betrag, den man wirklich an den Vermieter zahlen muss. Normalerweise steht in Anzeigen aber nur die Kaltmiete. Zur Kaltmiete hinzu kommen die so genannten Nebenkosten. Das sind Kosten f?r die M?llabfuhr, das Wasser, die Heizung, manchmal auch f?r die Beleuchtung des Hauses oder den Kabelanschluss. Stromkosten und Telefonkosten zahlt man normalerweise direkt an die Strom- oder Telefonkonzerne, das hat mit dem Vermieter nichts zu tun.

Wenn man dann im Internet oder in einer Zeitung eine Wohnung gefunden hat, macht man einen Besichtigungstermin. Manchmal organisiert diese Termine der Vermieter selber. Normalerweise aber ?bernimmt das ein Makler. Man darf sich also die Wohnung ansehen und Fragen stellen. Oft ist die Konkurrenz gro?, vor allem in St?dten wie M?nchen. Viele Menschen wollen die Wohnung haben, und der Vermieter kann sich f?r einen Mieter entscheiden. Damit ihm diese Entscheidung leichter f?llt, verlangt er meist eine so genannte Selbstauskunft. Das ist ein Blatt Papier, ein Formular, auf dem der potenzielle Mieter Informationen ?ber sich selbst ausf?llt. Welchen Beruf er hat, wieviel Geld er verdient, wo er vorher gewohnt hat, manchmal sogar ob er ein Instrument spielt (wegen der Lautst?rke) oder nicht. Wenn dann alles in Ordnung ist, kann man den Mietvertrag unterschreiben.

All das ist nat?rlich mit Kosten verbunden. Der Makler verlangt eine so genannte Provision. Diese darf bis zu 2,38 Monatsmieten hoch sein. Das hei?t, angenommen die Miete kostet 1000 Euro Miete, dann zahlt man 2380 Euro an den Makler. Der Vermieter verlangt dann noch eine Kaution. Meistens sind das auch drei Mal die Kaltmiete – also in unserem Fall auch rund 3000 Euro. Wenn dann noch eine K?che bereits eingebaut ist, oder zum Beispiel ein Einbauschrank, verlangt der Vormieter eine Abl?se. Man kauft ihm also die K?che und den Schrank ab. Kein Wunder, dass die Deutschen nicht so gerne umziehen, oder?

Damit man versteht, was in Wohnungsanzeigen steht, ist diese Liste aus der Wikipedia sehr n?tzlich, mit allen Abk?rzungen: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Abk%C3%BCrzungen_(Wohnungsanzeigen)

Und wieder deutsche Musik zum Schluss, diesmal von St?rte Priester das St?ck „Heiliges Kind“, die neue CD der Band ist ab 1. August auf dem Markt.



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SG #031: Das politische System Deutschlands

Author: Annik Rubens
Wed, Jul 16, 2008


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Die heutige Folge:

Fernando aus Brasilien interessiert das politische System der Bundesrepublik Deutschland. Ich werde versuchen, es so einfach wie m?glich zu erkl?ren. Dennoch wird diese Folge von Slow German sehr kompliziert und schwer zu verstehen. Aber glaubt mir: Auch viele Deutsche kennen das politische System nicht!

Zun?chst einmal zur Struktur von Deutschland: Deutschland besteht aus 16 Bundesl?ndern. Die Bundeshauptstadt ist Berlin. Gegr?ndet wurde die Bundesrepublik am 24. Mai 1949, also vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs. Es war aufgeteilt worden: Im Oktober wurde die Verfassung der Deutschen Demokratischen Republik, also der DDR, in Kraft gesetzt. Seit dem 3. Oktober 1990 ist Deutschland wiedervereinigt, also wieder ein Land. An diesem Tag wird daher jedes Jahr der „Tag der deutschen Einheit“ gefeiert.

Folgende wichtige Begriffe werde ich nun erkl?ren: Bundestag, Bundesrat, Kanzler, Pr?sident.

Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer, sozialer Bundesstaat, genauer gesagt eine parlamentarische Demokratie. Sie ist auch ein f?deraler Rechtsstaat. Es gibt die Bundesebene und die Landesebene. Die einzelnen Bundesl?nder haben eigene Verfassungen. Wobei die Verfassung der BRD das Grundgesetz ist. Das hei?t: Jedes Bundesland hat zwar eigene Gesetze, das Grundgesetz ist aber im Zweifelsfall das entscheidende. Ein einfaches Beispiel: In manchen Bundesl?ndern steht in der alten Verfassung noch drin, dass es die Todesstrafe gibt. Laut der deutschen Verfassung gibt es sie aber nicht mehr. Also existiert sie in Deutschland nicht.

Das Staatsoberhaupt ist der Bundespr?sident. Er hat aber vor allem repr?sentative Aufgaben, politisch gesehen ist er also nicht sehr wichtig. Gew?hlt wird er alle f?nf Jahre, und zwar von der Bundesversammlung. Dies ist die einzige Aufgabe der Bundesversammlung. Die Bundesversammlung setzt sich zusammen aus Mitgliedern des Deutschen Bundestages und einer gleichen Zahl von anderen Mitgliedern aus dem ganzen Land. Bei der letzten Wahl waren es 1205 Mitglieder. Ein einziges Mal darf der Bundespr?sident wiedergew?hlt werden, dann w?re er also 10 Jahre im Amt. Die n?chste Wahl findet am 23. Mai 2009 statt. Der momentane Bundespr?sident hei?t Horst K?hler, und eine weitere Kandidatin ist eine Frau – Gesine Schwan. Angeblich verdient der Bundespr?sident 199.000 Euro pro Jahr (2007).

Der Regierungschef ist der Bundeskanzler. Er wird vom Bundestag gew?hlt. Vorher hat ihn der Bundespr?sident vorgeschlagen. Der Kanzler – oder wie momentan die Kanzlerin, denn unsere Chefin ist Angela Merkel – schl?gt dann die Bundesminister vor. Kanzler und Minister sind dann die Bundesregierung. Manchmal wird die Bundesrepublik Deutschland auch als Kanzlerdemokratie bezeichnet, weil der Kanzler eine sehr starke Stellung hat. Ein Kanzler kann beliebig oft wiedergew?hlt werden. Helmut Kohl war am l?ngsten deutscher Kanzler: Von 1982 bis 1998, also 16 Jahre lang. Die Kanzlerin verdient angeblich rund 240.000 Euro im Jahr.

Zwei wichtige Institutionen muss ich noch erkl?ren – manchmal werden sie von vielen Deutschen verwechselt. Es gibt den Bundestag und den Bundesrat. Der Bundestag ist das Parlament. Er wird direkt vom Volk gew?hlt. Eine so genannte Legislaturperiode, also die Zeit, in der der Bundestag in mehr oder weniger gleicher Zusammensetzung Politik macht, dauert in der Regel vier Jahre. Momentan gibt es im Bundestag 612 Abgeordnete aus allen Bundesl?ndern. Der Bundestagspr?sident ist momentan Norbert Lammert. Der Bundestag schafft das Bundesrecht und ?ndert die Verfassung. Er kann auch internationale Vertr?ge mit anderen Staaten genehmigen und beschlie?t den Bundeshaushalt, also die Finanzen des Landes. Er w?hlt wie vorhin schon gesagt den Bundeskanzler und kontrolliert den Einsatz der Bundeswehr, also des Milit?rs.

Der Bundesrat dagegen hat andere Aufgaben: Hier sind Mitglieder aller Bundesl?nder vertreten. Jedes Bundesland hat drei bis sechs Sitzpl?tze, je nach Einwohnerzahl. Sie k?nnen so bei der Gesetzgebung auf Bundesebene mitwirken. Der Bundesrat hat momentan 69 Mitglieder und kann nicht abgeschafft werden.

Zum Schluss, auch wenn es bis hierhin schon sehr kompliziert war, noch ein Wort zu den deutschen Parteien. Die gr??ten Parteien in Deutschland sind die SPD und die CDU/CSU. Die SPD ist die Sozialdemokratische Partei Deutschlands. Der letzte Kanzler, Gerhard Schr?der, war von der SPD. Die Farbe der SPD ist Rot. Die CSU gibt es nur in Bayern, sie hat sich mit ihrer Schwesterpartei CDU zusammengetan. Die Farbe der CDU/CSU ist Schwarz, die Abk?rzung steht f?r Christlich-Demokratische Union beziehungsweise Christlich-Soziale Union. Die beiden gro?en Parteien haben eine Koalition gebildet und regieren momentan gemeinsam. Kleinere Parteien sind die FDP (gelb), die oft als Liberale bezeichnet werden, und Die Gr?nen (gr?n), die es erst seit 1980 gibt und die sich zu Beginn ihrer Zeit vor allem f?r die Umwelt eingesetzt haben. Erst seit einem Jahr gibt es „Die Linke“, eine sehr umstrittene Partei.

So, das war also das komplizierte Thema Politik, besser gesagt das politische System von Deutschland. Im Alltag merkt man das als Deutscher so: Man darf w?hlen gehen und w?hlt Mitglieder des Bundestages oder des Landtages. Dann wartet man, bis der Kanzler gew?hlt wird. Oft wird kritisiert, dass wir den Kanzler nicht direkt w?hlen d?rfen – aber das ist ja in vielen L?ndern so.

Zum Abschluss noch etwas Musik, und zwar von Markus Kaes, gesungen von Judith Jahn. Der Song hei?t „Schon wieder.“ ?brigens gibt es ein neues Tool auf slowgerman.com. Wenn Ihr mit der Maus doppelklickt auf irgendein Wort, also zwei Mal klicken, dann seht Ihr die englische ?bersetzung. Danke an Stan f?r dieses Widget!



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SG #030: Hochzeit

Author: Annik Rubens
Sun, Jul 06, 2008


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Die heutige Folge:

Im Sommer heiraten besonders viele Paare. Deswegen habe ich mir gedacht ich erz?hle Euch heute etwas ?ber Hochzeiten in Deutschland. Die beliebtesten Monate sind Mai und Juni, aber auch in den anderen Monaten finden viele Hochzeiten statt. Vor der Heirat steht die Verlobung. Sie ist in Deutschland viel weniger wichtig als beispielsweise in den USA. Es gibt weder einen gro?en Diamantring, noch eine gro?e Feier.

Wer in Deutschland heiraten m?chte, der muss in erster Linie eine Menge Papierkram erledigen. Also Dokumente vorweisen bei den staatlichen Beh?rden. Wenn das erledigt ist, kann man standesamtlich heiraten. Man geht also an einem vereinbarten Termin zum Standesamt, und dort wird man vom Staat verheiratet. Meist geht das sehr schnell. Der Standesbeamte, der die Zeremonie leitet, spricht aber dennoch einige Worte, um das Paar auf eine gemeinsame Zukunft einzustimmen.

Es gibt verschiedene Standes?mter. Manchmal sind das nur relativ offizielle B?ror?ume, ohne Schmuck. Manchmal sind es aber auch alte Rathauss?le, kleine Schl?sser oder man kann auch auf Burgen oder auf Inseln heiraten. Deutsche heiraten aber fast immer in Geb?uden. Hochzeiten im Freien, wie sie in Amerika ?blich sind, gibt es hier kaum. Das liegt wahrscheinlich daran, dass das Wetter einfach zu schlecht ist.

Zur Heirat im Standesamt braucht man nur als Paar anwesend sein. Fr?her war es Pflicht, Trauzeugen zu haben. Das waren zwei Menschen, die dem Paar nahe standen und die als Zeuge bei der Trauung anwesend waren. Heute ist das gesetzlich nicht mehr vorgeschrieben. Wer m?chte, kann nach der standesamtlichen Trauung auch noch einmal kirchlich heiraten. Wer zum Beispiel katholisch ist, der heiratet dann in einer katholischen Kirche noch einmal. Da die meisten Deutschen aber nicht sehr religi?s sind, ist ihnen die kirchliche Trauung eher wichtig, weil es hier um ein feierliches Ritual geht. In der Kirche gibt es festliche Musik, die Braut tr?gt ein sch?nes wei?es Kleid, und alle Freunde und Verwandten k?nnen dabei sein.

Wie gro? eine Hochzeit ist, bleibt dem Brautpaar ?berlassen. Nat?rlich gibt es Feiern mit ?ber 100 G?sten, aber viele Paare ziehen es vor, in kleinem Kreis zu feiern. H?ufig ist es auch so, dass man nur mit wenigen G?sten die eigentliche Hochzeit feiert – und sp?ter dann ein gro?es Fest feiert mit allen anderen Freunden und Verwandten.

Oft ist es so, dass am Samstag Vormittag im Standesamt geheiratet wird, und danach in der Kirche. Es gibt aber auch viele Paare, die zwischen beiden Trauungen Monate oder sogar Jahre vergehen lassen. V?llig un?blich ist es, mehrere Trauzeugen zu haben, so wie in den USA. Auch das „Rehearsal Dinner“ gibt es nicht. Stattdessen gibt es einen Polterabend, bei dem man den letzten Single-Abend des Paares feiert. Dabei wird Geschirr zerbrochen, das das Paar dann zusammenkehren und aufr?umen muss. Scherben sollen Gl?ck bringen.

Nach der Eheschlie?ung im Standesamt oder in der Kirche wird nat?rlich noch gefeiert. Man isst zusammen, tanzt und freut sich mit dem Brautpaar. Wichtig ist der erste Tanz von Braut und Br?utigam, der erste Walzer, den sie gemeinsam tanzen. Dabei sehen ihnen alle zu, um danach aber mitzutanzen. Ein Brauch ist es auch, gemeinsam die Hochzeitstorte anzuschneiden. Es gibt viele verschiedene Rituale und Br?uche. Manchmal s?gen Braut und Br?utigam gemeinsam einen Baumstumpf ab – Teamwork sozusagen. Viele Feiern gehen bis weit nach Mitternacht, und wenn das Brautpaar nicht gleich in die Flitterwochen f?hrt, feiern sie bis zum Ende mit.

Die Deutschen heiraten sehr sp?t. 2004 war ein deutscher Mann statistisch gesehen im Durchschnitt 36 Jahre alt bei der Heirat. Die Frau war 33 Jahre alt. ?brigens scheitert in Deutschland ungef?hr jede dritte Ehe. Das hei?t, dass von drei Ehepaaren sich eines scheiden l?sst.

Passend dazu habe ich Euch heute Musik mitgebracht, und zwar „Die gro?e Liebe ist vorbei“ von Marc Loehrwald, gefunden im Podsafe Music Network.



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SG #029: Film "Das Leben der Anderen"

Author: Annik Rubens
Wed, Jun 25, 2008


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Die heutige Folge:

Ich m?chte Euch heute ausnahmsweise mal einen deutschen Film vorstellen, den Ihr Euch anschauen solltet. Er hei?t „Das Leben der Anderen“, und wurde mit einem Oscar ausgezeichnet. Ich m?chte Euch deswegen von ihm erz?hlen, weil er einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte zeigt.

Im Mittelpunkt des Dramas steht Gerd Wiesler. Er ist Hauptmann bei der Stasi. Die Stasi war das Ministerium f?r Staatssicherheit in der DDR, der Deutschen Demokratischen Republik. 1984 bekommt Gerd Wiesler in Ost-Berlin den Auftrag, einen Theaterschriftsteller zu bespitzeln. Er soll ihn also belauschen wie ein Spion. Wiesler sitzt also auf dem Dachboden, hat Kopfh?rer auf und h?rt, was in der Wohnung des Schriftstellers alles passiert. Was f?hrt dieser im Schilde? Plant er Aktivit?ten gegen das DDR-System?

Je l?nger Wiesler den Schriftsteller und seine Freundin belauscht, desto mehr verwandelt er sich. Er empfindet Sympathie f?r diese Menschen, er will sie sch?tzen und ihnen nicht schaden. Dadurch begibt er sich selbst in Gefahr. Wie der Film ausgeht, erz?hle ich Euch nicht. Aber ich kann Euch sagen, dass es einer der besten Filme ist, die ich gesehen habe. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die besten deutschen Schauspieler in diesem Film spielen. In der Hauptrolle des Gerd Wiesler ist Ulrich M?he zu sehen, der leider kurz nach der Oscarverleihung an Krebs gestorben ist. Sebastian Koch und Martina Gedeck sind das bespitzelte Paar.

Der Film ist spannend und emotional erz?hlt, und hinter der Geschichte steckt ein Mann namens Florian Henckel von Donnersmarck. Er hat das Drehbuch geschrieben. Die Idee dazu hatte er bereits auf der Filmhochschule, um es dann aber zu schreiben zog er sich in ein Kloster zur?ck, damit er v?llige Ruhe hatte. Donnersmarck f?hrte auch Regie bei diesem Film, der 2006 in Deutschland in die Kinos kam. Obwohl der Film nur 1,8 Millionen Euro gekostet hat und somit ein Low-Budget Film war, hatte er enormen internationalen Erfolg. Mehr als zwei Millionen Menschen haben ihn allein in Deutschland im Kino gesehen.

Link zum Trailer: http://de.youtube.com/watch?v=n3_iLOp6IhM
Oder: http://de.youtube.com/watch?v=r7rK_bfsQbs

Den Link zu diesem Film und zu zwei Trailern stelle ich Euch auf slowgerman.com.

So, jetzt gibt es wieder Musik, und zwar von Brackwasser „Salz in deinen Augen“. Gefunden im Podsafe Music Network.



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SG #028: Kleidung

Author: Annik Rubens
Mon, Jun 16, 2008


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Die heutige Folge:

Barbara hat mir eine Mail geschrieben. Sie reist im Juli nach Deutschland und m?chte nicht als Touristin auffallen. Sie ist 50 Jahre alt und fragt, ob sie Jeans tragen kann, oder ob sie einen Rock anziehen soll. Ich finde es toll, dass sie sich ?ber so etwas Gedanken macht! Also werde ich in dieser Folge ?ber Kleidung sprechen. In der Umgangssprache kann man Kleidung auch Klamotten nennen.

Fr?her gab es einen gro?en Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland, was Kleidung angeht. Heute ist dieser Unterschied viel kleiner geworden. ?berhaupt werden die Unterschiede immer kleiner, weil es in jeder Stadt die gleichen Gesch?fte gibt. Der Grund daf?r ist die Globalisierung – viele L?den sind Ladenketten. Also gibt es in jeder Stadt einen C&A, H&M, Benetton oder Esprit. Weil viele Deutsche ihre Kleidung ?ber das Internet bestellen, sehen auch die meisten Deutschen ?hnlich aus.

Generell gibt es wenige Regeln, was die Kleidung angeht. Schuluniformen gibt es in Deutschland nicht, Kinder k?nnen anziehen, was sie wollen. Teenager tragen nat?rlich sehr modische Kleidung – die Jungs m?gen Baggy Pants, momentan tragen alle auch wieder Chucks an ihren F??en. Das sind diese Basketball-Schuhe von Converse. Auch Leggings sind wieder in Mode. Es sieht momentan alles so aus wie in den 80er-Jahren.

Junge Erwachsene kleiden sich unterschiedlich, je nachdem ob sie auf dem Land wohnen oder in der Stadt. Es spielt auch eine Rolle, was sie beruflich machen. Wer im B?ro arbeitet, tr?gt nat?rlich sehr offizielle Kleidung. M?nner tragen einen Anzug, Frauen entweder einen Hosenanzug oder ein Kost?m (also ein Jackett und einen Rock). Zu Jackett kann man ?brigens auch Blazer oder Sakko sagen. In den Gro?st?dten sind viele Menschen modisch gekleidet. In Berlin sieht man viele sehr „schr?ge“ Outfits, die Frauen haben dort oft einen sehr individuellen, kreativen Stil. Ansonsten haben sehr viele Menschen einfach Jeans und T-Shirts an, das ist immer in Ordnung im Alltag.

Ich kann aber sagen, was hier eher un?blich ist und was die Deutschen zum Beispiel von Amerikanern unterscheidet. Fangen wir an mit alten Menschen. In den USA haben viele alte Menschen Jeans an und tragen Baseball-Kappen. Das macht in Deutschland niemand. Alte deutsche Frauen – und damit meine ich Frauen ungef?hr ab 75, tragen in den meisten F?llen R?cke. Junge Frauen seltener. Hosen sind praktischer, deswegen tragen viele junge Frauen Hosen.

Mir fallen amerikanische Touristen oft dadurch auf, dass sie wei?e Socken tragen. Tennissocken. Und dazu wei?e Turnschuhe. Das macht kaum ein Deutscher. Hier tr?gt man eher dunkle Schuhe. Viele Touristen fallen auch durch ihre Taschen auf, oder durch ihre Fotoapparate. Und sie kaufen gerne Sweatshirts, wo gro? „University of Harvard“ draufsteht oder „Hofbr?uhaus M?nchen“. Aber das ist alles nicht schlimm. Was mich st?rt: Touristen benehmen sich oft sehr laut – das trifft aber auch auf Deutsche im Ausland zu. Mein Tipp daher: Jeans und T-Shirt ist tags?ber in Ordnung, im Sommer wenn es hei? ist auch gerne ein Kleid oder ein Rock. Aber auch dazu darf man bequeme Schuhe tragen, denn als Tourist in Deutschland muss man viel zu Fu? gehen.

Der Sommer kann in Deutschland sehr wechselhaft sein. Mal ist es kalt und es regnet, dann scheint wieder die Sonne und es ist hei?. Daher empfehle ich allen Besuchern den so genannten Zwiebellook. Ein T-Shirt, einen Pullover, eine leichte Jacke und eventuell noch ein Regencape dabeihaben. Das ist das perfekte Touristenoutfit. So kann man auch in Museen gehen oder in Kirchen, und es ist kein Problem. Und immer dran denken: In Deutschland gibt es noch nicht so viele Geb?ude mit Klimaanlage wie in den USA! Es kann also auch drinnen richtig warm werden.

Einen Unterschied gibt es allerdings noch zwischen USA und Deutschland: W?hrend es in Amerika niemanden st?rt, dass man in Bermuda-Shorts in ein F?nf-Sterne-Hotel geht, w?re das in Deutschland undenkbar. Wer hier in ein teures Hotel oder ein teures Restaurant geht, sollte sich entsprechend elegant und teuer kleiden.

Ich finde es wichtig, dass man sich in seiner Kleidung wohl f?hlt. Dann hat man eine selbstsichere Ausstrahlung und andere Menschen werden solch einen Touristen bestimmt sympathisch finden. Und falls Du gerne einkaufen gehst, liebe Barbara, dann geh doch in Deutschland shoppen und suche Dir typisch europ?ische Kleidung! Viel Spa? w?nsche ich Dir auf Deiner Reise!

Musik habe ich auch wieder mit dabei, und zwar diesmal von Simon Saiz das St?ck „Echte Liebe – wenn der Mond lacht“ vom Podsafe Music Network.



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SG #027: Deutscher Alltag

Author: Annik Rubens
Wed, May 21, 2008


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Die heutige Folge:

Robert hat gefragt, wie der typische Tag eines Deutschen aussieht. Das ist schwer zu sagen, aber ich werde es einmal versuchen! Der Tag beginnt f?r viele Deutsche erst einmal mit dem Wecker. Der l?utet ziemlich fr?h, meist so gegen sieben Uhr. Dann wird geduscht, man zieht sich an. Weiter geht es mit einem Fr?hst?ck. Auf dem Tisch stehen Kaffee oder Tee, M?sli oder Br?tchen mit Marmelade. Wer Zeit hat, liest noch ein wenig Zeitung oder h?rt Radio nebenbei, dann geht es entweder ins Auto oder in den Bus oder Zug. Damit f?hrt man in die Arbeit, und die meisten Deutschen fangen gegen acht Uhr an zu arbeiten. Nat?rlich gibt es Berufe, bei denen man sp?ter anf?ngt, zum Beispiel in den Medien. Auch die Gesch?fte machen erst gegen zehn Uhr auf. Und nat?rlich gibt es auch Berufe, bei denen man fr?her anfangen muss – B?ckereien beispielsweise ?ffnen meist schon gegen sieben Uhr ihre T?ren.

Gearbeitet wird dann im Normalfall bis zw?lf Uhr. Um zw?lf Uhr ist Mittagszeit und man geht in eine Kantine, um etwas zu essen. Kantinen sind in gro?en Firmen Restaurants f?r die Mitarbeiter, die billiger sind als normale Restaurants. Oder man holt sich irgendwo einen Snack. Manche Menschen nehmen sich auch von zu Hause Essen mit. Die Mittagspause dauert eine halbe bis eine Stunde lang. Danach geht es weiter in der Arbeit, und um sechs Uhr abends haben viele Leute dann Feierabend und fahren nach Hause. Auch hier gibt es nat?rlich wieder Unterschiede, manche arbeiten auch bis sp?t nachts.

Zum Alltag der meisten Deutschen geh?rt es auch, im Stau zu stehen. Denn weil viele Leute zur gleichen Zeit anfangen zu arbeiten, verstopfen die Autos die Stra?en. Also braucht man viel Geduld. Dieses Problem haben nat?rlich jene Pendler nicht, die mit dem Zug oder dem Bus in die Arbeit fahren, aber auch die ?ffentlichen Verkehrsmittel sind zu bestimmten Sto?zeiten v?llig ?berf?llt.

Abends wird in den meisten deutschen Familien eher kalt gegessen, also beispielsweise belegte Brote. Deswegen hei?t das Abendessen im Deutschen auch Abendbrot. Manche Deutsche gehen gleich nach der Arbeit noch in ein Fitnessstudio oder machen drau?en Sport, gehen beispielsweise Joggen oder Schwimmen. Um acht Uhr abends kommt dann die Tagesschau, die ber?hmteste deutsche Nachrichtensendung im Fernsehen. Viele Deutsche informieren sich so dar?ber, was w?hrend des Tages passiert ist. Und dann geht es nach ein bi?chen Fernsehen auch schon ab ins Bett.

Am Samstag erledigen viele Deutsche dann die Dinge, die sie w?hrend der Woche nicht geschafft haben. Da die Gesch?fte um 20 Uhr schlie?en, also um acht Uhr abends, schaffen es viele Deutsche nicht, w?hrend der Woche beispielsweise zur Reinigung zu gehen. Das machen sie am Wochenende. Oder sie putzen das Auto, oder sie gehen einkaufen. Der Sonntag ist der klassische Familientag, man trifft Freunde oder Verwandte, isst Kuchen am Nachmittag und trinkt Kaffee, oder man macht einen Ausflug.

Das war jetzt mal ein Standard-Tag, oder eine Standard-Woche. Aber es kann auch anders aussehen. Ich zum Beispiel bin Freiberufler, ich arbeite zu Hause und habe keine festen Arbeitszeiten. Das bedeutet, ich stehe erst zwischen acht und neun Uhr auf, erledige tags?ber den Haushalt und arbeite an verschiedenen Auftr?gen. Abends koche ich, und dann gehe ich oft mit Freunden ins Kino. Oft arbeite ich danach noch weiter, manchmal bis drei Uhr fr?h. Auch am Wochenende arbeite ich oft, aber das st?rt mich nicht. Daf?r kann ich flexibel sein und beispielsweise am Dienstag tags?ber auch mal ins Yoga gehen. Oder f?r Euch eine neue Folge Slow German machen...



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SG #026: Haustiere

Author: Annik Rubens
Fri, May 09, 2008


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Die heutige Folge:

Christa hat mich gebeten, ?ber Haustiere zu sprechen. Die Deutschen haben viele Haustiere! 23 Millionen Vierbeiner leben bei 83 Millionen Menschen. 5,3 Millionen Hunde gibt es in Deutschland. Wenn man hier in M?nchen beispielsweise in den Englischen Garten geht, also in einen gro?en Park, sieht man viele Hunde mit ihren Herrchen. In vielen Gemeinden und St?dten gibt es eine gesetzliche Leinenpflicht. Hunde d?rfen dort nicht frei laufen. Ich finde das richtig, denn ich wurde als Kind einmal von einem Hund angegriffen und verletzt. So etwas passiert nunmal schnell, auch wenn ein Hund nur spielen m?chte. Kinder reagieren dann eben oft falsch – und schon sind sie verletzt.

Gef?hrliche Hunde m?ssen zudem in Deutschland einen Maulkorb tragen. Kampfhunde m?ssen genehmigt werden. In Parks sieht man die Hunde aber oft frei laufen. Mein Eindruck ist, dass es zumindest in M?nchen haupts?chlich gro?e Hunde gibt, also zum Beispiel Golden Retriever oder den sch?nen Labrador. Der ber?hmte Deutsche Sch?ferhund ist nicht so h?ufig zu sehen. Und nat?rlich gibt es auch kleine Hunde wie den Rauhhaardackel. In M?nchen nennt man gerade diese kleinen, eigensinnigen Hunde „Zamperl“. In vielen Gastst?tten und Bierg?rten gibt es extra f?r Hunde einen Napf mit Wasser, damit sie im Sommer etwas zu trinken haben.

Ich selber bin kein gro?er Hundefreund. Sie sind mir zu sehr domestiziert und ich h?tte keine Lust, jeden Tag mehrmals mit dem Hund Gassi zu gehen. Das bedeutet, spazieren zu gehen.

Ich habe daher eine Katze. Es gibt 7,8 Millionen Katzen in Deutschland, das hei?t fast jeder zehnte Deutsche hat eine Katze. Ich finde, Katzen sind gut f?r die Psyche. Wenn sich eine Katze auf meinen Scho? legt und anf?ngt zu schnurren, wenn ich sie streichle, ist das wunderbar. Bei uns ist es verboten, den Katzen ihre Krallen zu entfernen. In den USA wird das ja oft gemacht, damit die Katzen keine M?bel oder Tapeten besch?digen und zerkratzen. Damit mein Kater das nicht macht, hat er einen Kratzbaum, also einen ein Meter gro?en Turm, an dem er sich austoben kann. Au?erdem hat er nat?rlich ein Katzenklo, das jeden Tag sauber gemacht werden muss.

Einmal im Jahr muss ich mit meinem Kater zum Tierarzt zur Kontrolle. Dieser schaut ihm in die Ohren und in die Augen, kratzt ihm Zahnstein von den Z?hnen und kontrolliert sein Maul und sieht nach, ob das Fell in Ordnung ist. Dann bekommt er eine Spritze. Darin sind verschiedene Impfungen enthalten, damit er keine Krankheiten bekommt. Mein Kater ist immer in der Wohnung, daher ist es f?r ihn nicht sehr gef?hrlich, aber wildere Katzen k?nnen auch Tollwut bekommen oder Zecken mit nach Hause bringen.

Nat?rlich gibt es noch andere Haustiere in deutschen Haushalten. Zum Beispiel Hamster oder M?use, Ratten oder V?gel. Wichtig ist, dass sie alle artgerecht gehalten werden. Dass sie also genug Platz haben, um sich auszutoben oder zu verstecken, genug gutes Futter und frisches Wasser, und nat?rlich auch Zuwendung, damit sie nicht einsam sind.

Noch ein paar W?rter f?r Euch, wenn Ihr ?ber Tiere sprecht: Tiere haben in den meisten F?llen Pfoten, keine Beine oder F??e. Ein Hund oder eine Katze haben also vier Pfoten. Wenn Hunden zu hei? wird, hecheln sie. Sie h?ngen also ihre Zunge aus dem Maul und atmen so die Luft ein. Katzen haben sehr empfindliche Schnurrbarthaare, das sind die langen Haare, die sie um das Maul herum haben. Ach ja, man sagt bei Tieren auch Maul und nicht Mund. Katzen k?nnen schnurren, miauen und nat?rlich auch fauchen, wenn sie sich bedroht f?hlen.



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SG #025: Das Schulsystem

Author: Annik Rubens
Tue, Apr 29, 2008


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Die heutige Folge:

Zun?chst muss ich sagen, dass es in Deutschland eine Schulpflicht gibt. Jedes Kind muss also eine Schule besuchen. In jedem Bundesland ist die Schulpflicht geregelt. Meistens sind es neun Jahre, die ein Kind in die Schule gehen muss.

In Deutschland gibt es ungef?hr 36000 ?ffentliche Schulen und nur 2600 private Schulen. Private Schulen sind solche Schulen, f?r die die Eltern etwas zahlen m?ssen. ?ffentliche Schulen werden vom Staat oder Bundesland betrieben und sind kostenlos.

Mit sechs Jahren kommt ein deutsches Kind in die Schule. Vorher war es meistens im Kindergarten. Die erste Klasse besucht es dann in einer Grundschule. Meistens dauert die Grundschule vier Jahre lang, in einigen F?llen aber auch sechs Jahre lang.

Danach m?ssen die Eltern entscheiden, wie es f?r das Kind weitergeht. Sind die Noten sehr gut? Oder eher nicht? Die Noten werden in Deutschland von 1 bis 6 vergeben. Eine eins ist die beste Note, eine sechs die schlechteste. Nach der vierten Klasse k?nnen Kinder weiter in die Hauptschule gehen. Diese dauert bis zur neunten Klasse und ist die Schulart mit dem niedrigsten Abschluss. Wer auf einer Hauptschule war, macht danach meistens eine Lehre, also einen handwerklichen Beruf, wie Maler, Schreiner oder ?hnliches.

Man kann aber auch auf die Realschule gehen. Als ich zur Schule ging, war das f?r Kinder ab der sechsten Klasse m?glich. Wer zum Beispiel gemerkt hat, dass die Hauptschule zu leicht ist, der ging auf die Realschule. Hier wird man sehr praktisch auf das Leben vorbereitet, man lernt beispielsweise neben den normalen F?chern wie Mathematik und Deutsch oder Englisch auch mit zehn Fingern auf einer Tastatur zu tippen oder Buchf?hrung. Die Realschule wird mit der „Mittleren Reife“ abgeschlossen und dauert bis zur 10. Klasse.

Mit sehr guten oder guten Noten kann man nach der vierten Klasse auch ins Gymnasium gehen. Im Gymnasium lernen die Kinder Fremdsprachen, Chemie, Physik und ?hnliche F?cher. Das Gymnasium dauert bis zur 13. Klasse, mittlerweile nur noch bis zur 12. Klasse. Man spezialisiert sich immer mehr auf die eigenen Interessen. Die letzten zwei Jahre auf dem Gymnasium bezeichnet man als Kollegstufe. Hier hat man so genannte Leistungskurse und Grundkurse. Ich hatte zum Beispiel als Leistungskurse Deutsch und Englisch, jeweils 6 Stunden pro Woche. F?cher, die man ?berhaupt nicht mag, kann man abw?hlen. Das hei?t, man muss sie nicht mehr machen. Das geht aber nat?rlich nur begrenzt. Ich hatte Gl?ck und konnte Chemie abw?hlen.

In der Kollegstufe schreibt man eine Facharbeit, also eine ungef?hr 30 Seiten lange wissenschaftliche Arbeit zu einem bestimmten Thema. Dies soll eine Vorbereitung auf das Studium sein, denn wer das Gymnasium mit dem so genannten Abitur abschlie?t, darf an einer Universit?t studieren. Das Abitur machen die deutschen Jugendlichen mit 18 oder 19. Danach m?ssen die Jungen noch zum Milit?rdienst, zum Bund, wie wir sagen. Oder sie k?nnen Zivildienst leisten, also beispielsweise in einem Altenheim arbeiten oder in einem Kindergarten. Eines von beidem ist Pflicht. Nur wer k?rperlich Probleme hat, wird von dieser Pflicht befreit. Mit 19 oder 20 fangen die Abiturienten dann an zu studieren.

?ber das Schulsystem wird in Deutschland viel diskutiert. Kritisiert wird oft, dass die Kinder schon im Alter von zehn Jahren gezwungen werden, sich f?r Hauptschule, Realschule oder Gymnasium zu entscheiden. Das sei viel zu fr?h, sagen Experten. Kritisiert wurde auch oft, dass das Gymnasium bis zur 13. Klasse dauert. In Europa ist das zu lang. Daher wird die Zeit nun um ein Jahr verk?rzt.

Die Kinder gehen ?brigens in Deutschland meist nur am Vormittag in die Schule. Sie beginnt gegen acht Uhr morgens und endet um eins. Im Gymnasium kommt manchmal Nachmittagsunterricht dazu, also zwei Stunden Sport oder im h?chsten Fall vier Stunden Unterricht. Wenn die Eltern allerdings den ganzen Tag arbeiten m?ssen gibt es einen Kinderhort, wo die Kinder nach der Schule hingehen k?nnen. Dort bekommen sie Essen und sie k?nnen ihre Hausaufgaben machen.



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SG #024: Deutsche Musik

Author: Annik Rubens
Wed, Apr 16, 2008


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Lange Zeit gab es in Deutschland fast nur Bands, die englisch gesungen haben. Es galt als cool, als modern, als besonders international. Dann kam 1976 die so genannte Neue Deutsche Welle. Die Musiker fingen an, wieder deutsch zu singen. Sehr ber?hmt wurden auch international Nena, die Gruppe Trio, und nat?rlich Falco. Keine Angst, wenn Ihr hier nichts verstanden habt – Falco singt ?sterreichisch.

Ich selber bin 1976 geboren, das hei?t von der Neuen Deutschen Welle habe ich nicht viel mitbekommen. Aber die Lieder kenne ich nat?rlich trotzdem – denn auch heute noch werden viele davon auf Parties gespielt. Ach, wenn wir gerade dabei sind, spiele ich Euch kurz auch noch ein Lied vor, das auf keiner Party fehlt: Marmor, Stein und Eisen bricht. Das war ein Lied von 1965, gesungen von Drafi Deutscher. Ich habe als Kind durch meine Eltern aber andere Musik geh?rt, zum Beispiel Reinhard Mey. Sein ber?hmtestes Lied ist wohl "?ber den Wolken". Darin geht es um das Gef?hl, in einem Flugzeug zu sitzen und zu fliegen. Reinhard Mey macht auch heute noch Musik und geht auf Tournee. Das Besondere an ihm ist, dass er sehr poetische Texte schreibt, die oft sehr anspruchsvoll sind. Und er singt sehr, sehr deutlich, aber manchmal auch sehr schnell...

Wir bleiben bei den ?lteren Herren, denn einer von ihnen macht jetzt gerade in Deutschland Schlagzeilen. Es ist Udo Lindenberg. Udo kennt in Deutschland jeder. Er hat eine Lippe wie Silvester Stallone, tr?gt immer einen Hut und eine Sonnenbrille und lebt in Hamburg in einem Hotel. Jetzt hat er gerade ein neues Album herausgebracht, aber ich f?rchte, Ihr werdet nicht verstehen, was er singt, denn Udos Nuscheln ist sein Markenzeichen.

Ebenso schwer zu verstehen – ?brigens auch f?r Deutsche, ist Herbert Gr?nemeyer, aber ich m?chte ja nicht, dass Ihr frustriert seid. Also gehen wir jetzt zu neuerer Musik. Wir schauen in die Hitparaden, das ist der deutsche Begriff f?r Charts oder Top Ten. Dort findet man momentan eine Band namens „Ich + Ich“. Das ist ein Duo, das melancholische Popmusik produziert. Noch ein bekanntes Duo: Rosenstolz. Und noch ein Duo: 2Raumwohnung. ?brigens sind die weiblichen Mitglieder von 2Raumwohnung und „Ich + ich“ Schwestern und in Deutschland sehr bekannt: Inga und Annette Humpe.

Jetzt habe ich noch drei Bands f?r Euch, die ich selber ehrlich gesagt oft verwechsle. Alle haben eine weibliche S?ngerin, vielleicht ist es das, was mich verwirrt. Und alle haben gro?e Hits geschrieben. Da ist zum einen die Band Juli aus Hessen, dann gibt es da noch die Band Silbermond aus Sachsen, und zu guter letzt die vier Bandmitglieder aus Berlin von „Wir sind Helden“.

Wenn Ihr auf dem M?nchner Oktoberfest wart oder nach dem Skifahren in den Bergen in einer H?tte feiert, dann kennt Ihr bestimmt auch DJ ?tzi. Er ist ?sterreicher und macht Partymusik wie diese hier, ebenfalls wochenlang in den Charts. Und falls Ihr Teenager seid und in Deutschland lebt, dann w?rt Ihr wahrscheinlich Fans von vier Jungs aus Magdeburg namens Tokio Hotel.

Aber ich will Euch ja eigentlich auch Musik vorstellen, die ich selber gut finde. Da gibt es zum Beispiel Roger Cicero, der deutsche Swing-Musik mit BigBand macht und wunderbar humorvolle Texte singt. Der gleiche Autor schreibt ?brigens auch die Texte f?r Annett Louisan.

Schlager aus den 20er-Jahren singt Max Raabe, der mit seinem Palastorchester um die ganze Welt auf Tournee geht und ebenfalls sehr lustige Texte mit im Gep?ck hat. Es gibt noch viele andere deutsche Musiker, die deutsch singen, eigentlich in jedem musikalischen Genre. F?r die Soul-Ecke ist Joy Denalane zust?ndig, wobei sie auch englisch singt.

Dann gibt es nat?rlich mittlerweile etwas braver gewordene Rocker oder Punker wie die Toten Hosen, und selbstverst?ndlich gibt es auch in Deutschland Wettbewerbe wie „Deutschland sucht den Superstar“ oder „Popstars“, also Castingshows, wo neue Talente gesucht werden. In ?sterreich wurde bei einer derartigen Show Christina St?rmer entdeckt, ein wirkliches Talent.

Und zum Spa? und zum Schluss noch die Band Fettes Brot mit einem Ohrwurm. Wisst Ihr, was ein Ohrwurm ist? Das ist ein Lied oder eine Melodie, die man st?ndig im Kopf hat und die nicht mehr verschwinden will. Ein sch?nes Wort, oder?

Ach ja, Hip Hop oder Rap haben wir in Deutschland nat?rlich auch, die bekanntesten Vertreter sind da die Fantastischen Vier. Aber sie rappen so schnell, dass ich Euch das nicht antun wollte.

Alle Links zur Musik findet Ihr auf slowgerman.com, Mails an podcast@slowgerman.com



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SG #023: Rauchverbot

Author: Annik Rubens
Mon, Mar 10, 2008


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Die heutige Folge:

Hallo und herzlich willkommen bei Slow German. Heute ist mein Thema das Rauchverbot, weil einige von Euch danach gefragt haben. Ich selber rauche nicht, daher freue ich mich besonders dar?ber, dass es in Deutschland immer mehr Verbote gibt und daher die Luft f?r Nichtraucher immer besser wird.

Fr?her durfte man ?berall rauchen. 1975 wurde in Deutschland dann aber verboten, im Radio oder Fernsehen Werbung f?r Zigaretten zu machen. Im Kino gibt es allerdings weiterhin Werbung f?r Marlboro und Co, ebenso auf Plakaten in der Stadt.

In den 80er-Jahren kam ein wichtiges Verbot: Man durfte im Flugzeug und sp?ter auch in Flugh?fen nicht mehr rauchen. Seit September 2007 darf man auch auf Bahnh?fen nicht mehr rauchen, das ist gesetzlich verboten. Nur kleine Fl?chen sind auf dem Boden eingezeichnet, und hier d?rfen die Raucher sich um einen Aschenbecher scharen. Auch in Z?gen darf nicht mehr gequalmt werden.

Schon seit einigen Jahren ist in Deutschland das Rauchen in vielen ?ffentlichen Geb?uden verboten. Zum Beispiel auch an Schulen. Das gilt aber nicht f?r alle Bundesl?nder. Auch in den meisten B?ros oder an den Arbeitspl?tzen der Menschen darf kaum noch geraucht werden. Hier gibt es dann meistens im Freien eine M?glichkeit, zu rauchen. Ich habe ein Jahr lang neben einem Kettenraucher gearbeitet, ich hatte st?ndig Halsweh.

All diese Verbote wurde meistens ohne gro?e Proteste hingenommen. In diesem Jahr aber gab es ?rger. Denn da trat ein Gesetz in Kraft, das auch das Rauchen in der Gastronomie verbietet. Dadurch sollen Nichtraucher gesch?tzt werden, unter anderem auch die Menschen, die in der Gastronomie arbeiten und dadurch Passivraucher sind. Seither kann man ohne Geruchsbel?stigung durch Rauch sein Schnitzel essen. Die Raucher gehen zum Rauchen nach drau?en und stehen dann in der K?lte. Einige Clubs haben sich nun allerdings auch zu Raucherclubs umgewandelt, denn in geschlossenen Gesellschaften darf weiterhin ?ffentlich geraucht werden.

F?r Bayern gilt: Rauchen darf man nicht mehr in ?ffentlichen Geb?uden, nicht in Beh?rden, in Einrichtungen f?r Kinder und Jugendliche, in Hochschulen, Krankenh?usern, Alten- oder Pflegeheimen und auf den Flugh?fen, sowie in der Gastronomie. Wir sind nun gespannt, wie das Oktoberfest ohne Rauch sein wird. Ich freue mich schon darauf. Ach, ?brigens: Wer rauchen will, der kann in Bayern in ein Einkaufszentrum gehen oder ins Gef?ngnis. Dort ist es erlaubt. Und nat?rlich in der eigenen Wohnung oder im Freien.



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SG #022: Umzug

Author: Annik Rubens
Thu, Feb 28, 2008


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Die heutige Folge:

Hallo und herzlich willkommen zu Slow German. Heute m?chte ich Euch etwas ?ber einen Umzug erz?hlen. Denn ich ziehe um, von meiner alten Wohnung in M?nchen-Schwabing in eine neue Wohnung, gar nicht weit entfernt.

Wenn man umziehen m?chte, dann herrscht das Chaos. Es gibt so viel zu tun! Zun?chst muss man eine neue Wohnung finden, das geht in St?dten wie M?nchen meistens nur mit einem Makler. Dieser Makler ist der Vermittler zwischen Vermieter und Mieter. Daf?r muss der Mieter ihn bezahlen, meistens mit zwei Monatsmieten der neuen Wohnung. Man nennt das Provision oder Courtage. Das ist eine Menge Geld, aber es ist noch nicht alles. Wenn man in eine neue Wohnung einzieht, muss man eine Kaution hinterlegen. Das bedeutet, dass man dem Vermieter Geld gibt, das dieser auf einem separaten Konto aufbewahrt. Meistens sind dies bei einer gro?en Wohnung rund 3000 Euro. Dieses Geld bekommt man wieder, wenn man auszieht. Falls man in der Wohnung aber etwas zerst?rt hat, kann der Vermieter das Geld behalten, um den Schaden zu reparieren.

In M?nchen kostet eine Wohnung ungef?hr zehn Euro pro Quadratmeter und pro Monat. 100 Quadratmeter kosten also mindestens 1000 Euro im Monat. Wenn die Lage der Wohnung besonders gut ist, kann es auch mal doppelt so teuer werden. Dazu kommen dann noch die Heiz- und Stromkosten und viele andere Geb?hren, zum Beispiel f?r Kabelfernsehen. Eine Wohnung zu finden ist gar nicht so einfach. Das Internet und Kleinanzeigen in Zeitungen helfen bei der Suche. Dann muss man auf viele Dinge achten. Ist die Lage gut? Gibt es in der N?he eine S-Bahn oder U-Bahn oder einen Bus? Gibt es Parkpl?tze? Hat die Wohnung eine K?che oder muss man erst selber eine kaufen? Ist es ein Altbau oder Neubau? Ist es laut in der Wohnung, weil sie an einer gro?en Stra?e liegt? Darf man Haustiere halten?

Wenn man dann in die neue Wohnung einziehen m?chte, kann man sich Hilfe holen. Zum Beispiel bei einer Spedition. Da kann man M?belpacker damit beauftragen, die schweren Kisten zu tragen. In meinem Fall ist das praktisch, denn ich ziehe in den dritten Stock, ohne Lift. Aber auch das kostet nat?rlich Geld.

Und dann ist da noch der Papierkram. Also die offizielle Seite des Umzugs. Man muss sich beim Einwohnermeldeamt melden und hier Bescheid geben, dass man umzieht. Das Einwohnermeldeamt ist eine gro?e Beh?rde, die alle deutschen B?rger und deren Wohnsitz festh?lt. Dann muss die Post benachrichtigt werden. Man kann einen Nachsendeauftrag stellen. Dadurch bekommt man noch ein halbes Jahr nach dem Umzug die Post, die bei der alten Adresse landet, automatisch an die neue Anschrift weitergeleitet. Auch das kostet nat?rlich Geld. Und dann ist da noch das Telefon, man m?chte in der neuen Wohnung ja schlie?lich auch Telefon und Internet haben. Dann wollen Versicherungen neu abgeschlossen werden, Freunde und Familie m?ssen die neue Adresse erfahren, die alte Wohnung muss frisch gestrichen und geputzt werden, die Bank muss Bescheid wissen, dass die Miete ab sofort auf das Konto eines anderen Vermieters ?berwiesen wird, und so weiter, und so fort. Ich habe eine lange Liste mit Dingen hier, die ich noch erledigen muss. Ich ziehe n?mlich Mitte M?rz um. Dr?ckt mir die Daumen, dass alles gut geht!



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SG #021: Aschermittwoch

Author: Annik Rubens
Wed, Feb 06, 2008


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Die heutige Folge:

Heute ist Aschermittwoch, ein christlicher Feiertag. Wir m?ssen aber trotzdem an diesem Tag arbeiten, sogar im katholischen Bayern.

Der Aschermittwoch ist der Beginn der Fastenzeit. Ab heute werden die gl?ubigen Christen und auch einige andere Menschen 40 Tage lang fasten. Also nichts essen. Das soll sie daran erinnern, dass Jesus 40 Tage in der W?ste verbracht hat. Bis Ostern dauert diese Fastenzeit, genauer gesagt bis zum Karsamstag.

Gl?ubige Christen gehen heute in die Kirche und bekommen vom Pfarrer ein Kreuz aus Asche auf die Stirn gemalt. Ich selber bin kein religi?ser Mensch, daher kann ich Euch dar?ber nicht mehr erz?hlen.

Interessant ist der Aschermittwoch aber auch f?r mich, und zwar weil es den so genannten politischen Aschermittwoch gibt. Das ist eine bayerische Erfindung, denn schon vor 500 Jahren haben sich die Bauern an diesem Tag getroffen und ?ber Politik geredet. Sp?ter gab es Kundgebungen, und heute haben alle politischen Parteien heute eine gro?e Veranstaltung. Da kommen alle wichtigen Politiker zusammen, und es werden flammende Reden gehalten. Das wird sogar im Fernsehen ?bertragen.

Traditionell gibt es am Aschermittwoch ein gro?es Fischessen, das auf die Fastenzeit einstimmen soll. Man k?nnte aber auch sagen, der Aschermittwoch hat eher was mit einem Kater zu tun als mit einem Fisch. Denn bis heute wurde in Deutschland Fasching gefeiert. Das fing offiziell am 11.11., also am 11. November, um 11 Uhr 11 an. Der richtige Start war dann am 6. Januar, dem Dreik?nigstag. Und seitdem haben sich die Menschen verkleidet und gefeiert. Das h?ngt zusammen mit der heidnischen Winteraustreibung. Da hat man versucht, die Wintergeister zu vertreiben, damit es endlich Sommer wird. Heute feiert man das auch noch, und vor allem in katholischen Gegenden geht es hoch her. In Bayern allerdings weniger, die Hochburgen sind zum Beispiel K?ln und Mainz. Eine Woche lang ist es bunt und laut. Es beginnt am unsinnigen Donnerstag, auch schmutziger Donnerstag oder Weiberfasching genannt. Dann kommt der Rosenmontag und der Faschingsdienstag. Da ziehen die Menschen mit lauten Musikkapellen durch die Gegend. Und sie trinken eine Menge Alkohol. Davon bekommt man bekanntlich einen Kater, also b?ses Kopfweh. In manchen Gegenden Deutschlands hei?t der Fasching ?brigens auch Fastnacht oder Karneval.



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SG #020: Lotto

Author: Annik Rubens
Sun, Jan 20, 2008


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In Deutschland gibt es ein Lotteriemonopol. Das bedeutet, dass in Deutschland nur der Staat, oder besser gesagt die einzelnen Bundesl?nder, Lotto als Gl?cksspiel anbieten darf. Private Anbieter gibt es zwar auch, aber auch die m?ssen wiederum beim Staat spielen. Der Grund daf?r ist, dass man den B?rger vor der Spielsucht sch?tzen m?chte. Au?erdem flie?t vieles von dem Geld, das die B?rger verspielen, gemeinn?tzigen Zwecken zu. Das bedeutet, es wird vom Staat f?r gute soziale Zwecke ausgegeben. Die H?lfte des Geldes geht direkt an die Gewinner, der Rest wird beispielsweise f?r Sport, Kunst, Umwelt oder Jugendprojekte ausgegeben. Lotto spielt man in Deutschland seit fast 400 Jahren.

In Schweden spielt man „7 aus 35“. Hier bei uns wird „6 aus 49“ gespielt. Man kauft beispielsweise an einem Kiosk einen Lottoschein. Dieser ist so gro? wie eine Postkarte. Darauf sind einzelne Quadrate. Jedes dieser Quadrate hat 7 Reihen und 7 Spalten, also insgesamt 49 Felder. Man macht jetzt Kreuze bei sechs Zahlen und hofft, dass diese Zahlen gewinnen. Mathematisch kann man ausrechnen, dass bei „6 aus 49“ fast 14 Millionen M?glichkeiten bestehen, seine Kreuzchen zu setzen. In Schweden sind es nur 6 Millionen.

Dazu gibt es noch die Superzahl. Das ist die letzte Zahl der Nummer des Lottoscheins. Man kann sie also nicht aussuchen oder beeinflussen. Man hat die Superzahl eingef?hrt, damit es noch schwieriger wird, zu gewinnen.

Am Mittwoch und am Samstag gibt es abends im Fernsehen die Ziehung der Lottozahlen. In einem gro?en Glasball werden die 49 Ziffern auf kleinen Kugeln durcheinandergewirbelt. Dann f?llt eine Kugel aus dem Ball und wird vorgelesen. Nach den 6 Zahlen gibt es noch eine siebte, die so genannte Zusatzzahl. Wer also nur drei richtige Zahlen hat, gewinnt nicht viel. Wer aber drei richtige Zahlen und die Zusatzzahl richtig hat, gewinnt ein bi?chen mehr.

Ich gewinne nie im Lotto. Wenn ich spiele, spiele ich online. Aber ich habe gerade nachgesehen: 98,1 Prozent betr?gt die Wahrscheinlichkeit, dass ich eine Niete ziehe. Das bedeutet, dass nur 1,9 Prozent etwas gewinnen.

Den gr??ten Jackpot in der deutschen Lottogeschichte gab es ?brigens vor einem Monat, und zwar letzten Dezember. Da waren 45,3 Millionen Euro im Jackpot. Drei Spieler haben ihn sich geteilt, sie hatten alle die gleichen Gewinnzahlen und die passende Superzahl 3.

Noch ein Jahr fr?her, und zwar 2006, hat ein Spieler mit ?ber 37 Millionen Euro den h?chsten Einzelgewinn geschafft. 37 Millionen f?r einen einzigen Menschen! Noch dazu ist er Krankenpfleger, also wirklich jemand, der Geld brauchen k?nnte und schon viel Gutes getan hat f?r die Gesellschaft. Wer nur sechs Richtige hat, ohne Superzahl, hat bislang h?chstens 4 Millionen Euro gewonnen. Gemein, oder? Wenn zu viele Tipper die gleichen Zahlen haben und gewinnen, dann kann es noch gemeiner werden: So war 1984 ein Sechser im Lotto nur knapp 8000 Euro wert.

Aber ich wei?, das ist alles nichts im Vergleich zu den USA – denn da gab es letztes Jahr einen Jackpot von 390 Millionen Dollar.



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SG #019: Sternsinger

Author: Annik Rubens
Thu, Jan 10, 2008


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Der Text der heutigen Folge:

Ich m?chte Euch heute etwas ?ber die Sternsinger erz?hlen. Das ganze ist eine sehr alte Tradition. Am 6. Januar finden viele verschiedene Dinge statt. Die orthodoxen Christen feiern an diesem Tag Weihnachten beziehungsweise Christi Geburt. Es ist aber auch das Dreik?nigsfest. In S?ddeutschland, ?sterreich und Sachsen-Anhalt ist dieser Tag ein gesetzlicher Feiertag, wir m?ssen also nicht arbeiten. Es ist aber auch ein besonderes Fest: An diesem Tag gehen Kinder von Haus zu Haus und singen. Daf?r bekommen sie dann Geld, und dieses Geld wird gesammelt und f?r Hilfsprojekte gespendet.

Die Kinder sind verkleidet als die heiligen drei K?nige Caspar, Melchior und Balthasar. Mit geweihter Kreide zeichnen sie dann an die T?re oder ?ber die T?re die Botschaft „20* C+M+B 08“. Das steht angeblich nicht f?r die Anfangsbuchstaben der drei K?nige, sondern f?r den lateinischen Spruch „Christus mansionem benedicat“, also „Christus segne dieses Haus“. Das Haus soll also gesch?tzt sein vor Ungl?ck – ebenso nat?rlich die Bewohner.

In Deutschland sind die Sternsinger die weltweit gr??te organisierte Hilfsaktion von Kindern f?r Kinder. Dieses Jahr haben eine halbe Million Kinder mitgemacht. Im vergangenen Jahr wurden bei der Aktion 38,8 Millionen Euro gesammelt. Die H?lfte des Geldes wird f?r die Bildung ausgegeben, ein F?nftel ungef?hr f?r die Rehabilitation von Kindern, und acht Prozent immerhin an die Evangelisierung von Kindern in der ganzen Welt. Denn ich darf nat?rlich nicht vergessen zu sagen, dass die Sternsinger im Namen der katholischen Kirche unterwegs sind. Sie wurden sogar von Papst Benedikt gesegnet. Sogar ans Schloss Bellevue, dem Sitz des deutschen Bundespr?sidenten Horst K?hler, wurden die Kreidezeichnungen angebracht.

Dieses Jahr ist das Motto der Sternsinger „Sternsinger f?r die Eine Welt“.



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SG #018: Advent

Author: Annik Rubens
Mon, Dec 03, 2007


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Am vergangenen Sonntag, dem 2. Dezember, war der erste Advent. Die vier Sonntage vor Weihnachten sind die vier Adventssonntage. Das bedetuet, dass wir hier in Deutschland einen Kranz aus Tannenzweigen auf dem Esstisch aufstellen. Auf dem Kranz, der manchmal ganz schlicht ist, manchmal aufw?ndig geschm?ckt, stecken vier gro?e, dicke Kerzen. Am ersten Advent wird eine Kerze angez?ndet. Am zweiten Advent zwei Kerzen. So sieht man, wie nah oder fern Weihnachten ist.

F?r die Kinder git es zudem den Adventskalender. Dieser Kalender kann ganz unterschiedlich aussehen. Entweder es ist ein d?nner Pappkarton mit 24 kleinen T?rchen, hinter denen sich kleine Schokolade-St?cke befinden. Oder es gibt Adventskalender, die aus 24 kleinen S?ckchen bestehen. Eigentlich ist es auch egal, es geht einfach darum, 24 kleine Geschenke mit den Nummern 1-24 zu beschriften. Und Kinder d?rfen dann jeden Tag ein Geschenk ?ffnen. Manche Freunde oder besser gesagt Freundinnen schenken sich auch im erwachsenen Alter noch Adventskalender, um sich gegenseitig eine Freude zu machen.

Diese Woche ist dann am 6. Dezember auch Nikolaus. Da stellen die Kinder ihre Stiefel vor die T?r und der Nikolaus bef?llt sie mit N?ssen, Obst und S??igkeiten. Bei manchen Kindern kommt der Nikolaus auch vorbei und lobt sie, falls sie w?hrend des Jahres nett waren. Falls sie frech waren oder die Eltern dem Nikolaus etwas anderes erz?hlen, f?r das die Kinder ger?gt werden sollen, ?bernimmt der Nikolaus das auch. Oft hat er einen d?steren Gesellen dabei, den Knecht Ruprecht. Er ?bernimmt es, den Kindern ein wenig Angst einzujagen.

Vorsicht ?brigens, falls Ihr in Deutschland lebt: Am Abend vor Nikolaus ist es ?blich, dass M?nner durch die Gegend ziehen und Streiche spielen.

Das Sch?ne jetzt in der Vorweihnachtszeit sind ?brigens die Christkindlm?rkte. In Norddeutschland Weihnachtsm?rkte genannt. Da werden kleine ?ffentliche Pl?tze geschm?ckt und es werden kleine Buden aufgebaut aus Holz. Da gibt es dann kleine Geschenke zu kaufen, man kann Gl?hwein trinken und Flammbrot essen und sich mit Freunden treffen. Ich war an diesem Wochenende schon auf zwei Christkindlm?rkten hier in M?nchen, aber eigentlich ist es daf?r noch zu warm. Das macht mehr Spa?, wenn Schnee liegt.

Jetzt werde ich erstmal ?berlegen, welche Geschenke ich f?r Weihnachten kaufen werde. Mehr zu Weihnachten in Deutschland erz?hle ich Euch bald.



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SG #017: Vereine

Author: Annik Rubens
Sat, Nov 17, 2007


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In Deutschland gibt es unz?hlige Vereine. Ein Verein ist eine Gruppe von Menschen, die ein gemeinsames Hobby oder Interesse haben. Sie organisieren sich in einer hierarchischen Struktur. Sie treffen sich regelm??ig und sie machen verschiedene Veranstaltungen. Es gibt zu allen m?glichen Interessen Vereine. Zum Beispiel Sportvereine. Die sind manchmal so gro?, dass sie sogar profitabel sind. Aber es gibt auch ganz kleine Vereine. Wenn man im Deutschen zum Beispiel negativ ?ber Lokaljournalismus redet, dann sagt man, diese Journalisten w?rden nur ?ber Kaninchenz?chtervereine schreiben. Insgesamt wird die Liebe der Deutschen zu ihren Vereinen absch?tzig auch gerne Vereinsmeierei genannt.

Ein Verein muss in Deutschland mindestens sieben Mitglieder haben, und er muss bei einem Gericht eingetragen werden. Dann bekommt er die Abk?rzung „e.V.“, eingetragener Verein. Es gibt auch gemeinn?tzige Vereine. Das bedeutet, dass der Verein Geld sammelt, das er einem guten Zweck zur Verf?gung stellt. Er darf keinen Gewinn erwirtschaften.

An der Spitze eines Vereines steht der Vereinsvorsitzende. Er hat einen Stellvertreter, falls er mal keine Zeit hat oder verhindert ist. Dann gibt es noch einen Schriftf?hrer, der die Protokolle der Sitzungen anfertigt. Und einen Schatzmeister oder Kassier, der f?r die Finanzen zust?ndig ist. Einmal im Jahr treffen sich alle Mitglieder zur Jahreshauptversammlung. Hier werden wichtige Dinge besprochen, und alle zwei Jahre wird ein neuer Vorstand gew?hlt. Dies muss heimlich geschehen, also wie bei politischen Wahlen mit Stimmzetteln. So wird verhindert, dass ein Betrug stattfindet oder Mitglieder zu einem Ergebnis gezwungen werden. Die Wahlen sollen demokratisch stattfinden.

Ich selber bin in einem Verein, der sich f?r die Lakota-Indianer in den USA einsetzt, und nat?rlich gibt es mittlerweile in Deutschland auch einen Podcastverein. Ich selber bin kein gro?er Freund von Vereinen. Ich finde, man kann die Zeit, die man hier f?r B?rokratie verwendet, sinnvoller gestalten. Was meint Ihr?



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SG #016: Getr?nke

Author: Annik Rubens
Fri, Nov 09, 2007


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Was trinken die Deutschen eigentlich? Dar?ber habe ich mir f?r Euch Gedanken gemacht. Der Tag beginnt f?r die Deutschen entweder mit Kaffee oder mit Tee. Zum Essen am Mittag oder Abend trinken sie gerne Mischgetr?nke. Ein Modegetr?nk ist die Apfelschorle. Das ist Apfelsaft gemischt mit Sprudel. Sprudel ist Mineralwasser mit Kohlens?ure. Mittlerweile gibt es alle m?glichen Fruchts?fte, gemischt mit Sprudel. Maracujaschorle, Ananas-Schorle, Kirschsaftschorle. Der Vorteil: Schorle hat weniger Kalorien, ist nicht so s??, leichter vertr?glich und erfrischender als purer Saft.

Nat?rlich trinken die Deutschen auch gerne Cola oder Sprite. Aber auch hier mischen sie gerne: Ein typisches Getr?nk ist Spezi. Spezi besteht aus Cola, gemischt mit Orangenlimonade. Spezi gibt es fertig gemischt in Flaschen. Komisch, oder?

Wenn die Deutschen Alkohol trinken, dann am Liebsten Wein oder Bier. Je nach Region ist das unterschiedlich. Es gibt auch Cocktailbars, das ist klar. Aber wenn wir schon bei Mischgetr?nken sind, dann erinnere ich Euch an das Radler. Ein Bier gemischt mit Zitronenlimonade. Es gibt viele solche Getr?nke.

Fr?her hat man in Deutschland haupts?chlich schwarzen Filterkaffee getrunken. Mittlerweile haben sich die italienischen Einfl?sse durchgesetzt und die Coffeeshops wie Starbucks sind auch hierher gekommen. Deswegen trinkt man jetzt am Liebsten Espresso, Capuccino oder Latte Macchiato. Latte Macchiato ist ein gro?es Glas hei?er Milch mit Milchschaum, in die man einen Espresso kippt. In Italien trinken das Kinder – bei uns die Erwachsenen.

Habt Ihr jetzt Durst bekommen? Dann sage ich: Prost!



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SG #015: Allerheiligen

Author: Annik Rubens
Wed, Oct 31, 2007


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Der erste Schnee ist hier in M?nchen schon letzte Woche gefallen. Immer wenn es langsam kalt wird und der Winter beginnt, freue ich mich. Denn das bedeutet, dass Allerheiligen bevorsteht. Ich gebe zu, nicht viele Menschen hier in Deutschland freuen sich auf diesen Tag. Es ist ein katholischer Feiertag, der immer am 1. November begangen wird. Und eigentlich steckt dahinter ein sehr trauriger Anlass: Man denkt an die Toten.

Ich m?chte Euch nun aber mal erz?hlen, wie das in meiner Familie aussieht. Vor ?ber 25 Jahren ist mein Opa gestorben. Ich war damals ein kleines Kind. Wie es der Brauch und die Tradition will, sind meine Eltern und ich damals am 1. November an das Grab meines Opas gefahren. Und so machen wir es seitdem jedes Jahr.

Der Tag beginnt bei uns damit, dass wir uns im Elternhaus meiner Mutter treffen. Dort kommt die ganze Familie zusammen, drei Generationen, aus ganz Deutschland. Wir gehen zusammen Mittag essen, und danach ziehen wir uns besonders warm an. Wir spazieren hin?ber zum alten Friedhof und besuchen erst einmal andere Gr?ber. Die Gr?ber von Verwandten oder Freunden. Dort stehen jeweils deren Familien, und man spricht kurz miteinander. Dann stellt man sich an das eigene Familiengrab. In katholischen bayerischen Gemeinden wie der, in die ich immer fahre, steht beinahe an jedem Grab jemand. Dann beginnt ein Gottesdienst. Ein Pfarrer spricht und betet, eine Blaskapelle spielt traurige Lieder. Dann werden die Gr?ber gesegnet, der Pfarrer geht mit Weihwasser ?ber den Friedhof.

Nach einer Stunde ist man durchgefroren. Man geht nach Hause und wir sitzen dann noch bis sp?t abends beisammen. Wir trinken Kaffee, essen Kuchen und essen sp?ter zu Abend. Es ist f?r mich ein wundersch?ner Tag, denn zum einen finde ich es wichtig, an die Toten zu denken, zum anderen ist es der einzige Tag im Jahr, an dem die ganze Familie zusammen ist.

In Bayern hat man an diesem Tag ?brigens frei. Man muss nicht arbeiten. Wir haben viele religi?se Feiertage hier.



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SG #014: Das Oktoberfest

Author: Annik Rubens
Fri, Sep 21, 2007


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Heute m?chte ich Euch aus aktuellem Anlass etwas ?ber das Oktoberfest erz?hlen. Denn das beginnt morgen hier in M?nchen. Ihr kennt es sicher alle, denn das Oktoberfest ist das gr??te Volksfest der Welt. Jedes Jahr besuchen rund sechs Millionen Menschen das Oktoberfest!

Alles begann im Jahr 1810. Kronprinz Ludwig heiratete Prinzessin Therese damals im Oktober. Auf einer Wiese au?erhalb der Stadt veranstalteten sie zur Feier des Tages ein Pferderennen. Seitdem hei?t die Wiese Theresienwiese. Mittlerweile ist die Stadt so sehr gewachsen, dass die Wiese nicht mehr am Rand der Stadt liegt, sondern mittendrin. Mittlerweile haben wir hier auch so etwas ?hnliches wie die Freiheitsstatue in New York: Die Bavaria wacht mit einem L?wen an ihrer Seite ?ber die Wiese. Man kann in ihren Kopf klettern und hat von dort einen wunderbaren Ausblick ?ber die Stadt.

Jedes Jahr fand das Oktoberfest statt, es sei denn es fand ein Krieg statt oder die Stadt wurde von einer Cholera-Epidemie befallen. Weil es in M?nchen aber im Oktober manchmal schon sehr kalt ist, beschloss man, das Fest vorzuverlegen. Jetzt findet es im September statt – nur das letzte Wochenende ist im Oktober. Das Oktoberfest dauert immer drei Wochenenden, manchmal wird es etwas verl?ngert. Es dauert also immer 16 bis 18 Tage lang.

Die G?ste sind international. Die M?nchner selbst gehen oft mit ihren Firmenkollegen auf das Oktoberfest, es kommen aber auch viele Australier und Japaner zum Feiern und Trinken hierher. Typisch ist, dass schon einige Wochen vor dem Beginn des Oktoberfests Italiener mit ihren Wohnwagen hier auftauchen. Sie parken die Wohnw?gen am Rand der Theresienwiese und haben so ein perfektes Quartier – auch betrunken k?nnen sie so noch in ihr Bett wanken. W?hrend des Wochenendes, an dem die meisten Italiener in M?nchen sind, werden ?brigens im Radio auch die Verkehrsdurchsagen auf italienisch gemacht.

Er?ffnet wird das Oktoberfest immer am Samstagmittag vom Oberb?rgermeister. Das ist in M?nchen derzeit Christian Ude. Er steht dann vor einem riesigen Fass Bier und muss es anzapfen. Also das erste Bier ausschenken. Er ruft dann „Ozapft is“, und die Wies’n ist er?ffnet.

Ich fahre am liebsten mit dem Riesenrad. Es wurde 1880 zum ersten Mal aufgestellt und war damals zw?lf Meter hoch. Heute ist es 48 Meter hoch und man hat einen wunderbaren Blick auf die Stadt.

Neben Geisterbahnen, Autoscootern, Achterbahnen und ?hnlichen Vergn?gungsst?nden gibt es nat?rlich vor allem viele riesige Bierzelte auf der Wies’n. Man wird hier aber kein Heineken- oder Guiness-Zelt finden – auf dem Oktoberfest d?rfen nur M?nchner Traditionsbrauereien ihr Bier verkaufen. Das sind beispielsweise L?wenbr?u, Paulaner, Augustiner oder Hacker-Pschorr. Das Hofbr?u-Festzelt ist das gr??te und fasst 10.000 Besucher. Wenn eines der 14 gro?en Zelte voll ist, werden die T?ren geschlossen. Erst wenn wieder einige Besucher gegangen sind, werden sie wieder ge?ffnet. Manchmal schlie?en die Zelte schon gegen elf Uhr vormittags ihre T?ren, so viele Besucher sind hier.

Im Zelt trinkt man Bier in Literkr?gen, den so genannten Ma?kr?gen. Dazu isst man Riesenbrezen mit K?se, Rettich (der in Bayern Radi hei?t), gebratene H?hnchen oder sogar Ochsen. Ganze Ochsen drehen sich in einem Zelt um einen riesigen Grillspie?.

Immer mehr M?nchner ?brigens gehen wieder in traditionellen Trachten auf die Wies’n. Das hei?t dass die Frauen ein Dirndl tragen, also ein Kleid mit Sch?rze, und die M?nner eine Lederhose. Zwei Monate vor dem Oktoberfest er?ffnen in M?nchen dann pl?tzlich ?berall Gesch?fte, die diese Trachten verkaufen – danach sind sie wieder verschwunden.

Das Oktoberfest soll ein traditionelles Volksfest bleiben, das ist den M?nchnern sehr wichtig. Es soll nicht nur um Alkoholexzesse gehen, sondern ruhig und familienfreundlich sein. Deswegen d?rfen die Blaskapellen in den Zelten seit einiger Zeit nur noch relativ leise spielen, bis 18 Uhr abends m?ssen sie traditionelle Blasmusik spielen. Erst abends d?rfen sie dann Pop und Schlagermusik anstimmen.

Ich wohne zum Gl?ck nicht in der N?he des Oktoberfestes. Meistens gehe ich auch nicht hin, es sind mir zu viele Menschen dort, es ist zu laut. Aber ich merke trotzdem, dass gerade Wiesn-Zeit ist: Denn auch hier, wo ich wohne, laufen viele Menschen in Tracht rum und gehen sogar so zur Arbeit.

So, das war mein Thema f?r heute. Ich werde am Sonntag zum Trachtenumzug gehen – da marschieren viele Gruppen aus ganz Europa in ihren Trachten durch M?nchen, mit Pferdekutschen und Musikkapellen.

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SG #013: Stumme Verk?ufer

Author: Annik Rubens
Thu, Sep 13, 2007


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Heute m?chte ich Euch etwas ?ber stumme Verk?ufer erz?hlen. Was ein Verk?ufer ist, wisst Ihr sicher: Er arbeitet in einem Laden und verkauft Waren. Das kann eine B?ckerei sein oder eine Metzgerei, ein Kiosk oder ein Supermarkt. Was aber ist ein stummer Verk?ufer?

Ganz einfach: Ein stummer Verk?ufer ist ein Kasten aus Metall, der auf vier F??en steht. In diesem Kasten sind Zeitungen. Aktuelle Tageszeitungen. Oben ist dann noch eine Schlagzeile zu lesen, die neugierig machen soll auf die Zeitung. Diese K?sten nennt man in Deutschland stumme Verk?ufer.

Ich wei?, dass es Zeitungsk?sten nat?rlich auch in anderen L?ndern gibt. Aber in Amerika zum Beispiel muss man erst Geld einwerfen, bevor man sie ?ffnen kann um eine Zeitung zu entnehmen. In M?nchen kann man einfach den Deckel anheben und sich eine Zeitung nehmen. Nat?rlich soll man Geld einwerfen, aber die K?sten sind keine Automaten. Man vertraut auf die Ehrlichkeit der Kunden.

Da die M?nchner aber genauso unehrlich sind wie alle anderen Menschen, werden hin und wieder Kontrollen gemacht. Das Prinzip ist so ?hnlich wie bei der U-Bahn: W?hrend in anderen St?dten wie Paris, London oder New York ein Zutritt zur U-Bahn nur mit einem Ticket m?glich ist, kann man in M?nchen oder Berlin einfach in den Zug einsteigen. Kontrolliert wird nur in Stichproben – auch hier vertraut man auf die Ehrlichkeit der B?rger.

Zur Zeitungslandschaft in Deutschland kann man viel sagen, ich m?chte Euch aber nur einige Zeitungen vorstellen. Die am meisten verkaufte Zeitung in Deutschland ist die BILD-Zeitung. Sie ist eine Boulevardzeitung, zu erkennen an riesigen ?berschriften, nackten Frauen auf dem Cover und Skandal-Geschichten ?ber Prominente. In St?dten wie M?nchen gibt es zus?tzlich noch weitere kleine Boulevardzeitungen wie die Abendzeitung, diese sind aber etwas seri?ser.

Neben regionalen Zeitungen gibt es auch ?berregionale Zeitungen. Diese werden nicht nur in einer bestimmten Stadt oder einer bestimmten Region verkauft, sondern in ganz Deutschland. Ein Beispiel ist die S?ddeutsche Zeitung oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung.

?brigens nennen wir Magazine in Deutschland Zeitschriften. Gemeint sind farbig gedruckte Zeitschriften in Heftform. Am bekanntesten ist hier der Spiegel, der einen sehr guten journalistischen Ruf hat und jeden Montag erscheint.

Alle diese Zeitungen und Zeitschriften haben ?brigens mittlerweile eigene Internetseiten. Schm?kert doch ein wenig herum! Den Spiegel gibt es auch auf Englisch zu lesen, falls das f?r Euch einfacher ist.

So, das war mein Thema f?r heute. Ein Foto von einem stummen Verk?ufer stelle ich Euch ins Internet, und zwar auf slowgerman.com und nat?rlich auch zu Flickr.

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SG #012: Recycling

Author: Annik Rubens
Tue, Aug 14, 2007


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Was ist typisch Deutsch? P?nktlichkeit ? Zuverl?ssigkeit ? Rauhaardackel ? Dirndl? Oder doch eher das M?ll-Recycling? Ich wei?, f?r viele Menschen aus anderen L?ndern wirkt es seltsam, was wir mit unserem M?ll machen. Seit vielen Jahren wandert immer weniger davon in die M?lltonne, und immer mehr davon wird von uns gesammelt. Es gibt viele verschiedene Systeme, in jedem Bundesland ist das anders, manchmal sogar von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Ich erz?hle Euch jetzt mal, wie ich hier in M?nchen mit meinem M?ll umgehe. Zun?chst einmal gibt es die M?glichkeit, direkt im Supermarkt zum Beispiel die Cornflakes-T?te aus der Karton-Verpackung zu nehmen und den Karton gleich dort wegzuschmeissen. Ich kann auch die Folie von der Gurke direkt dort lassen oder andere Verpackungen. Wenn ich diese lieber mit nach Hause nehme, kann ich sie zu Hause sammelnsammeln. Ich selber sammele vor allem Papier. Vor meiner Haust?r ist ein gro?er Container, in den ich das Papier werfen kann. Einmal pro Woche wird diese Tonne geleert. Dann gibt es in meinem Haus noch eine braune Tonne f?r Biom?ll. Das sind Bananenschalen, Teebeutel oder anderer biologischer M?ll. Dieser M?ll wandert in den Kompost und wird wieder zu Erde. Nat?rlich gibt es in meinem Haus auch noch eine so genannte Restm?lltonne, aber da landet nicht mehr viel drin. Denn ich sammle zum Beispiel Dosen aus Aluminium und bringe sie zu einem Wertstoffcontainer um die Ecke. Dort kann ich auch alle Folien und Plastikbeh?lter hinbringen, oder gr?nes, wei?es und braunes Glas. Um den ?berblick nicht zu verlieren, haben viele K?chen verschiedene M?llbeh?lter, damit man das gleich dort sortieren kann. Holz, Halogenlampen, Metallreste oder alte M?bel kann ich zu einem Wertstoffhof bringen, also einem Platz, wo diese Dinge dann entsorgt werden. F?r manche Ger?te muss man Geld bezahlen, um sie dort hinzubringen. Und dann gibt es nat?rlich noch Second-Hand-L?den, wo man alte B?cher, CDs oder ?hnliches hinbringen kann. Und die Dropshops, wo andere Menschen f?r einen Gegenst?nde bei eBay verkaufen. Aber das kennt Ihr bestimmt aus Eurer Heimat auch. Sind wir Deutschen also verr?ckt? Ich wei? es nicht. Immer wieder h?rt man, dass es hier mittlerweile zu wenig "normalen" M?ll gibt, die Heizkraftwerke, das sind gro?e Kraftwerke, in denen M?ll verbrannt wird, bleiben also leer. Manche Deutsche recyceln daher mittlerweile keinen M?ll mehr. Ich selber habe das schon in der Grundschule gelernt und kann nicht anders - mir tut es in der Seele weh, wenn ich Glas oder Papier in die normale M?lltonne werfe.



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SG #011: Denglisch

Author: Annik Rubens
Thu, Jul 26, 2007


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Ich wei?, Ihr wollt Deutsch lernen. Aber f?r all die von Euch, die sowieso schon Englisch sprechen, ist das gar nicht n?tig. Denn viele unserer deutschen Begriffe sind gar nicht Deutsch, sondern Englisch. Wir finden Dinge cool und ziehen zum Fitnesstraining gerne ein stylishes T-Shirt an. Manchmal werden Trainingsstunden gecancelt, aber das kann auch passend sein, wenn man sowieso zu einem Meeting muss, weil man gerade ein Startup gelaunched hat.
Englische W?rter zu benutzen und sie mit der deutschen Sprache zu verbinden, finden viele vor allem junge Deutsche toll. Man nennt das Denglisch.
In den vergangenen Jahren hat sich die deutsche Sprache insgesamt sehr ver?ndert. Wenn das Telefon kaputt ist, hat man fr?her den Kundendienst angerufen. Heute ruft man den Service oder Support an oder gleich die Hotline.
Viel lustiger finde ich allerdings, dass es auch Scheinanglizismen gibt. Das sind Begriffe, die zwar Englisch klingen, die aber kein Engl?nder oder Amerikaner versteht. Das bekannteste Wort ist das Wort Handy. In Deutschland ist das Handy ein Mobiltelefon. Und ein Beamer ist bei uns nicht etwa ein Auto, sondern ein Projektor, um beispielsweise Powerpoint-Pr?sentationen auf der Leinwand zu zeigen. Ein Dressman ist f?r uns hier ein sch?ner Mann, also ein m?nnliches Model. Und ein Oldtimer ist ein sehr altes Auto. Ein Showmaster ist ein Moderator, jemand, der eine Fernsehshow pr?sentiert. Und in Deutschland gibt es auch nicht nur Teenager, sondern auch Twens. Das sind dann die Leute zwischen 20 und 30.
Seid Ihr jetzt komplett verwirrt? M?sst Ihr nicht sein. Denn jede Sprache ist ein Gemisch aus verschiedenen Einfl?ssen. Wir haben ein Rendezvous, trinken gerne Capuccino und machen danach eine Siesta. Oder? Trotzdem - ich freue mich, dass Ihr Deutsch lernt und werde auch in den n?chsten Wochen versuchen, Euch dabei zu helfen.

So, jetzt zum Feedback - noch ein englisches Wort, das wir hier in Deutschland verwenden!

Tamara hat mir geschrieben, sie ist High School Lehrerin in Claremont bei Los Angeles. Sie h?rt schon seit einem Jahr meinen Schlaflos in M?nchen Podcast. Als Thema hat sie M?ll vorgeschlagen, das kommt dann n?chstes Mal.

John ist Rentner und lebt in Kent, England. Er war als junger Soldat in Deutschland und hat mir viel geschrieben ?ber Renate M?ller, eine Schauspielerin und S?ngerin. Ich werde mal sehen, was ich noch herausfinden kann ?ber sie!

Louise aus Melbourne hat letztes Jahr in Bayern Kunstgeschichte studiert und h?rt jetzt gerne deutsche Podcasts.

Und Brendan aus Utah ist in Deutschland aufgewachsen, bis er 9 Jahre alt war. Bevor er wieder nach Deutschland kommt, um hier Ferien zu machen, will er durch Podcasts etwas Deutsch ?ben. Er m?chte, dass Slow German 10-20 Minuten lang wird.

Mal sehen, Brendan!

Ich versuche jetzt erstmal, wirklich eine Folge pro Woche online zu stellen. Das ist mein Ziel.

Wenn Ihr Fragen habt oder Themenvorschl?ge, oder wenn Ihr mir einfach sagen wollt, wer Ihr seid, dann schreibt mir eine e-Mail an podcast@slowgerman.com. Ich freue mich immer, von Euch zu lesen, egal in welcher Sprache.

Bis n?chste Woche!
Eure Annik



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SG #010: Die Litfa?s?ule

Author: Annik Rubens
Wed, Jul 11, 2007


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Ich m?chte Euch heute von einer Erfindung erz?hlen, die man hier in Deutschland ?berall sieht. Mittlerweile gibt es sie auch in anderen St?dten auf der ganzen Welt. Ich rede von der Litfa?s?ule.
Falls Ihr nicht wisst, wovon ich rede – eine Litfa?s?ule ist eine hohe Rolle, die mit Plakaten beklebt ist. Ein Foto von einer solchen S?ule stelle ich Euch auf meine Internetseite www.slowgerman.com. Vielleicht wusstet Ihr nicht, dass die Litfa?s?ule eine deutsche Erfindung ist. Aber sie wurde erfunden von Ernst Litfa?. Er wurde 1816 in Berlin geboren und war von Beruf Drucker. Ihm fiel auf, dass die Berliner ?berall Plakate anbrachten. Und das war h?sslich. Also schlug er vor, S?ulen aufzustellen, damit die B?rger einen Platz f?r ihre Plakate hatten.
Jahrelang musste er verhandeln, bis er 1854 die Genehmigung bekam. Kurz darauf wurden die ersten hundert S?ulen in Berlin aufgestellt. Darauf waren auch die neuesten Nachrichten der Stadt zu lesen und w?hrend des Krieges konnten sich die B?rger hier schnell informieren. Zehn Jahre lang durfte nur Ernst Litfa? diese S?ulen aufstellen, deswegen tr?gt sie heute auch seinen Namen.
Heute stehen Litfa?s?ulen in jeder deutschen Stadt. Man kann hier Werbung sehen f?r Konzerte oder Theaterst?cke, oft werden ganze Spielpl?ne abgedruckt oder man wird informiert ?ber die ?ffnungszeiten des Zoos oder man erf?hrt, in welchem Freibad man schwimmen gehen kann. Viele Plakate sind so bunt und interessant, dass man unweigerlich stehen bleibt, um sie zu lesen. Nat?rlich gibt es in Deutschland auch Plakatw?nde, aber Litfa?s?ulen nehmen viel weniger Platz weg. Ich habe sogar schon kleine S?ulen gesehen, die sich drehen oder beleuchtet sind, und es gibt auch S?ulen, in deren Innerem Telefone untergebracht sind.

Das war das heutige Slow German-Thema. Nun zu Euren Kommentaren:

Auf der Internetseite www.slowgerman.com tauchen immer neue Kommentare auf. Guillaume hat mir geschrieben, er ist Franzose und will Deutsch ?ben. Ornella auch, sie ist Studentin aus Italien. Jorge lernt Deutsch, weil seine Frau Deutsche ist und sein dreij?hriges Kind auch Deutsch spricht. Und Steve bereitet sich auf den Besuch eines 15-j?hrigen Sch?lers aus Aachen vor, der ihn bald in Amerika besucht. Vor 30 Jahren hat Steve selbst in der Schule Deutsch gelernt und jetzt poliert er es ein wenig auf.
Ich freue mich sehr, dass Ihr mich h?rt! Die meisten Menschen h?ren mich aus Deutschland, USA oder Gro?britannien, aber es gibt auch H?rer aus Mexiko, Marokko, Japan, Schweden oder Ungarn.
Mir ist ?brigens aufgefallen, dass man im Internet Explorer die Wortbeschreibungen nicht unterstrichen sieht. Ihr k?nnt aber trotzdem mit der Maus ?ber den Text fahren, dann seht Ihr manche W?rter erkl?rt!

Ich habe auch E-Mails von Euch bekommen. Zum Beispiel ein nettes Lob von Dianne, und Bill aus Arizona ist auch neugierig auf neue Themen. Mir sind einige Themen eingefallen, zum Beispiel w?rde ich Euch gerne von deutschen Filmen und B?chern, ber?hmten deutschen Menschen und nat?rlich auch von Feiertagen erz?hlen. Guillaume hat mir zudem die Themen Haustiere, Umweltschutz und Gastronomie vorgeschlagen. Danke sch?n!
Und dann hat mir noch Nicholas geschrieben, er ist Englischlehrer in Japan und lernt Deutsch, damit er in ein paar Jahren in Deutschland Tauchunterricht geben kann.

Also – schreibt mir eine Mail an podcast@slowgerman.com, entweder in Deutsch oder in Englisch. Sagt mir, wo ihr wohnt und vielleicht f?llt Euch auch ein Thema ein, ?ber das ich reden soll. Ich freue mich ?ber Euer Feedback – und ja, wir benutzen viele englische W?rter in Deutschland!

Bis zum n?chsten Mal, viel Spa? beim Deutsch lernen!

Eure Annik



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SG #009: Bus und Bahn

Author: Annik Rubens
Mon, Jul 02, 2007


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Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Folge von Slow German. Heute geht es mal um ein ganz praktisches Thema.

In den gro?en deutschen St?dten wie M?nchen, Berlin, Hamburg, Stuttgart oder K?ln braucht man kein Auto. Viele meiner Freunde haben kein Auto – denn diese St?dte haben ein gutes so genanntes ?ffentliches Verkehrssystem. ?ffentliche Verkehrsmittel sind zum Beispiel U-Bahnen oder Busse. Ich erkl?re Euch jetzt einmal, wie das System in M?nchen funktioniert. Es ist leider ein wenig kompliziert, aber wir versuchen es trotzdem, ok?

In der Stadt selbst fahren unter der Erde die U-Bahnen. Sie halten sehr oft und fahren auch sehr h?ufig, man muss nie lange auf eine U-Bahn warten. Oben auf der Stra?e gibt es dazu noch ein gutes Bussystem und die Stra?enbahnen. Beides kann ich ?brigens auch empfehlen, wenn Ihr einfach mal eine Sightseeing-Tour machen wollt, ohne viel Geld zu bezahlen. Beides kostet gleich viel und ist auch ?hnlich komfortabel. Die Stra?enbahnen haben den Vorteil, dass sie die Ampeln auf gr?n schalten k?nnen und daher immer freie Fahrt haben.

Wer l?ngere Strecken fahren m?chte, zum Beispiel in die Vororte, der kann auch mit der S-Bahn fahren. Sie sieht eigentlich genauso aus wie die U-Bahn, f?hrt aber nicht nur unterirdisch, sondern auch ?ber der Erde. Mit der S-Bahn k?nnt Ihr beispielsweise zum Flughafen fahren, der in M?nchen weit au?erhalb liegt.

Gut, Ihr wisst nun also, wo Ihr hinfahren wollt. Also braucht ihr noch eine Fahrkarte. Die Systeme in den St?dten sind meistens sehr kompliziert, es gibt Wochen-, Monats- und Jahreskarten f?r einheimische Pendler. F?r Touristen ist es am Besten, wenn sie eine Touristenkarte kaufen. Diese ist g?nstig, mehrere Tage g?ltig und meistens kommt man mit ihr auch g?nstiger in Museen und andere Sehensw?rdigkeiten. Dieses Ticket muss in Automaten abgestempelt werden, die in Bussen und Stra?enbahnen im Fahrzeug befestigt sind, bei U- und S-Bahn allerdings noch am Bahnsteig stehen oder sogar noch oben vor der Rolltreppe. Diese Tickets werden von unauff?llig gekleideten Menschen kontrolliert – aber nicht bei jeder Fahrt. Sie machen Stichproben. Wer kein Ticket hat, muss eine Strafe bezahlen. Drehkreuze wie in anderen internationalen Gro?st?dten wie London oder New York gibt es in Deutschland nicht. Das Ticket m?sst Ihr immer bei Euch haben, falls Ihr kontrolliert werdet. Ihr k?nnt es erst wegwerfen, wenn Ihr an Eurem Ziel angekommen seid und das Ticket nicht mehr g?ltig ist. Ihr k?nnt ?brigens mit so einem Ticket problemlos von der Bahn in den Bus umsteigen oder andersrum, das ist gar kein Problem.

Es gibt in den Z?gen und Bussen ?brigens besondere Pl?tze f?r Behinderte und ?ltere Menschen. Diese sind mit einem speziellen Symbol gekennzeichnet und m?ssen freigemacht werden, wenn jemand sie braucht. Ansonsten gilt: Man darf in den Z?gen und Bussen nicht rauchen. Wenn man aussteigen m?chte, dr?ckt man in Bus und Stra?enbahn einen roten Knopf in der N?he des Eingangs, bevor die Station erreicht wird. S- und U-Bahnen halten immer automatisch an jeder Station.

In M?nchen wurde das U-Bahn-System ?brigens extra wegen der Olympischen Spiele 1972 gebaut! Die S-Bahnen sind mittlerweile alle neu und klimatisiert, die U-Bahnen sind teilweise neu und klimatisiert, teilweise aber auch alt und eigentlich lustig, man hat n?mlich den Innenraum so verkleidet, dass er aussieht als w?re er aus Holz. Nat?rlich ist es aber Plastik und Metall.

Wenn Ihr als Touristen unterwegs seid, empfehle ich Euch, die Hauptverkehrszeit zu meiden. Das ist die Zeit, in der die Menschen morgens zwischen 7 und 9 Uhr und abends zwischen 17 und 19 Uhr in die Arbeit fahren oder nach Hause m?chten. Die Z?ge und Busse sind dann oft ?berf?llt und es macht keinen Spa?, mitzufahren. Genauso ist es am Samstag Nachmittag, wenn die Fans ins Fu?ballstadion fahren.

Und Vorsicht: Die Z?ge fahren nicht die ganze Nacht! Schaut lieber vorher in einen Fahrplan, damit ihr kein teures Taxi nehmen m?sst. Angst m?sst Ihr in M?nchen in den ?ffentlichen Verkehrsmitteln ?brigens nicht haben, sie sind sehr sicher, auch nachts und f?r Frauen.

Soviel zum heutigen Thema. Ich werde versuchen, mehr Deutsch zu sprechen, ich hoffe, Ihr versteht mich!

Ich habe viele e-mails bekommen diese Woche. Zum Beispiel von Jessica: Sie hat acht Jahre in der Schweiz gelebt und ist nun zur?ck in den USA. Ihre Kinder haben ihr geholfen, wenn sie das Schweizerdeutsch nicht verstanden hat. Liebe Jessica – keine Sorge – Schweizerdeutsch ist wirklich schwer bis fast gar nicht zu verstehen f?r Deutsche!

Paula hat mir auch geschrieben, sie muss Deutsch lernen, weil sie in Berlin lebt und ein wenig Schwierigkeiten hat, die schnell sprechenden Leute dort zu verstehen. Berlin ist auch so ein Fall, dort sagt man „icke“ statt „ich“ und „kieken“ statt sehen... Hab Geduld, das lernst Du schon!

Alan hat mir noch einmal geschrieben, und er hat mir ein paar Themen vorgeschlagen, auch das aus der heutigen Folge, vielen Dank daf?r! Er fand das Biergartenthema interessant weil er meint, die H?rer sind bestimmt alle neugierig auf „touristische Themen“. Falls Ihr noch Ideen habt, ?ber die ich hier sprechen kann, lasst es mich wissen! Entweder per e-mail an podcast@slowgerman.com, oder sprecht in Englisch oder Deutsch auf meinen Anrufbeantworter +49-89 23 513 085.

Es gibt seit dieser Woche noch eine dritte M?glichkeit f?r die Interaktion: Meine Internetseite www.slowgerman.com. Dort ist der ganze Text jeder Folge und manchmal auch ein passendes Foto dazu abgebildet. Hier k?nnt Ihr Kommentare abgeben. Der erste Kommentar kommt von Dave aus Pittsburgh, er hat sich eine ?bersetzung der Texte gew?nscht, weil er viele W?rter im W?rterbuch nachsehen muss. Eine komplette ?bersetzung kostet mich leider zu viel Zeit, aber ich habe wichtige oder schwierige W?rter unterstrichen und wenn Ihr mit der Maus dar?ber fahrt, seht Ihr das englische Wort dazu. Bitte sagt mir, ob Euch das eine Hilfe ist oder ob Ihr mehr W?rter ?bersetzt braucht.

Viel Spa? beim Deutsch lernen!
Eure Annik



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SG #008: Ab in den Biergarten!

Author: Annik Rubens
Tue, Jun 19, 2007


Lernmaterial zu dieser Folge: www.slowgerman.com

Ich lebe in Bayern, genauer gesagt in M?nchen. Und hier gibt es eine Tradition, die Ihr vielleicht kennt – Bierg?rten. Ein typischer Biergarten hat orangefarbene B?nke und Tische. Der Boden ist mit kleinen Kieselsteinen bedeckt. Gro?e Kastanienb?ume spenden Schatten. Aber das ist noch nicht alles: Ein richtiger Biergarten in Bayern ist in zwei Bereiche unterteilt. In einem Bereich wird man von einem Kellner oder einer Kellnerin bedient. Diesen Teil erkennt man meistens daran, dass hier Tischdecken auf den Tischen zu sehen sind. Der andere Teil ist der wichtigere: Hier darf man sich sein Essen selber mitbringen! So sieht man also Einheimische, die ihre eigenen Tischdecken ausbreiten und aus K?rben allerlei leckeres Essen zaubern. Das Bier und die anderen Getr?nke jedoch muss man an kleinen St?nden im Biergarten kaufen. Traditionelle Bierg?rten schenken Bier nur in Kr?gen aus, die f?r Nicht-Bayern riesig sind: Ein ganzer Liter Bier passt hier rein, und das Glas nennt man somit nicht mehr Glas, sondern Mass. Essen kann man auch kaufen, falls man nichts mitgebracht hat. Es gibt meistens gegrillte W?rstchen, halbe H?hnchen, oft auch gebratenen Fisch, Steckerlfisch genannt. Lecker finde ich vor allem die kalten Brotzeiten: K?se mit einer riesigen Breze, Radi (das ist Rettich) mit Salz oder der ber?hmte Obazda. Obazda ist eine orangefarbene Masse, die man sich auf ein Brot oder eine Breze schmieren kann. Er besteht aus Camembert, Zwiebeln, Paprikapulver, Butter und ein wenig Wei?bier.
Es ist ?brigens ganz normal, sich zu anderen, fremden Leuten an den Tisch zu setzen, denn ein Biergarten ist Zeichen f?r Geselligkeit. Und noch ein Hinweis, damit es keine Verwirrung gibt: Ein Biergarten bedeutet nicht, dass M?nner dort hingehen, um sich zu betrinken. Ein Biergarten ist Kultur. Hier treffen sich Freunde, Familien gehen mit ihren Kindern hierher, Gesch?ftsm?nner treffen sich mittags hier zum Essen. Es geht um Gem?tlichkeit, nicht um Alkohol. Gro?e Bierg?rten ?brigens haben Platz f?r 7000 bis 8000 Menschen – und sie sind an sch?nen Sommertagen randvoll! Wer also in n?chster Zeit nach M?nchen kommt – ich empfehle den traditionellen Augustiner Biergarten in der N?he des Hauptbahnhofes! Und keine Angst: Nat?rlich gibt es hier auch nicht-alkoholische Getr?nke.



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